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    <title>Angelesen! Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr</title>
    <description>Das ZMSBw stellt Bücher zur (Militär-)Geschichte vor</description>
    <pubDate>Tue, 01 Sep 2026 12:48:02 +0000</pubDate>
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    <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw - Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr)</author>
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    <itunes:subtitle>Das ZMSBw stellt Bücher zur (Militär-)Geschichte vor</itunes:subtitle>
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      <title>Digitale Verteidigung: Künstliche Intelligenz und Sicherheit</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Künstliche Intelligenz (KI) ist in heutiger Zeit allgegenwärtig. Kaum ein Bereich des individuellen und gesellschaftlichen Lebens bleibt von ihr unberührt. Daraus resultiert, dass auch die in der internationalen Politik maßgebenden Akteure bestrebt sind, sich die Vorteile Künstlicher Intelligenz auch auf militärischem Gebiet zu Nutze zu machen.</strong></p>
<p>Oberstleutnant Gerrit Hohmann befasst sich im vorliegenden Werk ausführlich mit Anwendungen, Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz (KI) auf dem Feld der inneren und äußeren Sicherheit. Der Quantensprung, den die KI im Vergleich mit früheren Computerprogrammen darstellt, liegt in ihrer Fähigkeit zur Bearbeitung von Aufgaben, die menschliche Intelligenz erfordern, z.B. Lernen oder Sprachverständnis.&nbsp;</p>
<p><strong>Militärische Zwecke</strong></p>
<p>Für militärische Zwecke sind vor allem KI-Anwendungen interessant, die das Sammeln und schnelle Auswerten großer Datenmengen zwecks Erstellung digitaler Lagekarten erlauben, die gegnerische Kräfte auf dem Gefechtsfeld in Echtzeit sichtbar machen. Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf seit 2022 gute Ergebnisse mit solchen Anwendungen erzielt, sowohl mit Produkten der US-Firma Palantir als auch mit dem selbst entwickelten Gefechtsführungssystem DELTA.&nbsp;</p>
<p><strong>KI und Drohnen</strong></p>
<p>Auch die zunehmend wichtige Rolle von Drohnen geht auf KI zurück, die sowohl die Treffsicherheit als auch die Schwarmfähigkeiten der unbemannten Flugobjekte verbessern hilft. Wichtig ist, dass die Letztentscheidung über den Einsatz eines Waffensystems nicht durch KI, sondern grundsätzlich immer von Menschen getroffen wird.&nbsp;</p>
<p><strong>Digitale Souveränität</strong></p>
<p>Der Autor plädiert dafür, die deutschen Anstrengungen in Sachen Digitalisierung, KI und digitale Souveränität erheblich zu steigern. Wer auf diesem Gebiet jetzt das Nötige zu tun versäumt, droht für lange Zeit abgehängt zu werden.</p>
<p><em>Artikeltext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
]]></description>
      <pubDate>Tue, 01 Sep 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Künstliche Intelligenz (KI) ist in heutiger Zeit allgegenwärtig. Kaum ein Bereich des individuellen und gesellschaftlichen Lebens bleibt von ihr unberührt. Daraus resultiert, dass auch die in der internationalen Politik maßgebenden Akteure bestrebt sind, sich die Vorteile Künstlicher Intelligenz auch auf militärischem Gebiet zu Nutze zu machen.</strong></p>
<p>Oberstleutnant Gerrit Hohmann befasst sich im vorliegenden Werk ausführlich mit Anwendungen, Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz (KI) auf dem Feld der inneren und äußeren Sicherheit. Der Quantensprung, den die KI im Vergleich mit früheren Computerprogrammen darstellt, liegt in ihrer Fähigkeit zur Bearbeitung von Aufgaben, die menschliche Intelligenz erfordern, z.B. Lernen oder Sprachverständnis.&nbsp;</p>
<p><strong>Militärische Zwecke</strong></p>
<p>Für militärische Zwecke sind vor allem KI-Anwendungen interessant, die das Sammeln und schnelle Auswerten großer Datenmengen zwecks Erstellung digitaler Lagekarten erlauben, die gegnerische Kräfte auf dem Gefechtsfeld in Echtzeit sichtbar machen. Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf seit 2022 gute Ergebnisse mit solchen Anwendungen erzielt, sowohl mit Produkten der US-Firma Palantir als auch mit dem selbst entwickelten Gefechtsführungssystem DELTA.&nbsp;</p>
<p><strong>KI und Drohnen</strong></p>
<p>Auch die zunehmend wichtige Rolle von Drohnen geht auf KI zurück, die sowohl die Treffsicherheit als auch die Schwarmfähigkeiten der unbemannten Flugobjekte verbessern hilft. Wichtig ist, dass die Letztentscheidung über den Einsatz eines Waffensystems nicht durch KI, sondern grundsätzlich immer von Menschen getroffen wird.&nbsp;</p>
<p><strong>Digitale Souveränität</strong></p>
<p>Der Autor plädiert dafür, die deutschen Anstrengungen in Sachen Digitalisierung, KI und digitale Souveränität erheblich zu steigern. Wer auf diesem Gebiet jetzt das Nötige zu tun versäumt, droht für lange Zeit abgehängt zu werden.</p>
<p><em>Artikeltext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
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      <itunes:summary>Künstliche Intelligenz (KI) ist in heutiger Zeit allgegenwärtig. Kaum ein Bereich des individuellen und gesellschaftlichen Lebens bleibt von ihr unberührt. Daraus resultiert, dass auch die in der internationalen Politik maßgebenden Akteure bestrebt sind, sich die Vorteile Künstlicher Intelligenz auch auf militärischem Gebiet zu Nutze zu machen.

Oberstleutnant Gerrit Hohmann befasst sich im vorliegenden Werk ausführlich mit Anwendungen, Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz (KI) auf dem Feld der inneren und äußeren Sicherheit. Der Quantensprung, den die KI im Vergleich mit früheren Computerprogrammen darstellt, liegt in ihrer Fähigkeit zur Bearbeitung von Aufgaben, die menschliche Intelligenz erfordern, z.B. Lernen oder Sprachverständnis. 

Militärische Zwecke

Für militärische Zwecke sind vor allem KI-Anwendungen interessant, die das Sammeln und schnelle Auswerten großer Datenmengen zwecks Erstellung digitaler Lagekarten erlauben, die gegnerische Kräfte auf dem Gefechtsfeld in Echtzeit sichtbar machen. Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf seit 2022 gute Ergebnisse mit solchen Anwendungen erzielt, sowohl mit Produkten der US-Firma Palantir als auch mit dem selbst entwickelten Gefechtsführungssystem DELTA. 

KI und Drohnen

Auch die zunehmend wichtige Rolle von Drohnen geht auf KI zurück, die sowohl die Treffsicherheit als auch die Schwarmfähigkeiten der unbemannten Flugobjekte verbessern hilft. Wichtig ist, dass die Letztentscheidung über den Einsatz eines Waffensystems nicht durch KI, sondern grundsätzlich immer von Menschen getroffen wird. 

Digitale Souveränität

Der Autor plädiert dafür, die deutschen Anstrengungen in Sachen Digitalisierung, KI und digitale Souveränität erheblich zu steigern. Wer auf diesem Gebiet jetzt das Nötige zu tun versäumt, droht für lange Zeit abgehängt zu werden.

Artikeltext: Christoph Kuhl

Sprecher: Christoph Jan Longen

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    </item>
    <item>
      <title>Hessen und der Dritte Weltkrieg</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Auf welchem Stand waren die sowohl von der NATO bzw. der Bundeswehr als auch von den zuständigen zivilen Behörden getroffenen Vorbereitungen auf einen möglichen Verteidigungsfall bis 1990? Dieser Frage gehen im vorliegenden Werk am Beispiel Hessens Heiner Möllers und Cornelia Grosse nach, beide als Militärhistoriker und Militärhistorikerin am ZMSBw tätig.</strong></p>
<p><strong>Stand der zivilen und militärischen</strong> <strong>Vorbereitungen mangelhaft</strong></p>
<p>An zahlreichen Beispielen zeigen Autorin und Autor, dass der Stand der militärischen und der zivilen Vorbereitungen vielfach zu wünschen übrigließ: Zusätzliche Krankenhäuser für die Truppe waren vorbereitet, doch die Verfügbarkeit von zusätzlichem medizinischem Personal war fraglich. Für die Versorgung von Kriegsgefangenen waren kaum Vorbereitungen getroffen. Schutzraumplätze waren Mangelware. In Hessen kam statistisch ein solcher Platz auf ca. 45 Einwohner.</p>
<p><strong>Flüchtlingsbewegungen sind nicht planbar</strong></p>
<p>Auch war unklar, ob man die zu erwartende Fluchtbewegung zahlreicher Bundesbürger in den Griff bekommen würde, die mit ihren Privat-Pkws viele Straßen verstopfen und den militärischen Aufmarsch behindern würden.&nbsp;</p>
<p><strong>Schaffung einer zeitgemäßen Gesamtverteidigung</strong></p>
<p>Aus den Defiziten der Zeit bis 1990 zu lernen und für Gegenwart und Zukunft eine zeitgemäße Gesamtverteidigung zu schaffen, die auch künftig Krieg zu verhindern hilft – dazu will das Buch einen Beitrag leisten.&nbsp;</p>
<p><em>Artikeltext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 09 Jul 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf welchem Stand waren die sowohl von der NATO bzw. der Bundeswehr als auch von den zuständigen zivilen Behörden getroffenen Vorbereitungen auf einen möglichen Verteidigungsfall bis 1990? Dieser Frage gehen im vorliegenden Werk am Beispiel Hessens Heiner Möllers und Cornelia Grosse nach, beide als Militärhistoriker und Militärhistorikerin am ZMSBw tätig.</strong></p>
<p><strong>Stand der zivilen und militärischen</strong> <strong>Vorbereitungen mangelhaft</strong></p>
<p>An zahlreichen Beispielen zeigen Autorin und Autor, dass der Stand der militärischen und der zivilen Vorbereitungen vielfach zu wünschen übrigließ: Zusätzliche Krankenhäuser für die Truppe waren vorbereitet, doch die Verfügbarkeit von zusätzlichem medizinischem Personal war fraglich. Für die Versorgung von Kriegsgefangenen waren kaum Vorbereitungen getroffen. Schutzraumplätze waren Mangelware. In Hessen kam statistisch ein solcher Platz auf ca. 45 Einwohner.</p>
<p><strong>Flüchtlingsbewegungen sind nicht planbar</strong></p>
<p>Auch war unklar, ob man die zu erwartende Fluchtbewegung zahlreicher Bundesbürger in den Griff bekommen würde, die mit ihren Privat-Pkws viele Straßen verstopfen und den militärischen Aufmarsch behindern würden.&nbsp;</p>
<p><strong>Schaffung einer zeitgemäßen Gesamtverteidigung</strong></p>
<p>Aus den Defiziten der Zeit bis 1990 zu lernen und für Gegenwart und Zukunft eine zeitgemäße Gesamtverteidigung zu schaffen, die auch künftig Krieg zu verhindern hilft – dazu will das Buch einen Beitrag leisten.&nbsp;</p>
<p><em>Artikeltext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
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      <itunes:summary>Auf welchem Stand waren die sowohl von der NATO bzw. der Bundeswehr als auch von den zuständigen zivilen Behörden getroffenen Vorbereitungen auf einen möglichen Verteidigungsfall bis 1990? Dieser Frage gehen im vorliegenden Werk am Beispiel Hessens Heiner Möllers und Cornelia Grosse nach, beide als Militärhistoriker und Militärhistorikerin am ZMSBw tätig.

Stand der zivilen und militärischen Vorbereitungen mangelhaft

An zahlreichen Beispielen zeigen Autorin und Autor, dass der Stand der militärischen und der zivilen Vorbereitungen vielfach zu wünschen übrigließ: Zusätzliche Krankenhäuser für die Truppe waren vorbereitet, doch die Verfügbarkeit von zusätzlichem medizinischem Personal war fraglich. Für die Versorgung von Kriegsgefangenen waren kaum Vorbereitungen getroffen. Schutzraumplätze waren Mangelware. In Hessen kam statistisch ein solcher Platz auf ca. 45 Einwohner.

Flüchtlingsbewegungen sind nicht planbar

Auch war unklar, ob man die zu erwartende Fluchtbewegung zahlreicher Bundesbürger in den Griff bekommen würde, die mit ihren Privat-Pkws viele Straßen verstopfen und den militärischen Aufmarsch behindern würden. 

Schaffung einer zeitgemäßen Gesamtverteidigung

Aus den Defiziten der Zeit bis 1990 zu lernen und für Gegenwart und Zukunft eine zeitgemäße Gesamtverteidigung zu schaffen, die auch künftig Krieg zu verhindern hilft – dazu will das Buch einen Beitrag leisten. 

Artikeltext: Christoph Kuhl

Sprecher: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Rasender Stillstand. Belarus - eine Revolution und die Folgen</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch „Rasender Stillstand. Belarus – eine Revolution und die Folgen“&nbsp;von Ingo Petz vor. Es erschien im Jahr 2025.</strong></p>
<p><strong>Aufbruchstimmung, Widerstand, Kontrolle und Angst – belarussischer Alltag?</strong></p>
<p>Der Autor fragt, was von der Aufbruchsstimmung des Sommers 2020 geblieben ist und welche Möglichkeiten es heute für Veränderung gibt. Er beschreibt ein Regime, das sich durch Kontrolle und Angst stabilisiert, zugleich aber zunehmend auf innere Leere stößt und zeigt wie der belarussische Alltag von Einschüchterung, aber auch von kleinen, kaum sichtbaren Formen des Widerstands geprägt ist.</p>
<p><strong>Politische Analyse und Alltagsbeobachtungen</strong></p>
<p>Petz erzählt keine lineare Geschichte, sondern verwebt politische Analyse, Alltagsbeobachtung und persönliche Eindrücke. Er spricht mit Menschen im Land und im Exil, schildert das Leben politischer Gefangener, die Arbeit unabhängiger Medienschaffender und das Wirken einer Opposition, die im Ausland Strukturen für eine demokratische Zukunft ihres Landes aufbaut. Dabei gelingt es ihm, die abstrakten Schlagworte „Repression“ und „Widerstand“ mit Gesichtern und Stimmen zu füllen.</p>
<p>Das Buch verzichtet auf große Thesen oder ein abschließendes Urteil. Stattdessen bietet es eine dichte Momentaufnahme eines gesellschaftlichen Zustands: Menschen, die versuchen zu überleben, zu hoffen, zu erinnern – und sich dabei zwischen Anpassung und Aufbegehren bewegen.</p>
<p><strong>Belarus – Zukunft eines Landes im Schatten Russlands und der Ukraine&nbsp;</strong></p>
<p>Rasender Stillstand ist ein wichtiges Buch, weil der Blick nach Belarus in Europa im Schatten Russlands und der Ukraine oft verloren geht. Es zeigt, dass die Zukunft des Landes mitten in Europa mit darüber entscheidet, wie sich die Region nach dem Krieg ordnen wird. Das Land sollte nicht allein Moskaus Einfluss überlassen werden, sondern verlangt die bewusste Aufmerksamkeit Europas. Petz verzichtet auf politische Analyse und geopolitische Thesen und beschreibt stattdessen die alltäglichen Folgen autoritärer Herrschaft. Gerade deshalb wirkt sein Buch so eindringlich. Letztlich erinnert es auch uns daran, demokratische Werte nicht für selbstverständlich zu halten und diejenigen zu unterstützen, die unter großen Risiken für sie einstehen.</p>
<p><em>Artikeltext: Kristiane Janeke</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 28 May 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch „Rasender Stillstand. Belarus – eine Revolution und die Folgen“&nbsp;von Ingo Petz vor. Es erschien im Jahr 2025.</strong></p>
<p><strong>Aufbruchstimmung, Widerstand, Kontrolle und Angst – belarussischer Alltag?</strong></p>
<p>Der Autor fragt, was von der Aufbruchsstimmung des Sommers 2020 geblieben ist und welche Möglichkeiten es heute für Veränderung gibt. Er beschreibt ein Regime, das sich durch Kontrolle und Angst stabilisiert, zugleich aber zunehmend auf innere Leere stößt und zeigt wie der belarussische Alltag von Einschüchterung, aber auch von kleinen, kaum sichtbaren Formen des Widerstands geprägt ist.</p>
<p><strong>Politische Analyse und Alltagsbeobachtungen</strong></p>
<p>Petz erzählt keine lineare Geschichte, sondern verwebt politische Analyse, Alltagsbeobachtung und persönliche Eindrücke. Er spricht mit Menschen im Land und im Exil, schildert das Leben politischer Gefangener, die Arbeit unabhängiger Medienschaffender und das Wirken einer Opposition, die im Ausland Strukturen für eine demokratische Zukunft ihres Landes aufbaut. Dabei gelingt es ihm, die abstrakten Schlagworte „Repression“ und „Widerstand“ mit Gesichtern und Stimmen zu füllen.</p>
<p>Das Buch verzichtet auf große Thesen oder ein abschließendes Urteil. Stattdessen bietet es eine dichte Momentaufnahme eines gesellschaftlichen Zustands: Menschen, die versuchen zu überleben, zu hoffen, zu erinnern – und sich dabei zwischen Anpassung und Aufbegehren bewegen.</p>
<p><strong>Belarus – Zukunft eines Landes im Schatten Russlands und der Ukraine&nbsp;</strong></p>
<p>Rasender Stillstand ist ein wichtiges Buch, weil der Blick nach Belarus in Europa im Schatten Russlands und der Ukraine oft verloren geht. Es zeigt, dass die Zukunft des Landes mitten in Europa mit darüber entscheidet, wie sich die Region nach dem Krieg ordnen wird. Das Land sollte nicht allein Moskaus Einfluss überlassen werden, sondern verlangt die bewusste Aufmerksamkeit Europas. Petz verzichtet auf politische Analyse und geopolitische Thesen und beschreibt stattdessen die alltäglichen Folgen autoritärer Herrschaft. Gerade deshalb wirkt sein Buch so eindringlich. Letztlich erinnert es auch uns daran, demokratische Werte nicht für selbstverständlich zu halten und diejenigen zu unterstützen, die unter großen Risiken für sie einstehen.</p>
<p><em>Artikeltext: Kristiane Janeke</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
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Aufbruchstimmung, Widerstand, Kontrolle und Angst – belarussischer Alltag?

Der Autor fragt, was von der Aufbruchsstimmung des Sommers 2020 geblieben ist und welche Möglichkeiten es heute für Veränderung gibt. Er beschreibt ein Regime, das sich durch Kontrolle und Angst stabilisiert, zugleich aber zunehmend auf innere Leere stößt und zeigt wie der belarussische Alltag von Einschüchterung, aber auch von kleinen, kaum sichtbaren Formen des Widerstands geprägt ist.

Politische Analyse und Alltagsbeobachtungen

Petz erzählt keine lineare Geschichte, sondern verwebt politische Analyse, Alltagsbeobachtung und persönliche Eindrücke. Er spricht mit Menschen im Land und im Exil, schildert das Leben politischer Gefangener, die Arbeit unabhängiger Medienschaffender und das Wirken einer Opposition, die im Ausland Strukturen für eine demokratische Zukunft ihres Landes aufbaut. Dabei gelingt es ihm, die abstrakten Schlagworte „Repression“ und „Widerstand“ mit Gesichtern und Stimmen zu füllen.

Das Buch verzichtet auf große Thesen oder ein abschließendes Urteil. Stattdessen bietet es eine dichte Momentaufnahme eines gesellschaftlichen Zustands: Menschen, die versuchen zu überleben, zu hoffen, zu erinnern – und sich dabei zwischen Anpassung und Aufbegehren bewegen.

Belarus – Zukunft eines Landes im Schatten Russlands und der Ukraine 

Rasender Stillstand ist ein wichtiges Buch, weil der Blick nach Belarus in Europa im Schatten Russlands und der Ukraine oft verloren geht. Es zeigt, dass die Zukunft des Landes mitten in Europa mit darüber entscheidet, wie sich die Region nach dem Krieg ordnen wird. Das Land sollte nicht allein Moskaus Einfluss überlassen werden, sondern verlangt die bewusste Aufmerksamkeit Europas. Petz verzichtet auf politische Analyse und geopolitische Thesen und beschreibt stattdessen die alltäglichen Folgen autoritärer Herrschaft. Gerade deshalb wirkt sein Buch so eindringlich. Letztlich erinnert es auch uns daran, demokratische Werte nicht für selbstverständlich zu halten und diejenigen zu unterstützen, die unter großen Risiken für sie einstehen.

Artikeltext: Kristiane Janeke

Sprecher: Christoph Jan Longen

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    </item>
    <item>
      <title>Armee der Einheit</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch Armee der Einheit? Deutsche Streitkräfte zwischen Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung&nbsp;vor.</strong></p>
<p>Der Militärhistoriker Matthias Rogg zeichnet in seinem Werk präzise und minutiös den Weg zur Armee der Einheit nach.&nbsp;</p>
<p><strong>Unerwartete Chance und große Aufgaben</strong></p>
<p>Die gänzlich unerwartete Chance, 1990 die Deutsche Einheit in Frieden und Freiheit zu verwirklichen, stellte die Bundeswehr vor große, historisch beispiellose Aufgaben: Die 90 000 Angehörigen der Nationalen Volksarmee der ehemaligen DDR mussten in die Reihen der Bundeswehr eingegliedert und anschließend zügig entschieden werden, wer von ihnen eine langfristige Dienstperspektive in der Bundeswehr haben könnte.&nbsp;</p>
<p><strong>Übernahme ehemaliger NVA-Soldaten</strong></p>
<p>Der Charakter der NVA als militärisches Repressionsinstrument der SED-Diktatur machte dabei die massenhafte Übernahme früherer NVA-Soldaten unwahrscheinlich. Eine Karriere in der NVA hatte nur SED-Mitgliedern offen gestanden. Die Zahl der inoffiziellen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit in den Reihen der NVA war sehr hoch gewesen. Schlussendlich wurden nach gründlicher Prüfung 10 800 ehemalige NVA-Angehörige in die Bundeswehr übernommen.&nbsp;</p>
<p><strong>Armee der Einheit und Deutsche Einheit</strong></p>
<p>Die in der Bundeswehr übliche hohe Mobilität und die Verlegung vieler Bundeswehr-Dienststellen in die neuen Bundesländer sorgten dafür, dass nach 1990 viele Soldaten aus West- und Ostdeutschland den jeweils anderen Teil des vormals geteilten Landes kennenlernten. So trug die Armee der Einheit erheblich dazu bei, den Prozess der Deutschen Einheit zu fördern.&nbsp;</p>
<p>Der Militärhistoriker Oberst i. G. Prof. Dr. Matthias Rogg lehrt derzeit am U.S. Army War College in Carlisle, PA, im Department of Military Strategy, Planning and Operations. Er war zuvor Direktor Strategische Studien und Forschung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie von 2010 bis 2017 Gründungsdirektor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden.</p>
<p><em>Artikeltext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch Armee der Einheit? Deutsche Streitkräfte zwischen Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung&nbsp;vor.</strong></p>
<p>Der Militärhistoriker Matthias Rogg zeichnet in seinem Werk präzise und minutiös den Weg zur Armee der Einheit nach.&nbsp;</p>
<p><strong>Unerwartete Chance und große Aufgaben</strong></p>
<p>Die gänzlich unerwartete Chance, 1990 die Deutsche Einheit in Frieden und Freiheit zu verwirklichen, stellte die Bundeswehr vor große, historisch beispiellose Aufgaben: Die 90 000 Angehörigen der Nationalen Volksarmee der ehemaligen DDR mussten in die Reihen der Bundeswehr eingegliedert und anschließend zügig entschieden werden, wer von ihnen eine langfristige Dienstperspektive in der Bundeswehr haben könnte.&nbsp;</p>
<p><strong>Übernahme ehemaliger NVA-Soldaten</strong></p>
<p>Der Charakter der NVA als militärisches Repressionsinstrument der SED-Diktatur machte dabei die massenhafte Übernahme früherer NVA-Soldaten unwahrscheinlich. Eine Karriere in der NVA hatte nur SED-Mitgliedern offen gestanden. Die Zahl der inoffiziellen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit in den Reihen der NVA war sehr hoch gewesen. Schlussendlich wurden nach gründlicher Prüfung 10 800 ehemalige NVA-Angehörige in die Bundeswehr übernommen.&nbsp;</p>
<p><strong>Armee der Einheit und Deutsche Einheit</strong></p>
<p>Die in der Bundeswehr übliche hohe Mobilität und die Verlegung vieler Bundeswehr-Dienststellen in die neuen Bundesländer sorgten dafür, dass nach 1990 viele Soldaten aus West- und Ostdeutschland den jeweils anderen Teil des vormals geteilten Landes kennenlernten. So trug die Armee der Einheit erheblich dazu bei, den Prozess der Deutschen Einheit zu fördern.&nbsp;</p>
<p>Der Militärhistoriker Oberst i. G. Prof. Dr. Matthias Rogg lehrt derzeit am U.S. Army War College in Carlisle, PA, im Department of Military Strategy, Planning and Operations. Er war zuvor Direktor Strategische Studien und Forschung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie von 2010 bis 2017 Gründungsdirektor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden.</p>
<p><em>Artikeltext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
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      <itunes:title>Armee der Einheit</itunes:title>
      <itunes:summary>In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch Armee der Einheit? Deutsche Streitkräfte zwischen Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung vor.

Der Militärhistoriker Matthias Rogg zeichnet in seinem Werk präzise und minutiös den Weg zur Armee der Einheit nach. 

Unerwartete Chance und große Aufgaben

Die gänzlich unerwartete Chance, 1990 die Deutsche Einheit in Frieden und Freiheit zu verwirklichen, stellte die Bundeswehr vor große, historisch beispiellose Aufgaben: Die 90 000 Angehörigen der Nationalen Volksarmee der ehemaligen DDR mussten in die Reihen der Bundeswehr eingegliedert und anschließend zügig entschieden werden, wer von ihnen eine langfristige Dienstperspektive in der Bundeswehr haben könnte. 

Übernahme ehemaliger NVA-Soldaten

Der Charakter der NVA als militärisches Repressionsinstrument der SED-Diktatur machte dabei die massenhafte Übernahme früherer NVA-Soldaten unwahrscheinlich. Eine Karriere in der NVA hatte nur SED-Mitgliedern offen gestanden. Die Zahl der inoffiziellen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit in den Reihen der NVA war sehr hoch gewesen. Schlussendlich wurden nach gründlicher Prüfung 10 800 ehemalige NVA-Angehörige in die Bundeswehr übernommen. 

Armee der Einheit und Deutsche Einheit

Die in der Bundeswehr übliche hohe Mobilität und die Verlegung vieler Bundeswehr-Dienststellen in die neuen Bundesländer sorgten dafür, dass nach 1990 viele Soldaten aus West- und Ostdeutschland den jeweils anderen Teil des vormals geteilten Landes kennenlernten. So trug die Armee der Einheit erheblich dazu bei, den Prozess der Deutschen Einheit zu fördern. 

Der Militärhistoriker Oberst i. G. Prof. Dr. Matthias Rogg lehrt derzeit am U.S. Army War College in Carlisle, PA, im Department of Military Strategy, Planning and Operations. Er war zuvor Direktor Strategische Studien und Forschung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie von 2010 bis 2017 Gründungsdirektor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden.

Artikeltext: Christoph Kuhl

Sprecher: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>State-Building. Die Rolle von Streitkräften am Beispiel der Bundeswehr in Afghanistan.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch „State-Building. Die Rolle von Streitkräften am Beispiel der Bundeswehr in Afghanistan“ vor. Es erschien 2024 im Nomos Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Brigadegeneral a.D. Michael Bartscher war mehrfach in leitenden Verwendungen in Afghanistan eingesetzt. Im vorliegenden Werk, seiner im Jahr 2024 erschienenen Dissertation, befasst er sich mit den Einsätzen ISAF und Resolute Support</p>
<p><strong>Analyse des deutschen Beitrags zu ISAF und Resolute Support</strong></p>
<p>Welche Lehren lassen sich aus der Art und Weise ziehen, in der Bundesregierung und Bundestag institutionell und in der Außendarstellung gegenüber der deutschen Öffentlichkeit mit den Einsätzen ISAF und Resolute Support umgegangen sind? Auf diese Fragen sucht die vorliegende Arbeit Antworten. &nbsp; &nbsp; &nbsp;<br>
Auf Basis amtlichen Quellen, der aktuellen Forschungsliteratur sowie von Befragungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Geschäftsbereichen des BMVg und anderer Ministerien, die in Afghanistan tätig waren, liefert das Werk eine profunde Analyse des deutschen Beitrags zu den Einsätzen ISAF und Resolute Support.</p>
<p><strong>Ergebnisse der detaillierten Betrachtung der Lageentwicklung</strong></p>
<p>Aus der detaillierten Betrachtung sowohl der Lageentwicklung in Afghanistan als auch der Art und Weise, in der der politische Betrieb in Deutschland mit den Einsätzen umging, leitet der Autor eine Reihe von Empfehlungen ab, die helfen sollen, künftig vergleichbare Einsätze mit besserem Erfolg abzuschließen als die Einsätze in Afghanistan.</p>
<p><em>Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
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      <pubDate>Thu, 19 Mar 2026 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch „State-Building. Die Rolle von Streitkräften am Beispiel der Bundeswehr in Afghanistan“ vor. Es erschien 2024 im Nomos Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Brigadegeneral a.D. Michael Bartscher war mehrfach in leitenden Verwendungen in Afghanistan eingesetzt. Im vorliegenden Werk, seiner im Jahr 2024 erschienenen Dissertation, befasst er sich mit den Einsätzen ISAF und Resolute Support</p>
<p><strong>Analyse des deutschen Beitrags zu ISAF und Resolute Support</strong></p>
<p>Welche Lehren lassen sich aus der Art und Weise ziehen, in der Bundesregierung und Bundestag institutionell und in der Außendarstellung gegenüber der deutschen Öffentlichkeit mit den Einsätzen ISAF und Resolute Support umgegangen sind? Auf diese Fragen sucht die vorliegende Arbeit Antworten. &nbsp; &nbsp; &nbsp;<br>
Auf Basis amtlichen Quellen, der aktuellen Forschungsliteratur sowie von Befragungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Geschäftsbereichen des BMVg und anderer Ministerien, die in Afghanistan tätig waren, liefert das Werk eine profunde Analyse des deutschen Beitrags zu den Einsätzen ISAF und Resolute Support.</p>
<p><strong>Ergebnisse der detaillierten Betrachtung der Lageentwicklung</strong></p>
<p>Aus der detaillierten Betrachtung sowohl der Lageentwicklung in Afghanistan als auch der Art und Weise, in der der politische Betrieb in Deutschland mit den Einsätzen umging, leitet der Autor eine Reihe von Empfehlungen ab, die helfen sollen, künftig vergleichbare Einsätze mit besserem Erfolg abzuschließen als die Einsätze in Afghanistan.</p>
<p><em>Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
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      <itunes:title>State-Building. Die Rolle von Streitkräften am Beispiel der Bundeswehr in Afghanistan.</itunes:title>
      <itunes:summary>In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch „State-Building. Die Rolle von Streitkräften am Beispiel der Bundeswehr in Afghanistan“ vor. Es erschien 2024 im Nomos Verlag. 

Brigadegeneral a.D. Michael Bartscher war mehrfach in leitenden Verwendungen in Afghanistan eingesetzt. Im vorliegenden Werk, seiner im Jahr 2024 erschienenen Dissertation, befasst er sich mit den Einsätzen ISAF und Resolute Support

Analyse des deutschen Beitrags zu ISAF und Resolute Support

Welche Lehren lassen sich aus der Art und Weise ziehen, in der Bundesregierung und Bundestag institutionell und in der Außendarstellung gegenüber der deutschen Öffentlichkeit mit den Einsätzen ISAF und Resolute Support umgegangen sind? Auf diese Fragen sucht die vorliegende Arbeit Antworten.      

Auf Basis amtlichen Quellen, der aktuellen Forschungsliteratur sowie von Befragungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Geschäftsbereichen des BMVg und anderer Ministerien, die in Afghanistan tätig waren, liefert das Werk eine profunde Analyse des deutschen Beitrags zu den Einsätzen ISAF und Resolute Support.

Ergebnisse der detaillierten Betrachtung der Lageentwicklung

Aus der detaillierten Betrachtung sowohl der Lageentwicklung in Afghanistan als auch der Art und Weise, in der der politische Betrieb in Deutschland mit den Einsätzen umging, leitet der Autor eine Reihe von Empfehlungen ab, die helfen sollen, künftig vergleichbare Einsätze mit besserem Erfolg abzuschließen als die Einsätze in Afghanistan.

Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl

Sprecher: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Amerikas langer Arm. Kontroversen um die Nutzung von Grönland im Zweiten Weltkrieg.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Das aus mitteleuropäischer Perspektive abgelegen erscheinende Grönland ist in den Mittelpunkt globaler Aufmerksamkeit gerückt, weil die USA deutlicher als zuvor ihr Interesse an der größten Insel der Welt zum Ausdruck gebracht haben. In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, möchten wir mit dem Werk Buch Amerikas langer Arm. Kontroversen um die Nutzung von Grönland im Zweiten Weltkrieg den historischen Wurzeln der amerikanischen Grönlandpolitik nachspüren.</strong></p>
<p>Der emeritierte Neuzeithistoriker Lothar Burchardt geht in diesem Werk der Entwicklung der Beziehungen der USA zu Grönland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Zeit des Zweiten Weltkriegs, in der entscheidende Weichenstellungen stattfanden. Bereits 1920 war die US-Regierung den Ambitionen Großbritanniens, Grönland von Dänemark zu kaufen, entschieden entgegengetreten und hatte für&nbsp;den Fall, dass Dänemark verkaufen wolle, ein amerikanisches Vorkaufsrecht beansprucht. In den folgenden Jahrzehnten unternahm Washington aber nichts, um Kopenhagen zum Verkauf zu bewegen.&nbsp;</p>
<p><strong>Deutsche Besetzung Dänemarks als Übergang zu aktiver Grönlandpolitik</strong></p>
<p>Die deutsche Besetzung Dänemarks 1940 markierte den Übergang zu einer aktiveren amerikanischen Grönlandpolitik. Die USA unterbanden Bestrebungen Kanadas und Großbritanniens, die Insel zu besetzen und schlossen mit dem dänischen Botschafter in Washington 1941 ein Abkommen, das die Stationierung von US-Truppen auf Grönland erlaubte. Die Verschlechterung der Beziehungen zur Sowjetunion ließ es nach Ende des Zweiten Weltkriegs geraten scheinen, die militärische Präsenz auf Grönland aufrechtzuerhalten.</p>
<p><strong>„Geopolitischer Greifreflex“</strong></p>
<p>Der Autor kommt zu dem Fazit, dass die Grönlandpolitik der USA nicht einer ausgearbeiteten Langfriststrategie folgte. Vielmehr nutzte die USA ab 1940 situativ die sich durch die deutsche Besetzung Dänemarks bietende Chance zur Ausdehnung ihres Einflusses auf Grönland.</p>
<p><em>Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
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      <pubDate>Thu, 12 Feb 2026 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das aus mitteleuropäischer Perspektive abgelegen erscheinende Grönland ist in den Mittelpunkt globaler Aufmerksamkeit gerückt, weil die USA deutlicher als zuvor ihr Interesse an der größten Insel der Welt zum Ausdruck gebracht haben. In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, möchten wir mit dem Werk Buch Amerikas langer Arm. Kontroversen um die Nutzung von Grönland im Zweiten Weltkrieg den historischen Wurzeln der amerikanischen Grönlandpolitik nachspüren.</strong></p>
<p>Der emeritierte Neuzeithistoriker Lothar Burchardt geht in diesem Werk der Entwicklung der Beziehungen der USA zu Grönland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Zeit des Zweiten Weltkriegs, in der entscheidende Weichenstellungen stattfanden. Bereits 1920 war die US-Regierung den Ambitionen Großbritanniens, Grönland von Dänemark zu kaufen, entschieden entgegengetreten und hatte für&nbsp;den Fall, dass Dänemark verkaufen wolle, ein amerikanisches Vorkaufsrecht beansprucht. In den folgenden Jahrzehnten unternahm Washington aber nichts, um Kopenhagen zum Verkauf zu bewegen.&nbsp;</p>
<p><strong>Deutsche Besetzung Dänemarks als Übergang zu aktiver Grönlandpolitik</strong></p>
<p>Die deutsche Besetzung Dänemarks 1940 markierte den Übergang zu einer aktiveren amerikanischen Grönlandpolitik. Die USA unterbanden Bestrebungen Kanadas und Großbritanniens, die Insel zu besetzen und schlossen mit dem dänischen Botschafter in Washington 1941 ein Abkommen, das die Stationierung von US-Truppen auf Grönland erlaubte. Die Verschlechterung der Beziehungen zur Sowjetunion ließ es nach Ende des Zweiten Weltkriegs geraten scheinen, die militärische Präsenz auf Grönland aufrechtzuerhalten.</p>
<p><strong>„Geopolitischer Greifreflex“</strong></p>
<p>Der Autor kommt zu dem Fazit, dass die Grönlandpolitik der USA nicht einer ausgearbeiteten Langfriststrategie folgte. Vielmehr nutzte die USA ab 1940 situativ die sich durch die deutsche Besetzung Dänemarks bietende Chance zur Ausdehnung ihres Einflusses auf Grönland.</p>
<p><em>Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
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      <itunes:summary>Das aus mitteleuropäischer Perspektive abgelegen erscheinende Grönland ist in den Mittelpunkt globaler Aufmerksamkeit gerückt, weil die USA deutlicher als zuvor ihr Interesse an der größten Insel der Welt zum Ausdruck gebracht haben. In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, möchten wir mit dem Werk Buch Amerikas langer Arm. Kontroversen um die Nutzung von Grönland im Zweiten Weltkrieg den historischen Wurzeln der amerikanischen Grönlandpolitik nachspüren.

Der emeritierte Neuzeithistoriker Lothar Burchardt geht in diesem Werk der Entwicklung der Beziehungen der USA zu Grönland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Zeit des Zweiten Weltkriegs, in der entscheidende Weichenstellungen stattfanden. Bereits 1920 war die US-Regierung den Ambitionen Großbritanniens, Grönland von Dänemark zu kaufen, entschieden entgegengetreten und hatte für den Fall, dass Dänemark verkaufen wolle, ein amerikanisches Vorkaufsrecht beansprucht. In den folgenden Jahrzehnten unternahm Washington aber nichts, um Kopenhagen zum Verkauf zu bewegen. 

Deutsche Besetzung Dänemarks als Übergang zu aktiver Grönlandpolitik

Die deutsche Besetzung Dänemarks 1940 markierte den Übergang zu einer aktiveren amerikanischen Grönlandpolitik. Die USA unterbanden Bestrebungen Kanadas und Großbritanniens, die Insel zu besetzen und schlossen mit dem dänischen Botschafter in Washington 1941 ein Abkommen, das die Stationierung von US-Truppen auf Grönland erlaubte. Die Verschlechterung der Beziehungen zur Sowjetunion ließ es nach Ende des Zweiten Weltkriegs geraten scheinen, die militärische Präsenz auf Grönland aufrechtzuerhalten.

„Geopolitischer Greifreflex“

Der Autor kommt zu dem Fazit, dass die Grönlandpolitik der USA nicht einer ausgearbeiteten Langfriststrategie folgte. Vielmehr nutzte die USA ab 1940 situativ die sich durch die deutsche Besetzung Dänemarks bietende Chance zur Ausdehnung ihres Einflusses auf Grönland.

Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl

Sprecher: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Adenauer und die Wiederbewaffnung</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir aus Anlass zum 150. Geburtstag Konrad Adenauer, am 5. Januar 2026, das Buch von Wolfgang Krieger „Adenauer und die Wiederbewaffnung“ vor. Es erschien im Jahr 2000 im Bouvier Verlag.</strong></p>
<p><strong>Niemand prägte die junge Bundesrepublik stärker als ihr erster Regierungschef Konrad Adenauer</strong></p>
<p>Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland übernahm dieses Amt im September 1949 und hatte es bis Oktober 1963 inne. Die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik gehörte zu den bedeutenden politischen Leistungen Adenauers, der persönlich keine Erfahrung als Soldat machte. 1876 in Köln geboren, war er zunächst aus gesundheitlichen Gründen von der Wehrpflicht befreit und im Ersten Weltkrieg als Erster Beigeordneter der Stadt Köln vom Wehrdienst freigestellt worden. Offiziere waren in Adenauers Augen Fachleute für technische Fragen des Militärischen. Er vertraute ihrem fachmännischen Urteil auf diesem Gebiet, legte aber größten Wert auf die Unterordnung der militärischen unter die politische Führung. Im Dezember 1949 bot er den Westalliierten einen Beitrag der Bundesrepublik zur Verteidigung Westeuropas an. Dabei leitete ihn einerseits der Wunsch, der jungen Bundesrepublik mehr Gewicht auf der internationalen Bühne zu verleihen, da er Außenpolitik als Machtpolitik verstand, die auf die Dimension des Militärischen nicht verzichten konnte. Andererseits wusste er, dass nur durch einen umfangreichen deutschen Verteidigungsbeitrag ein Ende des alliierten Besatzungsrechts im neuen westdeutschen Staat sowie maßgebliches Mitspracherecht in westlichen Bündnisstrukturen zu erreichen war. Wie diese Strukturen aussehen würden, entschied sich erst Mitte der 1950er Jahre. Frankreich hatte 1950 eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft vorgeschlagen.</p>
<p><strong>Die gescheiterte Bündnisstruktur und die Alternative</strong></p>
<p>Eine solche Bündnisstruktur hätte neben der Abschreckungswirkung Richtung Sowjetunion auch Wirkung als Motor der europäischen Einigung entfalten können. 1954 scheiterte sie zum Bedauern Adenauers an fehlender Zustimmung der französischen Nationalversammlung. Als Alternative blieb die Mitgliedschaft in der NATO, die die USA der Bundesrepublik anboten. Auch in diesem Rahmen erreichte Adenauer die Ziele, die er mit der Wiederbewaffnung anstrebte: Die Beziehungen der Bundesrepublik zu den Westalliierten wurden nicht mehr besatzungsrechtlich, sondern vertraglich geregelt. Zudem erlangte die Bundesrepublik erheblichen Einfluss auf die Gestaltung von Politik und militärischer Strategie der NATO.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
]]></description>
      <pubDate>Tue, 06 Jan 2026 15:10:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir aus Anlass zum 150. Geburtstag Konrad Adenauer, am 5. Januar 2026, das Buch von Wolfgang Krieger „Adenauer und die Wiederbewaffnung“ vor. Es erschien im Jahr 2000 im Bouvier Verlag.</strong></p>
<p><strong>Niemand prägte die junge Bundesrepublik stärker als ihr erster Regierungschef Konrad Adenauer</strong></p>
<p>Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland übernahm dieses Amt im September 1949 und hatte es bis Oktober 1963 inne. Die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik gehörte zu den bedeutenden politischen Leistungen Adenauers, der persönlich keine Erfahrung als Soldat machte. 1876 in Köln geboren, war er zunächst aus gesundheitlichen Gründen von der Wehrpflicht befreit und im Ersten Weltkrieg als Erster Beigeordneter der Stadt Köln vom Wehrdienst freigestellt worden. Offiziere waren in Adenauers Augen Fachleute für technische Fragen des Militärischen. Er vertraute ihrem fachmännischen Urteil auf diesem Gebiet, legte aber größten Wert auf die Unterordnung der militärischen unter die politische Führung. Im Dezember 1949 bot er den Westalliierten einen Beitrag der Bundesrepublik zur Verteidigung Westeuropas an. Dabei leitete ihn einerseits der Wunsch, der jungen Bundesrepublik mehr Gewicht auf der internationalen Bühne zu verleihen, da er Außenpolitik als Machtpolitik verstand, die auf die Dimension des Militärischen nicht verzichten konnte. Andererseits wusste er, dass nur durch einen umfangreichen deutschen Verteidigungsbeitrag ein Ende des alliierten Besatzungsrechts im neuen westdeutschen Staat sowie maßgebliches Mitspracherecht in westlichen Bündnisstrukturen zu erreichen war. Wie diese Strukturen aussehen würden, entschied sich erst Mitte der 1950er Jahre. Frankreich hatte 1950 eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft vorgeschlagen.</p>
<p><strong>Die gescheiterte Bündnisstruktur und die Alternative</strong></p>
<p>Eine solche Bündnisstruktur hätte neben der Abschreckungswirkung Richtung Sowjetunion auch Wirkung als Motor der europäischen Einigung entfalten können. 1954 scheiterte sie zum Bedauern Adenauers an fehlender Zustimmung der französischen Nationalversammlung. Als Alternative blieb die Mitgliedschaft in der NATO, die die USA der Bundesrepublik anboten. Auch in diesem Rahmen erreichte Adenauer die Ziele, die er mit der Wiederbewaffnung anstrebte: Die Beziehungen der Bundesrepublik zu den Westalliierten wurden nicht mehr besatzungsrechtlich, sondern vertraglich geregelt. Zudem erlangte die Bundesrepublik erheblichen Einfluss auf die Gestaltung von Politik und militärischer Strategie der NATO.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl</em></p>
<p><em>Sprecher: Christoph Jan Longen</em></p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir aus Anlass zum 150. Geburtstag Konrad Adenauer, am 5. Januar 2026, das Buch von Wolfgang Krieger „Adenauer und die Wiederbewaffnung“ vor. Es erschien im Jahr 2000 im Bouvier Verlag.

Niemand prägte die junge Bundesrepublik stärker als ihr erster Regierungschef Konrad Adenauer

Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland übernahm dieses Amt im September 1949 und hatte es bis Oktober 1963 inne. Die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik gehörte zu den bedeutenden politischen Leistungen Adenauers, der persönlich keine Erfahrung als Soldat machte. 1876 in Köln geboren, war er zunächst aus gesundheitlichen Gründen von der Wehrpflicht befreit und im Ersten Weltkrieg als Erster Beigeordneter der Stadt Köln vom Wehrdienst freigestellt worden. Offiziere waren in Adenauers Augen Fachleute für technische Fragen des Militärischen. Er vertraute ihrem fachmännischen Urteil auf diesem Gebiet, legte aber größten Wert auf die Unterordnung der militärischen unter die politische Führung. Im Dezember 1949 bot er den Westalliierten einen Beitrag der Bundesrepublik zur Verteidigung Westeuropas an. Dabei leitete ihn einerseits der Wunsch, der jungen Bundesrepublik mehr Gewicht auf der internationalen Bühne zu verleihen, da er Außenpolitik als Machtpolitik verstand, die auf die Dimension des Militärischen nicht verzichten konnte. Andererseits wusste er, dass nur durch einen umfangreichen deutschen Verteidigungsbeitrag ein Ende des alliierten Besatzungsrechts im neuen westdeutschen Staat sowie maßgebliches Mitspracherecht in westlichen Bündnisstrukturen zu erreichen war. Wie diese Strukturen aussehen würden, entschied sich erst Mitte der 1950er Jahre. Frankreich hatte 1950 eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft vorgeschlagen.

Die gescheiterte Bündnisstruktur und die Alternative

Eine solche Bündnisstruktur hätte neben der Abschreckungswirkung Richtung Sowjetunion auch Wirkung als Motor der europäischen Einigung entfalten können. 1954 scheiterte sie zum Bedauern Adenauers an fehlender Zustimmung der französischen Nationalversammlung. Als Alternative blieb die Mitgliedschaft in der NATO, die die USA der Bundesrepublik anboten. Auch in diesem Rahmen erreichte Adenauer die Ziele, die er mit der Wiederbewaffnung anstrebte: Die Beziehungen der Bundesrepublik zu den Westalliierten wurden nicht mehr besatzungsrechtlich, sondern vertraglich geregelt. Zudem erlangte die Bundesrepublik erheblichen Einfluss auf die Gestaltung von Politik und militärischer Strategie der NATO.

 

Artikeltext und Sprechtext: Christoph Kuhl

Sprecher: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Sonderzug nach Moskau. Geschichte der deutschen Russlandpolitik seit 1990</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>„Sonderzug nach Moskau“ – so der Titel des Werkes von Bastian Matteo Scianna, dass in dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr vorgestellt wird. Dieses Buch beschreibt und analysiert die deutsche Russlandpolitik seit den 1990er Jahren. Es erschien 2024 im Verlag C. H. Beck.</strong></p>
<p>Der Historiker Bastian Matteo Scianna untersucht detailliert die Russlandpolitik der von Helmut Kohl, Gerhard Schröder und Angela Merkel geführten Bundesregierungen in der Zeit zwischen 1990 und 2021. Er arbeitet heraus, dass die deutsche Russlandpolitik von der Wahrnehmung wirtschaftlicher Interessen gekennzeichnet war, wobei die Energiewirtschaft einen besonders prominenten Platz einnahm. Man ging – wie eine Reihe weiterer&nbsp;westlicher Länder – von der Überlegung aus, durch möglichst enge wirtschaftliche Verflechtung mit Russland Einfluss auf die russische Politik zu gewinnen. &nbsp;Es zeigte sich dann ab Mitte der 2000er-Jahre immer deutlicher, dass dieses Kalkül nicht aufging, weil Russlands Präsident Wladimir Putin nicht nur Russland zur Autokratie umbaute, sondern auch nach außen zunehmend aggressiv eine imperialistische Politik verfolgte. Dennoch hielt die Regierung Angela Merkel am Ausbau der Verflechtung fest, die zu einer weitgehenden Abhängigkeit der Bundesrepublik von Erdgaslieferungen aus Russland führte. Die rechtswidrige russische Annexion der Krim 2014 konnte auch keine Kursänderung einleiten. Erst die russische Vollinvasion in die Ukraine im Februar 2022 bewirkte in Berlin ein Umdenken.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 18 Dec 2025 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Sonderzug nach Moskau“ – so der Titel des Werkes von Bastian Matteo Scianna, dass in dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr vorgestellt wird. Dieses Buch beschreibt und analysiert die deutsche Russlandpolitik seit den 1990er Jahren. Es erschien 2024 im Verlag C. H. Beck.</strong></p>
<p>Der Historiker Bastian Matteo Scianna untersucht detailliert die Russlandpolitik der von Helmut Kohl, Gerhard Schröder und Angela Merkel geführten Bundesregierungen in der Zeit zwischen 1990 und 2021. Er arbeitet heraus, dass die deutsche Russlandpolitik von der Wahrnehmung wirtschaftlicher Interessen gekennzeichnet war, wobei die Energiewirtschaft einen besonders prominenten Platz einnahm. Man ging – wie eine Reihe weiterer&nbsp;westlicher Länder – von der Überlegung aus, durch möglichst enge wirtschaftliche Verflechtung mit Russland Einfluss auf die russische Politik zu gewinnen. &nbsp;Es zeigte sich dann ab Mitte der 2000er-Jahre immer deutlicher, dass dieses Kalkül nicht aufging, weil Russlands Präsident Wladimir Putin nicht nur Russland zur Autokratie umbaute, sondern auch nach außen zunehmend aggressiv eine imperialistische Politik verfolgte. Dennoch hielt die Regierung Angela Merkel am Ausbau der Verflechtung fest, die zu einer weitgehenden Abhängigkeit der Bundesrepublik von Erdgaslieferungen aus Russland führte. Die rechtswidrige russische Annexion der Krim 2014 konnte auch keine Kursänderung einleiten. Erst die russische Vollinvasion in die Ukraine im Februar 2022 bewirkte in Berlin ein Umdenken.</p>
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      <itunes:title>Sonderzug nach Moskau. Geschichte der deutschen Russlandpolitik seit 1990</itunes:title>
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Der Historiker Bastian Matteo Scianna untersucht detailliert die Russlandpolitik der von Helmut Kohl, Gerhard Schröder und Angela Merkel geführten Bundesregierungen in der Zeit zwischen 1990 und 2021. Er arbeitet heraus, dass die deutsche Russlandpolitik von der Wahrnehmung wirtschaftlicher Interessen gekennzeichnet war, wobei die Energiewirtschaft einen besonders prominenten Platz einnahm. Man ging – wie eine Reihe weiterer westlicher Länder – von der Überlegung aus, durch möglichst enge wirtschaftliche Verflechtung mit Russland Einfluss auf die russische Politik zu gewinnen.  Es zeigte sich dann ab Mitte der 2000er-Jahre immer deutlicher, dass dieses Kalkül nicht aufging, weil Russlands Präsident Wladimir Putin nicht nur Russland zur Autokratie umbaute, sondern auch nach außen zunehmend aggressiv eine imperialistische Politik verfolgte. Dennoch hielt die Regierung Angela Merkel am Ausbau der Verflechtung fest, die zu einer weitgehenden Abhängigkeit der Bundesrepublik von Erdgaslieferungen aus Russland führte. Die rechtswidrige russische Annexion der Krim 2014 konnte auch keine Kursänderung einleiten. Erst die russische Vollinvasion in die Ukraine im Februar 2022 bewirkte in Berlin ein Umdenken.

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      <title>Die Bundeswehr. Von der Wiederbewaffnung bis zur Zeitenwende</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Sönke Neitzel "Die Bundeswehr. Von der Wiederbewaffnung bis zur Zeitenwende" vor. Es erschien 2025 im Verlag C. H. Beck.&nbsp;</strong><br>
<strong>Für die Bewertung aktueller Entwicklungen der deutschen Sicherheitspolitik bietet das Buch eine komprimierte Rückschau aus der Feder eines kritischen Wegbegleiters der Geschichte der Bundeswehr.</strong></p>
<p>Die Aufstellung der Bundeswehr begann 1955 kurz nach dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur NATO. Nach schwierigen Anfangsjahren, die von einem Mangel an Ausbildern und Infrastruktur geprägt waren, wuchs die Bundeswehr bis Anfang der 1970er Jahre zu einer Friedensstärke von rund 500 000 Mann auf. Sie leistete in Zentraleuropa den entscheidenden Beitrag zum Abschreckungskonzept der NATO. Im internen Bewertungssystem der NATO erhielt sie gute Noten, von der DDR wurde sie als ernstzunehmender Gegner eingestuft. Das Ende der Blockkonfrontation 1990/91 brachte für die Bundeswehr eine deutliche Verkleinerung und den Umbau zum Instrument des internationalen Krisen- und Konfliktmanagements mit sich. Auslandseinsätze standen in den folgenden Jahrzehnten im Vordergrund. Die aggressive Politik Russlands gegenüber der Ukraine seit 2014 bewirkte eine Rückbesinnung auf Landes- und Bündnisverteidigung, die seit der Vollinvasion Russlands in der Ukraine 2022 wieder im Mittelpunkt aller Planungen steht.</p>
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      <pubDate>Thu, 27 Nov 2025 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Sönke Neitzel "Die Bundeswehr. Von der Wiederbewaffnung bis zur Zeitenwende" vor. Es erschien 2025 im Verlag C. H. Beck.&nbsp;</strong><br>
<strong>Für die Bewertung aktueller Entwicklungen der deutschen Sicherheitspolitik bietet das Buch eine komprimierte Rückschau aus der Feder eines kritischen Wegbegleiters der Geschichte der Bundeswehr.</strong></p>
<p>Die Aufstellung der Bundeswehr begann 1955 kurz nach dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur NATO. Nach schwierigen Anfangsjahren, die von einem Mangel an Ausbildern und Infrastruktur geprägt waren, wuchs die Bundeswehr bis Anfang der 1970er Jahre zu einer Friedensstärke von rund 500 000 Mann auf. Sie leistete in Zentraleuropa den entscheidenden Beitrag zum Abschreckungskonzept der NATO. Im internen Bewertungssystem der NATO erhielt sie gute Noten, von der DDR wurde sie als ernstzunehmender Gegner eingestuft. Das Ende der Blockkonfrontation 1990/91 brachte für die Bundeswehr eine deutliche Verkleinerung und den Umbau zum Instrument des internationalen Krisen- und Konfliktmanagements mit sich. Auslandseinsätze standen in den folgenden Jahrzehnten im Vordergrund. Die aggressive Politik Russlands gegenüber der Ukraine seit 2014 bewirkte eine Rückbesinnung auf Landes- und Bündnisverteidigung, die seit der Vollinvasion Russlands in der Ukraine 2022 wieder im Mittelpunkt aller Planungen steht.</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von ANGELESEN, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Sönke Neitzel "Die Bundeswehr. Von der Wiederbewaffnung bis zur Zeitenwende" vor. Es erschien 2025 im Verlag C. H. Beck. 

Für die Bewertung aktueller Entwicklungen der deutschen Sicherheitspolitik bietet das Buch eine komprimierte Rückschau aus der Feder eines kritischen Wegbegleiters der Geschichte der Bundeswehr.

Die Aufstellung der Bundeswehr begann 1955 kurz nach dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur NATO. Nach schwierigen Anfangsjahren, die von einem Mangel an Ausbildern und Infrastruktur geprägt waren, wuchs die Bundeswehr bis Anfang der 1970er Jahre zu einer Friedensstärke von rund 500 000 Mann auf. Sie leistete in Zentraleuropa den entscheidenden Beitrag zum Abschreckungskonzept der NATO. Im internen Bewertungssystem der NATO erhielt sie gute Noten, von der DDR wurde sie als ernstzunehmender Gegner eingestuft. Das Ende der Blockkonfrontation 1990/91 brachte für die Bundeswehr eine deutliche Verkleinerung und den Umbau zum Instrument des internationalen Krisen- und Konfliktmanagements mit sich. Auslandseinsätze standen in den folgenden Jahrzehnten im Vordergrund. Die aggressive Politik Russlands gegenüber der Ukraine seit 2014 bewirkte eine Rückbesinnung auf Landes- und Bündnisverteidigung, die seit der Vollinvasion Russlands in der Ukraine 2022 wieder im Mittelpunkt aller Planungen steht.

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      <title>Die Gründung der Nordatlantischen Allianz</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Eine Gemeinschaft, die sich von Beginn an westlichen Werten verpflichtet sah. In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch "Die Gründung der Nordatlantischen Allianz" von Gero von Gersdorff vor. Es erschien 2009 im Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Zum 60. Geburtstag der NATO im Jahr 2009 legte der Militärhistoriker Gero von Gersdorff diese minutiös ausgearbeitete Darstellung der Gründungsgeschichte des Nordatlantikpakts vor, die auch 16 Jahre später unübertroffen ist. Die britische Idee zu einer solchen Vertragsorganisation stieß 1947 in USA und Frankreich noch auf eher distanzierte Reaktionen. Erst von Kommunisten organisierte gewalttätige Streiks in Frankreich und Italien im Winter 1947/48 und insb. der Staatsstreich, mit dem 1948 die Kommunistische Partei die alleinige Macht in der Tschechoslowakei an sich riss, beeinflussten die öffentliche Meinung in Frankreich und die politischen Entscheider in Washington entscheidend zugunsten einer transatlantischen Verteidigungsgemeinschaft. Die Verhandlungen zwischen USA, Kanada, Großbritannien und Frankreich begannen im Juli 1948 und mündeten im April 1949 in die Gründung der NATO. Sie war von Anfang an auch als Gemeinschaft konzipiert, die sich westlichen Werten verpflichtet sah.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Ein bekanntes Zitat besagt, ihre Gründung habe drei Zielen gedient: die Sowjets abzuschrecken, die USA als militärischen Partner in Europa zu halten und erneute von Deutschland ausgehende Aggression zu verhindern. Die dritte Zielsetzung ist längst obsolet, hat sich doch Deutschland in den vergangenen 70 Jahren als verlässlicher Partner in der NATO erwiesen. Abschreckung potentieller Aggressoren und Stärkung der transatlantischen Bindung bleiben hingegen Ziele, zu deren Erreichen die NATO noch lange ein wichtiges Instrument bleiben wird.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Gemeinschaft, die sich von Beginn an westlichen Werten verpflichtet sah. In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch "Die Gründung der Nordatlantischen Allianz" von Gero von Gersdorff vor. Es erschien 2009 im Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Zum 60. Geburtstag der NATO im Jahr 2009 legte der Militärhistoriker Gero von Gersdorff diese minutiös ausgearbeitete Darstellung der Gründungsgeschichte des Nordatlantikpakts vor, die auch 16 Jahre später unübertroffen ist. Die britische Idee zu einer solchen Vertragsorganisation stieß 1947 in USA und Frankreich noch auf eher distanzierte Reaktionen. Erst von Kommunisten organisierte gewalttätige Streiks in Frankreich und Italien im Winter 1947/48 und insb. der Staatsstreich, mit dem 1948 die Kommunistische Partei die alleinige Macht in der Tschechoslowakei an sich riss, beeinflussten die öffentliche Meinung in Frankreich und die politischen Entscheider in Washington entscheidend zugunsten einer transatlantischen Verteidigungsgemeinschaft. Die Verhandlungen zwischen USA, Kanada, Großbritannien und Frankreich begannen im Juli 1948 und mündeten im April 1949 in die Gründung der NATO. Sie war von Anfang an auch als Gemeinschaft konzipiert, die sich westlichen Werten verpflichtet sah.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Ein bekanntes Zitat besagt, ihre Gründung habe drei Zielen gedient: die Sowjets abzuschrecken, die USA als militärischen Partner in Europa zu halten und erneute von Deutschland ausgehende Aggression zu verhindern. Die dritte Zielsetzung ist längst obsolet, hat sich doch Deutschland in den vergangenen 70 Jahren als verlässlicher Partner in der NATO erwiesen. Abschreckung potentieller Aggressoren und Stärkung der transatlantischen Bindung bleiben hingegen Ziele, zu deren Erreichen die NATO noch lange ein wichtiges Instrument bleiben wird.</p>
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      <itunes:summary>Eine Gemeinschaft, die sich von Beginn an westlichen Werten verpflichtet sah. In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch "Die Gründung der Nordatlantischen Allianz" von Gero von Gersdorff vor. Es erschien 2009 im Oldenbourg Verlag.

Zum 60. Geburtstag der NATO im Jahr 2009 legte der Militärhistoriker Gero von Gersdorff diese minutiös ausgearbeitete Darstellung der Gründungsgeschichte des Nordatlantikpakts vor, die auch 16 Jahre später unübertroffen ist. Die britische Idee zu einer solchen Vertragsorganisation stieß 1947 in USA und Frankreich noch auf eher distanzierte Reaktionen. Erst von Kommunisten organisierte gewalttätige Streiks in Frankreich und Italien im Winter 1947/48 und insb. der Staatsstreich, mit dem 1948 die Kommunistische Partei die alleinige Macht in der Tschechoslowakei an sich riss, beeinflussten die öffentliche Meinung in Frankreich und die politischen Entscheider in Washington entscheidend zugunsten einer transatlantischen Verteidigungsgemeinschaft. Die Verhandlungen zwischen USA, Kanada, Großbritannien und Frankreich begannen im Juli 1948 und mündeten im April 1949 in die Gründung der NATO. Sie war von Anfang an auch als Gemeinschaft konzipiert, die sich westlichen Werten verpflichtet sah. 

FazitEin bekanntes Zitat besagt, ihre Gründung habe drei Zielen gedient: die Sowjets abzuschrecken, die USA als militärischen Partner in Europa zu halten und erneute von Deutschland ausgehende Aggression zu verhindern. Die dritte Zielsetzung ist längst obsolet, hat sich doch Deutschland in den vergangenen 70 Jahren als verlässlicher Partner in der NATO erwiesen. Abschreckung potentieller Aggressoren und Stärkung der transatlantischen Bindung bleiben hingegen Ziele, zu deren Erreichen die NATO noch lange ein wichtiges Instrument bleiben wird.

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    <item>
      <title>Der verlorene Frieden. Vom Fall der Mauer zum neuen Ost-West-Konflikt</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Den "Zerfall des Friedens von 1990" beschreibt der Historiker Andreas Rödder als Verdrängen der freiheitlichen Demokratie durch militärische Gewalt in Osteuropa. Mit seinem Werk, das wir in dieser Angelesen-Folge vorstellen, liefert er einen guten Überblick über neuere globale Entwicklungen in der internationalen Sicherheitspolitik.</strong></p>
<p>Andreas Rödder ist Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In seinem Werk zeichnet er mit vielen Beispielen und einer überzeugenden historischen Erzählung die Bruchlinien und Widersprüche in der prodemokratischen Geschichtserzählung vom "Ende der Geschichte", dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er Jahren, nach. Die Überzeugung, dass sich die freiheitliche Demokratie naturgemäß immer weiter ausbreiten müsse, wird von Rödder infrage gestellt. Er beschreibt in seinen Ausführungen: „Der globale Westen als Sieger von 1989 steht nicht mehr vor der weltweiten Verbreitung seiner Ordnung, sondern vor der existenziellen Herausforderung seiner Selbstbehauptung.“&nbsp;<br>
In Bezug auf &nbsp;die großen Debatten der Gegenwart bleibt Andreas Rödder in seinem Werk allerdings verhalten. Eine Strategie für die Ukraine, für das Baltikum, für Taiwan, für die Zukunft der NATO, für Deutschland in Europa oder auch für eine mögliche gemeinsame europäischen Verteidigung werden in seinem Werk kaum angesprochen.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Rödders Buch beschreibt ausführlich, wie die Hoffnung auf die Ausbreitung von Freiheiten und demokratischen Rechten in der neuesten Geschichte enttäuscht wurde. Die Hoffnung sollte dennoch nicht aufgegeben werden. Denn eine Flucht in Isolationismus, Gleichgültigkeit oder Selbstbezogenheit wäre kontraproduktiv in der heutigen dynamischen Welt. Die Errungenschaften der westlichen Tradition mit ihrem freiheitlichen Grundgedanken werden sich langfristig als robuster und anpassungsfähiger gegenüber autoritären Modellen erweisen.</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Den "Zerfall des Friedens von 1990" beschreibt der Historiker Andreas Rödder als Verdrängen der freiheitlichen Demokratie durch militärische Gewalt in Osteuropa. Mit seinem Werk, das wir in dieser Angelesen-Folge vorstellen, liefert er einen guten Überblick über neuere globale Entwicklungen in der internationalen Sicherheitspolitik.</strong></p>
<p>Andreas Rödder ist Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In seinem Werk zeichnet er mit vielen Beispielen und einer überzeugenden historischen Erzählung die Bruchlinien und Widersprüche in der prodemokratischen Geschichtserzählung vom "Ende der Geschichte", dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er Jahren, nach. Die Überzeugung, dass sich die freiheitliche Demokratie naturgemäß immer weiter ausbreiten müsse, wird von Rödder infrage gestellt. Er beschreibt in seinen Ausführungen: „Der globale Westen als Sieger von 1989 steht nicht mehr vor der weltweiten Verbreitung seiner Ordnung, sondern vor der existenziellen Herausforderung seiner Selbstbehauptung.“&nbsp;<br>
In Bezug auf &nbsp;die großen Debatten der Gegenwart bleibt Andreas Rödder in seinem Werk allerdings verhalten. Eine Strategie für die Ukraine, für das Baltikum, für Taiwan, für die Zukunft der NATO, für Deutschland in Europa oder auch für eine mögliche gemeinsame europäischen Verteidigung werden in seinem Werk kaum angesprochen.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Rödders Buch beschreibt ausführlich, wie die Hoffnung auf die Ausbreitung von Freiheiten und demokratischen Rechten in der neuesten Geschichte enttäuscht wurde. Die Hoffnung sollte dennoch nicht aufgegeben werden. Denn eine Flucht in Isolationismus, Gleichgültigkeit oder Selbstbezogenheit wäre kontraproduktiv in der heutigen dynamischen Welt. Die Errungenschaften der westlichen Tradition mit ihrem freiheitlichen Grundgedanken werden sich langfristig als robuster und anpassungsfähiger gegenüber autoritären Modellen erweisen.</p>
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      <itunes:summary>Den "Zerfall des Friedens von 1990" beschreibt der Historiker Andreas Rödder als Verdrängen der freiheitlichen Demokratie durch militärische Gewalt in Osteuropa. Mit seinem Werk, das wir in dieser Angelesen-Folge vorstellen, liefert er einen guten Überblick über neuere globale Entwicklungen in der internationalen Sicherheitspolitik.

Andreas Rödder ist Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In seinem Werk zeichnet er mit vielen Beispielen und einer überzeugenden historischen Erzählung die Bruchlinien und Widersprüche in der prodemokratischen Geschichtserzählung vom "Ende der Geschichte", dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er Jahren, nach. Die Überzeugung, dass sich die freiheitliche Demokratie naturgemäß immer weiter ausbreiten müsse, wird von Rödder infrage gestellt. Er beschreibt in seinen Ausführungen: „Der globale Westen als Sieger von 1989 steht nicht mehr vor der weltweiten Verbreitung seiner Ordnung, sondern vor der existenziellen Herausforderung seiner Selbstbehauptung.“ 

In Bezug auf  die großen Debatten der Gegenwart bleibt Andreas Rödder in seinem Werk allerdings verhalten. Eine Strategie für die Ukraine, für das Baltikum, für Taiwan, für die Zukunft der NATO, für Deutschland in Europa oder auch für eine mögliche gemeinsame europäischen Verteidigung werden in seinem Werk kaum angesprochen.

FazitRödders Buch beschreibt ausführlich, wie die Hoffnung auf die Ausbreitung von Freiheiten und demokratischen Rechten in der neuesten Geschichte enttäuscht wurde. Die Hoffnung sollte dennoch nicht aufgegeben werden. Denn eine Flucht in Isolationismus, Gleichgültigkeit oder Selbstbezogenheit wäre kontraproduktiv in der heutigen dynamischen Welt. Die Errungenschaften der westlichen Tradition mit ihrem freiheitlichen Grundgedanken werden sich langfristig als robuster und anpassungsfähiger gegenüber autoritären Modellen erweisen.

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    <item>
      <title>Geschichte der baltischen Länder.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Obwohl die drei baltischen Länder oft als Einheit gesehen werden, hat doch jeder Staat seine eigene Geschichte. Die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte ist notwendig, um die aktuellen Entwicklungen zu verstehen. Einen guten Überblick liefert das Werk Geschichte der baltischen Länder von Norbert Angermann und Karsten Brüggemann, das wir in dieser Angelesen-Folge vorstellen.</strong></p>
<p>Norbert Angermann war bis zu seiner Entpflichtung Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Hamburg. Karsten Brüggemann lehrt estnische Geschichte an der Universität Tallinn. Gemeinsam haben die beiden Spezialisten eine Überblicksdarstellung zur Geschichte der baltischen Länder vorgelegt. Diese Region hatte seit dem Mittelalter einen hohen Stellenwert in den politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen West und Ost. Während Litauen eine eigene Staatlichkeit ausbildete und in dynastischer Verbindung mit Polen ein einflussreiches Staatsgebilde wurde, gerieten die kleinen Staaten auf dem Gebiet des heutigen Lett- und Estland zunächst unter schwedische und 1721 unter russische Herrschaft.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Im Zuge der Teilung Polens gelangte 1795 auch Litauen unter die Knute der Zaren. Die russische Fremdherrschaft konnte am Ende des Ersten Weltkriegs abgeschüttelt werden. Das &nbsp;Einvernehmen, das Nazis und Sowjets 1939 über die Abgrenzung ihrer Interessensphären herstellten, überlebten die drei baltischen Republiken nicht. Sie wurden 1940 und nach dreijähriger deutscher Besatzung 1944 nochmals und bis zu deren Ende 1991 Teil der Sowjetunion. Anschließend gelang Litauern, Letten und Esten eine umfassende politisch-gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation, die ihre Länder zum festen Bestandteil des europäischen Projekts und zu zuverlässigen Partnern in der NATO machte.</p>
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      <pubDate>Thu, 21 Aug 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Obwohl die drei baltischen Länder oft als Einheit gesehen werden, hat doch jeder Staat seine eigene Geschichte. Die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte ist notwendig, um die aktuellen Entwicklungen zu verstehen. Einen guten Überblick liefert das Werk Geschichte der baltischen Länder von Norbert Angermann und Karsten Brüggemann, das wir in dieser Angelesen-Folge vorstellen.</strong></p>
<p>Norbert Angermann war bis zu seiner Entpflichtung Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Hamburg. Karsten Brüggemann lehrt estnische Geschichte an der Universität Tallinn. Gemeinsam haben die beiden Spezialisten eine Überblicksdarstellung zur Geschichte der baltischen Länder vorgelegt. Diese Region hatte seit dem Mittelalter einen hohen Stellenwert in den politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen West und Ost. Während Litauen eine eigene Staatlichkeit ausbildete und in dynastischer Verbindung mit Polen ein einflussreiches Staatsgebilde wurde, gerieten die kleinen Staaten auf dem Gebiet des heutigen Lett- und Estland zunächst unter schwedische und 1721 unter russische Herrschaft.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Im Zuge der Teilung Polens gelangte 1795 auch Litauen unter die Knute der Zaren. Die russische Fremdherrschaft konnte am Ende des Ersten Weltkriegs abgeschüttelt werden. Das &nbsp;Einvernehmen, das Nazis und Sowjets 1939 über die Abgrenzung ihrer Interessensphären herstellten, überlebten die drei baltischen Republiken nicht. Sie wurden 1940 und nach dreijähriger deutscher Besatzung 1944 nochmals und bis zu deren Ende 1991 Teil der Sowjetunion. Anschließend gelang Litauern, Letten und Esten eine umfassende politisch-gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation, die ihre Länder zum festen Bestandteil des europäischen Projekts und zu zuverlässigen Partnern in der NATO machte.</p>
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      <itunes:summary>Obwohl die drei baltischen Länder oft als Einheit gesehen werden, hat doch jeder Staat seine eigene Geschichte. Die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte ist notwendig, um die aktuellen Entwicklungen zu verstehen. Einen guten Überblick liefert das Werk Geschichte der baltischen Länder von Norbert Angermann und Karsten Brüggemann, das wir in dieser Angelesen-Folge vorstellen.

Norbert Angermann war bis zu seiner Entpflichtung Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Hamburg. Karsten Brüggemann lehrt estnische Geschichte an der Universität Tallinn. Gemeinsam haben die beiden Spezialisten eine Überblicksdarstellung zur Geschichte der baltischen Länder vorgelegt. Diese Region hatte seit dem Mittelalter einen hohen Stellenwert in den politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen West und Ost. Während Litauen eine eigene Staatlichkeit ausbildete und in dynastischer Verbindung mit Polen ein einflussreiches Staatsgebilde wurde, gerieten die kleinen Staaten auf dem Gebiet des heutigen Lett- und Estland zunächst unter schwedische und 1721 unter russische Herrschaft.

FazitIm Zuge der Teilung Polens gelangte 1795 auch Litauen unter die Knute der Zaren. Die russische Fremdherrschaft konnte am Ende des Ersten Weltkriegs abgeschüttelt werden. Das  Einvernehmen, das Nazis und Sowjets 1939 über die Abgrenzung ihrer Interessensphären herstellten, überlebten die drei baltischen Republiken nicht. Sie wurden 1940 und nach dreijähriger deutscher Besatzung 1944 nochmals und bis zu deren Ende 1991 Teil der Sowjetunion. Anschließend gelang Litauern, Letten und Esten eine umfassende politisch-gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation, die ihre Länder zum festen Bestandteil des europäischen Projekts und zu zuverlässigen Partnern in der NATO machte.

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      <title>Erinnerungen an den Krieg - Krieg der Erinnerungen.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Welche Erinnerungskulturen haben sich in Litauen seit 1945 aufgrund von &nbsp;Erfahrungen und Erinnerungen herausgebildet? In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des ZMSBw stellen wir das Buch "Erinnerungen an den Krieg - Krieg der Erinnerungen: Litauen und der Zweite Weltkrieg" vor.</strong></p>
<p>Die an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lehrende Osteuropa-Historikerin Ekaterina Makhotina untersucht im vorliegenden Werk die Erinnerungskulturen Litauens und deren Entwicklung von 1945 bis in die Gegenwart. Nachverfolgt wird diese Entwicklung der Erinnerungskulturen anhand von Museen und Gedenkstätten. Dabei widmet sich die Autorin Fragen wie z.B.: Wie wurde zu Sowjetzeiten des Zweiten Weltkriegs gedacht? Wie wandelte sich das Gedenken nach dem Ende der Sowjetunion? Wie unterscheiden sich die Erinnerungskulturen der Litauer, der russischen Minderheit und der jüdischen Gemeinde?</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Sowjetunion inszenierte das litauische Volk als Opfer der deutschen Invasion und die Rote Armee als seine Befreierin. Nach 1991 sahen Litauerinnen und Litauer sich in erster Linie als Opfer der 1940 beginnenden und 1991 endenden sowjetischen Besatzung. Das dreijährige Intermezzo der deutschen Besatzung 1941-1944 trat in den Hintergrund. Dies führt zu Spannungen mit der Erinnerungskultur der jüdischen Gemeinde, die aus naheliegenden Gründen vor allem an die deutsche Besatzungszeit erinnert und die Rolle der umfangreichen litauischen Kollaboration dabei nicht ausklammert.</p>
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      <pubDate>Wed, 23 Jul 2025 09:46:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Welche Erinnerungskulturen haben sich in Litauen seit 1945 aufgrund von &nbsp;Erfahrungen und Erinnerungen herausgebildet? In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des ZMSBw stellen wir das Buch "Erinnerungen an den Krieg - Krieg der Erinnerungen: Litauen und der Zweite Weltkrieg" vor.</strong></p>
<p>Die an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lehrende Osteuropa-Historikerin Ekaterina Makhotina untersucht im vorliegenden Werk die Erinnerungskulturen Litauens und deren Entwicklung von 1945 bis in die Gegenwart. Nachverfolgt wird diese Entwicklung der Erinnerungskulturen anhand von Museen und Gedenkstätten. Dabei widmet sich die Autorin Fragen wie z.B.: Wie wurde zu Sowjetzeiten des Zweiten Weltkriegs gedacht? Wie wandelte sich das Gedenken nach dem Ende der Sowjetunion? Wie unterscheiden sich die Erinnerungskulturen der Litauer, der russischen Minderheit und der jüdischen Gemeinde?</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Sowjetunion inszenierte das litauische Volk als Opfer der deutschen Invasion und die Rote Armee als seine Befreierin. Nach 1991 sahen Litauerinnen und Litauer sich in erster Linie als Opfer der 1940 beginnenden und 1991 endenden sowjetischen Besatzung. Das dreijährige Intermezzo der deutschen Besatzung 1941-1944 trat in den Hintergrund. Dies führt zu Spannungen mit der Erinnerungskultur der jüdischen Gemeinde, die aus naheliegenden Gründen vor allem an die deutsche Besatzungszeit erinnert und die Rolle der umfangreichen litauischen Kollaboration dabei nicht ausklammert.</p>
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      <itunes:summary>Welche Erinnerungskulturen haben sich in Litauen seit 1945 aufgrund von  Erfahrungen und Erinnerungen herausgebildet? In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des ZMSBw stellen wir das Buch "Erinnerungen an den Krieg - Krieg der Erinnerungen: Litauen und der Zweite Weltkrieg" vor.

Die an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lehrende Osteuropa-Historikerin Ekaterina Makhotina untersucht im vorliegenden Werk die Erinnerungskulturen Litauens und deren Entwicklung von 1945 bis in die Gegenwart. Nachverfolgt wird diese Entwicklung der Erinnerungskulturen anhand von Museen und Gedenkstätten. Dabei widmet sich die Autorin Fragen wie z.B.: Wie wurde zu Sowjetzeiten des Zweiten Weltkriegs gedacht? Wie wandelte sich das Gedenken nach dem Ende der Sowjetunion? Wie unterscheiden sich die Erinnerungskulturen der Litauer, der russischen Minderheit und der jüdischen Gemeinde?

FazitDie Sowjetunion inszenierte das litauische Volk als Opfer der deutschen Invasion und die Rote Armee als seine Befreierin. Nach 1991 sahen Litauerinnen und Litauer sich in erster Linie als Opfer der 1940 beginnenden und 1991 endenden sowjetischen Besatzung. Das dreijährige Intermezzo der deutschen Besatzung 1941-1944 trat in den Hintergrund. Dies führt zu Spannungen mit der Erinnerungskultur der jüdischen Gemeinde, die aus naheliegenden Gründen vor allem an die deutsche Besatzungszeit erinnert und die Rolle der umfangreichen litauischen Kollaboration dabei nicht ausklammert.

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      <title>Nicht einen Schritt weiter nach Osten. Amerika, Russland und die wahre Geschichte der NATO-Osterweiterung</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>War der Beitritt osteuropäischer Staaten zur NATO nach 1990 eine Provokation Russlands? Wer darauf nach einer wissenschaftlich fundierten Antwort sucht, der sollte zum vorliegenden Werk von Mary Elise Sarotte greifen: "Nicht einen Schritt weiter nach Osten. Amerika, Russland und die wahre Geschichte der NATO-Osterweiterung". Das Buch erschien 2023 im Verlag C. H. Beck.&nbsp;</strong></p>
<p>Die amerikanische Historikerin Mary Elise Sarotte ist ausgewiesene Spezialistin für die Geschichte Osteuropas. Im vorliegenden Werk nimmt sie, beginnend beim Mauerfall im Herbst 1989, die Vorgeschichte der 1999 einsetzenden NATO-Osterweiterung in den Blick. Dabei wird der bis heute verbreitete Irrtum widerlegt, im Zuge der Wiedervereinigung sei der Sowjetunion verbindlich zugesichert worden, es werde keine NATO-Osterweiterung geben. Nach dem Zerfall der Sowjetunion setzte die Clinton-Administration auf gute Beziehungen zur russischen Regierung unter Boris Jelzin.</p>
<h3>Partnerschaft für den Frieden</h3><p>Um den auf &nbsp;NATO-Beitritt drängenden osteuropäischen Staaten eine schrittweise, langfristige Beitrittsperspektive zu eröffnen ohne Russland vor den Kopf zu stoßen, wurde 1993 die "Partnerschaft für den Frieden" ins Leben gerufen. Ihr traten die osteuropäischen Länder und eine Reihe ehemaliger Sowjetrepubliken einschließlich Russlands bei. Der vielversprechende Ansatz der "Partnerschaft für den Frieden" büßte bereits 1994 aus verschiedenen, von Sarotte minutiös dargelegten Gründen seine Erfolgschancen ein. Anschließend setzten die USA zwar ihre finanzielle Unterstützung für das die gesamten 1990er Jahre wirtschaftlich schwache Russland fort, doch kühlte das beiderseitige Verhältnis ab. Daran änderte sich bis 1999 nichts, als Jelzin zurücktrat und Putin als seinen Nachfolger präsentierte.</p>
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      <pubDate>Thu, 26 Jun 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>War der Beitritt osteuropäischer Staaten zur NATO nach 1990 eine Provokation Russlands? Wer darauf nach einer wissenschaftlich fundierten Antwort sucht, der sollte zum vorliegenden Werk von Mary Elise Sarotte greifen: "Nicht einen Schritt weiter nach Osten. Amerika, Russland und die wahre Geschichte der NATO-Osterweiterung". Das Buch erschien 2023 im Verlag C. H. Beck.&nbsp;</strong></p>
<p>Die amerikanische Historikerin Mary Elise Sarotte ist ausgewiesene Spezialistin für die Geschichte Osteuropas. Im vorliegenden Werk nimmt sie, beginnend beim Mauerfall im Herbst 1989, die Vorgeschichte der 1999 einsetzenden NATO-Osterweiterung in den Blick. Dabei wird der bis heute verbreitete Irrtum widerlegt, im Zuge der Wiedervereinigung sei der Sowjetunion verbindlich zugesichert worden, es werde keine NATO-Osterweiterung geben. Nach dem Zerfall der Sowjetunion setzte die Clinton-Administration auf gute Beziehungen zur russischen Regierung unter Boris Jelzin.</p>
<h3>Partnerschaft für den Frieden</h3><p>Um den auf &nbsp;NATO-Beitritt drängenden osteuropäischen Staaten eine schrittweise, langfristige Beitrittsperspektive zu eröffnen ohne Russland vor den Kopf zu stoßen, wurde 1993 die "Partnerschaft für den Frieden" ins Leben gerufen. Ihr traten die osteuropäischen Länder und eine Reihe ehemaliger Sowjetrepubliken einschließlich Russlands bei. Der vielversprechende Ansatz der "Partnerschaft für den Frieden" büßte bereits 1994 aus verschiedenen, von Sarotte minutiös dargelegten Gründen seine Erfolgschancen ein. Anschließend setzten die USA zwar ihre finanzielle Unterstützung für das die gesamten 1990er Jahre wirtschaftlich schwache Russland fort, doch kühlte das beiderseitige Verhältnis ab. Daran änderte sich bis 1999 nichts, als Jelzin zurücktrat und Putin als seinen Nachfolger präsentierte.</p>
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      <itunes:summary>War der Beitritt osteuropäischer Staaten zur NATO nach 1990 eine Provokation Russlands? Wer darauf nach einer wissenschaftlich fundierten Antwort sucht, der sollte zum vorliegenden Werk von Mary Elise Sarotte greifen: "Nicht einen Schritt weiter nach Osten. Amerika, Russland und die wahre Geschichte der NATO-Osterweiterung". Das Buch erschien 2023 im Verlag C. H. Beck. 

Die amerikanische Historikerin Mary Elise Sarotte ist ausgewiesene Spezialistin für die Geschichte Osteuropas. Im vorliegenden Werk nimmt sie, beginnend beim Mauerfall im Herbst 1989, die Vorgeschichte der 1999 einsetzenden NATO-Osterweiterung in den Blick. Dabei wird der bis heute verbreitete Irrtum widerlegt, im Zuge der Wiedervereinigung sei der Sowjetunion verbindlich zugesichert worden, es werde keine NATO-Osterweiterung geben. Nach dem Zerfall der Sowjetunion setzte die Clinton-Administration auf gute Beziehungen zur russischen Regierung unter Boris Jelzin.

Partnerschaft für den FriedenUm den auf  NATO-Beitritt drängenden osteuropäischen Staaten eine schrittweise, langfristige Beitrittsperspektive zu eröffnen ohne Russland vor den Kopf zu stoßen, wurde 1993 die "Partnerschaft für den Frieden" ins Leben gerufen. Ihr traten die osteuropäischen Länder und eine Reihe ehemaliger Sowjetrepubliken einschließlich Russlands bei. Der vielversprechende Ansatz der "Partnerschaft für den Frieden" büßte bereits 1994 aus verschiedenen, von Sarotte minutiös dargelegten Gründen seine Erfolgschancen ein. Anschließend setzten die USA zwar ihre finanzielle Unterstützung für das die gesamten 1990er Jahre wirtschaftlich schwache Russland fort, doch kühlte das beiderseitige Verhältnis ab. Daran änderte sich bis 1999 nichts, als Jelzin zurücktrat und Putin als seinen Nachfolger präsentierte.

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      <title>Osteuropa - Konflikte verstehen - Andreas Dittmann</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>„Eine dauerhafte Entspannung in Osteuropa erscheint nur dann möglich, wenn Russland seine Vorbehalte gegenüber der NATO und den USA aufgibt und bereit ist, in verbindliche vertragliche Vereinbarungen…einzutreten. Derzeit ist die russische Außenpolitik davon weit entfernt“</strong></p>
<p>Diese Einschätzung von Autor Friedrich Jeschonnek ist heute noch ebenso treffend wie im Jahr 2018, dem Erscheinungsjahr des vorliegenden Bandes "Osteuropa - Konflikte verstehen. Ein Praxishandbuch. Osteuropa zog seit dem Russisch-Georgischen Krieg von 2008 und verstärkt seit der völkerrechtswidrigen russischen Annexion der Krim 2014 Aufmerksamkeit auf sich. Der Verband der Reservisten der Bundeswehr e.V. hat 2018 das vorliegende Werk herausgegeben. Es ist als Praxis-Handbuch zur Erwachsenenbildung auf dem Themenfeld Politik und Geschichte Osteuropas konzipiert. Aufsätze zu sämtlichen Staaten der Region von Polen bis Georgien bieten ausführliche landeskundliche Informationen. Ergänzt werden sie durch praktische Hinweise zu Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen der politischen Bildung.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Seit Russland 2022 begann, die Ukraine mit einem Angriffskrieg zu überziehen, der das Ziel hat, sie als souveränen Staat von der Landkarte zu streichen, wuchs das Interesse an Osteuropa nochmals stark an. Auch wenn es diese dramatische Entwicklung nicht berücksichtigen kann, eignet sich dieses Handbuch dennoch sehr gut als Leitfaden für politische Bildung in der Bundeswehr zum Themenfeld Osteuropa, das sicher noch lange im Blickpunkt stehen wird. Der vorliegende Band stellt einen sehr guten Leitfaden für die Planung und Vorbereitung von Veranstaltungen der Politischen Bildung zu diesem Themenkreis dar.&nbsp;</p>
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      <pubDate>Thu, 05 Jun 2025 07:01:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Eine dauerhafte Entspannung in Osteuropa erscheint nur dann möglich, wenn Russland seine Vorbehalte gegenüber der NATO und den USA aufgibt und bereit ist, in verbindliche vertragliche Vereinbarungen…einzutreten. Derzeit ist die russische Außenpolitik davon weit entfernt“</strong></p>
<p>Diese Einschätzung von Autor Friedrich Jeschonnek ist heute noch ebenso treffend wie im Jahr 2018, dem Erscheinungsjahr des vorliegenden Bandes "Osteuropa - Konflikte verstehen. Ein Praxishandbuch. Osteuropa zog seit dem Russisch-Georgischen Krieg von 2008 und verstärkt seit der völkerrechtswidrigen russischen Annexion der Krim 2014 Aufmerksamkeit auf sich. Der Verband der Reservisten der Bundeswehr e.V. hat 2018 das vorliegende Werk herausgegeben. Es ist als Praxis-Handbuch zur Erwachsenenbildung auf dem Themenfeld Politik und Geschichte Osteuropas konzipiert. Aufsätze zu sämtlichen Staaten der Region von Polen bis Georgien bieten ausführliche landeskundliche Informationen. Ergänzt werden sie durch praktische Hinweise zu Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen der politischen Bildung.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Seit Russland 2022 begann, die Ukraine mit einem Angriffskrieg zu überziehen, der das Ziel hat, sie als souveränen Staat von der Landkarte zu streichen, wuchs das Interesse an Osteuropa nochmals stark an. Auch wenn es diese dramatische Entwicklung nicht berücksichtigen kann, eignet sich dieses Handbuch dennoch sehr gut als Leitfaden für politische Bildung in der Bundeswehr zum Themenfeld Osteuropa, das sicher noch lange im Blickpunkt stehen wird. Der vorliegende Band stellt einen sehr guten Leitfaden für die Planung und Vorbereitung von Veranstaltungen der Politischen Bildung zu diesem Themenkreis dar.&nbsp;</p>
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Diese Einschätzung von Autor Friedrich Jeschonnek ist heute noch ebenso treffend wie im Jahr 2018, dem Erscheinungsjahr des vorliegenden Bandes "Osteuropa - Konflikte verstehen. Ein Praxishandbuch. Osteuropa zog seit dem Russisch-Georgischen Krieg von 2008 und verstärkt seit der völkerrechtswidrigen russischen Annexion der Krim 2014 Aufmerksamkeit auf sich. Der Verband der Reservisten der Bundeswehr e.V. hat 2018 das vorliegende Werk herausgegeben. Es ist als Praxis-Handbuch zur Erwachsenenbildung auf dem Themenfeld Politik und Geschichte Osteuropas konzipiert. Aufsätze zu sämtlichen Staaten der Region von Polen bis Georgien bieten ausführliche landeskundliche Informationen. Ergänzt werden sie durch praktische Hinweise zu Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen der politischen Bildung. 

FazitSeit Russland 2022 begann, die Ukraine mit einem Angriffskrieg zu überziehen, der das Ziel hat, sie als souveränen Staat von der Landkarte zu streichen, wuchs das Interesse an Osteuropa nochmals stark an. Auch wenn es diese dramatische Entwicklung nicht berücksichtigen kann, eignet sich dieses Handbuch dennoch sehr gut als Leitfaden für politische Bildung in der Bundeswehr zum Themenfeld Osteuropa, das sicher noch lange im Blickpunkt stehen wird. Der vorliegende Band stellt einen sehr guten Leitfaden für die Planung und Vorbereitung von Veranstaltungen der Politischen Bildung zu diesem Themenkreis dar. 

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    <item>
      <title>Geschichte Litauens. Regionen, Reiche, Republiken 1009-2009-Mathias Niendorf</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>1000 Jahre litauische Geschichte - vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch Geschichte Litauens. Regionen, Reiche, Republiken 1009-2009 vor. Es erschien 2022 im Harrassowitz Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Der an der Universität Greifswald lehrende Osteuropa-Historiker Mathias Niendorf zeichnet die Geschichte Litauens seit deren Anfängen im Mittelalter nach. Den Schwerpunkt legt er dabei auf die Darstellung der Verhältnisse im 20. Jahrhundert. Litauen war im späten 18. Jahrhundert ans russische Zarenreich gefallen, das das Streben der Litauerinnen und Litauer nach politischer und kultureller Autonomie unterdrücken, jedoch nie zum Verstummen bringen konnte. Die nach dem Ersten Weltkrieg entstandene unabhängige Republik Litauen hatte sich gegen Übergriffe Polens und Russlands zu behaupten. Ihre innere Ordnung kippte, wie die der meisten mittel- und osteuropäischen Staaten, in der Zwischenkriegszeit ins Autoritäre.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Unabhängigkeit konnte die Republik bis 1940 wahren. Dann wurde sie infolge des Hitler-Stalin-Pakts wie Estland und Lettland von der Sowjetunion annektiert. Ab Juni 1941 herrschte ein mörderisches deutsches Besatzungsregime, das 1944 wieder der Sowjetdiktatur wich. Die Reformpolitik des letzten Sowjetherrschers Michail Gorbatschow bot 1991 die Chance, Litauen zum zweiten Mal zu einer souveränen, demokratischen Republik zu machen. Heute ist Litauen als Mitglied der EU und der NATO im Kreis der westlichen Demokratien fest etabliert. &nbsp;</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 22 May 2025 07:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>1000 Jahre litauische Geschichte - vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch Geschichte Litauens. Regionen, Reiche, Republiken 1009-2009 vor. Es erschien 2022 im Harrassowitz Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Der an der Universität Greifswald lehrende Osteuropa-Historiker Mathias Niendorf zeichnet die Geschichte Litauens seit deren Anfängen im Mittelalter nach. Den Schwerpunkt legt er dabei auf die Darstellung der Verhältnisse im 20. Jahrhundert. Litauen war im späten 18. Jahrhundert ans russische Zarenreich gefallen, das das Streben der Litauerinnen und Litauer nach politischer und kultureller Autonomie unterdrücken, jedoch nie zum Verstummen bringen konnte. Die nach dem Ersten Weltkrieg entstandene unabhängige Republik Litauen hatte sich gegen Übergriffe Polens und Russlands zu behaupten. Ihre innere Ordnung kippte, wie die der meisten mittel- und osteuropäischen Staaten, in der Zwischenkriegszeit ins Autoritäre.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Unabhängigkeit konnte die Republik bis 1940 wahren. Dann wurde sie infolge des Hitler-Stalin-Pakts wie Estland und Lettland von der Sowjetunion annektiert. Ab Juni 1941 herrschte ein mörderisches deutsches Besatzungsregime, das 1944 wieder der Sowjetdiktatur wich. Die Reformpolitik des letzten Sowjetherrschers Michail Gorbatschow bot 1991 die Chance, Litauen zum zweiten Mal zu einer souveränen, demokratischen Republik zu machen. Heute ist Litauen als Mitglied der EU und der NATO im Kreis der westlichen Demokratien fest etabliert. &nbsp;</p>
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      <itunes:summary>1000 Jahre litauische Geschichte - vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch Geschichte Litauens. Regionen, Reiche, Republiken 1009-2009 vor. Es erschien 2022 im Harrassowitz Verlag. 

Der an der Universität Greifswald lehrende Osteuropa-Historiker Mathias Niendorf zeichnet die Geschichte Litauens seit deren Anfängen im Mittelalter nach. Den Schwerpunkt legt er dabei auf die Darstellung der Verhältnisse im 20. Jahrhundert. Litauen war im späten 18. Jahrhundert ans russische Zarenreich gefallen, das das Streben der Litauerinnen und Litauer nach politischer und kultureller Autonomie unterdrücken, jedoch nie zum Verstummen bringen konnte. Die nach dem Ersten Weltkrieg entstandene unabhängige Republik Litauen hatte sich gegen Übergriffe Polens und Russlands zu behaupten. Ihre innere Ordnung kippte, wie die der meisten mittel- und osteuropäischen Staaten, in der Zwischenkriegszeit ins Autoritäre. 

FazitDie Unabhängigkeit konnte die Republik bis 1940 wahren. Dann wurde sie infolge des Hitler-Stalin-Pakts wie Estland und Lettland von der Sowjetunion annektiert. Ab Juni 1941 herrschte ein mörderisches deutsches Besatzungsregime, das 1944 wieder der Sowjetdiktatur wich. Die Reformpolitik des letzten Sowjetherrschers Michail Gorbatschow bot 1991 die Chance, Litauen zum zweiten Mal zu einer souveränen, demokratischen Republik zu machen. Heute ist Litauen als Mitglied der EU und der NATO im Kreis der westlichen Demokratien fest etabliert.  

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      <title>Ein Dach über Europa</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Die Historikerin Friederike C. Hartung analysiert in ihrer Studie den mangelhaften Zustand der bodengebundenen Luftverteidigungsfähigkeiten der Bundeswehr. Ein Geschwader in Husum - etwa 2300 Mann stark - statt 18600 Soldaten in 6 Flugabwehrregimentern zu Zeiten des Ost-West-Konfliktes - verteilt über ganz Westdeutschland - das beschreibt das Ausmaß der Schrumpfung der bodengebundenen Luftverteidigungsfähigkeiten der Bundeswehr sehr anschaulich.</strong></p>
<p>Wie kam es aber zu diesem Abbau von Fähigkeiten? Welche Konsequenzen resultieren daraus für die Landes- und Bündnisverteidigung? Wie kann man den künftigen Bedrohungen - vor allem durch ballistische Raketen - begegnen? Diesen Fragen geht die Autorin in ihrem Werk nach. In diesem Zusammenhang betrachtet sie auch Deutschlands Militärpolitik in der NATO sowie die Auswirkungen der jahrzehntelangen Unterfinanzierung der Bundeswehr. Ausgehend von der Geschichte der Abwehr ballistischer Raketen beschreibt die Autorin den Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Europa als fortwährendes Streitthema zwischen Russland und der NATO. Gleichzeitig verweist die Autorin darauf, dass gerade auch die deutsche Russlandpolitik die Verzögerung des Aufbaus der NATO-Raketenabwehr mit zu verantworten hatte. Insgesamt stellt sich auch die Frage, wie Deutschland in Zukunft die Abwehr ballistischer Raketen sowohl zum eigenen als auch zum Schutz von Bündnispartnern sicherstellen will.<br>
&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das vorliegende Werk von Friederike C. Hartung schildert eindrücklich die Notwendigkeit, die Fähigkeiten zur bodengebundenen Luftverteidigung zügig aufwachsen zu lassen, so dass im Resultat kriegstaugliche Luftverteidigungssysteme sowohl für die Bundesrepublik als auch die NATO zur Verfügung stehen, denn sowohl der Schutz des eigenen Staatsterritoriums sowie der eigenen Bevölkerung und als auch der Bündnispartner ist - gerade auch angesichts der aktuell angespannten Sicherheitslage - unverzichtbar.</p>
<p>Dr. Friederike C. Hartung ist Historikerin am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.</p>
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      <pubDate>Mon, 03 Mar 2025 07:45:00 +0100</pubDate>
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      <dc:creator>ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Historikerin Friederike C. Hartung analysiert in ihrer Studie den mangelhaften Zustand der bodengebundenen Luftverteidigungsfähigkeiten der Bundeswehr. Ein Geschwader in Husum - etwa 2300 Mann stark - statt 18600 Soldaten in 6 Flugabwehrregimentern zu Zeiten des Ost-West-Konfliktes - verteilt über ganz Westdeutschland - das beschreibt das Ausmaß der Schrumpfung der bodengebundenen Luftverteidigungsfähigkeiten der Bundeswehr sehr anschaulich.</strong></p>
<p>Wie kam es aber zu diesem Abbau von Fähigkeiten? Welche Konsequenzen resultieren daraus für die Landes- und Bündnisverteidigung? Wie kann man den künftigen Bedrohungen - vor allem durch ballistische Raketen - begegnen? Diesen Fragen geht die Autorin in ihrem Werk nach. In diesem Zusammenhang betrachtet sie auch Deutschlands Militärpolitik in der NATO sowie die Auswirkungen der jahrzehntelangen Unterfinanzierung der Bundeswehr. Ausgehend von der Geschichte der Abwehr ballistischer Raketen beschreibt die Autorin den Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Europa als fortwährendes Streitthema zwischen Russland und der NATO. Gleichzeitig verweist die Autorin darauf, dass gerade auch die deutsche Russlandpolitik die Verzögerung des Aufbaus der NATO-Raketenabwehr mit zu verantworten hatte. Insgesamt stellt sich auch die Frage, wie Deutschland in Zukunft die Abwehr ballistischer Raketen sowohl zum eigenen als auch zum Schutz von Bündnispartnern sicherstellen will.<br>
&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das vorliegende Werk von Friederike C. Hartung schildert eindrücklich die Notwendigkeit, die Fähigkeiten zur bodengebundenen Luftverteidigung zügig aufwachsen zu lassen, so dass im Resultat kriegstaugliche Luftverteidigungssysteme sowohl für die Bundesrepublik als auch die NATO zur Verfügung stehen, denn sowohl der Schutz des eigenen Staatsterritoriums sowie der eigenen Bevölkerung und als auch der Bündnispartner ist - gerade auch angesichts der aktuell angespannten Sicherheitslage - unverzichtbar.</p>
<p>Dr. Friederike C. Hartung ist Historikerin am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.</p>
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      <itunes:title>Ein Dach über Europa</itunes:title>
      <itunes:summary>Die Historikerin Friederike C. Hartung analysiert in ihrer Studie den mangelhaften Zustand der bodengebundenen Luftverteidigungsfähigkeiten der Bundeswehr. Ein Geschwader in Husum - etwa 2300 Mann stark - statt 18600 Soldaten in 6 Flugabwehrregimentern zu Zeiten des Ost-West-Konfliktes - verteilt über ganz Westdeutschland - das beschreibt das Ausmaß der Schrumpfung der bodengebundenen Luftverteidigungsfähigkeiten der Bundeswehr sehr anschaulich.

Wie kam es aber zu diesem Abbau von Fähigkeiten? Welche Konsequenzen resultieren daraus für die Landes- und Bündnisverteidigung? Wie kann man den künftigen Bedrohungen - vor allem durch ballistische Raketen - begegnen? Diesen Fragen geht die Autorin in ihrem Werk nach. In diesem Zusammenhang betrachtet sie auch Deutschlands Militärpolitik in der NATO sowie die Auswirkungen der jahrzehntelangen Unterfinanzierung der Bundeswehr. Ausgehend von der Geschichte der Abwehr ballistischer Raketen beschreibt die Autorin den Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Europa als fortwährendes Streitthema zwischen Russland und der NATO. Gleichzeitig verweist die Autorin darauf, dass gerade auch die deutsche Russlandpolitik die Verzögerung des Aufbaus der NATO-Raketenabwehr mit zu verantworten hatte. Insgesamt stellt sich auch die Frage, wie Deutschland in Zukunft die Abwehr ballistischer Raketen sowohl zum eigenen als auch zum Schutz von Bündnispartnern sicherstellen will.

 

FazitDas vorliegende Werk von Friederike C. Hartung schildert eindrücklich die Notwendigkeit, die Fähigkeiten zur bodengebundenen Luftverteidigung zügig aufwachsen zu lassen, so dass im Resultat kriegstaugliche Luftverteidigungssysteme sowohl für die Bundesrepublik als auch die NATO zur Verfügung stehen, denn sowohl der Schutz des eigenen Staatsterritoriums sowie der eigenen Bevölkerung und als auch der Bündnispartner ist - gerade auch angesichts der aktuell angespannten Sicherheitslage - unverzichtbar.

Dr. Friederike C. Hartung ist Historikerin am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

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      <title>Ostpreußen 1944/45: Krieg im Nordosten des Deutschen Reiches</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch Ostpreußen 1944/45: Krieg im Nordosten des Deutschen Reiches vor. Es erschien 2016 im Verlag Schöningh.&nbsp;</strong></p>
<p>Der Militärhistoriker Richard Lakowski, der bis zum Eintritt in den Ruhestand 1996 Mitarbeiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamts war, befasst sich im Rahmen der vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr herausgegebenen Reihe "Zeitalter der Weltkriege" mit dem Kampfgeschehen, das sich 1914/15 und 1944/45 in Ostpreußen zwischen Deutschen und Russen bzw. Sowjets abgespielt hat. Dabei wird vor allem die operative Ebene betrachtet. 1914/15 gelang es den Deutschen, unter Ausnutzung der Vorteile, die die Geographie Ostpreußens dem Verteidiger bot, die eingefallenen russischen Truppen aus der Provinz hinauszudrängen.1944/45 standen weitgehend abgekämpfte Wehrmachtsverbände weit überlegenen sowjetischen Truppen gegenüber. Dass diese trotz erdrückender Überlegenheit Monate zur Eroberung der Provinz benötigten, hing mit strukturellen Gegebenheiten - insb. zentralistischer Moskauer Führung statt Führens mit Auftrag - sowie mit Fehlern der sowjetischen Truppenführer vor Ort zusammen. Die Schlacht um Ostpreußen band rund 1,5 Millionen Mann, die für den sowjetischen Hauptstoß auf Berlin nicht zur Verfügung standen. Sie verlängerte so die Lebensdauer des NS-Regimes, ermöglichte allerdings auch die Evakuierung zahlreicher Flüchtlinge über die Ostsee Richtung Westen.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Gesamthöhe der deutschen Verluste in Ostpreußen zwischen Januar und Ende April 1945 ist nicht bekannt. Für die Rote Armee gibt Lakowski Gesamtverluste von rund 585 000 Mann an, darunter gut 126 000 Gefallene. Als Fazit hält der Autor fest, dass die Schlacht um Ostpreußen „bedeutsame Kräfte der Roten Armee band, die für die geplante Fortsetzung der Weichseloffensive nach Erreichen der Oder fehlten“. Sie verlängerte somit die Existenz des Hitler-Regimes, rettete aber auch vielen Flüchtlingen das Leben, die die Kriegsmarine, verstärkt durch zahlreiche zivile Schiffe, bis April 1945 über die Ostsee Richtung Westen evakuierte.</p>
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      <pubDate>Thu, 13 Feb 2025 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch Ostpreußen 1944/45: Krieg im Nordosten des Deutschen Reiches vor. Es erschien 2016 im Verlag Schöningh.&nbsp;</strong></p>
<p>Der Militärhistoriker Richard Lakowski, der bis zum Eintritt in den Ruhestand 1996 Mitarbeiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamts war, befasst sich im Rahmen der vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr herausgegebenen Reihe "Zeitalter der Weltkriege" mit dem Kampfgeschehen, das sich 1914/15 und 1944/45 in Ostpreußen zwischen Deutschen und Russen bzw. Sowjets abgespielt hat. Dabei wird vor allem die operative Ebene betrachtet. 1914/15 gelang es den Deutschen, unter Ausnutzung der Vorteile, die die Geographie Ostpreußens dem Verteidiger bot, die eingefallenen russischen Truppen aus der Provinz hinauszudrängen.1944/45 standen weitgehend abgekämpfte Wehrmachtsverbände weit überlegenen sowjetischen Truppen gegenüber. Dass diese trotz erdrückender Überlegenheit Monate zur Eroberung der Provinz benötigten, hing mit strukturellen Gegebenheiten - insb. zentralistischer Moskauer Führung statt Führens mit Auftrag - sowie mit Fehlern der sowjetischen Truppenführer vor Ort zusammen. Die Schlacht um Ostpreußen band rund 1,5 Millionen Mann, die für den sowjetischen Hauptstoß auf Berlin nicht zur Verfügung standen. Sie verlängerte so die Lebensdauer des NS-Regimes, ermöglichte allerdings auch die Evakuierung zahlreicher Flüchtlinge über die Ostsee Richtung Westen.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Gesamthöhe der deutschen Verluste in Ostpreußen zwischen Januar und Ende April 1945 ist nicht bekannt. Für die Rote Armee gibt Lakowski Gesamtverluste von rund 585 000 Mann an, darunter gut 126 000 Gefallene. Als Fazit hält der Autor fest, dass die Schlacht um Ostpreußen „bedeutsame Kräfte der Roten Armee band, die für die geplante Fortsetzung der Weichseloffensive nach Erreichen der Oder fehlten“. Sie verlängerte somit die Existenz des Hitler-Regimes, rettete aber auch vielen Flüchtlingen das Leben, die die Kriegsmarine, verstärkt durch zahlreiche zivile Schiffe, bis April 1945 über die Ostsee Richtung Westen evakuierte.</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch Ostpreußen 1944/45: Krieg im Nordosten des Deutschen Reiches vor. Es erschien 2016 im Verlag Schöningh. 

Der Militärhistoriker Richard Lakowski, der bis zum Eintritt in den Ruhestand 1996 Mitarbeiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamts war, befasst sich im Rahmen der vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr herausgegebenen Reihe "Zeitalter der Weltkriege" mit dem Kampfgeschehen, das sich 1914/15 und 1944/45 in Ostpreußen zwischen Deutschen und Russen bzw. Sowjets abgespielt hat. Dabei wird vor allem die operative Ebene betrachtet. 1914/15 gelang es den Deutschen, unter Ausnutzung der Vorteile, die die Geographie Ostpreußens dem Verteidiger bot, die eingefallenen russischen Truppen aus der Provinz hinauszudrängen.1944/45 standen weitgehend abgekämpfte Wehrmachtsverbände weit überlegenen sowjetischen Truppen gegenüber. Dass diese trotz erdrückender Überlegenheit Monate zur Eroberung der Provinz benötigten, hing mit strukturellen Gegebenheiten - insb. zentralistischer Moskauer Führung statt Führens mit Auftrag - sowie mit Fehlern der sowjetischen Truppenführer vor Ort zusammen. Die Schlacht um Ostpreußen band rund 1,5 Millionen Mann, die für den sowjetischen Hauptstoß auf Berlin nicht zur Verfügung standen. Sie verlängerte so die Lebensdauer des NS-Regimes, ermöglichte allerdings auch die Evakuierung zahlreicher Flüchtlinge über die Ostsee Richtung Westen.

FazitDie Gesamthöhe der deutschen Verluste in Ostpreußen zwischen Januar und Ende April 1945 ist nicht bekannt. Für die Rote Armee gibt Lakowski Gesamtverluste von rund 585 000 Mann an, darunter gut 126 000 Gefallene. Als Fazit hält der Autor fest, dass die Schlacht um Ostpreußen „bedeutsame Kräfte der Roten Armee band, die für die geplante Fortsetzung der Weichseloffensive nach Erreichen der Oder fehlten“. Sie verlängerte somit die Existenz des Hitler-Regimes, rettete aber auch vielen Flüchtlingen das Leben, die die Kriegsmarine, verstärkt durch zahlreiche zivile Schiffe, bis April 1945 über die Ostsee Richtung Westen evakuierte.

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      <title>Brennender Enzian: Die Operationsplanung der NATO für Österreich und Norditalien 1951 bis 1960</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Dieter Krüger, "Brennender Enzian. Die Operationsplanung der NATO für Österreich und Norditalien 1951 bis 1960" vor. Es erschien erstmalig im Jahr 2010 im Rombach-Verlag.</strong></p>
<p>Dieter Krüger beschreibt in seiner operationsgeschichtlichen Studie einen entworfenen Plan zur Verteidigung des Alpenraumes und Norditaliens gegenüber einem Angriff der Sowjetunion und ihrer Partner. Die Studie beruht auf vorher unveröffentlichten mikroverfilmten Unterlagen eines damaligen NATO-Kommandos der Landstreitkräfte in Südeuropa ("Landsouth") aus den Jahren 1951 bis 1960. Anhand der vorliegenden Dokumente gibt Dieter Krüger einen Einblick in das damalige Verständnis der Landkriegführung im Alpenraum. Bereits Anfang der 1950er Jahre dachte das damalige NATO-Kommando "Landsouth" über den Einsatz von Atomsprengköpfen gegen die Angriffsrouten der Gegner nach. Aufgrund der geografischen Besonderheiten des Einsatzgebiets wurde von einer erheblichen Vernichtungs- und Sperrwirkung durch den Einsatz atomarer Waffen ausgegangen. Die aus dem Einsatz atomarer Waffen resultierende nukleare Verwüstung der Voralpen- und Alpenlandschaft umschreibt Dieter Krüger mit dem Sinnbild des brennenden Enzians.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Wie Krüger anhand vorliegender Bedrohungsanalysen nachweist, hielt die Kommandobehörde "Landsouth" einen Angriff des Warschauer Pakts für unwahrscheinlich. Dennoch wurden Vorbereitungen getroffen, um dem in Europa konventionell überlegenen möglichen Gegner glaubwürdig Abschreckung zu signalisieren. Dieter Krüger ist Historiker und Archivar. Er lehrte an den Universitäten Potsdam, Halle sowie an der Universität der Bundeswehr in München. Dieter Krüger war als Wissenschaftler mehrere Jahrzehnte am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) sowie am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam beschäftigt.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 30 Jan 2025 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Dieter Krüger, "Brennender Enzian. Die Operationsplanung der NATO für Österreich und Norditalien 1951 bis 1960" vor. Es erschien erstmalig im Jahr 2010 im Rombach-Verlag.</strong></p>
<p>Dieter Krüger beschreibt in seiner operationsgeschichtlichen Studie einen entworfenen Plan zur Verteidigung des Alpenraumes und Norditaliens gegenüber einem Angriff der Sowjetunion und ihrer Partner. Die Studie beruht auf vorher unveröffentlichten mikroverfilmten Unterlagen eines damaligen NATO-Kommandos der Landstreitkräfte in Südeuropa ("Landsouth") aus den Jahren 1951 bis 1960. Anhand der vorliegenden Dokumente gibt Dieter Krüger einen Einblick in das damalige Verständnis der Landkriegführung im Alpenraum. Bereits Anfang der 1950er Jahre dachte das damalige NATO-Kommando "Landsouth" über den Einsatz von Atomsprengköpfen gegen die Angriffsrouten der Gegner nach. Aufgrund der geografischen Besonderheiten des Einsatzgebiets wurde von einer erheblichen Vernichtungs- und Sperrwirkung durch den Einsatz atomarer Waffen ausgegangen. Die aus dem Einsatz atomarer Waffen resultierende nukleare Verwüstung der Voralpen- und Alpenlandschaft umschreibt Dieter Krüger mit dem Sinnbild des brennenden Enzians.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Wie Krüger anhand vorliegender Bedrohungsanalysen nachweist, hielt die Kommandobehörde "Landsouth" einen Angriff des Warschauer Pakts für unwahrscheinlich. Dennoch wurden Vorbereitungen getroffen, um dem in Europa konventionell überlegenen möglichen Gegner glaubwürdig Abschreckung zu signalisieren. Dieter Krüger ist Historiker und Archivar. Er lehrte an den Universitäten Potsdam, Halle sowie an der Universität der Bundeswehr in München. Dieter Krüger war als Wissenschaftler mehrere Jahrzehnte am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) sowie am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam beschäftigt.</p>
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Dieter Krüger beschreibt in seiner operationsgeschichtlichen Studie einen entworfenen Plan zur Verteidigung des Alpenraumes und Norditaliens gegenüber einem Angriff der Sowjetunion und ihrer Partner. Die Studie beruht auf vorher unveröffentlichten mikroverfilmten Unterlagen eines damaligen NATO-Kommandos der Landstreitkräfte in Südeuropa ("Landsouth") aus den Jahren 1951 bis 1960. Anhand der vorliegenden Dokumente gibt Dieter Krüger einen Einblick in das damalige Verständnis der Landkriegführung im Alpenraum. Bereits Anfang der 1950er Jahre dachte das damalige NATO-Kommando "Landsouth" über den Einsatz von Atomsprengköpfen gegen die Angriffsrouten der Gegner nach. Aufgrund der geografischen Besonderheiten des Einsatzgebiets wurde von einer erheblichen Vernichtungs- und Sperrwirkung durch den Einsatz atomarer Waffen ausgegangen. Die aus dem Einsatz atomarer Waffen resultierende nukleare Verwüstung der Voralpen- und Alpenlandschaft umschreibt Dieter Krüger mit dem Sinnbild des brennenden Enzians.

FazitWie Krüger anhand vorliegender Bedrohungsanalysen nachweist, hielt die Kommandobehörde "Landsouth" einen Angriff des Warschauer Pakts für unwahrscheinlich. Dennoch wurden Vorbereitungen getroffen, um dem in Europa konventionell überlegenen möglichen Gegner glaubwürdig Abschreckung zu signalisieren. Dieter Krüger ist Historiker und Archivar. Er lehrte an den Universitäten Potsdam, Halle sowie an der Universität der Bundeswehr in München. Dieter Krüger war als Wissenschaftler mehrere Jahrzehnte am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) sowie am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam beschäftigt.

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    <item>
      <title>Operatives Denken bei Clausewitz, Moltke, Schlieffen und Manstein</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt herausgegebene Buch Operatives Denken bei Clausewitz, Moltke, Schlieffen und Manstein vor. Es erschien 1989.</strong></p>
<p>Das Militärgeschichtliche Forschungsamt brachte das vorliegende Werk 1989 im Zusammenhang mit den vom Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans-Henning von Sandrart, seinerzeit initiierten Bemühungen um eine Wiederbelebung des operativen Denkens heraus. Der damalige Amtschef, Brigadegeneral Günter Roth, und drei weitere Mitarbeiter des Forschungsamts haben Beiträge zu dem schmalen Band beigesteuert. Der vorliegende Band enthält vier Aufsätze. Diese beleuchten Überlegungen, die bedeutende Gestalten der preußischen und deutschen Militärgeschichte zum operativen Denken angestellt haben und analysieren eingehend den Westfeldzug der Wehrmacht von 1940 als historisches Beispiel für eine gelungene Operationsführung. Neben der damals innovativen Idee, Panzer nicht taktisch, sondern operativ einzusetzen und dem Überraschungsmoment des Vorgehens durch die Ardennen war es vor allem die beispielhaft praktizierte Führung mit Auftrag, die 1940 diesen Feldzug entschied. Sie hat ihren Wert über alle waffentechnischen Neuerungen und politischen Systembrüche hinweg bis heute behauptet.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die wesentliche Lehre, die sich aus dem Feldzug von 1940 ziehen lässt ist, dass - über alle waffentechnischen Neuerungen und politischen Systembrüche hinweg - das Führen mit Auftrag immer noch als unverzichtbares Instrument im Gefecht angesehen werden muss.</p>
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      <pubDate>Thu, 16 Jan 2025 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt herausgegebene Buch Operatives Denken bei Clausewitz, Moltke, Schlieffen und Manstein vor. Es erschien 1989.</strong></p>
<p>Das Militärgeschichtliche Forschungsamt brachte das vorliegende Werk 1989 im Zusammenhang mit den vom Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans-Henning von Sandrart, seinerzeit initiierten Bemühungen um eine Wiederbelebung des operativen Denkens heraus. Der damalige Amtschef, Brigadegeneral Günter Roth, und drei weitere Mitarbeiter des Forschungsamts haben Beiträge zu dem schmalen Band beigesteuert. Der vorliegende Band enthält vier Aufsätze. Diese beleuchten Überlegungen, die bedeutende Gestalten der preußischen und deutschen Militärgeschichte zum operativen Denken angestellt haben und analysieren eingehend den Westfeldzug der Wehrmacht von 1940 als historisches Beispiel für eine gelungene Operationsführung. Neben der damals innovativen Idee, Panzer nicht taktisch, sondern operativ einzusetzen und dem Überraschungsmoment des Vorgehens durch die Ardennen war es vor allem die beispielhaft praktizierte Führung mit Auftrag, die 1940 diesen Feldzug entschied. Sie hat ihren Wert über alle waffentechnischen Neuerungen und politischen Systembrüche hinweg bis heute behauptet.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die wesentliche Lehre, die sich aus dem Feldzug von 1940 ziehen lässt ist, dass - über alle waffentechnischen Neuerungen und politischen Systembrüche hinweg - das Führen mit Auftrag immer noch als unverzichtbares Instrument im Gefecht angesehen werden muss.</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt herausgegebene Buch Operatives Denken bei Clausewitz, Moltke, Schlieffen und Manstein vor. Es erschien 1989.

Das Militärgeschichtliche Forschungsamt brachte das vorliegende Werk 1989 im Zusammenhang mit den vom Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans-Henning von Sandrart, seinerzeit initiierten Bemühungen um eine Wiederbelebung des operativen Denkens heraus. Der damalige Amtschef, Brigadegeneral Günter Roth, und drei weitere Mitarbeiter des Forschungsamts haben Beiträge zu dem schmalen Band beigesteuert. Der vorliegende Band enthält vier Aufsätze. Diese beleuchten Überlegungen, die bedeutende Gestalten der preußischen und deutschen Militärgeschichte zum operativen Denken angestellt haben und analysieren eingehend den Westfeldzug der Wehrmacht von 1940 als historisches Beispiel für eine gelungene Operationsführung. Neben der damals innovativen Idee, Panzer nicht taktisch, sondern operativ einzusetzen und dem Überraschungsmoment des Vorgehens durch die Ardennen war es vor allem die beispielhaft praktizierte Führung mit Auftrag, die 1940 diesen Feldzug entschied. Sie hat ihren Wert über alle waffentechnischen Neuerungen und politischen Systembrüche hinweg bis heute behauptet. 

FazitDie wesentliche Lehre, die sich aus dem Feldzug von 1940 ziehen lässt ist, dass - über alle waffentechnischen Neuerungen und politischen Systembrüche hinweg - das Führen mit Auftrag immer noch als unverzichtbares Instrument im Gefecht angesehen werden muss.

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      <title>Mythos und Wirklichkeit</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Gerhard P. Groß "Mythos und Wirklichkeit. Geschichte des operativen Denkens im deutschen Heer" von Moltke d. Ä. bis Heusinger vor. Es erschien 2012 im Schöningh-Verlag</strong>.</p>
<p>Gerhard P. Groß ist Historiker und wirkte bis zu seiner Pensionierung am Militärgeschichtlichen Forschungsamt bzw. Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, zuletzt als Leiter der Forschungsbereichs Militärgeschichte bis 1945. In diesem Buch befasst sich Groß mit dem operativen Denken, das im deutschen Heer seit 1871 angesichts eines möglichen Zweifrontenkriegs gegen Frankreich und Russland an Bedeutung gewann. Das operative Denken erlebte seine Blütezeit im deutschen Militär zwischen den Reichseinigungskriegen 1866-1871 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Deutschen Reich endete auch die große Zeit des operativen Denkens, das in der Tat etwas originär Preußisch-Deutsches war.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das operative Denken kreiste um die Vorstellung, zahlenmäßig überlegene Gegner durch Initiative, schnelle Beweglichkeit, geschickte Schwerpunktbildung, Ausnutzung des Überraschungsmoments und Umfassung zu schlagen. Es gab Operationen, die gemäß dieser Vorstellung gelangen, z.B. den Frankreichfeldzug von 1940. Das operative Denken konnte die jeweils von vielen anderen Faktoren verursachten deutschen Niederlagen von 1918 und 1945 jedoch nicht verhindern. In der Bundeswehr spielte es daher lange keine Rolle. Erst 1987 bemühte sich der damalige Inspekteur des Heeres, Generalleutnant von Sandrart, darum, die Grundsätze operativen Denkens wieder nutzbar zu machen</p>
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      <pubDate>Thu, 02 Jan 2025 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Gerhard P. Groß "Mythos und Wirklichkeit. Geschichte des operativen Denkens im deutschen Heer" von Moltke d. Ä. bis Heusinger vor. Es erschien 2012 im Schöningh-Verlag</strong>.</p>
<p>Gerhard P. Groß ist Historiker und wirkte bis zu seiner Pensionierung am Militärgeschichtlichen Forschungsamt bzw. Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, zuletzt als Leiter der Forschungsbereichs Militärgeschichte bis 1945. In diesem Buch befasst sich Groß mit dem operativen Denken, das im deutschen Heer seit 1871 angesichts eines möglichen Zweifrontenkriegs gegen Frankreich und Russland an Bedeutung gewann. Das operative Denken erlebte seine Blütezeit im deutschen Militär zwischen den Reichseinigungskriegen 1866-1871 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Deutschen Reich endete auch die große Zeit des operativen Denkens, das in der Tat etwas originär Preußisch-Deutsches war.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das operative Denken kreiste um die Vorstellung, zahlenmäßig überlegene Gegner durch Initiative, schnelle Beweglichkeit, geschickte Schwerpunktbildung, Ausnutzung des Überraschungsmoments und Umfassung zu schlagen. Es gab Operationen, die gemäß dieser Vorstellung gelangen, z.B. den Frankreichfeldzug von 1940. Das operative Denken konnte die jeweils von vielen anderen Faktoren verursachten deutschen Niederlagen von 1918 und 1945 jedoch nicht verhindern. In der Bundeswehr spielte es daher lange keine Rolle. Erst 1987 bemühte sich der damalige Inspekteur des Heeres, Generalleutnant von Sandrart, darum, die Grundsätze operativen Denkens wieder nutzbar zu machen</p>
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Gerhard P. Groß ist Historiker und wirkte bis zu seiner Pensionierung am Militärgeschichtlichen Forschungsamt bzw. Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, zuletzt als Leiter der Forschungsbereichs Militärgeschichte bis 1945. In diesem Buch befasst sich Groß mit dem operativen Denken, das im deutschen Heer seit 1871 angesichts eines möglichen Zweifrontenkriegs gegen Frankreich und Russland an Bedeutung gewann. Das operative Denken erlebte seine Blütezeit im deutschen Militär zwischen den Reichseinigungskriegen 1866-1871 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Deutschen Reich endete auch die große Zeit des operativen Denkens, das in der Tat etwas originär Preußisch-Deutsches war.

FazitDas operative Denken kreiste um die Vorstellung, zahlenmäßig überlegene Gegner durch Initiative, schnelle Beweglichkeit, geschickte Schwerpunktbildung, Ausnutzung des Überraschungsmoments und Umfassung zu schlagen. Es gab Operationen, die gemäß dieser Vorstellung gelangen, z.B. den Frankreichfeldzug von 1940. Das operative Denken konnte die jeweils von vielen anderen Faktoren verursachten deutschen Niederlagen von 1918 und 1945 jedoch nicht verhindern. In der Bundeswehr spielte es daher lange keine Rolle. Erst 1987 bemühte sich der damalige Inspekteur des Heeres, Generalleutnant von Sandrart, darum, die Grundsätze operativen Denkens wieder nutzbar zu machen

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      <title>Schuld und Leid. Das Trauma von Flucht und Vertreibung. 1945-2022.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Thomas Kreutzmann und Werner Sonne vor, "Schuld und Leid, Das Trauma von Flucht und Vertreibung. 1945-2022". Es erschien im Jahr 2022 im Mittler-Verlag.</strong></p>
<p>Das vorliegende Werk erschien 2022, dem Jahr des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Er löste die größte Fluchtwelle in Europa seit der Vertreibung der Deutschen nach 1945 aus. Die Autoren nehmen diesen Überfall zum Anlass, Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkriegs zu thematisieren und die Frage aufzuwerfen, welche Lehren sich aus dem Umgang der Bundesrepublik mit den Vertriebenen für die Gegenwart ziehen lassen. Die Autoren schildern beispielhaft die bittere Not unmittelbar nach dem Ende des Krieges. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bewirkte der Vormarsch der Roten Armee eine gewaltige Fluchtbewegung aus den deutschen Ostgebieten. Nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Frühjahr 2022 entsteht erneut eine große Fluchtbewegung Richtung Deutschland. Not, Elend und Trauma infolge von Flucht und Krieg sind so erneut allgegenwärtig.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch stellt viele Fragen, gibt aber auch Antworten und schaut gleichzeitig in die Zukunft. Schuld, Vertreibung, Leid, Verantwortung - auch politische - sowie der Umgang mit Denkmälern und Erinnerung sind hierbei die ausführlicher betrachteten Themenbereiche. Gleichzeitig werden die Anliegen und Probleme der Vertriebenen und Vertriebenenverbände in der Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1990er Jahre in den Blick genommen. In diesem Zusammenhang resümieren die Autoren, dass die Vertriebenenverbände „zu den langjährigen Integrationsexperten in Deutschland zu gehören“. Thomas Kreutzmann studierte u. a. Geschichte und arbeitete von 1980 bis 2021 als Journalist und Moderator für den Hessischen Rundfunk und das ARD-Fernsehen. Heute ist er freier Autor. Werner Sonne war 1968 bis 2012 für den Westdeutschen Rundfunk tätig, zuletzt als Leiter des Berliner Studios des ARD-Morgenmagazins. Heute verfasst er Sachbücher zur Außen- und Sicherheitspolitik sowie Romane zu Geschichts- und Polit-Themen.</p>
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      <pubDate>Thu, 19 Dec 2024 07:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Thomas Kreutzmann und Werner Sonne vor, "Schuld und Leid, Das Trauma von Flucht und Vertreibung. 1945-2022". Es erschien im Jahr 2022 im Mittler-Verlag.</strong></p>
<p>Das vorliegende Werk erschien 2022, dem Jahr des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Er löste die größte Fluchtwelle in Europa seit der Vertreibung der Deutschen nach 1945 aus. Die Autoren nehmen diesen Überfall zum Anlass, Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkriegs zu thematisieren und die Frage aufzuwerfen, welche Lehren sich aus dem Umgang der Bundesrepublik mit den Vertriebenen für die Gegenwart ziehen lassen. Die Autoren schildern beispielhaft die bittere Not unmittelbar nach dem Ende des Krieges. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bewirkte der Vormarsch der Roten Armee eine gewaltige Fluchtbewegung aus den deutschen Ostgebieten. Nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Frühjahr 2022 entsteht erneut eine große Fluchtbewegung Richtung Deutschland. Not, Elend und Trauma infolge von Flucht und Krieg sind so erneut allgegenwärtig.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch stellt viele Fragen, gibt aber auch Antworten und schaut gleichzeitig in die Zukunft. Schuld, Vertreibung, Leid, Verantwortung - auch politische - sowie der Umgang mit Denkmälern und Erinnerung sind hierbei die ausführlicher betrachteten Themenbereiche. Gleichzeitig werden die Anliegen und Probleme der Vertriebenen und Vertriebenenverbände in der Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1990er Jahre in den Blick genommen. In diesem Zusammenhang resümieren die Autoren, dass die Vertriebenenverbände „zu den langjährigen Integrationsexperten in Deutschland zu gehören“. Thomas Kreutzmann studierte u. a. Geschichte und arbeitete von 1980 bis 2021 als Journalist und Moderator für den Hessischen Rundfunk und das ARD-Fernsehen. Heute ist er freier Autor. Werner Sonne war 1968 bis 2012 für den Westdeutschen Rundfunk tätig, zuletzt als Leiter des Berliner Studios des ARD-Morgenmagazins. Heute verfasst er Sachbücher zur Außen- und Sicherheitspolitik sowie Romane zu Geschichts- und Polit-Themen.</p>
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Das vorliegende Werk erschien 2022, dem Jahr des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Er löste die größte Fluchtwelle in Europa seit der Vertreibung der Deutschen nach 1945 aus. Die Autoren nehmen diesen Überfall zum Anlass, Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkriegs zu thematisieren und die Frage aufzuwerfen, welche Lehren sich aus dem Umgang der Bundesrepublik mit den Vertriebenen für die Gegenwart ziehen lassen. Die Autoren schildern beispielhaft die bittere Not unmittelbar nach dem Ende des Krieges. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bewirkte der Vormarsch der Roten Armee eine gewaltige Fluchtbewegung aus den deutschen Ostgebieten. Nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Frühjahr 2022 entsteht erneut eine große Fluchtbewegung Richtung Deutschland. Not, Elend und Trauma infolge von Flucht und Krieg sind so erneut allgegenwärtig.

FazitDas Buch stellt viele Fragen, gibt aber auch Antworten und schaut gleichzeitig in die Zukunft. Schuld, Vertreibung, Leid, Verantwortung - auch politische - sowie der Umgang mit Denkmälern und Erinnerung sind hierbei die ausführlicher betrachteten Themenbereiche. Gleichzeitig werden die Anliegen und Probleme der Vertriebenen und Vertriebenenverbände in der Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1990er Jahre in den Blick genommen. In diesem Zusammenhang resümieren die Autoren, dass die Vertriebenenverbände „zu den langjährigen Integrationsexperten in Deutschland zu gehören“. Thomas Kreutzmann studierte u. a. Geschichte und arbeitete von 1980 bis 2021 als Journalist und Moderator für den Hessischen Rundfunk und das ARD-Fernsehen. Heute ist er freier Autor. Werner Sonne war 1968 bis 2012 für den Westdeutschen Rundfunk tätig, zuletzt als Leiter des Berliner Studios des ARD-Morgenmagazins. Heute verfasst er Sachbücher zur Außen- und Sicherheitspolitik sowie Romane zu Geschichts- und Polit-Themen.

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      <title>Triumph der Gewalt. Drei deutsche Jahre 1932 bis 1934</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Ralf Zerback "Triumph der Gewalt vor. Drei deutsche Jahre 1932 bis 1934" vor. Es erschien 2022 im Verlag Klett-Cotta.</strong></p>
<p>Der Journalist und promovierte Historiker Ralf Zerback schildert die letzten Monate der Weimarer Republik und die Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. Die Folgen der 1929 ausgebrochenen Weltwirtschaftskrise begünstigten Wahlerfolge der NSDAP. Traditionelle konservative Eliten glaubten, sie könnten sich diese neue Massenbewegung für ihre Zwecke nutzbar machen. Dabei konnten sie mit Paul von Hindenburg auf ein Staatsoberhaupt zählen, das entschlossen war, eine von allen nationalistischen Kräften getragene autoritäre Regierung ins Amt zu bringen. Am 30. Januar 1933 ernannte er Hitler zum Chef eines mehrheitlich aus konservativen Politikern bestehenden Kabinetts.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Danach zeigte sich, dass die Konservativen dem mit großer Dynamik und krimineller Energie vorangetriebenen Anspruch der Nazis auf die absolute Macht praktisch nichts entgegenzusetzen hatten. Sehr zügig wurde die Verfassungsordnung umgebaut und auf Hitler als Diktator ausgerichtet. Die fatale Fehleinschätzung der Lage durch die Konservativen, die sich 1933 auf die Zusammenarbeit mit den Nazis einließen, bleibt lehrreich: Extremisten sind keine vertrauenswürdigen politischen Partner. Wer sich auf sie einlässt, kann dabei nur verlieren.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 05 Dec 2024 09:09:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Ralf Zerback "Triumph der Gewalt vor. Drei deutsche Jahre 1932 bis 1934" vor. Es erschien 2022 im Verlag Klett-Cotta.</strong></p>
<p>Der Journalist und promovierte Historiker Ralf Zerback schildert die letzten Monate der Weimarer Republik und die Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. Die Folgen der 1929 ausgebrochenen Weltwirtschaftskrise begünstigten Wahlerfolge der NSDAP. Traditionelle konservative Eliten glaubten, sie könnten sich diese neue Massenbewegung für ihre Zwecke nutzbar machen. Dabei konnten sie mit Paul von Hindenburg auf ein Staatsoberhaupt zählen, das entschlossen war, eine von allen nationalistischen Kräften getragene autoritäre Regierung ins Amt zu bringen. Am 30. Januar 1933 ernannte er Hitler zum Chef eines mehrheitlich aus konservativen Politikern bestehenden Kabinetts.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Danach zeigte sich, dass die Konservativen dem mit großer Dynamik und krimineller Energie vorangetriebenen Anspruch der Nazis auf die absolute Macht praktisch nichts entgegenzusetzen hatten. Sehr zügig wurde die Verfassungsordnung umgebaut und auf Hitler als Diktator ausgerichtet. Die fatale Fehleinschätzung der Lage durch die Konservativen, die sich 1933 auf die Zusammenarbeit mit den Nazis einließen, bleibt lehrreich: Extremisten sind keine vertrauenswürdigen politischen Partner. Wer sich auf sie einlässt, kann dabei nur verlieren.</p>
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Der Journalist und promovierte Historiker Ralf Zerback schildert die letzten Monate der Weimarer Republik und die Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. Die Folgen der 1929 ausgebrochenen Weltwirtschaftskrise begünstigten Wahlerfolge der NSDAP. Traditionelle konservative Eliten glaubten, sie könnten sich diese neue Massenbewegung für ihre Zwecke nutzbar machen. Dabei konnten sie mit Paul von Hindenburg auf ein Staatsoberhaupt zählen, das entschlossen war, eine von allen nationalistischen Kräften getragene autoritäre Regierung ins Amt zu bringen. Am 30. Januar 1933 ernannte er Hitler zum Chef eines mehrheitlich aus konservativen Politikern bestehenden Kabinetts.

FazitDanach zeigte sich, dass die Konservativen dem mit großer Dynamik und krimineller Energie vorangetriebenen Anspruch der Nazis auf die absolute Macht praktisch nichts entgegenzusetzen hatten. Sehr zügig wurde die Verfassungsordnung umgebaut und auf Hitler als Diktator ausgerichtet. Die fatale Fehleinschätzung der Lage durch die Konservativen, die sich 1933 auf die Zusammenarbeit mit den Nazis einließen, bleibt lehrreich: Extremisten sind keine vertrauenswürdigen politischen Partner. Wer sich auf sie einlässt, kann dabei nur verlieren.

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    <item>
      <title>Der Aufsteiger. Eine Geschichte Deutschlands von 1990 bis heute</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Edgar Wolfrum, Der Aufsteiger. Eine Geschichte Deutschlands von 1990 bis heute vor. Es erschien im Jahr 2020 im Verlag Klett-Cotta.</strong></p>
<p>Ausführlich, detailreich und anschaulich erzählt Edgar Wolfrum in seinem Werk „Der Aufsteiger. Eine Geschichte Deutschlands von 1990 bis heute“ eine Geschichte, die gleichermaßen von Wandel, Erfolgen, wechselnden Herausforderungen und Problemen sowohl in der Innen- als auch der Außenpolitik geprägt ist. Durch die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1990 ist die Bundesrepublik größer und auch bevölkerungsreicher geworden. Doch die damit einhergehende neue Rolle und Außenwahrnehmung warf auch einige Fragen auf: Wofür stand sie nun – diese neue Bundesrepublik? Wo war Deutschlands Platz im internationalen Staatengefüge – ruhiger Beobachter oder tonangebende Führungsmacht? Als eine der größten Wirtschaftsmächte sowie eines der reichsten Länder der Welt und unter den 20 bevölkerungsreichsten Ländern der Erde rangierend, hatte sich Deutschland seit 1990 – politisch wie geografisch - zu einer Macht inmitten Europas herauskristallisiert. Allerdings, so der Autor, zeigte sich Deutschland eher zögerlich darin, diese Rolle, die seiner Größe und Bedeutung entsprach, auch anzunehmen und auszufüllen.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das vorliegende Werk von Edgar Wolfrum besticht durch eine hohe Faktendichte und eine gleichzeitig sehr anschauliche Erzählweise – auch kleinerer Details. Edgar Wolfrum erzählt in diesem Band die Geschichte Deutschlands von 1990 bis in die heutige Zeit. Hierbei fokussiert er sich nicht nur auf die Entwicklungen, Schwierigkeiten und Fortschritte, die Deutschland in dieser Zeit innen- und außenpolitisch sowie soziokulturell zu meistern hat, sondern ordnet die Vorgänge auf diese Weise auch international ein. Dadurch ergibt sich für den Leser ein sehr guter Überblick über das politische Weltgeschehen, die Strukturen und handelnden Personen dieser Zeit - mit besonderem Schwerpunkt auf Deutschland.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Katrin Grosser<br>
Sprecher: Christopher Oestereich<br>
Produktion: Annette Besser</p>
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      <pubDate>Thu, 21 Nov 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Edgar Wolfrum, Der Aufsteiger. Eine Geschichte Deutschlands von 1990 bis heute vor. Es erschien im Jahr 2020 im Verlag Klett-Cotta.</strong></p>
<p>Ausführlich, detailreich und anschaulich erzählt Edgar Wolfrum in seinem Werk „Der Aufsteiger. Eine Geschichte Deutschlands von 1990 bis heute“ eine Geschichte, die gleichermaßen von Wandel, Erfolgen, wechselnden Herausforderungen und Problemen sowohl in der Innen- als auch der Außenpolitik geprägt ist. Durch die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1990 ist die Bundesrepublik größer und auch bevölkerungsreicher geworden. Doch die damit einhergehende neue Rolle und Außenwahrnehmung warf auch einige Fragen auf: Wofür stand sie nun – diese neue Bundesrepublik? Wo war Deutschlands Platz im internationalen Staatengefüge – ruhiger Beobachter oder tonangebende Führungsmacht? Als eine der größten Wirtschaftsmächte sowie eines der reichsten Länder der Welt und unter den 20 bevölkerungsreichsten Ländern der Erde rangierend, hatte sich Deutschland seit 1990 – politisch wie geografisch - zu einer Macht inmitten Europas herauskristallisiert. Allerdings, so der Autor, zeigte sich Deutschland eher zögerlich darin, diese Rolle, die seiner Größe und Bedeutung entsprach, auch anzunehmen und auszufüllen.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das vorliegende Werk von Edgar Wolfrum besticht durch eine hohe Faktendichte und eine gleichzeitig sehr anschauliche Erzählweise – auch kleinerer Details. Edgar Wolfrum erzählt in diesem Band die Geschichte Deutschlands von 1990 bis in die heutige Zeit. Hierbei fokussiert er sich nicht nur auf die Entwicklungen, Schwierigkeiten und Fortschritte, die Deutschland in dieser Zeit innen- und außenpolitisch sowie soziokulturell zu meistern hat, sondern ordnet die Vorgänge auf diese Weise auch international ein. Dadurch ergibt sich für den Leser ein sehr guter Überblick über das politische Weltgeschehen, die Strukturen und handelnden Personen dieser Zeit - mit besonderem Schwerpunkt auf Deutschland.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Katrin Grosser<br>
Sprecher: Christopher Oestereich<br>
Produktion: Annette Besser</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Edgar Wolfrum, Der Aufsteiger. Eine Geschichte Deutschlands von 1990 bis heute vor. Es erschien im Jahr 2020 im Verlag Klett-Cotta.

Ausführlich, detailreich und anschaulich erzählt Edgar Wolfrum in seinem Werk „Der Aufsteiger. Eine Geschichte Deutschlands von 1990 bis heute“ eine Geschichte, die gleichermaßen von Wandel, Erfolgen, wechselnden Herausforderungen und Problemen sowohl in der Innen- als auch der Außenpolitik geprägt ist. Durch die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1990 ist die Bundesrepublik größer und auch bevölkerungsreicher geworden. Doch die damit einhergehende neue Rolle und Außenwahrnehmung warf auch einige Fragen auf: Wofür stand sie nun – diese neue Bundesrepublik? Wo war Deutschlands Platz im internationalen Staatengefüge – ruhiger Beobachter oder tonangebende Führungsmacht? Als eine der größten Wirtschaftsmächte sowie eines der reichsten Länder der Welt und unter den 20 bevölkerungsreichsten Ländern der Erde rangierend, hatte sich Deutschland seit 1990 – politisch wie geografisch - zu einer Macht inmitten Europas herauskristallisiert. Allerdings, so der Autor, zeigte sich Deutschland eher zögerlich darin, diese Rolle, die seiner Größe und Bedeutung entsprach, auch anzunehmen und auszufüllen. 

FazitDas vorliegende Werk von Edgar Wolfrum besticht durch eine hohe Faktendichte und eine gleichzeitig sehr anschauliche Erzählweise – auch kleinerer Details. Edgar Wolfrum erzählt in diesem Band die Geschichte Deutschlands von 1990 bis in die heutige Zeit. Hierbei fokussiert er sich nicht nur auf die Entwicklungen, Schwierigkeiten und Fortschritte, die Deutschland in dieser Zeit innen- und außenpolitisch sowie soziokulturell zu meistern hat, sondern ordnet die Vorgänge auf diese Weise auch international ein. Dadurch ergibt sich für den Leser ein sehr guter Überblick über das politische Weltgeschehen, die Strukturen und handelnden Personen dieser Zeit - mit besonderem Schwerpunkt auf Deutschland. 

Artikeltext und Sprechtext: Katrin Grosser

Sprecher: Christopher Oestereich

Produktion: Annette Besser

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      <title>Unwinnable. Britain&amp;#039;s War in Afghanistan 2001-2014.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch Unwinnable. Britain's War in Afghanistan 2001-2014 vor. Es erschien 2017 im Verlag The Bodley Head.&nbsp;</strong></p>
<p>Nach dem Ende des Afghanistan-Einsatzes im Jahre 2021 hatte Großbritannien 456 Gefallene und über 2500 verwundete Soldatinnen und Soldaten zu beklagen. Ein hoher Preis für ein fernes Land, in dem die Briten auch schon in der Vergangenheit kein Glück hatten. Was plante Großbritannien im Kampf gegen die Taliban und für den Wiederaufbau Afghanistans? Wie erging es den britischen Streitkräften vor Ort? Warum scheiterte dieser Einsatz? Zahlreiche Veröffentlichungen geben über Teilaspekte Auskunft, jedoch fehlte bis 2017 eine kompakte Gesamtdarstellung. Mit Unwinnable. Britain’s War in Afghanistan 2001-2014 schließt der Vizekanzler und Präsident der La Trobe Universität in Melbourne, Australien, Professor Theo Farrell, erstmals diese Lücke und liefert eine gut lesbare Geschichte des britischen Abenteuers am Hindukusch.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Theo Farrells Unwinnable. Britain’s War in Afghanistan, 2001-2014, ist eine beeindruckende Gesamtdarstellung des britischen Engagements am fernen Hindukusch. Sie zeigt das Scheitern des komplexen Einsatzes nach anfänglichen militärischen Erfolgen. Der Autor arbeitet konzise die unterschiedlichsten Gründe für das Scheitern heraus, hebt aber auch taktische und operative Erfolge hervor. Letztlich scheiterten die Briten nach Farrell vor allem an ihrem Unvermögen, die afghanische Gesellschaft zu verstehen und an der Fehlperzeption, dass alle Probleme mit militärischen Mitteln gelöst werden können.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 07 Nov 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch Unwinnable. Britain's War in Afghanistan 2001-2014 vor. Es erschien 2017 im Verlag The Bodley Head.&nbsp;</strong></p>
<p>Nach dem Ende des Afghanistan-Einsatzes im Jahre 2021 hatte Großbritannien 456 Gefallene und über 2500 verwundete Soldatinnen und Soldaten zu beklagen. Ein hoher Preis für ein fernes Land, in dem die Briten auch schon in der Vergangenheit kein Glück hatten. Was plante Großbritannien im Kampf gegen die Taliban und für den Wiederaufbau Afghanistans? Wie erging es den britischen Streitkräften vor Ort? Warum scheiterte dieser Einsatz? Zahlreiche Veröffentlichungen geben über Teilaspekte Auskunft, jedoch fehlte bis 2017 eine kompakte Gesamtdarstellung. Mit Unwinnable. Britain’s War in Afghanistan 2001-2014 schließt der Vizekanzler und Präsident der La Trobe Universität in Melbourne, Australien, Professor Theo Farrell, erstmals diese Lücke und liefert eine gut lesbare Geschichte des britischen Abenteuers am Hindukusch.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Theo Farrells Unwinnable. Britain’s War in Afghanistan, 2001-2014, ist eine beeindruckende Gesamtdarstellung des britischen Engagements am fernen Hindukusch. Sie zeigt das Scheitern des komplexen Einsatzes nach anfänglichen militärischen Erfolgen. Der Autor arbeitet konzise die unterschiedlichsten Gründe für das Scheitern heraus, hebt aber auch taktische und operative Erfolge hervor. Letztlich scheiterten die Briten nach Farrell vor allem an ihrem Unvermögen, die afghanische Gesellschaft zu verstehen und an der Fehlperzeption, dass alle Probleme mit militärischen Mitteln gelöst werden können.</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch Unwinnable. Britain's War in Afghanistan 2001-2014 vor. Es erschien 2017 im Verlag The Bodley Head. 

Nach dem Ende des Afghanistan-Einsatzes im Jahre 2021 hatte Großbritannien 456 Gefallene und über 2500 verwundete Soldatinnen und Soldaten zu beklagen. Ein hoher Preis für ein fernes Land, in dem die Briten auch schon in der Vergangenheit kein Glück hatten. Was plante Großbritannien im Kampf gegen die Taliban und für den Wiederaufbau Afghanistans? Wie erging es den britischen Streitkräften vor Ort? Warum scheiterte dieser Einsatz? Zahlreiche Veröffentlichungen geben über Teilaspekte Auskunft, jedoch fehlte bis 2017 eine kompakte Gesamtdarstellung. Mit Unwinnable. Britain’s War in Afghanistan 2001-2014 schließt der Vizekanzler und Präsident der La Trobe Universität in Melbourne, Australien, Professor Theo Farrell, erstmals diese Lücke und liefert eine gut lesbare Geschichte des britischen Abenteuers am Hindukusch.

FazitTheo Farrells Unwinnable. Britain’s War in Afghanistan, 2001-2014, ist eine beeindruckende Gesamtdarstellung des britischen Engagements am fernen Hindukusch. Sie zeigt das Scheitern des komplexen Einsatzes nach anfänglichen militärischen Erfolgen. Der Autor arbeitet konzise die unterschiedlichsten Gründe für das Scheitern heraus, hebt aber auch taktische und operative Erfolge hervor. Letztlich scheiterten die Briten nach Farrell vor allem an ihrem Unvermögen, die afghanische Gesellschaft zu verstehen und an der Fehlperzeption, dass alle Probleme mit militärischen Mitteln gelöst werden können.

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      <title>Einführung in die Tradition der Bundeswehr</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen" dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Donald Abenheim und Uwe Hartmann "Einführung in die Tradition der Bundeswehr. Das soldatische Erbe in dem besten Deutschland, das es je gab" vor. Es erschien 2019 im Miles-Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Donald Abenheim ist Historiker und lehrt Geschichte an der Naval Postgraduate School in den USA. Uwe Hartmann ist promovierter Pädagoge und war Oberst der Bundeswehr und Leiter der Abteilung Bildung am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. In diesem Buch geben die Autoren einen Überblick über das Traditionsverständnis und den Stand der Traditionspflege in der Bundeswehr. Sie zeigen Versäumnisse der Vergangenheit auf und plädieren dafür, bei der Traditionspflege ab sofort den Schwerpunkt auf die lange eigene Erfolgsgeschichte der Bundeswehr zu legen. Wer nach traditionsstiftenden Vorbildern für tapfere, professionelle Pflichterfüllung im Kampf sucht, findet sie in der Geschichte der Bundeswehr als Armee im Einsatz. Die Leitplanken für die Traditionsauswahl bilden die Prinzipien der Inneren Führung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Traditionspflege dient der Vertrauensbildung und stärkt das Wir-Gefühl. Die Kenntnis von Tradition ist damit ebenso wichtig wie eine gute militärische Ausbildung. Aufgrund der Bedeutung militärischer Traditionspflege appellieren die Autoren des Werkes an die Vorgesetzten, ausreichend Zeit in Tradition und Innere Führung zu investieren. In diesem Zusammenhang ermutigen die Autoren Vorgesetzte, in der Traditionsarbeit auch die vom ZMSBw angebotene Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Wenn Fragen bezüglich der Eignung bestimmter Personen als traditionswürdige militärische Vorbilder besteht, kann hier die Ansprechstelle für militärhistorischen Rat des ZMSBw oftmals weiterhelfen.&nbsp;</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 24 Oct 2024 10:55:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen" dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Donald Abenheim und Uwe Hartmann "Einführung in die Tradition der Bundeswehr. Das soldatische Erbe in dem besten Deutschland, das es je gab" vor. Es erschien 2019 im Miles-Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Donald Abenheim ist Historiker und lehrt Geschichte an der Naval Postgraduate School in den USA. Uwe Hartmann ist promovierter Pädagoge und war Oberst der Bundeswehr und Leiter der Abteilung Bildung am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. In diesem Buch geben die Autoren einen Überblick über das Traditionsverständnis und den Stand der Traditionspflege in der Bundeswehr. Sie zeigen Versäumnisse der Vergangenheit auf und plädieren dafür, bei der Traditionspflege ab sofort den Schwerpunkt auf die lange eigene Erfolgsgeschichte der Bundeswehr zu legen. Wer nach traditionsstiftenden Vorbildern für tapfere, professionelle Pflichterfüllung im Kampf sucht, findet sie in der Geschichte der Bundeswehr als Armee im Einsatz. Die Leitplanken für die Traditionsauswahl bilden die Prinzipien der Inneren Führung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Traditionspflege dient der Vertrauensbildung und stärkt das Wir-Gefühl. Die Kenntnis von Tradition ist damit ebenso wichtig wie eine gute militärische Ausbildung. Aufgrund der Bedeutung militärischer Traditionspflege appellieren die Autoren des Werkes an die Vorgesetzten, ausreichend Zeit in Tradition und Innere Führung zu investieren. In diesem Zusammenhang ermutigen die Autoren Vorgesetzte, in der Traditionsarbeit auch die vom ZMSBw angebotene Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Wenn Fragen bezüglich der Eignung bestimmter Personen als traditionswürdige militärische Vorbilder besteht, kann hier die Ansprechstelle für militärhistorischen Rat des ZMSBw oftmals weiterhelfen.&nbsp;</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen" dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Donald Abenheim und Uwe Hartmann "Einführung in die Tradition der Bundeswehr. Das soldatische Erbe in dem besten Deutschland, das es je gab" vor. Es erschien 2019 im Miles-Verlag. 

Donald Abenheim ist Historiker und lehrt Geschichte an der Naval Postgraduate School in den USA. Uwe Hartmann ist promovierter Pädagoge und war Oberst der Bundeswehr und Leiter der Abteilung Bildung am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. In diesem Buch geben die Autoren einen Überblick über das Traditionsverständnis und den Stand der Traditionspflege in der Bundeswehr. Sie zeigen Versäumnisse der Vergangenheit auf und plädieren dafür, bei der Traditionspflege ab sofort den Schwerpunkt auf die lange eigene Erfolgsgeschichte der Bundeswehr zu legen. Wer nach traditionsstiftenden Vorbildern für tapfere, professionelle Pflichterfüllung im Kampf sucht, findet sie in der Geschichte der Bundeswehr als Armee im Einsatz. Die Leitplanken für die Traditionsauswahl bilden die Prinzipien der Inneren Führung.

FazitTraditionspflege dient der Vertrauensbildung und stärkt das Wir-Gefühl. Die Kenntnis von Tradition ist damit ebenso wichtig wie eine gute militärische Ausbildung. Aufgrund der Bedeutung militärischer Traditionspflege appellieren die Autoren des Werkes an die Vorgesetzten, ausreichend Zeit in Tradition und Innere Führung zu investieren. In diesem Zusammenhang ermutigen die Autoren Vorgesetzte, in der Traditionsarbeit auch die vom ZMSBw angebotene Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Wenn Fragen bezüglich der Eignung bestimmter Personen als traditionswürdige militärische Vorbilder besteht, kann hier die Ansprechstelle für militärhistorischen Rat des ZMSBw oftmals weiterhelfen. 

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      <title>Der Warschauer Aufstand 1944</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Stephan Lehnstaedt: "Der Warschauer Aufstand 1944" vor. Es erschien 2024 im Reclam-Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Dem deutschen Überfall im September 1939 folgte die deutsche Besetzung weiter Teile des polnischen Staatsgebiets. Das besetzte Gebiet wurde zum Teil direkt ins Deutsche Reich eingegliedert, zum Teil unter der Bezeichnung Generalgouvernement als sogenanntes Nebenland des Reiches geführt. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 dehnte sich die deutsche Herrschaft auf ganz Polen aus.&nbsp;Am 1. August 1944 griffen rund 25 000 völlig unzureichend bewaffnete Untergrundkämpfer der polnischen Heimatarmee die deutschen Besatzungstruppen in Warschau an. In den ersten Tagen erzielten sie Achtungserfolge, jedoch keinen strategisch entscheidenden Erfolg.&nbsp;Dennoch behauptete sich die Heimatarmee zwei Monate lang gegen eine enorme deutsche Übermacht und kapitulierte ehrenvoll.</p>
<h3>Fazit&nbsp;</h3><p>Die Bedeutung dieses Aufstands für die Geschichte Polens lässt sich kaum überschätzen. In scheinbar aussichtsloser historischer Lage demonstrierte die Heimatarmee der Welt, dass die polnische Freiheitsliebe ungebrochen und dass das polnische Volk nicht bereit war, sich zwischen den beiden größeren Nachbarn Russland und Deutschland zerreiben zu lassen.&nbsp;Heute erinnert ein im Jahr 2004 eingeweihtes Museum in Warschau an den Warschauer Aufstand. Stephan Lehnstaedt forscht und lehrt als Professor für Holocaust- und Jüdische Studien an der Touro University Berlin. Lehnstaedt schildert im vorliegenden Werk ausführlich die Geschichte und Vorgeschichte des Warschauer Aufstands.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 09:31:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Stephan Lehnstaedt: "Der Warschauer Aufstand 1944" vor. Es erschien 2024 im Reclam-Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Dem deutschen Überfall im September 1939 folgte die deutsche Besetzung weiter Teile des polnischen Staatsgebiets. Das besetzte Gebiet wurde zum Teil direkt ins Deutsche Reich eingegliedert, zum Teil unter der Bezeichnung Generalgouvernement als sogenanntes Nebenland des Reiches geführt. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 dehnte sich die deutsche Herrschaft auf ganz Polen aus.&nbsp;Am 1. August 1944 griffen rund 25 000 völlig unzureichend bewaffnete Untergrundkämpfer der polnischen Heimatarmee die deutschen Besatzungstruppen in Warschau an. In den ersten Tagen erzielten sie Achtungserfolge, jedoch keinen strategisch entscheidenden Erfolg.&nbsp;Dennoch behauptete sich die Heimatarmee zwei Monate lang gegen eine enorme deutsche Übermacht und kapitulierte ehrenvoll.</p>
<h3>Fazit&nbsp;</h3><p>Die Bedeutung dieses Aufstands für die Geschichte Polens lässt sich kaum überschätzen. In scheinbar aussichtsloser historischer Lage demonstrierte die Heimatarmee der Welt, dass die polnische Freiheitsliebe ungebrochen und dass das polnische Volk nicht bereit war, sich zwischen den beiden größeren Nachbarn Russland und Deutschland zerreiben zu lassen.&nbsp;Heute erinnert ein im Jahr 2004 eingeweihtes Museum in Warschau an den Warschauer Aufstand. Stephan Lehnstaedt forscht und lehrt als Professor für Holocaust- und Jüdische Studien an der Touro University Berlin. Lehnstaedt schildert im vorliegenden Werk ausführlich die Geschichte und Vorgeschichte des Warschauer Aufstands.</p>
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      <itunes:title>Der Warschauer Aufstand 1944</itunes:title>
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Dem deutschen Überfall im September 1939 folgte die deutsche Besetzung weiter Teile des polnischen Staatsgebiets. Das besetzte Gebiet wurde zum Teil direkt ins Deutsche Reich eingegliedert, zum Teil unter der Bezeichnung Generalgouvernement als sogenanntes Nebenland des Reiches geführt. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 dehnte sich die deutsche Herrschaft auf ganz Polen aus. Am 1. August 1944 griffen rund 25 000 völlig unzureichend bewaffnete Untergrundkämpfer der polnischen Heimatarmee die deutschen Besatzungstruppen in Warschau an. In den ersten Tagen erzielten sie Achtungserfolge, jedoch keinen strategisch entscheidenden Erfolg. Dennoch behauptete sich die Heimatarmee zwei Monate lang gegen eine enorme deutsche Übermacht und kapitulierte ehrenvoll.

Fazit Die Bedeutung dieses Aufstands für die Geschichte Polens lässt sich kaum überschätzen. In scheinbar aussichtsloser historischer Lage demonstrierte die Heimatarmee der Welt, dass die polnische Freiheitsliebe ungebrochen und dass das polnische Volk nicht bereit war, sich zwischen den beiden größeren Nachbarn Russland und Deutschland zerreiben zu lassen. Heute erinnert ein im Jahr 2004 eingeweihtes Museum in Warschau an den Warschauer Aufstand. Stephan Lehnstaedt forscht und lehrt als Professor für Holocaust- und Jüdische Studien an der Touro University Berlin. Lehnstaedt schildert im vorliegenden Werk ausführlich die Geschichte und Vorgeschichte des Warschauer Aufstands.

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      <title>Geheimnis und Sicherheit von Markus Pöhlmann</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Markus Pöhlmann: "Geheimnis und Sicherheit. Der Aufstieg militärischer Nachrichtendienste in Deutschland, Frankreich und Großbritannien 1871-1914" vor. Es erschien 2024 im Verlag De Gruyter.</strong></p>
<p>Staaten sind im Allgemeinen eher zurückhaltend, wenn es darum geht, Informationen, die ihre nationale Sicherheit betreffen, mit anderen Staaten zu teilen. Besonders groß ist dabei die Zurückhaltung gegenüber Staaten, zu denen angespannte Beziehungen bestehen. Will ein Staat unter diesen Voraussetzungen sensible Informationen über die nationale Sicherheit eines anderen Staates erlangen, kann ihm das nur durch Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel und Methoden gelingen. Diese Anwendung nachrichtendienstlicher Praktiken wurde im späten 19. Jahrhundert institutionalisiert.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Im vorliegenden Werk befasst sich der Historiker Markus Pöhlmann mit dieser Institutionalisierung von Auslandsnachrichtendiensten in militärischen Strukturen. Dieser Prozess kam in den europäischen Großmächten um 1870 in Gang. Markus Pöhlmann ist wissenschaftlicher Direktor und Projektleiter Erster Weltkrieg im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Pöhlmann betrachtet diesen Prozess der Institutionalisierung vergleichend in Deutschland, Frankreich und Großbritannien und deutet ihn als Ausdruck der zeittypischen Tendenzen zu Professionalisierung und Technisierung. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Nachrichtendienste zwar zutreffende Lagebilder auf technischer und taktischer Ebene erstellen, jedoch bis 1914 keine exakten Informationen über die operativen Absichten ihrer späteren Gegner erlangen konnten.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 26 Sep 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Markus Pöhlmann: "Geheimnis und Sicherheit. Der Aufstieg militärischer Nachrichtendienste in Deutschland, Frankreich und Großbritannien 1871-1914" vor. Es erschien 2024 im Verlag De Gruyter.</strong></p>
<p>Staaten sind im Allgemeinen eher zurückhaltend, wenn es darum geht, Informationen, die ihre nationale Sicherheit betreffen, mit anderen Staaten zu teilen. Besonders groß ist dabei die Zurückhaltung gegenüber Staaten, zu denen angespannte Beziehungen bestehen. Will ein Staat unter diesen Voraussetzungen sensible Informationen über die nationale Sicherheit eines anderen Staates erlangen, kann ihm das nur durch Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel und Methoden gelingen. Diese Anwendung nachrichtendienstlicher Praktiken wurde im späten 19. Jahrhundert institutionalisiert.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Im vorliegenden Werk befasst sich der Historiker Markus Pöhlmann mit dieser Institutionalisierung von Auslandsnachrichtendiensten in militärischen Strukturen. Dieser Prozess kam in den europäischen Großmächten um 1870 in Gang. Markus Pöhlmann ist wissenschaftlicher Direktor und Projektleiter Erster Weltkrieg im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Pöhlmann betrachtet diesen Prozess der Institutionalisierung vergleichend in Deutschland, Frankreich und Großbritannien und deutet ihn als Ausdruck der zeittypischen Tendenzen zu Professionalisierung und Technisierung. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Nachrichtendienste zwar zutreffende Lagebilder auf technischer und taktischer Ebene erstellen, jedoch bis 1914 keine exakten Informationen über die operativen Absichten ihrer späteren Gegner erlangen konnten.</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Markus Pöhlmann: "Geheimnis und Sicherheit. Der Aufstieg militärischer Nachrichtendienste in Deutschland, Frankreich und Großbritannien 1871-1914" vor. Es erschien 2024 im Verlag De Gruyter.

Staaten sind im Allgemeinen eher zurückhaltend, wenn es darum geht, Informationen, die ihre nationale Sicherheit betreffen, mit anderen Staaten zu teilen. Besonders groß ist dabei die Zurückhaltung gegenüber Staaten, zu denen angespannte Beziehungen bestehen. Will ein Staat unter diesen Voraussetzungen sensible Informationen über die nationale Sicherheit eines anderen Staates erlangen, kann ihm das nur durch Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel und Methoden gelingen. Diese Anwendung nachrichtendienstlicher Praktiken wurde im späten 19. Jahrhundert institutionalisiert.

FazitIm vorliegenden Werk befasst sich der Historiker Markus Pöhlmann mit dieser Institutionalisierung von Auslandsnachrichtendiensten in militärischen Strukturen. Dieser Prozess kam in den europäischen Großmächten um 1870 in Gang. Markus Pöhlmann ist wissenschaftlicher Direktor und Projektleiter Erster Weltkrieg im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Pöhlmann betrachtet diesen Prozess der Institutionalisierung vergleichend in Deutschland, Frankreich und Großbritannien und deutet ihn als Ausdruck der zeittypischen Tendenzen zu Professionalisierung und Technisierung. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Nachrichtendienste zwar zutreffende Lagebilder auf technischer und taktischer Ebene erstellen, jedoch bis 1914 keine exakten Informationen über die operativen Absichten ihrer späteren Gegner erlangen konnten.

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      <title>Soldaten im Nachkrieg. Historische Deutungskonflikte und westdeutsche Demokratisierung 1945-1955</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Jörg Echternkamp, Soldaten im Nachkrieg. Historische Deutungskonflikte und westdeutsche Demokratisierung 1945-1955 vor. Es erschien 2014 im De Gruyter Oldenbourg-Verlag.</strong></p>
<p>Jörg Echternkamp ist Historiker und wissenschaftlicher Direktor am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Mit der vorliegenden Arbeit hat er sich 2012 habilitiert. Echternkamp geht der Frage nach, wie verschiedene Deutungen des Zweiten Weltkriegs in der unmittelbaren Nachkriegszeit und der frühen Bundesrepublik die Einstellung der Bevölkerung zu Krieg und Militär beeinflussten. Dabei zeigt sich, dass neben Deutungen, die auf historische Aufklärung abzielten, auch noch lange verharmlosende Deutungen des Kriegs und der NS-Zeit im Umlauf waren, die der neuen, freiheitlich-demokratischen Nachkriegsordnung aber nichts anhaben konnten.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Jörg Echternkamps Studie beeindruckt durch ihre konsequente Umsetzung einer methodisch anspruchsvollen Differenzierung. Laut dem Autor ist diese Differenzierung entscheidend. Der differenzierte Blick auf die historischen „Zwischenräume“ schafft die Grundlage, sowohl den deutschen Kriegsopfern (wie Gefallenen und Vertriebenen) als auch den (deutschen) Tätern Aufmerksamkeit zu schenken – und dabei zugleich den internationalen Kontext des Gedenkens an die Verfolgten des Nationalsozialismus sowie das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen nicht zu vernachlässigen. Die von Echternkamp entworfene Deutungsgeschichte von Krieg und Militär kann somit einen wichtigen Beitrag leisten.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 12 Sep 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Jörg Echternkamp, Soldaten im Nachkrieg. Historische Deutungskonflikte und westdeutsche Demokratisierung 1945-1955 vor. Es erschien 2014 im De Gruyter Oldenbourg-Verlag.</strong></p>
<p>Jörg Echternkamp ist Historiker und wissenschaftlicher Direktor am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Mit der vorliegenden Arbeit hat er sich 2012 habilitiert. Echternkamp geht der Frage nach, wie verschiedene Deutungen des Zweiten Weltkriegs in der unmittelbaren Nachkriegszeit und der frühen Bundesrepublik die Einstellung der Bevölkerung zu Krieg und Militär beeinflussten. Dabei zeigt sich, dass neben Deutungen, die auf historische Aufklärung abzielten, auch noch lange verharmlosende Deutungen des Kriegs und der NS-Zeit im Umlauf waren, die der neuen, freiheitlich-demokratischen Nachkriegsordnung aber nichts anhaben konnten.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Jörg Echternkamps Studie beeindruckt durch ihre konsequente Umsetzung einer methodisch anspruchsvollen Differenzierung. Laut dem Autor ist diese Differenzierung entscheidend. Der differenzierte Blick auf die historischen „Zwischenräume“ schafft die Grundlage, sowohl den deutschen Kriegsopfern (wie Gefallenen und Vertriebenen) als auch den (deutschen) Tätern Aufmerksamkeit zu schenken – und dabei zugleich den internationalen Kontext des Gedenkens an die Verfolgten des Nationalsozialismus sowie das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen nicht zu vernachlässigen. Die von Echternkamp entworfene Deutungsgeschichte von Krieg und Militär kann somit einen wichtigen Beitrag leisten.</p>
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      <itunes:title>Soldaten im Nachkrieg. Historische Deutungskonflikte und westdeutsche Demokratisierung 1945-1955</itunes:title>
      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Jörg Echternkamp, Soldaten im Nachkrieg. Historische Deutungskonflikte und westdeutsche Demokratisierung 1945-1955 vor. Es erschien 2014 im De Gruyter Oldenbourg-Verlag.

Jörg Echternkamp ist Historiker und wissenschaftlicher Direktor am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Mit der vorliegenden Arbeit hat er sich 2012 habilitiert. Echternkamp geht der Frage nach, wie verschiedene Deutungen des Zweiten Weltkriegs in der unmittelbaren Nachkriegszeit und der frühen Bundesrepublik die Einstellung der Bevölkerung zu Krieg und Militär beeinflussten. Dabei zeigt sich, dass neben Deutungen, die auf historische Aufklärung abzielten, auch noch lange verharmlosende Deutungen des Kriegs und der NS-Zeit im Umlauf waren, die der neuen, freiheitlich-demokratischen Nachkriegsordnung aber nichts anhaben konnten.

FazitJörg Echternkamps Studie beeindruckt durch ihre konsequente Umsetzung einer methodisch anspruchsvollen Differenzierung. Laut dem Autor ist diese Differenzierung entscheidend. Der differenzierte Blick auf die historischen „Zwischenräume“ schafft die Grundlage, sowohl den deutschen Kriegsopfern (wie Gefallenen und Vertriebenen) als auch den (deutschen) Tätern Aufmerksamkeit zu schenken – und dabei zugleich den internationalen Kontext des Gedenkens an die Verfolgten des Nationalsozialismus sowie das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen nicht zu vernachlässigen. Die von Echternkamp entworfene Deutungsgeschichte von Krieg und Militär kann somit einen wichtigen Beitrag leisten.

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      <title>Die große Illusion- Eckart Conze</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen" Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Eckart Conze, Die große Illusion. Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt vor. Es erschien 2018 im Siedler-Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Der Historiker Eckart Conze ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr . Im vorliegenden Werk befasst er sich mit der Versailler Friedenskonferenz von 1919. Hier hatten sich die Sieger des Ersten Weltkriegs das Ziel gesetzt, eine neue Weltordnung zu etablieren, die Frieden und Freiheit dauerhaft sichern sollte. Sie scheiterten spektakulär, dem Ersten Weltkrieg folgte rund 20 Jahre später der zweite. Detailliert untersucht Conze die Gründe dieses Scheiterns. Deren wichtigster war die mangelnde Bereitschaft der großen westlichen Staaten, die neue Weltordnung durch aktives Eintreten für Multilateralismus und kollektive Sicherheit zu konsolidieren.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Eckart Conze hat eine umfangreiche Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland vorgelegt. Der Ansatz, die Geschichte der BRD seit 1945 als Suche nach Sicherheit zu interpretieren und daraus die Politik- und Gesellschaftsgeschichte abzuleiten, erscheint plausibel. Conze berücksichtigt umfassend und höchst instruktiv die Politik-, Kultur- und Gesellschaftsgeschichte und zeichnet sich durch eine hervorragende Lesbarkeit aus. Ein gut gelungenes Beispiel großer Zeitgeschichtsschreibung.</p>
<p>Artikeltext: Christoph Kuhl<br>
Sprechtext und Sprecher: Dr. Heiner Möllers<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 29 Aug 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Der Historiker Eckart Conze ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr . Im vorliegenden Werk befasst er sich mit der Versailler Friedenskonferenz von 1919. Hier hatten sich die Sieger des Ersten Weltkriegs das Ziel gesetzt, eine neue Weltordnung zu etablieren, die Frieden und Freiheit dauerhaft sichern sollte. Sie scheiterten spektakulär, dem Ersten Weltkrieg folgte rund 20 Jahre später der zweite. Detailliert untersucht Conze die Gründe dieses Scheiterns. Deren wichtigster war die mangelnde Bereitschaft der großen westlichen Staaten, die neue Weltordnung durch aktives Eintreten für Multilateralismus und kollektive Sicherheit zu konsolidieren.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Eckart Conze hat eine umfangreiche Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland vorgelegt. Der Ansatz, die Geschichte der BRD seit 1945 als Suche nach Sicherheit zu interpretieren und daraus die Politik- und Gesellschaftsgeschichte abzuleiten, erscheint plausibel. Conze berücksichtigt umfassend und höchst instruktiv die Politik-, Kultur- und Gesellschaftsgeschichte und zeichnet sich durch eine hervorragende Lesbarkeit aus. Ein gut gelungenes Beispiel großer Zeitgeschichtsschreibung.</p>
<p>Artikeltext: Christoph Kuhl<br>
Sprechtext und Sprecher: Dr. Heiner Möllers<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen" Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Eckart Conze, Die große Illusion. Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt vor. Es erschien 2018 im Siedler-Verlag. 

Der Historiker Eckart Conze ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr . Im vorliegenden Werk befasst er sich mit der Versailler Friedenskonferenz von 1919. Hier hatten sich die Sieger des Ersten Weltkriegs das Ziel gesetzt, eine neue Weltordnung zu etablieren, die Frieden und Freiheit dauerhaft sichern sollte. Sie scheiterten spektakulär, dem Ersten Weltkrieg folgte rund 20 Jahre später der zweite. Detailliert untersucht Conze die Gründe dieses Scheiterns. Deren wichtigster war die mangelnde Bereitschaft der großen westlichen Staaten, die neue Weltordnung durch aktives Eintreten für Multilateralismus und kollektive Sicherheit zu konsolidieren.

FazitEckart Conze hat eine umfangreiche Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland vorgelegt. Der Ansatz, die Geschichte der BRD seit 1945 als Suche nach Sicherheit zu interpretieren und daraus die Politik- und Gesellschaftsgeschichte abzuleiten, erscheint plausibel. Conze berücksichtigt umfassend und höchst instruktiv die Politik-, Kultur- und Gesellschaftsgeschichte und zeichnet sich durch eine hervorragende Lesbarkeit aus. Ein gut gelungenes Beispiel großer Zeitgeschichtsschreibung.

Artikeltext: Christoph Kuhl

Sprechtext und Sprecher: Dr. Heiner Möllers

Produktion: Andrea Nimpsch

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      <title>Der Hitlerputsch</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Peter Tauber, Der Hitlerputsch 1923 vor. Es erschien im Jahr 2023 im Reclam-Verlag.</strong></p>
<p>In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1923 versuchte Adolf Hitler in München die Macht an sich zu reißen, um von dort den Putsch nach Berlin zu tragen. Der Hitlerputsch stellt den letzten Akt in einer &nbsp;Reihe von Herausforderungen dar, denen sich die junge Weimarer Republik im Krisenjahr 1923 ausgesetzt sah.</p>
<p>Im ersten Teil seines Buches beschreibt Peter Tauber die Versuche verschiedenster Akteure von Links und Rechts, die verfassungsmäßige Ordnung zu beseitigen. Den zentralen Teil seiner Arbeit stellt anschließend der Putsch und sein Verlauf selbst dar. Zahlreiche handelnde Akteure auf beiden Seiten werden den Lesern vorgestellt und der Verlauf des Umsturzversuches wird minutiös nachgezeichnet. Abschließend erläutert Tauber die Nachwirkungen des Putsches und die Instrumentalisierung sowie Mythisierung durch die Nazis im Dritten Reich.</p>
<p>Ein wesentlicher Erfolgsfaktor, vielleicht der entscheidende, für den Putschversuch wäre die Mithilfe der bewaffneten Macht im Staat – vor allem der Reichswehr – gewesen. 1923 hatte Hitler die Reichswehr allerdings nicht unter Kontrolle. Erst nach 1933 gab die Reichswehrführung den Anspruch, die Geschicke der Nation politisch mitzugestalten, nach und nach auf und ließ sich auf eine Funktionselite reduzieren. Aus der Reichswehr wurde die Wehrmacht und diese war dann ein Instrument des Vernichtungs- und Eroberungskrieges.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Peter Taubers Buch ist eine äußerst gelungene Zusammenfassung der Ereignisse um den 9. November 1923. Sie ist flüssig zu lesen und dabei äußerst spannend. Die tiefen Einblicke in Gedankenwelt und Handeln der weniger berühmten Akteure des 9. November, die die Verfassung der Republik und den Rechtsstaat schützten, verschaffen der historisch präzisen Darstellung eine erzählerisch ästhetische Komponente.</p>
<p>Zugleich zeigt uns Peter Tauber mit seinem Buch vor allem eins: Demokratie und Rechtsstaat scheitern nicht einfach. Sie werden von Demokratiefeinden aktiv bekämpft. Und ihr Überleben oder Untergang hängen ab von der Bereitschaft und Fähigkeit der Demokratinnen und Demokraten, sie zu schützen.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Martin Schulz<br>
Sprecher: Daniel Schilling<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <pubDate>Thu, 15 Aug 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Peter Tauber, Der Hitlerputsch 1923 vor. Es erschien im Jahr 2023 im Reclam-Verlag.</strong></p>
<p>In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1923 versuchte Adolf Hitler in München die Macht an sich zu reißen, um von dort den Putsch nach Berlin zu tragen. Der Hitlerputsch stellt den letzten Akt in einer &nbsp;Reihe von Herausforderungen dar, denen sich die junge Weimarer Republik im Krisenjahr 1923 ausgesetzt sah.</p>
<p>Im ersten Teil seines Buches beschreibt Peter Tauber die Versuche verschiedenster Akteure von Links und Rechts, die verfassungsmäßige Ordnung zu beseitigen. Den zentralen Teil seiner Arbeit stellt anschließend der Putsch und sein Verlauf selbst dar. Zahlreiche handelnde Akteure auf beiden Seiten werden den Lesern vorgestellt und der Verlauf des Umsturzversuches wird minutiös nachgezeichnet. Abschließend erläutert Tauber die Nachwirkungen des Putsches und die Instrumentalisierung sowie Mythisierung durch die Nazis im Dritten Reich.</p>
<p>Ein wesentlicher Erfolgsfaktor, vielleicht der entscheidende, für den Putschversuch wäre die Mithilfe der bewaffneten Macht im Staat – vor allem der Reichswehr – gewesen. 1923 hatte Hitler die Reichswehr allerdings nicht unter Kontrolle. Erst nach 1933 gab die Reichswehrführung den Anspruch, die Geschicke der Nation politisch mitzugestalten, nach und nach auf und ließ sich auf eine Funktionselite reduzieren. Aus der Reichswehr wurde die Wehrmacht und diese war dann ein Instrument des Vernichtungs- und Eroberungskrieges.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Peter Taubers Buch ist eine äußerst gelungene Zusammenfassung der Ereignisse um den 9. November 1923. Sie ist flüssig zu lesen und dabei äußerst spannend. Die tiefen Einblicke in Gedankenwelt und Handeln der weniger berühmten Akteure des 9. November, die die Verfassung der Republik und den Rechtsstaat schützten, verschaffen der historisch präzisen Darstellung eine erzählerisch ästhetische Komponente.</p>
<p>Zugleich zeigt uns Peter Tauber mit seinem Buch vor allem eins: Demokratie und Rechtsstaat scheitern nicht einfach. Sie werden von Demokratiefeinden aktiv bekämpft. Und ihr Überleben oder Untergang hängen ab von der Bereitschaft und Fähigkeit der Demokratinnen und Demokraten, sie zu schützen.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Martin Schulz<br>
Sprecher: Daniel Schilling<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1923 versuchte Adolf Hitler in München die Macht an sich zu reißen, um von dort den Putsch nach Berlin zu tragen. Der Hitlerputsch stellt den letzten Akt in einer  Reihe von Herausforderungen dar, denen sich die junge Weimarer Republik im Krisenjahr 1923 ausgesetzt sah.

Im ersten Teil seines Buches beschreibt Peter Tauber die Versuche verschiedenster Akteure von Links und Rechts, die verfassungsmäßige Ordnung zu beseitigen. Den zentralen Teil seiner Arbeit stellt anschließend der Putsch und sein Verlauf selbst dar. Zahlreiche handelnde Akteure auf beiden Seiten werden den Lesern vorgestellt und der Verlauf des Umsturzversuches wird minutiös nachgezeichnet. Abschließend erläutert Tauber die Nachwirkungen des Putsches und die Instrumentalisierung sowie Mythisierung durch die Nazis im Dritten Reich.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor, vielleicht der entscheidende, für den Putschversuch wäre die Mithilfe der bewaffneten Macht im Staat – vor allem der Reichswehr – gewesen. 1923 hatte Hitler die Reichswehr allerdings nicht unter Kontrolle. Erst nach 1933 gab die Reichswehrführung den Anspruch, die Geschicke der Nation politisch mitzugestalten, nach und nach auf und ließ sich auf eine Funktionselite reduzieren. Aus der Reichswehr wurde die Wehrmacht und diese war dann ein Instrument des Vernichtungs- und Eroberungskrieges.

FazitPeter Taubers Buch ist eine äußerst gelungene Zusammenfassung der Ereignisse um den 9. November 1923. Sie ist flüssig zu lesen und dabei äußerst spannend. Die tiefen Einblicke in Gedankenwelt und Handeln der weniger berühmten Akteure des 9. November, die die Verfassung der Republik und den Rechtsstaat schützten, verschaffen der historisch präzisen Darstellung eine erzählerisch ästhetische Komponente.

Zugleich zeigt uns Peter Tauber mit seinem Buch vor allem eins: Demokratie und Rechtsstaat scheitern nicht einfach. Sie werden von Demokratiefeinden aktiv bekämpft. Und ihr Überleben oder Untergang hängen ab von der Bereitschaft und Fähigkeit der Demokratinnen und Demokraten, sie zu schützen.

Artikeltext und Sprechtext: Martin Schulz

Sprecher: Daniel Schilling

Produktion: Andrea Nimpsch

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      <title>Der Siebenjährige Krieg</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Gerhard P. Groß, Der Siebenjährige Krieg 1756–1763 vor. Es erschien im Jahr 2023 im Reclam-Verlag.</strong></p>
<p>Was hat der erste US-amerikanische Präsident, George Washington, mit dem Siebenjährigen Krieg zu tun? Welche Rolle spielte Preußen in diesem Krieg? Wie sah der Soldatenalltag aus was charakterisiert eigentlich die schiefe Schlachtordnung? Diese und zahlreiche andere spannende Fragen beantwortet Gerhard P. Groß in seiner Darstellung des Siebenjährigen Krieges.</p>
<p>In großer Breite entfaltet der Autor ein Panorama des weltumspannenden Konfliktes. Dabei nimmt er den Leser mit auf eine militärgeschichtliche Reise von den Kolonien Nordamerikas über die Weltmeere nach Asien und ins Herz Europas. Obwohl seine Darstellung aus vorwiegend preußischer Sicht geschrieben ist, hat sie auch eine stark globalgeschichtliche Perspektive.</p>
<p>Der Autor beschreibt nicht nur die Geschehnisse des Krieges, sondern erläutert abschließend auch die Mythenbildungen rund um Friedrich den Großen sowie die Schlacht von Leuthen.</p>
<p>Gerhard P. Groß ist Historiker und war Leiter des Forschungsbereichs Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Gerhard P. Groß' Der Siebenjährige Krieg bietet einen kenntnisreichen und angenehm zu lesenden Überblick über einen der komplexesten Konflikte der Geschichte. Groß versteht es, dass Geschichtsschreibung auch immer bedeutet, Geschichten zu erzählen. Bereits das einführende Kapitel vermag es, die Leser in den Bann des Buches und der Epoche zu ziehen. Der Autor beleuchtet alle relevanten Schauplätze des Konfliktes, wobei der Schwerpunkt auf Europa liegt. Zugleich wird die weltumspannende Dimension des Kriegs deutlich.</p>
<p>Der Siebenjährige Krieg von Gerhard P. Groß eignet sich hervorragend als Abendlektüre und zum Einstieg in das Thema und die Epoche. Die Literaturhinweise am Ende bieten die Möglichkeit, sich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen.</p>
<p>Artikeltext: Martin Schulz<br>
Sprechtext und Sprecher: Martin Schulz<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 01 Aug 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Gerhard P. Groß, Der Siebenjährige Krieg 1756–1763 vor. Es erschien im Jahr 2023 im Reclam-Verlag.</strong></p>
<p>Was hat der erste US-amerikanische Präsident, George Washington, mit dem Siebenjährigen Krieg zu tun? Welche Rolle spielte Preußen in diesem Krieg? Wie sah der Soldatenalltag aus was charakterisiert eigentlich die schiefe Schlachtordnung? Diese und zahlreiche andere spannende Fragen beantwortet Gerhard P. Groß in seiner Darstellung des Siebenjährigen Krieges.</p>
<p>In großer Breite entfaltet der Autor ein Panorama des weltumspannenden Konfliktes. Dabei nimmt er den Leser mit auf eine militärgeschichtliche Reise von den Kolonien Nordamerikas über die Weltmeere nach Asien und ins Herz Europas. Obwohl seine Darstellung aus vorwiegend preußischer Sicht geschrieben ist, hat sie auch eine stark globalgeschichtliche Perspektive.</p>
<p>Der Autor beschreibt nicht nur die Geschehnisse des Krieges, sondern erläutert abschließend auch die Mythenbildungen rund um Friedrich den Großen sowie die Schlacht von Leuthen.</p>
<p>Gerhard P. Groß ist Historiker und war Leiter des Forschungsbereichs Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Gerhard P. Groß' Der Siebenjährige Krieg bietet einen kenntnisreichen und angenehm zu lesenden Überblick über einen der komplexesten Konflikte der Geschichte. Groß versteht es, dass Geschichtsschreibung auch immer bedeutet, Geschichten zu erzählen. Bereits das einführende Kapitel vermag es, die Leser in den Bann des Buches und der Epoche zu ziehen. Der Autor beleuchtet alle relevanten Schauplätze des Konfliktes, wobei der Schwerpunkt auf Europa liegt. Zugleich wird die weltumspannende Dimension des Kriegs deutlich.</p>
<p>Der Siebenjährige Krieg von Gerhard P. Groß eignet sich hervorragend als Abendlektüre und zum Einstieg in das Thema und die Epoche. Die Literaturhinweise am Ende bieten die Möglichkeit, sich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen.</p>
<p>Artikeltext: Martin Schulz<br>
Sprechtext und Sprecher: Martin Schulz<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Gerhard P. Groß, Der Siebenjährige Krieg 1756–1763 vor. Es erschien im Jahr 2023 im Reclam-Verlag.

Was hat der erste US-amerikanische Präsident, George Washington, mit dem Siebenjährigen Krieg zu tun? Welche Rolle spielte Preußen in diesem Krieg? Wie sah der Soldatenalltag aus was charakterisiert eigentlich die schiefe Schlachtordnung? Diese und zahlreiche andere spannende Fragen beantwortet Gerhard P. Groß in seiner Darstellung des Siebenjährigen Krieges.

In großer Breite entfaltet der Autor ein Panorama des weltumspannenden Konfliktes. Dabei nimmt er den Leser mit auf eine militärgeschichtliche Reise von den Kolonien Nordamerikas über die Weltmeere nach Asien und ins Herz Europas. Obwohl seine Darstellung aus vorwiegend preußischer Sicht geschrieben ist, hat sie auch eine stark globalgeschichtliche Perspektive.

Der Autor beschreibt nicht nur die Geschehnisse des Krieges, sondern erläutert abschließend auch die Mythenbildungen rund um Friedrich den Großen sowie die Schlacht von Leuthen.

Gerhard P. Groß ist Historiker und war Leiter des Forschungsbereichs Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

FazitGerhard P. Groß' Der Siebenjährige Krieg bietet einen kenntnisreichen und angenehm zu lesenden Überblick über einen der komplexesten Konflikte der Geschichte. Groß versteht es, dass Geschichtsschreibung auch immer bedeutet, Geschichten zu erzählen. Bereits das einführende Kapitel vermag es, die Leser in den Bann des Buches und der Epoche zu ziehen. Der Autor beleuchtet alle relevanten Schauplätze des Konfliktes, wobei der Schwerpunkt auf Europa liegt. Zugleich wird die weltumspannende Dimension des Kriegs deutlich.

Der Siebenjährige Krieg von Gerhard P. Groß eignet sich hervorragend als Abendlektüre und zum Einstieg in das Thema und die Epoche. Die Literaturhinweise am Ende bieten die Möglichkeit, sich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Artikeltext: Martin Schulz

Sprechtext und Sprecher: Martin Schulz

Produktion: Andrea Nimpsch

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      <title>Denkmäler für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir &nbsp;das Buch von Josef D. Blotz, Denkmäler für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Topographie einer deutschen Erinnerungslandschaft am Beispiel des 20. Juli 1944 vor. Es erschien im Jahr 2024 in der Reihe "Beiträge zur Militärgeschichte".</strong></p>
<p>Widerstand gegen den Nationalsozialismus war eher eine Ausnahme, Denkmäler für den Widerstand sind es nicht: Rund 1.100 Denkmäler, Gedenktafeln, Ehrengräber, Büsten und Stolpersteine zur Erinnerung an den Widerstand und seine Persönlichkeiten erinnern heute an mehr als 280 Orten in Deutschland an den Widerstand unterschiedlicher Gruppen.</p>
<p>Ausgehend von den Begrifflichkeiten "Widerstand" und "Denkmal" untersucht und beschreibt Josef Blotz die Erinnerungslandschaft im Überblick und geht hierbei sehr detailliert auf die verschiedenen Denkmäler, ihre geografische Verteilung sowie ihre gestalterischen Besonderheiten für verschiedene Formen des Widerstands ein.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Studie von Josef Blotz möchte dafür sensibilisieren und dazu animieren, genauer hinzuschauen und zu hinterfragen - wo begegnen uns in unserem Alltag Orte der Erinnerung oder Stolpersteine und welche Geschichte wollen uns diese Zeugen der Vergangenheit erzählen und was können wir von ihnen und aus der Geschichte lernen.</p>
<p>Dieses Werk soll damit nicht so sehr die Geschichte des Widerstandes erzählen als vielmehr die Geschichte der Gesellschaft, die sich an diesen Widerstand erinnert.</p>
<p>Josef Blotz war von 1975 bis zu seiner Pensionierung 2021 Offizier der Bundeswehr, zuletzt als Stellvertretender Kommandierender General des Eurokorps in Strasborg.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext: Katrin Grosser<br>
Sprechtext und Sprecher: Winfried Heinemann<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 18 Jul 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir &nbsp;das Buch von Josef D. Blotz, Denkmäler für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Topographie einer deutschen Erinnerungslandschaft am Beispiel des 20. Juli 1944 vor. Es erschien im Jahr 2024 in der Reihe "Beiträge zur Militärgeschichte".</strong></p>
<p>Widerstand gegen den Nationalsozialismus war eher eine Ausnahme, Denkmäler für den Widerstand sind es nicht: Rund 1.100 Denkmäler, Gedenktafeln, Ehrengräber, Büsten und Stolpersteine zur Erinnerung an den Widerstand und seine Persönlichkeiten erinnern heute an mehr als 280 Orten in Deutschland an den Widerstand unterschiedlicher Gruppen.</p>
<p>Ausgehend von den Begrifflichkeiten "Widerstand" und "Denkmal" untersucht und beschreibt Josef Blotz die Erinnerungslandschaft im Überblick und geht hierbei sehr detailliert auf die verschiedenen Denkmäler, ihre geografische Verteilung sowie ihre gestalterischen Besonderheiten für verschiedene Formen des Widerstands ein.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Studie von Josef Blotz möchte dafür sensibilisieren und dazu animieren, genauer hinzuschauen und zu hinterfragen - wo begegnen uns in unserem Alltag Orte der Erinnerung oder Stolpersteine und welche Geschichte wollen uns diese Zeugen der Vergangenheit erzählen und was können wir von ihnen und aus der Geschichte lernen.</p>
<p>Dieses Werk soll damit nicht so sehr die Geschichte des Widerstandes erzählen als vielmehr die Geschichte der Gesellschaft, die sich an diesen Widerstand erinnert.</p>
<p>Josef Blotz war von 1975 bis zu seiner Pensionierung 2021 Offizier der Bundeswehr, zuletzt als Stellvertretender Kommandierender General des Eurokorps in Strasborg.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext: Katrin Grosser<br>
Sprechtext und Sprecher: Winfried Heinemann<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:title>Denkmäler für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus</itunes:title>
      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir  das Buch von Josef D. Blotz, Denkmäler für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Topographie einer deutschen Erinnerungslandschaft am Beispiel des 20. Juli 1944 vor. Es erschien im Jahr 2024 in der Reihe "Beiträge zur Militärgeschichte".

Widerstand gegen den Nationalsozialismus war eher eine Ausnahme, Denkmäler für den Widerstand sind es nicht: Rund 1.100 Denkmäler, Gedenktafeln, Ehrengräber, Büsten und Stolpersteine zur Erinnerung an den Widerstand und seine Persönlichkeiten erinnern heute an mehr als 280 Orten in Deutschland an den Widerstand unterschiedlicher Gruppen.

Ausgehend von den Begrifflichkeiten "Widerstand" und "Denkmal" untersucht und beschreibt Josef Blotz die Erinnerungslandschaft im Überblick und geht hierbei sehr detailliert auf die verschiedenen Denkmäler, ihre geografische Verteilung sowie ihre gestalterischen Besonderheiten für verschiedene Formen des Widerstands ein.

FazitDie Studie von Josef Blotz möchte dafür sensibilisieren und dazu animieren, genauer hinzuschauen und zu hinterfragen - wo begegnen uns in unserem Alltag Orte der Erinnerung oder Stolpersteine und welche Geschichte wollen uns diese Zeugen der Vergangenheit erzählen und was können wir von ihnen und aus der Geschichte lernen.

Dieses Werk soll damit nicht so sehr die Geschichte des Widerstandes erzählen als vielmehr die Geschichte der Gesellschaft, die sich an diesen Widerstand erinnert.

Josef Blotz war von 1975 bis zu seiner Pensionierung 2021 Offizier der Bundeswehr, zuletzt als Stellvertretender Kommandierender General des Eurokorps in Strasborg. 

Artikeltext: Katrin Grosser

Sprechtext und Sprecher: Winfried Heinemann

Produktion: Andrea Nimpsch

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    <item>
      <title>Neues zum 20. Juli 1944? Ein Bücher-Überblick von Winfried Heinemann</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr gibt der Militärhistoriker und langjährige Mitarbeiter des ZMSBw Winfried Heinemann einen Überblick über die neuere Literatur zum 20. Juli 1944.</strong></p>
<p>Noch mehr Neues zum Widerstand und zum 20. Juli 1944? Gibt es denn überhaupt noch etwas Neues zum 20. Juli 1944, das bisher noch nicht erforscht, aufgeschrieben oder verfilmt wurde? An welchen Werken und Autoren kommt man denn nicht vorbei, wenn man sich intensiv wissenschaftlich mit dem 20. Juli 1944 auseinandersetzen möchte und welche neue Literatur gibt gute, fundierte übersichtliche und lesenswerte Einblicke in die Thematik? Diesen Fragen widmet sich Winfried Heinemann in seinem Überblick.</p>
<p>Das Standardwerk zum 20. Juli ist auch in heutiger Zeit immer noch das Buch "Widerstand-Staatsstreich und Attentat" von Peter Hoffmann aus dem Jahr 1969.</p>
<p>Dass es in der militärhistorischen Forschung zu diesem Themenbereich aber auch immer noch Neues gibt, zeigt der Band „20. Juli 1944. Neue Forschungen zum Widerstand gegen Hitler“, aus der Reihe „Potsdamer Schriften“ des ZMSBw. Dieses Werk verdeutlicht in übersichtlicher Form sehr eindrücklich, wie neue Erkenntnisse aus neuen, teilweise auch ungewöhnlichen, Fragestellungen an bekannte "alte" Themen resultieren können.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Wolfgang Benz widmet sich in seinem Werk "Im Widerstand" allen Formen oppositionellen Handelns im Dritten Reich. Johannes Tuchel und Uwe Neumärker liefern mit ihrem umfangreichen Werk "Der 20. Juli 1944 im Führerhauptquartier Wolfsschanze" eine präzise Abfolge der Geschehnisse um den 20. Juli 1944. Auch Niels Schröder beschreibt in seinem Werk "20. Juli 1944. Biografie eines Tages" minutiös die Abläufe am 20. Juli 1944 - allerdings mit grafischen Mitteln in Form einer "Graphic Novel".</p>
<p>Wer sich also über den 20. Juli 1944 informieren will, findet in dieser Ausgabe des Buchjournals Angelesen zahlreiche wertvolle Hinweise von Winfried Heinemann auf neueste Literatur unterschiedlichster Art - von Monografien über Sammelbände bis hin zu Grafic Novels.</p>
<p>Oberst a.D. Prof. Dr. Winfried Heinemann ist Militärhistoriker und Honorarprofessor an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Er ist ehemaliger Mitarbeiter des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.</p>
<p>Artikeltext: Katrin Grosser<br>
Sprechtext und Sprecher: Winfried Heinemann<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 04 Jul 2024 11:04:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr gibt der Militärhistoriker und langjährige Mitarbeiter des ZMSBw Winfried Heinemann einen Überblick über die neuere Literatur zum 20. Juli 1944.</strong></p>
<p>Noch mehr Neues zum Widerstand und zum 20. Juli 1944? Gibt es denn überhaupt noch etwas Neues zum 20. Juli 1944, das bisher noch nicht erforscht, aufgeschrieben oder verfilmt wurde? An welchen Werken und Autoren kommt man denn nicht vorbei, wenn man sich intensiv wissenschaftlich mit dem 20. Juli 1944 auseinandersetzen möchte und welche neue Literatur gibt gute, fundierte übersichtliche und lesenswerte Einblicke in die Thematik? Diesen Fragen widmet sich Winfried Heinemann in seinem Überblick.</p>
<p>Das Standardwerk zum 20. Juli ist auch in heutiger Zeit immer noch das Buch "Widerstand-Staatsstreich und Attentat" von Peter Hoffmann aus dem Jahr 1969.</p>
<p>Dass es in der militärhistorischen Forschung zu diesem Themenbereich aber auch immer noch Neues gibt, zeigt der Band „20. Juli 1944. Neue Forschungen zum Widerstand gegen Hitler“, aus der Reihe „Potsdamer Schriften“ des ZMSBw. Dieses Werk verdeutlicht in übersichtlicher Form sehr eindrücklich, wie neue Erkenntnisse aus neuen, teilweise auch ungewöhnlichen, Fragestellungen an bekannte "alte" Themen resultieren können.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Wolfgang Benz widmet sich in seinem Werk "Im Widerstand" allen Formen oppositionellen Handelns im Dritten Reich. Johannes Tuchel und Uwe Neumärker liefern mit ihrem umfangreichen Werk "Der 20. Juli 1944 im Führerhauptquartier Wolfsschanze" eine präzise Abfolge der Geschehnisse um den 20. Juli 1944. Auch Niels Schröder beschreibt in seinem Werk "20. Juli 1944. Biografie eines Tages" minutiös die Abläufe am 20. Juli 1944 - allerdings mit grafischen Mitteln in Form einer "Graphic Novel".</p>
<p>Wer sich also über den 20. Juli 1944 informieren will, findet in dieser Ausgabe des Buchjournals Angelesen zahlreiche wertvolle Hinweise von Winfried Heinemann auf neueste Literatur unterschiedlichster Art - von Monografien über Sammelbände bis hin zu Grafic Novels.</p>
<p>Oberst a.D. Prof. Dr. Winfried Heinemann ist Militärhistoriker und Honorarprofessor an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Er ist ehemaliger Mitarbeiter des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.</p>
<p>Artikeltext: Katrin Grosser<br>
Sprechtext und Sprecher: Winfried Heinemann<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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Noch mehr Neues zum Widerstand und zum 20. Juli 1944? Gibt es denn überhaupt noch etwas Neues zum 20. Juli 1944, das bisher noch nicht erforscht, aufgeschrieben oder verfilmt wurde? An welchen Werken und Autoren kommt man denn nicht vorbei, wenn man sich intensiv wissenschaftlich mit dem 20. Juli 1944 auseinandersetzen möchte und welche neue Literatur gibt gute, fundierte übersichtliche und lesenswerte Einblicke in die Thematik? Diesen Fragen widmet sich Winfried Heinemann in seinem Überblick.

Das Standardwerk zum 20. Juli ist auch in heutiger Zeit immer noch das Buch "Widerstand-Staatsstreich und Attentat" von Peter Hoffmann aus dem Jahr 1969.

Dass es in der militärhistorischen Forschung zu diesem Themenbereich aber auch immer noch Neues gibt, zeigt der Band „20. Juli 1944. Neue Forschungen zum Widerstand gegen Hitler“, aus der Reihe „Potsdamer Schriften“ des ZMSBw. Dieses Werk verdeutlicht in übersichtlicher Form sehr eindrücklich, wie neue Erkenntnisse aus neuen, teilweise auch ungewöhnlichen, Fragestellungen an bekannte "alte" Themen resultieren können. 

FazitWolfgang Benz widmet sich in seinem Werk "Im Widerstand" allen Formen oppositionellen Handelns im Dritten Reich. Johannes Tuchel und Uwe Neumärker liefern mit ihrem umfangreichen Werk "Der 20. Juli 1944 im Führerhauptquartier Wolfsschanze" eine präzise Abfolge der Geschehnisse um den 20. Juli 1944. Auch Niels Schröder beschreibt in seinem Werk "20. Juli 1944. Biografie eines Tages" minutiös die Abläufe am 20. Juli 1944 - allerdings mit grafischen Mitteln in Form einer "Graphic Novel".

Wer sich also über den 20. Juli 1944 informieren will, findet in dieser Ausgabe des Buchjournals Angelesen zahlreiche wertvolle Hinweise von Winfried Heinemann auf neueste Literatur unterschiedlichster Art - von Monografien über Sammelbände bis hin zu Grafic Novels.

Oberst a.D. Prof. Dr. Winfried Heinemann ist Militärhistoriker und Honorarprofessor an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Er ist ehemaliger Mitarbeiter des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

Artikeltext: Katrin Grosser

Sprechtext und Sprecher: Winfried Heinemann

Produktion: Andrea Nimpsch

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      <title>Winfried Heinemann. Unternehmen &amp;quot;Walküre&amp;quot;. Eine Militärgeschichte des 20. Juli 1944</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Winfried Heinemann. Unternehmen "Walküre". Eine Militärgeschichte des 20. Juli 1944 vor. Das Werk erschien im Jahr 2019 im DeGruyter Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Professor Dr. Winfried Heinemann (* 22. Dezember 1956 in Dortmund) ist ein pensionierter deutscher Offizier (Oberst a. D.) und Militärhistoriker. Er war zuletzt Chef des Stabes am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und ist seit 2014 Honorarprofessor an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.</p>
<p>Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Am 20. Juli 1944 verübte ein Offizier ein Attentat auf Hitler. Stauffenberg und andere Heeresoffiziere versuchten, das NS-Regime zu stürzen und den ausweglosen Krieg zu beenden. War es nur ein "Aufstand des Gewissens"? In welcher militärischen Tradition standen die Verschwörer? Und welche militärischen Überlegungen lagen ihrem Handeln zugrunde? Der Band analysiert die Ereignisse aus einer spezifisch militärgeschichtlichen Perspektive und nimmt im Schwerpunkt die militärischen Umsturzplanungen in den Blick. Er fragt aber auch nach den Auswirkungen von Attentat und Staatsstreichversuch auf das Militär der Nachkriegszeit in West- und Ostdeutschland sowie in Österreich. Dass Stauffenberg und seine Mitverschwörer einer anderen Vorstellung von der Rolle des Militärs im Staat anhingen, machte es für die Nachkriegsarmeen nicht einfach, sich in die Tradition des Aufstandes gegen den Krieg und das verbrecherische Regime zu stellen.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Winfried Heinemann<br>
Sprecher: Michael Michallek<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Winfried Heinemann. Unternehmen "Walküre". Eine Militärgeschichte des 20. Juli 1944 vor. Das Werk erschien im Jahr 2019 im DeGruyter Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Professor Dr. Winfried Heinemann (* 22. Dezember 1956 in Dortmund) ist ein pensionierter deutscher Offizier (Oberst a. D.) und Militärhistoriker. Er war zuletzt Chef des Stabes am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und ist seit 2014 Honorarprofessor an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.</p>
<p>Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Am 20. Juli 1944 verübte ein Offizier ein Attentat auf Hitler. Stauffenberg und andere Heeresoffiziere versuchten, das NS-Regime zu stürzen und den ausweglosen Krieg zu beenden. War es nur ein "Aufstand des Gewissens"? In welcher militärischen Tradition standen die Verschwörer? Und welche militärischen Überlegungen lagen ihrem Handeln zugrunde? Der Band analysiert die Ereignisse aus einer spezifisch militärgeschichtlichen Perspektive und nimmt im Schwerpunkt die militärischen Umsturzplanungen in den Blick. Er fragt aber auch nach den Auswirkungen von Attentat und Staatsstreichversuch auf das Militär der Nachkriegszeit in West- und Ostdeutschland sowie in Österreich. Dass Stauffenberg und seine Mitverschwörer einer anderen Vorstellung von der Rolle des Militärs im Staat anhingen, machte es für die Nachkriegsarmeen nicht einfach, sich in die Tradition des Aufstandes gegen den Krieg und das verbrecherische Regime zu stellen.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Winfried Heinemann<br>
Sprecher: Michael Michallek<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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Professor Dr. Winfried Heinemann (* 22. Dezember 1956 in Dortmund) ist ein pensionierter deutscher Offizier (Oberst a. D.) und Militärhistoriker. Er war zuletzt Chef des Stabes am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und ist seit 2014 Honorarprofessor an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.

Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.

FazitAm 20. Juli 1944 verübte ein Offizier ein Attentat auf Hitler. Stauffenberg und andere Heeresoffiziere versuchten, das NS-Regime zu stürzen und den ausweglosen Krieg zu beenden. War es nur ein "Aufstand des Gewissens"? In welcher militärischen Tradition standen die Verschwörer? Und welche militärischen Überlegungen lagen ihrem Handeln zugrunde? Der Band analysiert die Ereignisse aus einer spezifisch militärgeschichtlichen Perspektive und nimmt im Schwerpunkt die militärischen Umsturzplanungen in den Blick. Er fragt aber auch nach den Auswirkungen von Attentat und Staatsstreichversuch auf das Militär der Nachkriegszeit in West- und Ostdeutschland sowie in Österreich. Dass Stauffenberg und seine Mitverschwörer einer anderen Vorstellung von der Rolle des Militärs im Staat anhingen, machte es für die Nachkriegsarmeen nicht einfach, sich in die Tradition des Aufstandes gegen den Krieg und das verbrecherische Regime zu stellen.

Artikeltext und Sprechtext: Winfried Heinemann

Sprecher: Michael Michallek

Produktion: Andrea Nimpsch

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    <item>
      <title>Leben im Schatten der Bundeswehr. Biografie einer Offiziersfamilie.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Helen Unruh, Leben im Schatten der Bundeswehr. Biografie einer Offizierfamilie vor. Es erschien im Jahr 2014.</strong></p>
<p>Als Ehefrau eines Bundeswehroffiziers hat die Autorin 30 Jahre ein Leben geführt, das vorrangig durch die Vorgaben der Bundeswehr und die zahlreichen Versetzungen des Familienvaters bestimmt war.<br>
„Wenn wir heiraten, musst du Dir darüber klar sein, dass für mich als Offizier zuerst die Armee kommt - und dann erst kommt die Familie!“ Das sagte Jost Unruh zu Beginn seiner Beziehung mit der Autorin. Trotz des anfänglichen Schocks über diese Aussage entschied sich Helen Unruh für die Ehe mit ihm. Insgesamt 30 Jahre lang, von 1969 bis 1999 war sie fortan Offiziersehefrau.&nbsp;<br>
In ihrem Buch, dass 2014 über die Self-Publishing Plattform Books on Demand erschien, erinnert sich die Autorin zurück an diese Zeit und gibt dem Leser einen eindrücklichen Einblick, was es für eine Familie heißt, ein Leben zu leben, dass zu einem großen Teil vom Arbeitgeber Bundeswehr bestimmt wird.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Mit der Veröffentlichung ihrer Erfahrungen möchte sie Bundeswehrangehörige und ihre Familien ermutigen, ihre Probleme zu thematisieren und für bessere Bedingungen zu kämpfen. Den zivilen Lesern eröffnet sie einen Einblick in eine Welt, die ihnen sonst sehr fern ist. Die erzählte Geschichte ist keine rein biographische, sondern steht stellvertretend für das, was viele Familien erlebt haben und noch immer erleben.&nbsp;<br>
Aus diesem Grund sind sowohl der Name der Autorin als auch der Name ihres Mannes Jost und der Kinder Doro und Johannes Pseudonyme.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Ina Derboven<br>
Sprecher: Christian Deckart<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <pubDate>Thu, 06 Jun 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Helen Unruh, Leben im Schatten der Bundeswehr. Biografie einer Offizierfamilie vor. Es erschien im Jahr 2014.</strong></p>
<p>Als Ehefrau eines Bundeswehroffiziers hat die Autorin 30 Jahre ein Leben geführt, das vorrangig durch die Vorgaben der Bundeswehr und die zahlreichen Versetzungen des Familienvaters bestimmt war.<br>
„Wenn wir heiraten, musst du Dir darüber klar sein, dass für mich als Offizier zuerst die Armee kommt - und dann erst kommt die Familie!“ Das sagte Jost Unruh zu Beginn seiner Beziehung mit der Autorin. Trotz des anfänglichen Schocks über diese Aussage entschied sich Helen Unruh für die Ehe mit ihm. Insgesamt 30 Jahre lang, von 1969 bis 1999 war sie fortan Offiziersehefrau.&nbsp;<br>
In ihrem Buch, dass 2014 über die Self-Publishing Plattform Books on Demand erschien, erinnert sich die Autorin zurück an diese Zeit und gibt dem Leser einen eindrücklichen Einblick, was es für eine Familie heißt, ein Leben zu leben, dass zu einem großen Teil vom Arbeitgeber Bundeswehr bestimmt wird.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Mit der Veröffentlichung ihrer Erfahrungen möchte sie Bundeswehrangehörige und ihre Familien ermutigen, ihre Probleme zu thematisieren und für bessere Bedingungen zu kämpfen. Den zivilen Lesern eröffnet sie einen Einblick in eine Welt, die ihnen sonst sehr fern ist. Die erzählte Geschichte ist keine rein biographische, sondern steht stellvertretend für das, was viele Familien erlebt haben und noch immer erleben.&nbsp;<br>
Aus diesem Grund sind sowohl der Name der Autorin als auch der Name ihres Mannes Jost und der Kinder Doro und Johannes Pseudonyme.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Ina Derboven<br>
Sprecher: Christian Deckart<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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Als Ehefrau eines Bundeswehroffiziers hat die Autorin 30 Jahre ein Leben geführt, das vorrangig durch die Vorgaben der Bundeswehr und die zahlreichen Versetzungen des Familienvaters bestimmt war.

„Wenn wir heiraten, musst du Dir darüber klar sein, dass für mich als Offizier zuerst die Armee kommt - und dann erst kommt die Familie!“ Das sagte Jost Unruh zu Beginn seiner Beziehung mit der Autorin. Trotz des anfänglichen Schocks über diese Aussage entschied sich Helen Unruh für die Ehe mit ihm. Insgesamt 30 Jahre lang, von 1969 bis 1999 war sie fortan Offiziersehefrau. 

In ihrem Buch, dass 2014 über die Self-Publishing Plattform Books on Demand erschien, erinnert sich die Autorin zurück an diese Zeit und gibt dem Leser einen eindrücklichen Einblick, was es für eine Familie heißt, ein Leben zu leben, dass zu einem großen Teil vom Arbeitgeber Bundeswehr bestimmt wird.

FazitMit der Veröffentlichung ihrer Erfahrungen möchte sie Bundeswehrangehörige und ihre Familien ermutigen, ihre Probleme zu thematisieren und für bessere Bedingungen zu kämpfen. Den zivilen Lesern eröffnet sie einen Einblick in eine Welt, die ihnen sonst sehr fern ist. Die erzählte Geschichte ist keine rein biographische, sondern steht stellvertretend für das, was viele Familien erlebt haben und noch immer erleben. 

Aus diesem Grund sind sowohl der Name der Autorin als auch der Name ihres Mannes Jost und der Kinder Doro und Johannes Pseudonyme. 

Artikeltext und Sprechtext: Ina Derboven

Sprecher: Christian Deckart

Produktion: Andrea Nimpsch

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    <item>
      <title>Conrad Schetter: Kleine Geschichte Afghanistans</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Conrad Schetter, Kleine Geschichte Afghanistans vor. Es erschien im Jahr 2004. Im Jahr 2022 erschien die 5. aktualisierte Auflage.</strong></p>
<p>Wie entstand das heutige Afghanistan? Welche Probleme des fernen Landes am Hindukusch lassen sich auf seine historischen Entwicklungen zurückführen? Zahlreiche Veröffentlichungen geben darüber Auskunft, jedoch fehlen kompakte Einführungen in die komplexe Thematik. Mit seiner Kleinen Geschichte Afghanistans schließt Conrad Schetter eine Lücke und liefert einen sehr guten Überblick über 2600 Jahre afghanische Landesgeschichte.</p>
<p>Der Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei auf den letzten beiden Jahrhunderten, in denen sich die Gegensätze zwischen Stadt und Land, zwischen Moderne und Tradition immer wieder in Rebellionen, Umstürzen und Kriegen manifestierten. Auch nach der erneuten<br>
Machtübernahme der Taliban stellen diese Spannungen jede Zentralregierung vor große Probleme.</p>
<p>Conrad Schetter ist Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn und Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC).</p>
<h3>Fazit</h3><p>Conrad Schetters Kleine Geschichte Afghanistans bietet einen sehr guten und pointiert geschriebenen Überblick über die komplexe und nicht einfach zu erzählende Entwicklungsgeschichte des Landes am Hindukusch. Vor allem die Komplexität der afghanischen Gesellschaft mit ihrer ethnischen Vielfalt und dem damit verbundenen Kampf der Stämme und Clans untereinander, das Fehlen einer landesweit anerkannten Zentralregierung, die Einflussnahme von Großmächten aber auch Nachbarstaaten wie Pakistan und nicht zuletzt die religiös motivierten Konflikte vor allem zwischen Sunniten und Schiiten waren und sind nach Conrad Schetter die historischen Konstanten, die Afghanistan auch heute und wohl auch in Zukunft nicht zur Ruhe kommen lassen.&nbsp;</p>
<p></p>
<p>&nbsp;Artikeltext und Sprechtext:Helmut R.&nbsp;Hammerich<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 23 May 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Conrad Schetter, Kleine Geschichte Afghanistans vor. Es erschien im Jahr 2004. Im Jahr 2022 erschien die 5. aktualisierte Auflage.</strong></p>
<p>Wie entstand das heutige Afghanistan? Welche Probleme des fernen Landes am Hindukusch lassen sich auf seine historischen Entwicklungen zurückführen? Zahlreiche Veröffentlichungen geben darüber Auskunft, jedoch fehlen kompakte Einführungen in die komplexe Thematik. Mit seiner Kleinen Geschichte Afghanistans schließt Conrad Schetter eine Lücke und liefert einen sehr guten Überblick über 2600 Jahre afghanische Landesgeschichte.</p>
<p>Der Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei auf den letzten beiden Jahrhunderten, in denen sich die Gegensätze zwischen Stadt und Land, zwischen Moderne und Tradition immer wieder in Rebellionen, Umstürzen und Kriegen manifestierten. Auch nach der erneuten<br>
Machtübernahme der Taliban stellen diese Spannungen jede Zentralregierung vor große Probleme.</p>
<p>Conrad Schetter ist Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn und Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC).</p>
<h3>Fazit</h3><p>Conrad Schetters Kleine Geschichte Afghanistans bietet einen sehr guten und pointiert geschriebenen Überblick über die komplexe und nicht einfach zu erzählende Entwicklungsgeschichte des Landes am Hindukusch. Vor allem die Komplexität der afghanischen Gesellschaft mit ihrer ethnischen Vielfalt und dem damit verbundenen Kampf der Stämme und Clans untereinander, das Fehlen einer landesweit anerkannten Zentralregierung, die Einflussnahme von Großmächten aber auch Nachbarstaaten wie Pakistan und nicht zuletzt die religiös motivierten Konflikte vor allem zwischen Sunniten und Schiiten waren und sind nach Conrad Schetter die historischen Konstanten, die Afghanistan auch heute und wohl auch in Zukunft nicht zur Ruhe kommen lassen.&nbsp;</p>
<p></p>
<p>&nbsp;Artikeltext und Sprechtext:Helmut R.&nbsp;Hammerich<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Conrad Schetter, Kleine Geschichte Afghanistans vor. Es erschien im Jahr 2004. Im Jahr 2022 erschien die 5. aktualisierte Auflage.

Wie entstand das heutige Afghanistan? Welche Probleme des fernen Landes am Hindukusch lassen sich auf seine historischen Entwicklungen zurückführen? Zahlreiche Veröffentlichungen geben darüber Auskunft, jedoch fehlen kompakte Einführungen in die komplexe Thematik. Mit seiner Kleinen Geschichte Afghanistans schließt Conrad Schetter eine Lücke und liefert einen sehr guten Überblick über 2600 Jahre afghanische Landesgeschichte.

Der Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei auf den letzten beiden Jahrhunderten, in denen sich die Gegensätze zwischen Stadt und Land, zwischen Moderne und Tradition immer wieder in Rebellionen, Umstürzen und Kriegen manifestierten. Auch nach der erneuten

Machtübernahme der Taliban stellen diese Spannungen jede Zentralregierung vor große Probleme.

Conrad Schetter ist Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn und Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC).

FazitConrad Schetters Kleine Geschichte Afghanistans bietet einen sehr guten und pointiert geschriebenen Überblick über die komplexe und nicht einfach zu erzählende Entwicklungsgeschichte des Landes am Hindukusch. Vor allem die Komplexität der afghanischen Gesellschaft mit ihrer ethnischen Vielfalt und dem damit verbundenen Kampf der Stämme und Clans untereinander, das Fehlen einer landesweit anerkannten Zentralregierung, die Einflussnahme von Großmächten aber auch Nachbarstaaten wie Pakistan und nicht zuletzt die religiös motivierten Konflikte vor allem zwischen Sunniten und Schiiten waren und sind nach Conrad Schetter die historischen Konstanten, die Afghanistan auch heute und wohl auch in Zukunft nicht zur Ruhe kommen lassen. 



 Artikeltext und Sprechtext:Helmut R. Hammerich

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Michael Galbas: &amp;quot;Pflichterfüllung&amp;quot;</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Michael Galbas. Pflichterfüllung. Erinnerungen an den sowjetischen Afghanistankrieg in Russland vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im Verlag Vandenhoek &amp; Ruprecht.</strong></p>
<p>Michael Galbas studierte Geschichte und Osteuropäische Geschichte an der Universität in Konstanz, an der Russischen Staatlichen Universität der Geisteswissenschaften in Moskau, an der FU Berlin sowie an der Russischen Staatlichen Pädagogischen Universität in St. Petersburg. Heute ist er Projektverantwortlicher für digitale Bildungsangebote am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam.</p>
<p>Als die NATO-Truppen im Jahr 2021 aus Afghanistan abzogen, überließen sie das Land seinem Schicksal. Ähnliches vollbrachte die UdSSR mehrere Jahrzehnte zuvor. Zwischen 1979 und 1989 intervenierte sie mit über 600.000 Soldaten in Afghanistan, konnte es aber dauerhaft nicht befrieden, was schließlich zum Abzug sowie zum Sturz der damaligen Regierung führte.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Den längsten Krieg der sowjetischen Geschichte bezahlten circa 15.000 UdSSR-Bürger mit dem Leben. Davon ausgehend untersucht die Studie auf Grundlage von selbst erhobenen lebensgeschichtlichen Interviews, wie sich ehemalige sowjetische Kriegsteilnehmer, in Russland heute an den Krieg erinnern, welche Bedeutung sie ihm beimessen und sie als Gruppe versuchen, Anerkennung für ihren Einsatz von der russischen Regierung und der Gesellschaft zu erhalten.</p>
<p>Galbas beleuchtet in diesem Zusammenhang auch auch deren Instrumentalisierung für das heutige, gewaltsame russische Expansionsstreben durch die Regierung Putin, insbesondere für den Eroberungskrieg in der Ukraine.&nbsp;<br>
Darüber hinaus spricht die Studie ein Kapitel an, dass auch in unserer deutschen Gesellschaft bislang wenig beachtet worden ist - den Umgang mit den Veteranen aus dem Afghanistaneinsatz der Bundeswehr.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 08 May 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Michael Galbas. Pflichterfüllung. Erinnerungen an den sowjetischen Afghanistankrieg in Russland vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im Verlag Vandenhoek &amp; Ruprecht.</strong></p>
<p>Michael Galbas studierte Geschichte und Osteuropäische Geschichte an der Universität in Konstanz, an der Russischen Staatlichen Universität der Geisteswissenschaften in Moskau, an der FU Berlin sowie an der Russischen Staatlichen Pädagogischen Universität in St. Petersburg. Heute ist er Projektverantwortlicher für digitale Bildungsangebote am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam.</p>
<p>Als die NATO-Truppen im Jahr 2021 aus Afghanistan abzogen, überließen sie das Land seinem Schicksal. Ähnliches vollbrachte die UdSSR mehrere Jahrzehnte zuvor. Zwischen 1979 und 1989 intervenierte sie mit über 600.000 Soldaten in Afghanistan, konnte es aber dauerhaft nicht befrieden, was schließlich zum Abzug sowie zum Sturz der damaligen Regierung führte.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Den längsten Krieg der sowjetischen Geschichte bezahlten circa 15.000 UdSSR-Bürger mit dem Leben. Davon ausgehend untersucht die Studie auf Grundlage von selbst erhobenen lebensgeschichtlichen Interviews, wie sich ehemalige sowjetische Kriegsteilnehmer, in Russland heute an den Krieg erinnern, welche Bedeutung sie ihm beimessen und sie als Gruppe versuchen, Anerkennung für ihren Einsatz von der russischen Regierung und der Gesellschaft zu erhalten.</p>
<p>Galbas beleuchtet in diesem Zusammenhang auch auch deren Instrumentalisierung für das heutige, gewaltsame russische Expansionsstreben durch die Regierung Putin, insbesondere für den Eroberungskrieg in der Ukraine.&nbsp;<br>
Darüber hinaus spricht die Studie ein Kapitel an, dass auch in unserer deutschen Gesellschaft bislang wenig beachtet worden ist - den Umgang mit den Veteranen aus dem Afghanistaneinsatz der Bundeswehr.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Michael Galbas. Pflichterfüllung. Erinnerungen an den sowjetischen Afghanistankrieg in Russland vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im Verlag Vandenhoek &amp; Ruprecht.

Michael Galbas studierte Geschichte und Osteuropäische Geschichte an der Universität in Konstanz, an der Russischen Staatlichen Universität der Geisteswissenschaften in Moskau, an der FU Berlin sowie an der Russischen Staatlichen Pädagogischen Universität in St. Petersburg. Heute ist er Projektverantwortlicher für digitale Bildungsangebote am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam.

Als die NATO-Truppen im Jahr 2021 aus Afghanistan abzogen, überließen sie das Land seinem Schicksal. Ähnliches vollbrachte die UdSSR mehrere Jahrzehnte zuvor. Zwischen 1979 und 1989 intervenierte sie mit über 600.000 Soldaten in Afghanistan, konnte es aber dauerhaft nicht befrieden, was schließlich zum Abzug sowie zum Sturz der damaligen Regierung führte. 

FazitDen längsten Krieg der sowjetischen Geschichte bezahlten circa 15.000 UdSSR-Bürger mit dem Leben. Davon ausgehend untersucht die Studie auf Grundlage von selbst erhobenen lebensgeschichtlichen Interviews, wie sich ehemalige sowjetische Kriegsteilnehmer, in Russland heute an den Krieg erinnern, welche Bedeutung sie ihm beimessen und sie als Gruppe versuchen, Anerkennung für ihren Einsatz von der russischen Regierung und der Gesellschaft zu erhalten.

Galbas beleuchtet in diesem Zusammenhang auch auch deren Instrumentalisierung für das heutige, gewaltsame russische Expansionsstreben durch die Regierung Putin, insbesondere für den Eroberungskrieg in der Ukraine. 

Darüber hinaus spricht die Studie ein Kapitel an, dass auch in unserer deutschen Gesellschaft bislang wenig beachtet worden ist - den Umgang mit den Veteranen aus dem Afghanistaneinsatz der Bundeswehr. 

Artikeltext und Sprechtext: Dr. Stefan Brenner

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>The American War in Afghanistan. A History</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen" dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Carter Malkasian "The American War in Afghanistan. A History" vor. Es erschien 2021 in der Oxford University Press.</strong></p>
<p>Bereits zwei Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 trafen die ersten US-amerikanischen Spezialkräfte in Afghanistan ein; am 7. Oktober begann mit der Operation Enduring Freedom auch offiziell der Krieg. Knapp zwanzig Jahre später, am 30. August 2021, endete der Konflikt mit der eiligen Evakuierung der letzten US-Truppen, ihrer westlichen Verbündeten und zahlreicher afghanischer Unterstützungskräfte.</p>
<p>Der amerikanische Autor Carter Malkasian beschreibt den amerikanischen Krieg in Afghanistan als eine jetzt abgeschlossene Epoche. Für Amerika und seine Streitkräfte war der Kampf gegen die Taliban und den internationalen Terrorismus eine Generationserfahrung. Für Afghanistan war der "amerikanische Krieg" hingegen die letzte Phase einer über vierzigjährigen Ära der Umgestaltung. Spannend beschreibt er den Krieg und erörtert zudem die zahlreichen verpassten Friedenschancen, die den Konflikt möglicherweise deutlich früher hätten beenden können.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der amerikanische Krieg in Afghanistan, der 2001 begann, ist mittlerweile der längste bewaffnete Konflikt in der Geschichte des Landes. Gestützt auf lokales Wissen und unter Verwendung primärer Quellendokumente bewegt sich Malkasian durch die verschiedenen Phasen des Krieges. Malkasian hat einen Großteil dieser Phasen selbst miterlebt und greift für seine Beschreibungen vielfach auf eigene Erfahrungen zurück. Insgesamt zieht Carter Malkasian eine lesenswerte, auf zahlreiche Interviews sowie eigene Erfahrung gestützte Bilanz über den zwanzigjährigen Afghanistankrieg seines Landes.</p>
<p>Sprechtext und Artikeltext: Dr. Martin Rink<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 25 Apr 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen" dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Carter Malkasian "The American War in Afghanistan. A History" vor. Es erschien 2021 in der Oxford University Press.</strong></p>
<p>Bereits zwei Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 trafen die ersten US-amerikanischen Spezialkräfte in Afghanistan ein; am 7. Oktober begann mit der Operation Enduring Freedom auch offiziell der Krieg. Knapp zwanzig Jahre später, am 30. August 2021, endete der Konflikt mit der eiligen Evakuierung der letzten US-Truppen, ihrer westlichen Verbündeten und zahlreicher afghanischer Unterstützungskräfte.</p>
<p>Der amerikanische Autor Carter Malkasian beschreibt den amerikanischen Krieg in Afghanistan als eine jetzt abgeschlossene Epoche. Für Amerika und seine Streitkräfte war der Kampf gegen die Taliban und den internationalen Terrorismus eine Generationserfahrung. Für Afghanistan war der "amerikanische Krieg" hingegen die letzte Phase einer über vierzigjährigen Ära der Umgestaltung. Spannend beschreibt er den Krieg und erörtert zudem die zahlreichen verpassten Friedenschancen, die den Konflikt möglicherweise deutlich früher hätten beenden können.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der amerikanische Krieg in Afghanistan, der 2001 begann, ist mittlerweile der längste bewaffnete Konflikt in der Geschichte des Landes. Gestützt auf lokales Wissen und unter Verwendung primärer Quellendokumente bewegt sich Malkasian durch die verschiedenen Phasen des Krieges. Malkasian hat einen Großteil dieser Phasen selbst miterlebt und greift für seine Beschreibungen vielfach auf eigene Erfahrungen zurück. Insgesamt zieht Carter Malkasian eine lesenswerte, auf zahlreiche Interviews sowie eigene Erfahrung gestützte Bilanz über den zwanzigjährigen Afghanistankrieg seines Landes.</p>
<p>Sprechtext und Artikeltext: Dr. Martin Rink<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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Bereits zwei Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 trafen die ersten US-amerikanischen Spezialkräfte in Afghanistan ein; am 7. Oktober begann mit der Operation Enduring Freedom auch offiziell der Krieg. Knapp zwanzig Jahre später, am 30. August 2021, endete der Konflikt mit der eiligen Evakuierung der letzten US-Truppen, ihrer westlichen Verbündeten und zahlreicher afghanischer Unterstützungskräfte.

Der amerikanische Autor Carter Malkasian beschreibt den amerikanischen Krieg in Afghanistan als eine jetzt abgeschlossene Epoche. Für Amerika und seine Streitkräfte war der Kampf gegen die Taliban und den internationalen Terrorismus eine Generationserfahrung. Für Afghanistan war der "amerikanische Krieg" hingegen die letzte Phase einer über vierzigjährigen Ära der Umgestaltung. Spannend beschreibt er den Krieg und erörtert zudem die zahlreichen verpassten Friedenschancen, die den Konflikt möglicherweise deutlich früher hätten beenden können.

FazitDer amerikanische Krieg in Afghanistan, der 2001 begann, ist mittlerweile der längste bewaffnete Konflikt in der Geschichte des Landes. Gestützt auf lokales Wissen und unter Verwendung primärer Quellendokumente bewegt sich Malkasian durch die verschiedenen Phasen des Krieges. Malkasian hat einen Großteil dieser Phasen selbst miterlebt und greift für seine Beschreibungen vielfach auf eigene Erfahrungen zurück. Insgesamt zieht Carter Malkasian eine lesenswerte, auf zahlreiche Interviews sowie eigene Erfahrung gestützte Bilanz über den zwanzigjährigen Afghanistankrieg seines Landes.

Sprechtext und Artikeltext: Dr. Martin Rink

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>Der vergebliche Krieg. 20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von André Uzulis „Der vergebliche Krieg. 20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan. Geschichte und Bilanz" vor. Es erschien 2024 im Miles-Verlag.</strong></p>
<p>20 Jahre ihrer etwa 70-jährigen Geschichte war die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz - mit mehr als 90000 Soldatinnen und Soldaten. Das fremde Land, seine Konflikte und ein Einsatz, dem kein Erfolg beschieden war, verbindet die Männer und Frauen, die für Deutschland am Hindukusch gedient haben. Deutschland und die internationale Gemeinschaft wollten Afghanistan zu einem besseren Land machen - doch der Krieg dort, so stellt es sich in der Rückschau dar war vergeblich. Bislang fehlte ein Überblick über die Vorgeschichte und die Geschichte des Bundeswehrengagements in Afghanistan. Diese Lücke soll mit der vorliegenden Publikation geschlossen werden.</p>
<h3>Autor und Fazit</h3><p>André Uzulis ist Journalist, Historiker und Buchautor. Seit 2020 ist er Chefredakteur der sicherheitspolitischen Zeitschrift Loyal.</p>
<p>Der Autor zieht in "Der vergebliche Krieg - 20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan" Bilanz. In kompakter, gut lesbarer Darstellung zeichnet er Ursachen und Verlauf des Engagements am Hindukusch nach und kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz von Anfang an unter keinem guten Stern stand.</p>
<p>Text gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 11 Apr 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von André Uzulis „Der vergebliche Krieg. 20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan. Geschichte und Bilanz" vor. Es erschien 2024 im Miles-Verlag.</strong></p>
<p>20 Jahre ihrer etwa 70-jährigen Geschichte war die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz - mit mehr als 90000 Soldatinnen und Soldaten. Das fremde Land, seine Konflikte und ein Einsatz, dem kein Erfolg beschieden war, verbindet die Männer und Frauen, die für Deutschland am Hindukusch gedient haben. Deutschland und die internationale Gemeinschaft wollten Afghanistan zu einem besseren Land machen - doch der Krieg dort, so stellt es sich in der Rückschau dar war vergeblich. Bislang fehlte ein Überblick über die Vorgeschichte und die Geschichte des Bundeswehrengagements in Afghanistan. Diese Lücke soll mit der vorliegenden Publikation geschlossen werden.</p>
<h3>Autor und Fazit</h3><p>André Uzulis ist Journalist, Historiker und Buchautor. Seit 2020 ist er Chefredakteur der sicherheitspolitischen Zeitschrift Loyal.</p>
<p>Der Autor zieht in "Der vergebliche Krieg - 20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan" Bilanz. In kompakter, gut lesbarer Darstellung zeichnet er Ursachen und Verlauf des Engagements am Hindukusch nach und kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz von Anfang an unter keinem guten Stern stand.</p>
<p>Text gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von André Uzulis „Der vergebliche Krieg. 20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan. Geschichte und Bilanz" vor. Es erschien 2024 im Miles-Verlag.

20 Jahre ihrer etwa 70-jährigen Geschichte war die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz - mit mehr als 90000 Soldatinnen und Soldaten. Das fremde Land, seine Konflikte und ein Einsatz, dem kein Erfolg beschieden war, verbindet die Männer und Frauen, die für Deutschland am Hindukusch gedient haben. Deutschland und die internationale Gemeinschaft wollten Afghanistan zu einem besseren Land machen - doch der Krieg dort, so stellt es sich in der Rückschau dar war vergeblich. Bislang fehlte ein Überblick über die Vorgeschichte und die Geschichte des Bundeswehrengagements in Afghanistan. Diese Lücke soll mit der vorliegenden Publikation geschlossen werden.

Autor und FazitAndré Uzulis ist Journalist, Historiker und Buchautor. Seit 2020 ist er Chefredakteur der sicherheitspolitischen Zeitschrift Loyal.

Der Autor zieht in "Der vergebliche Krieg - 20 Jahre Bundeswehr in Afghanistan" Bilanz. In kompakter, gut lesbarer Darstellung zeichnet er Ursachen und Verlauf des Engagements am Hindukusch nach und kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz von Anfang an unter keinem guten Stern stand.

Text gelesen von: Christoph Jan Longen

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      <title>Die Nordatlantische Allianz und Finnland</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>„ANGELESEN! Das Buchjournal des Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellt in dieser Folge das Buch von Agilolf Kesselring „Die Nordatlantische Allianz und Finnland“ vor. Das Buch erschien 2013 als Band 8 in der Reihe <a href="content:5378368" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">„Entstehung und Probleme des atlantischen Bündnisses“</a>, herausgegeben vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt.</strong></p>
<p>Basierend auf bislang unveröffentlichten Dokumenten aus den Brüsseler NATO-Archiven sowie amerikanischen, britischen, deutschen diplomatischen und militärisch-nachrichtendienstlichen Berichten untersucht der Autor die Haltung der Nordatlantischen <em>Allianz</em> gegenüber dem durch eine Defensivallianz mit der Sowjetunion verbundenen, neutralen Finnland. Die regionale Perspektive Finnlands kommt unter den Gesichtspunkten des globalen Konfliktes zwischen détente, containment und roll back in den Blick. Finnland war dabei keineswegs nur Paradebeispiel "friedlicher Koexistenz". Das Ringen um das ostwärts der NATO-Nordflanke gelegene Finnland war ein Kampf um dessen wahrgenommene Zugehörigkeit zwischen Ost und West.</p>
<p><strong><em>Dr. Agilolf Keßelring</em></strong> ist Historiker und lebt in Finnland. Er war von 1992 bis 2006 Offizier der Bundeswehr und dabei von 2002 bis 2006 Mitarbeiter des damaligen Militärgeschichtlichen Forschungsamts in Potsdam, dem Vorgänger des ZMSBw.</p>
<p>Text und gelesen von: Stefan Maximilian Brenner</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 04 Apr 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/angelesen</link>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„ANGELESEN! Das Buchjournal des Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellt in dieser Folge das Buch von Agilolf Kesselring „Die Nordatlantische Allianz und Finnland“ vor. Das Buch erschien 2013 als Band 8 in der Reihe <a href="content:5378368" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">„Entstehung und Probleme des atlantischen Bündnisses“</a>, herausgegeben vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt.</strong></p>
<p>Basierend auf bislang unveröffentlichten Dokumenten aus den Brüsseler NATO-Archiven sowie amerikanischen, britischen, deutschen diplomatischen und militärisch-nachrichtendienstlichen Berichten untersucht der Autor die Haltung der Nordatlantischen <em>Allianz</em> gegenüber dem durch eine Defensivallianz mit der Sowjetunion verbundenen, neutralen Finnland. Die regionale Perspektive Finnlands kommt unter den Gesichtspunkten des globalen Konfliktes zwischen détente, containment und roll back in den Blick. Finnland war dabei keineswegs nur Paradebeispiel "friedlicher Koexistenz". Das Ringen um das ostwärts der NATO-Nordflanke gelegene Finnland war ein Kampf um dessen wahrgenommene Zugehörigkeit zwischen Ost und West.</p>
<p><strong><em>Dr. Agilolf Keßelring</em></strong> ist Historiker und lebt in Finnland. Er war von 1992 bis 2006 Offizier der Bundeswehr und dabei von 2002 bis 2006 Mitarbeiter des damaligen Militärgeschichtlichen Forschungsamts in Potsdam, dem Vorgänger des ZMSBw.</p>
<p>Text und gelesen von: Stefan Maximilian Brenner</p>
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Basierend auf bislang unveröffentlichten Dokumenten aus den Brüsseler NATO-Archiven sowie amerikanischen, britischen, deutschen diplomatischen und militärisch-nachrichtendienstlichen Berichten untersucht der Autor die Haltung der Nordatlantischen Allianz gegenüber dem durch eine Defensivallianz mit der Sowjetunion verbundenen, neutralen Finnland. Die regionale Perspektive Finnlands kommt unter den Gesichtspunkten des globalen Konfliktes zwischen détente, containment und roll back in den Blick. Finnland war dabei keineswegs nur Paradebeispiel "friedlicher Koexistenz". Das Ringen um das ostwärts der NATO-Nordflanke gelegene Finnland war ein Kampf um dessen wahrgenommene Zugehörigkeit zwischen Ost und West.

Dr. Agilolf Keßelring ist Historiker und lebt in Finnland. Er war von 1992 bis 2006 Offizier der Bundeswehr und dabei von 2002 bis 2006 Mitarbeiter des damaligen Militärgeschichtlichen Forschungsamts in Potsdam, dem Vorgänger des ZMSBw.

Text und gelesen von: Stefan Maximilian Brenner

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    <item>
      <title>Die Taliban. Geschichte, Politik, Ideologie</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Conrad Schetter und Katja Mielke: „Die Taliban. Geschichte, Politik, Ideologie“ vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im Verlag C. H. Beck.</strong></p>
<p>„Wer sind die Taliban?“ Diese Frage beschäftigt die Forschung seit über zwei Jahrzehnten. Die von den Vereinigten Staaten geführte westliche Militärintervention begann Ende 2001, erreichte zehn Jahre später mit der massiven Truppenaufstockung ihren Höhepunkt und wurde im August 2021 beendet. Die Bilder von der chaotischen Evakuierung der verbliebenen USUnited States-Truppen, ihrer Verbündeten und zahlreicher afghanischer Menschen haben sich in unser kollektives Bildgedächtnis eingeprägt. In Deutschland beschäftigen sich gleich zwei Ausschüsse des Bundestages mit dem Afghanistan-Einsatz und seinem Ende. Seitdem sind die Taliban in Kabul an der Macht.</p>
<p>Wer sind die Taliban? Diese Frage warf der Forscher Conrad Schetter bereits im Jahr 2013 in einer Publikation auf und beantwortete sie in gleich im Untertitel seines Aufsatzes: Lifestyle zwischen Stammeskultur, Islamismus und Globalisierung. Eine detailliertere Antwort auf diese komplexe Frage liefert das knappe, doch höchst informative Buch von Schetter und Katja Mielke.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Conrad Schetter ist Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn und wissenschaftlicher Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICCBonn International Center for Conversion).<br>
Katja Mielke, Sozialwissenschaftlerin und Afghanistan-Expertin, arbeitet am Bonn International Centre for Conflict Studies (BICCBonn International Center for Conversion). In ihrem Buch in der ‚Beck’schen Reihe‘ liefern Conrad Schetter und Katja Mielke einen kurzgefassten Überblick über Geschichte, Ideologie und die politischen Strömungen der Taliban von ihren Ursprüngen in den 1980er Jahren über die Gründung als politische Bewegung in den 1990er Jahren bis zum Krieg gegen die westliche Staatengemeinschaft und die Regierung in Kabul von 2001 bis zum August 2021.&nbsp;<br>
&nbsp;</p>
<p>Sprechtext: Dr. Martin Rink<br>
Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 28 Mar 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Conrad Schetter und Katja Mielke: „Die Taliban. Geschichte, Politik, Ideologie“ vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im Verlag C. H. Beck.</strong></p>
<p>„Wer sind die Taliban?“ Diese Frage beschäftigt die Forschung seit über zwei Jahrzehnten. Die von den Vereinigten Staaten geführte westliche Militärintervention begann Ende 2001, erreichte zehn Jahre später mit der massiven Truppenaufstockung ihren Höhepunkt und wurde im August 2021 beendet. Die Bilder von der chaotischen Evakuierung der verbliebenen USUnited States-Truppen, ihrer Verbündeten und zahlreicher afghanischer Menschen haben sich in unser kollektives Bildgedächtnis eingeprägt. In Deutschland beschäftigen sich gleich zwei Ausschüsse des Bundestages mit dem Afghanistan-Einsatz und seinem Ende. Seitdem sind die Taliban in Kabul an der Macht.</p>
<p>Wer sind die Taliban? Diese Frage warf der Forscher Conrad Schetter bereits im Jahr 2013 in einer Publikation auf und beantwortete sie in gleich im Untertitel seines Aufsatzes: Lifestyle zwischen Stammeskultur, Islamismus und Globalisierung. Eine detailliertere Antwort auf diese komplexe Frage liefert das knappe, doch höchst informative Buch von Schetter und Katja Mielke.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Conrad Schetter ist Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn und wissenschaftlicher Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICCBonn International Center for Conversion).<br>
Katja Mielke, Sozialwissenschaftlerin und Afghanistan-Expertin, arbeitet am Bonn International Centre for Conflict Studies (BICCBonn International Center for Conversion). In ihrem Buch in der ‚Beck’schen Reihe‘ liefern Conrad Schetter und Katja Mielke einen kurzgefassten Überblick über Geschichte, Ideologie und die politischen Strömungen der Taliban von ihren Ursprüngen in den 1980er Jahren über die Gründung als politische Bewegung in den 1990er Jahren bis zum Krieg gegen die westliche Staatengemeinschaft und die Regierung in Kabul von 2001 bis zum August 2021.&nbsp;<br>
&nbsp;</p>
<p>Sprechtext: Dr. Martin Rink<br>
Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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„Wer sind die Taliban?“ Diese Frage beschäftigt die Forschung seit über zwei Jahrzehnten. Die von den Vereinigten Staaten geführte westliche Militärintervention begann Ende 2001, erreichte zehn Jahre später mit der massiven Truppenaufstockung ihren Höhepunkt und wurde im August 2021 beendet. Die Bilder von der chaotischen Evakuierung der verbliebenen USUnited States-Truppen, ihrer Verbündeten und zahlreicher afghanischer Menschen haben sich in unser kollektives Bildgedächtnis eingeprägt. In Deutschland beschäftigen sich gleich zwei Ausschüsse des Bundestages mit dem Afghanistan-Einsatz und seinem Ende. Seitdem sind die Taliban in Kabul an der Macht.

Wer sind die Taliban? Diese Frage warf der Forscher Conrad Schetter bereits im Jahr 2013 in einer Publikation auf und beantwortete sie in gleich im Untertitel seines Aufsatzes: Lifestyle zwischen Stammeskultur, Islamismus und Globalisierung. Eine detailliertere Antwort auf diese komplexe Frage liefert das knappe, doch höchst informative Buch von Schetter und Katja Mielke. 

FazitConrad Schetter ist Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn und wissenschaftlicher Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICCBonn International Center for Conversion).

Katja Mielke, Sozialwissenschaftlerin und Afghanistan-Expertin, arbeitet am Bonn International Centre for Conflict Studies (BICCBonn International Center for Conversion). In ihrem Buch in der ‚Beck’schen Reihe‘ liefern Conrad Schetter und Katja Mielke einen kurzgefassten Überblick über Geschichte, Ideologie und die politischen Strömungen der Taliban von ihren Ursprüngen in den 1980er Jahren über die Gründung als politische Bewegung in den 1990er Jahren bis zum Krieg gegen die westliche Staatengemeinschaft und die Regierung in Kabul von 2001 bis zum August 2021. 

 

Sprechtext: Dr. Martin Rink

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>Die neue Weltunordnung vor. Wie sich der Westen selbst zerstört vor.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Peter Neumann, Die neue Weltunordnung vor. Wie sich der Westen selbst zerstört vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im Rowohlt Verlag.</strong></p>
<p>Russland beginnt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, nur wenige Monate zuvor erleben die USA in Afghanistan ein außenpolitisches Debakel, und längst ist der Systemrivale China zur entscheidenden Supermacht aufgestiegen – der Westen steckt in einer nie da gewesenen Krise. Dabei schien der Siegeszug noch vor kurzem unaufhaltsam: Nach dem Ende des Kalten Krieges setzte sich im ehemaligen Ostblock die demokratische Marktwirtschaft durch, Russland wurde vom Feind zum Partner, selbst China wandte sich dem Kapitalismus zu. Dann die große Wende: Die Terroranschläge von 9/11 erschütterten den Westen, der amerikanische «War on Terror» destabilisierte eine ganze Weltregion, der «Arabische Frühling» brachte am Ende nur neue Autokratien hervor, und mit der Annexion der Krim verschärfte sich die Konfrontation mit Russland. Anstelle einer liberalen Weltordnung ist eine neue Weltunordnung entstanden.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Peter Neumann, geboren 1974 in Würzburg, ist Professor für Sicherheitsstudien am King's College London und leitet das International Centre for the Study of Radicalisation (ICSR), das weltweit bekannteste Forschungsinstitut zum Thema Radikalisierung und Terrorismus. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in Berlin und Belfast promovierte Peter Neumann am King's College London über den Nordirlandkonflikt. Vor seiner wissenschaftlichen Karriere arbeitete er als Radiojournalist in Berlin.</p>
<p>Peter R. Neumann, international gefragter Experte für Terrorismus und Geopolitik, zeigt, wie dies geschehen konnte und was jetzt passieren muss. Ein schonungsloser Blick auf die aktuelle Lage des Westens, der sich auf fatale Weise selbst überschätzt hat.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 21 Mar 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Peter Neumann, Die neue Weltunordnung vor. Wie sich der Westen selbst zerstört vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im Rowohlt Verlag.</strong></p>
<p>Russland beginnt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, nur wenige Monate zuvor erleben die USA in Afghanistan ein außenpolitisches Debakel, und längst ist der Systemrivale China zur entscheidenden Supermacht aufgestiegen – der Westen steckt in einer nie da gewesenen Krise. Dabei schien der Siegeszug noch vor kurzem unaufhaltsam: Nach dem Ende des Kalten Krieges setzte sich im ehemaligen Ostblock die demokratische Marktwirtschaft durch, Russland wurde vom Feind zum Partner, selbst China wandte sich dem Kapitalismus zu. Dann die große Wende: Die Terroranschläge von 9/11 erschütterten den Westen, der amerikanische «War on Terror» destabilisierte eine ganze Weltregion, der «Arabische Frühling» brachte am Ende nur neue Autokratien hervor, und mit der Annexion der Krim verschärfte sich die Konfrontation mit Russland. Anstelle einer liberalen Weltordnung ist eine neue Weltunordnung entstanden.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Peter Neumann, geboren 1974 in Würzburg, ist Professor für Sicherheitsstudien am King's College London und leitet das International Centre for the Study of Radicalisation (ICSR), das weltweit bekannteste Forschungsinstitut zum Thema Radikalisierung und Terrorismus. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in Berlin und Belfast promovierte Peter Neumann am King's College London über den Nordirlandkonflikt. Vor seiner wissenschaftlichen Karriere arbeitete er als Radiojournalist in Berlin.</p>
<p>Peter R. Neumann, international gefragter Experte für Terrorismus und Geopolitik, zeigt, wie dies geschehen konnte und was jetzt passieren muss. Ein schonungsloser Blick auf die aktuelle Lage des Westens, der sich auf fatale Weise selbst überschätzt hat.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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Russland beginnt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, nur wenige Monate zuvor erleben die USA in Afghanistan ein außenpolitisches Debakel, und längst ist der Systemrivale China zur entscheidenden Supermacht aufgestiegen – der Westen steckt in einer nie da gewesenen Krise. Dabei schien der Siegeszug noch vor kurzem unaufhaltsam: Nach dem Ende des Kalten Krieges setzte sich im ehemaligen Ostblock die demokratische Marktwirtschaft durch, Russland wurde vom Feind zum Partner, selbst China wandte sich dem Kapitalismus zu. Dann die große Wende: Die Terroranschläge von 9/11 erschütterten den Westen, der amerikanische «War on Terror» destabilisierte eine ganze Weltregion, der «Arabische Frühling» brachte am Ende nur neue Autokratien hervor, und mit der Annexion der Krim verschärfte sich die Konfrontation mit Russland. Anstelle einer liberalen Weltordnung ist eine neue Weltunordnung entstanden.

FazitPeter Neumann, geboren 1974 in Würzburg, ist Professor für Sicherheitsstudien am King's College London und leitet das International Centre for the Study of Radicalisation (ICSR), das weltweit bekannteste Forschungsinstitut zum Thema Radikalisierung und Terrorismus. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in Berlin und Belfast promovierte Peter Neumann am King's College London über den Nordirlandkonflikt. Vor seiner wissenschaftlichen Karriere arbeitete er als Radiojournalist in Berlin.

Peter R. Neumann, international gefragter Experte für Terrorismus und Geopolitik, zeigt, wie dies geschehen konnte und was jetzt passieren muss. Ein schonungsloser Blick auf die aktuelle Lage des Westens, der sich auf fatale Weise selbst überschätzt hat.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>Der neue Kriegsroman</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Monika Wolting: „Der neue Kriegsroman. Repräsentationen des Afghanistankriegs in der deutschen Gegenwartsliteratur“ vor. Das Werk erschien im Jahr 2019 im Universitätsverlag Winter Heidelberg.</strong></p>
<p>Monika Małgorzata Wolting (* 16. Mai 1972 in Słupsk, Polen, geb. Dziuba) ist eine polnische Germanistin und Literaturwissenschaftlerin. Sie ist Ordentliche Professorin für Neuere Deutsche Literatur am Lehrstuhl für deutsche Literatur und Kultur nach 1945 des Germanistikinstituts an der Universität Wrocław (Breslau).</p>
<p>Vorliegende Studie behandelt die aktuelle deutschsprachige Kriegs- und Heimkehrerliteratur, wie sie insbesondere in der Folge des Afghanistankrieges entstanden ist. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr wird zum neuen Erzählstoff.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die neuen Kriege generieren eine neue Raum-Zeit-Struktur, in der Figuren agieren, deren Funktion es ist, Irritationen in gesellschaftliche und politische Systeme einzubringen und eine Kritik bestehender Werte, Normen wie auch gesellschaftlich verbindlicher Toleranzvorstellungen zu leisten. Zu den neuen literarischen Figuren zählen: der Bundeswehrsoldat der postheroischen Gesellschaft, der traumatisierte Veteran, der Statist der Kriegsaktivitäten, die Bundeswehrsoldatin, der investigative Kriegsreporter sowie die vor den Gräueln des Krieges Geflüchteten. Den Band runden Autorengespräche mit Dorothea Dieckmann, Jochen Rausch und Norbert Scheuer ab.</p>
<p>Sprechtext: Katrin Grosser<br>
Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 14 Mar 2024 10:16:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Monika Wolting: „Der neue Kriegsroman. Repräsentationen des Afghanistankriegs in der deutschen Gegenwartsliteratur“ vor. Das Werk erschien im Jahr 2019 im Universitätsverlag Winter Heidelberg.</strong></p>
<p>Monika Małgorzata Wolting (* 16. Mai 1972 in Słupsk, Polen, geb. Dziuba) ist eine polnische Germanistin und Literaturwissenschaftlerin. Sie ist Ordentliche Professorin für Neuere Deutsche Literatur am Lehrstuhl für deutsche Literatur und Kultur nach 1945 des Germanistikinstituts an der Universität Wrocław (Breslau).</p>
<p>Vorliegende Studie behandelt die aktuelle deutschsprachige Kriegs- und Heimkehrerliteratur, wie sie insbesondere in der Folge des Afghanistankrieges entstanden ist. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr wird zum neuen Erzählstoff.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die neuen Kriege generieren eine neue Raum-Zeit-Struktur, in der Figuren agieren, deren Funktion es ist, Irritationen in gesellschaftliche und politische Systeme einzubringen und eine Kritik bestehender Werte, Normen wie auch gesellschaftlich verbindlicher Toleranzvorstellungen zu leisten. Zu den neuen literarischen Figuren zählen: der Bundeswehrsoldat der postheroischen Gesellschaft, der traumatisierte Veteran, der Statist der Kriegsaktivitäten, die Bundeswehrsoldatin, der investigative Kriegsreporter sowie die vor den Gräueln des Krieges Geflüchteten. Den Band runden Autorengespräche mit Dorothea Dieckmann, Jochen Rausch und Norbert Scheuer ab.</p>
<p>Sprechtext: Katrin Grosser<br>
Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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Monika Małgorzata Wolting (* 16. Mai 1972 in Słupsk, Polen, geb. Dziuba) ist eine polnische Germanistin und Literaturwissenschaftlerin. Sie ist Ordentliche Professorin für Neuere Deutsche Literatur am Lehrstuhl für deutsche Literatur und Kultur nach 1945 des Germanistikinstituts an der Universität Wrocław (Breslau).

Vorliegende Studie behandelt die aktuelle deutschsprachige Kriegs- und Heimkehrerliteratur, wie sie insbesondere in der Folge des Afghanistankrieges entstanden ist. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr wird zum neuen Erzählstoff. 

FazitDie neuen Kriege generieren eine neue Raum-Zeit-Struktur, in der Figuren agieren, deren Funktion es ist, Irritationen in gesellschaftliche und politische Systeme einzubringen und eine Kritik bestehender Werte, Normen wie auch gesellschaftlich verbindlicher Toleranzvorstellungen zu leisten. Zu den neuen literarischen Figuren zählen: der Bundeswehrsoldat der postheroischen Gesellschaft, der traumatisierte Veteran, der Statist der Kriegsaktivitäten, die Bundeswehrsoldatin, der investigative Kriegsreporter sowie die vor den Gräueln des Krieges Geflüchteten. Den Band runden Autorengespräche mit Dorothea Dieckmann, Jochen Rausch und Norbert Scheuer ab.

Sprechtext: Katrin Grosser

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>Deutsche Krieger. Vom Kaiserreich zur Berliner Republik - eine Militärgeschichte</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Sönke Neitzel: "Deutsche Krieger. Vom Kaiserreich zur Berliner Republik - eine Militärgeschichte" vor. Das Werk erschien im Jahr 2020 im Propyläen Verlag.</strong></p>
<p>Sönke Neitzel, geboren 1968 in Hamburg, studierte in Mainz Geschichte, Politikwissenschaft und Publizisitk. Er war Professor für Modern History an der University of Glasgow, für International History an der London School of Economics und hat seit 2015 den Lehrstuhl für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam inne. Ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Task Force Kunduz des Jahres 2010 haben mehr gemeinsam, als wir glauben. Zu diesem überraschenden Schluss kommt Sönke Neitzel, der die deutsche „Kriegerkultur“ in all ihren Facetten untersucht. Seine Bilanz: Soldaten folgen der Binnenlogik des Militärs, sie sollen kämpfen und auch töten. Das gilt für die großen Schlachten im Ersten Weltkrieg, den verbrecherischen Angriffskrieg der Wehrmacht und aber auch für die Auslandseinsätze der Bundeswehr.</p>
<h3>Fazit</h3><p>In einer großen historischen Analyse durchmisst Neitzel das Spannungsfeld zwischen Gesellschaft und Militär und zeigt, wie sich die Kultur des Krieges über die Epochen veränderte. 75 Jahre nach Kriegsende geht es darum, das ambivalente Verhältnis der Deutschen zu ihrer Armee neu zu bestimmen. Dieses Buch liefert die Grundlagen.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 07 Mar 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Sönke Neitzel: "Deutsche Krieger. Vom Kaiserreich zur Berliner Republik - eine Militärgeschichte" vor. Das Werk erschien im Jahr 2020 im Propyläen Verlag.</strong></p>
<p>Sönke Neitzel, geboren 1968 in Hamburg, studierte in Mainz Geschichte, Politikwissenschaft und Publizisitk. Er war Professor für Modern History an der University of Glasgow, für International History an der London School of Economics und hat seit 2015 den Lehrstuhl für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam inne. Ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Task Force Kunduz des Jahres 2010 haben mehr gemeinsam, als wir glauben. Zu diesem überraschenden Schluss kommt Sönke Neitzel, der die deutsche „Kriegerkultur“ in all ihren Facetten untersucht. Seine Bilanz: Soldaten folgen der Binnenlogik des Militärs, sie sollen kämpfen und auch töten. Das gilt für die großen Schlachten im Ersten Weltkrieg, den verbrecherischen Angriffskrieg der Wehrmacht und aber auch für die Auslandseinsätze der Bundeswehr.</p>
<h3>Fazit</h3><p>In einer großen historischen Analyse durchmisst Neitzel das Spannungsfeld zwischen Gesellschaft und Militär und zeigt, wie sich die Kultur des Krieges über die Epochen veränderte. 75 Jahre nach Kriegsende geht es darum, das ambivalente Verhältnis der Deutschen zu ihrer Armee neu zu bestimmen. Dieses Buch liefert die Grundlagen.</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Sönke Neitzel: "Deutsche Krieger. Vom Kaiserreich zur Berliner Republik - eine Militärgeschichte" vor. Das Werk erschien im Jahr 2020 im Propyläen Verlag.

Sönke Neitzel, geboren 1968 in Hamburg, studierte in Mainz Geschichte, Politikwissenschaft und Publizisitk. Er war Professor für Modern History an der University of Glasgow, für International History an der London School of Economics und hat seit 2015 den Lehrstuhl für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam inne. Ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Task Force Kunduz des Jahres 2010 haben mehr gemeinsam, als wir glauben. Zu diesem überraschenden Schluss kommt Sönke Neitzel, der die deutsche „Kriegerkultur“ in all ihren Facetten untersucht. Seine Bilanz: Soldaten folgen der Binnenlogik des Militärs, sie sollen kämpfen und auch töten. Das gilt für die großen Schlachten im Ersten Weltkrieg, den verbrecherischen Angriffskrieg der Wehrmacht und aber auch für die Auslandseinsätze der Bundeswehr.

FazitIn einer großen historischen Analyse durchmisst Neitzel das Spannungsfeld zwischen Gesellschaft und Militär und zeigt, wie sich die Kultur des Krieges über die Epochen veränderte. 75 Jahre nach Kriegsende geht es darum, das ambivalente Verhältnis der Deutschen zu ihrer Armee neu zu bestimmen. Dieses Buch liefert die Grundlagen.

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      <title>Leben nach Afghanistan</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir Ihnen das Buch das von Anja Seiffert und Julius Heß: "Leben nach Afghanistan. Die Soldaten und Veteranen der Generation Einsatz der Bundeswehr" vor. Das Werk erschien im Jahr 2020 am ZMSBw.</strong></p>
<p>Dr. Anja Seiffert studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Soziologie in Göttingen und Berlin. Promotion in Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Wissenschaftliche Mitarbeiterin u.a. an der Freien Universität Berlin, am SOWI und wissenschaftliche Referentin und Büroleiterin im Bundestag. Danach war sie im ZMSBw als Projektbereichsleiterin in der Abteilung Einsatz tätig und ist heute koordinierende Referentin der Enquete-Kommission Afghanistan für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag.</p>
<p>Dr. Julius Heß studierte Soziologie, Geschichte und Philosophie in Hamburg und Paris. Abgeschlossenes Promotionsprojekt zur quantitativen Gewaltursachenforschung. Von 2012 bis 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektbereich "Einsatzbegleitung und Einsatzdokumentation" am ZMSBw. Danach war er Referent im Auswärtigen Amt und ist heute im Bereich der Datengewinnung zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik im Bundeskanzleramt tätig.</p>
<p>Das ZMSBw begleitete und befragte die Angehörigen des 22. Kontingents ISAF über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren – vor dem Einsatz, während des Einsatzes in Afghanistan, etwa sechs Wochen nach der Rückkehr und dann nochmals drei Jahre später.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Studie zeichnet ein differenziertes Bild des Einsatzes und der Lebensrealität von (Einsatz-)Soldaten und Veteranen. Die Einsatzrückkehrer haben die Erfahrungen des Einsatzes überwiegend positiv in ihr Selbstbild integriert. Viele sagen, an dem Einsatz gewachsen zu sein, fühlen sich gelassener, psychisch belastbarer und wissen das Leben in Deutschland jetzt mehr zu schätzen. Das gilt aber nicht für alle Soldaten und Veteranen des Kontingents. Ein kleinerer Teil berichtet von anhaltenden körperlichen oder seelischen Verletzungen sowie von Fremdheitsgefühlen im Alltag. Die Kontingentangehörigen haben eine der intensivsten Phasen des Engagements der Bundeswehr in Afghanistan erlebt. Das ist an ihnen nicht spurlos vorbeigegangen. Vielen fällt es schwer, außerhalb des Kameradenkreis über ihre Erfahrungen zu sprechen.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 29 Feb 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir Ihnen das Buch das von Anja Seiffert und Julius Heß: "Leben nach Afghanistan. Die Soldaten und Veteranen der Generation Einsatz der Bundeswehr" vor. Das Werk erschien im Jahr 2020 am ZMSBw.</strong></p>
<p>Dr. Anja Seiffert studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Soziologie in Göttingen und Berlin. Promotion in Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Wissenschaftliche Mitarbeiterin u.a. an der Freien Universität Berlin, am SOWI und wissenschaftliche Referentin und Büroleiterin im Bundestag. Danach war sie im ZMSBw als Projektbereichsleiterin in der Abteilung Einsatz tätig und ist heute koordinierende Referentin der Enquete-Kommission Afghanistan für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag.</p>
<p>Dr. Julius Heß studierte Soziologie, Geschichte und Philosophie in Hamburg und Paris. Abgeschlossenes Promotionsprojekt zur quantitativen Gewaltursachenforschung. Von 2012 bis 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektbereich "Einsatzbegleitung und Einsatzdokumentation" am ZMSBw. Danach war er Referent im Auswärtigen Amt und ist heute im Bereich der Datengewinnung zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik im Bundeskanzleramt tätig.</p>
<p>Das ZMSBw begleitete und befragte die Angehörigen des 22. Kontingents ISAF über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren – vor dem Einsatz, während des Einsatzes in Afghanistan, etwa sechs Wochen nach der Rückkehr und dann nochmals drei Jahre später.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Studie zeichnet ein differenziertes Bild des Einsatzes und der Lebensrealität von (Einsatz-)Soldaten und Veteranen. Die Einsatzrückkehrer haben die Erfahrungen des Einsatzes überwiegend positiv in ihr Selbstbild integriert. Viele sagen, an dem Einsatz gewachsen zu sein, fühlen sich gelassener, psychisch belastbarer und wissen das Leben in Deutschland jetzt mehr zu schätzen. Das gilt aber nicht für alle Soldaten und Veteranen des Kontingents. Ein kleinerer Teil berichtet von anhaltenden körperlichen oder seelischen Verletzungen sowie von Fremdheitsgefühlen im Alltag. Die Kontingentangehörigen haben eine der intensivsten Phasen des Engagements der Bundeswehr in Afghanistan erlebt. Das ist an ihnen nicht spurlos vorbeigegangen. Vielen fällt es schwer, außerhalb des Kameradenkreis über ihre Erfahrungen zu sprechen.&nbsp;</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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Dr. Anja Seiffert studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Soziologie in Göttingen und Berlin. Promotion in Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Wissenschaftliche Mitarbeiterin u.a. an der Freien Universität Berlin, am SOWI und wissenschaftliche Referentin und Büroleiterin im Bundestag. Danach war sie im ZMSBw als Projektbereichsleiterin in der Abteilung Einsatz tätig und ist heute koordinierende Referentin der Enquete-Kommission Afghanistan für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag.

Dr. Julius Heß studierte Soziologie, Geschichte und Philosophie in Hamburg und Paris. Abgeschlossenes Promotionsprojekt zur quantitativen Gewaltursachenforschung. Von 2012 bis 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektbereich "Einsatzbegleitung und Einsatzdokumentation" am ZMSBw. Danach war er Referent im Auswärtigen Amt und ist heute im Bereich der Datengewinnung zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik im Bundeskanzleramt tätig.

Das ZMSBw begleitete und befragte die Angehörigen des 22. Kontingents ISAF über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren – vor dem Einsatz, während des Einsatzes in Afghanistan, etwa sechs Wochen nach der Rückkehr und dann nochmals drei Jahre später.

FazitDie Studie zeichnet ein differenziertes Bild des Einsatzes und der Lebensrealität von (Einsatz-)Soldaten und Veteranen. Die Einsatzrückkehrer haben die Erfahrungen des Einsatzes überwiegend positiv in ihr Selbstbild integriert. Viele sagen, an dem Einsatz gewachsen zu sein, fühlen sich gelassener, psychisch belastbarer und wissen das Leben in Deutschland jetzt mehr zu schätzen. Das gilt aber nicht für alle Soldaten und Veteranen des Kontingents. Ein kleinerer Teil berichtet von anhaltenden körperlichen oder seelischen Verletzungen sowie von Fremdheitsgefühlen im Alltag. Die Kontingentangehörigen haben eine der intensivsten Phasen des Engagements der Bundeswehr in Afghanistan erlebt. Das ist an ihnen nicht spurlos vorbeigegangen. Vielen fällt es schwer, außerhalb des Kameradenkreis über ihre Erfahrungen zu sprechen. 

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Konflikten</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Philipp Münch, "Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Konflikten" vor. Das Werk erschien im Jahr 2015 im Rombach Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Sowohl für die NATO als auch für die Bundeswehr stellte die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan den intensivsten und verlustreichsten Einsatz ihrer Geschichte dar. Über die genaue Praxis dieser vielfach als problematisch gesehenen militärischen Mission ist jedoch wenig bekannt. In seinem Buch "Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Konflikten" untersucht Philipp Münch erstmals auf breiter Quellenbasis und in historischer Perspektive die Handlungslogik der Bundeswehr in Afghanistan, ebenso die relevanten politischen Entscheidungen.</p>
<p>Münch analysiert eingehend, wie die Verantwortlichen den Auslandseinsatz strategisch und operativ planten, wie sie mit afghanischen Machthabern umgingen, wie das Nachrichtenwesen funktionierte und wie die Bundeswehr Gewalt anwendete. Die Ergebnisse werden eingebettet in eine Untersuchung der lokalen afghanischen Verhältnisse, unter denen die Bundeswehr agierte. Das Buch erschien 2015 im Rombach-Verlag in Freiburg.</p>
<p><a href="https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-mitarbeiter-muench-5408866" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Dr. Philipp Münch</a> ist Projektbereichsleiter Deutsche Sicherheitspolitik und Bundeswehr im Forschungsbereich Sicherheitspolitik und Streitkräfte am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Heiner Bröckermann<br>
Sprecher und Produktion: Dr. Heiner Möllers</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 22 Feb 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Philipp Münch, "Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Konflikten" vor. Das Werk erschien im Jahr 2015 im Rombach Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Sowohl für die NATO als auch für die Bundeswehr stellte die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan den intensivsten und verlustreichsten Einsatz ihrer Geschichte dar. Über die genaue Praxis dieser vielfach als problematisch gesehenen militärischen Mission ist jedoch wenig bekannt. In seinem Buch "Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Konflikten" untersucht Philipp Münch erstmals auf breiter Quellenbasis und in historischer Perspektive die Handlungslogik der Bundeswehr in Afghanistan, ebenso die relevanten politischen Entscheidungen.</p>
<p>Münch analysiert eingehend, wie die Verantwortlichen den Auslandseinsatz strategisch und operativ planten, wie sie mit afghanischen Machthabern umgingen, wie das Nachrichtenwesen funktionierte und wie die Bundeswehr Gewalt anwendete. Die Ergebnisse werden eingebettet in eine Untersuchung der lokalen afghanischen Verhältnisse, unter denen die Bundeswehr agierte. Das Buch erschien 2015 im Rombach-Verlag in Freiburg.</p>
<p><a href="https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-mitarbeiter-muench-5408866" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Dr. Philipp Münch</a> ist Projektbereichsleiter Deutsche Sicherheitspolitik und Bundeswehr im Forschungsbereich Sicherheitspolitik und Streitkräfte am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Heiner Bröckermann<br>
Sprecher und Produktion: Dr. Heiner Möllers</p>
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Sowohl für die NATO als auch für die Bundeswehr stellte die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan den intensivsten und verlustreichsten Einsatz ihrer Geschichte dar. Über die genaue Praxis dieser vielfach als problematisch gesehenen militärischen Mission ist jedoch wenig bekannt. In seinem Buch "Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Konflikten" untersucht Philipp Münch erstmals auf breiter Quellenbasis und in historischer Perspektive die Handlungslogik der Bundeswehr in Afghanistan, ebenso die relevanten politischen Entscheidungen.

Münch analysiert eingehend, wie die Verantwortlichen den Auslandseinsatz strategisch und operativ planten, wie sie mit afghanischen Machthabern umgingen, wie das Nachrichtenwesen funktionierte und wie die Bundeswehr Gewalt anwendete. Die Ergebnisse werden eingebettet in eine Untersuchung der lokalen afghanischen Verhältnisse, unter denen die Bundeswehr agierte. Das Buch erschien 2015 im Rombach-Verlag in Freiburg.

Dr. Philipp Münch ist Projektbereichsleiter Deutsche Sicherheitspolitik und Bundeswehr im Forschungsbereich Sicherheitspolitik und Streitkräfte am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Heiner Bröckermann

Sprecher und Produktion: Dr. Heiner Möllers

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      <title>Die Bundeswehr in Afghanistan-Sadat Hadjer</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Tahmina Sadat Hadjer: "Die Bundeswehr in Afghanistan: Zivil-militärische Zusammenarbeit" vor. Es erschien 2010 im Bouvier Verlag.</strong></p>
<p>In dem Buch "Die Bundeswehr in Afghanistan: Zivil-militärische Zusammenarbeit" unt ersucht Tahmina Sadat Hadjer das Konzept der Bundeswehr zur zivil-militärischen Zusammenarbeit. Am Beispiel des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr geht sie der Frage nach, inwieweit die praktische Umsetzung dieses Konzepts den eigenen Ansprüchen gerecht wird. Sie nimmt dabei die von der Bundeswehr geführten Provincial#en Reconstruction#en Teams und deren Verhältnis zur afghanischen Bevölkerung sowie zu Nichtregierungsorganisationen und Internationalen Organisationen in den Blickpunkt.<strong>&nbsp;</strong></p>
<h3>Fazit</h3><p>In diesem Zusammenhang beleuchtet die Autorin kritisch die deutschen Besonderheiten in der Praxis der vernetzten Sicherheit. Sie berücksichtigt dabei beide Sichtweisen – sowohl die zivile als auch die militärische. Hadjers Prognose, der Afghanistaneinsatz würde die Institutionalisierung der zivil-militärischen Zusammenarbeit stärken, hat sich allerdings in der Praxis nicht bewahrheitet. Dr. Tahmina Sadat Hadjer ist eine Politikwissenschaftlerin, die 2013 an der Universität Konstanz zum Thema: Spoiler or#en Stabilizer? Assessing the Role of Private Military and#en Security Companies in Armed Conflicts promoviert hat.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 15 Feb 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Tahmina Sadat Hadjer: "Die Bundeswehr in Afghanistan: Zivil-militärische Zusammenarbeit" vor. Es erschien 2010 im Bouvier Verlag.</strong></p>
<p>In dem Buch "Die Bundeswehr in Afghanistan: Zivil-militärische Zusammenarbeit" unt ersucht Tahmina Sadat Hadjer das Konzept der Bundeswehr zur zivil-militärischen Zusammenarbeit. Am Beispiel des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr geht sie der Frage nach, inwieweit die praktische Umsetzung dieses Konzepts den eigenen Ansprüchen gerecht wird. Sie nimmt dabei die von der Bundeswehr geführten Provincial#en Reconstruction#en Teams und deren Verhältnis zur afghanischen Bevölkerung sowie zu Nichtregierungsorganisationen und Internationalen Organisationen in den Blickpunkt.<strong>&nbsp;</strong></p>
<h3>Fazit</h3><p>In diesem Zusammenhang beleuchtet die Autorin kritisch die deutschen Besonderheiten in der Praxis der vernetzten Sicherheit. Sie berücksichtigt dabei beide Sichtweisen – sowohl die zivile als auch die militärische. Hadjers Prognose, der Afghanistaneinsatz würde die Institutionalisierung der zivil-militärischen Zusammenarbeit stärken, hat sich allerdings in der Praxis nicht bewahrheitet. Dr. Tahmina Sadat Hadjer ist eine Politikwissenschaftlerin, die 2013 an der Universität Konstanz zum Thema: Spoiler or#en Stabilizer? Assessing the Role of Private Military and#en Security Companies in Armed Conflicts promoviert hat.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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In dem Buch "Die Bundeswehr in Afghanistan: Zivil-militärische Zusammenarbeit" unt ersucht Tahmina Sadat Hadjer das Konzept der Bundeswehr zur zivil-militärischen Zusammenarbeit. Am Beispiel des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr geht sie der Frage nach, inwieweit die praktische Umsetzung dieses Konzepts den eigenen Ansprüchen gerecht wird. Sie nimmt dabei die von der Bundeswehr geführten Provincial#en Reconstruction#en Teams und deren Verhältnis zur afghanischen Bevölkerung sowie zu Nichtregierungsorganisationen und Internationalen Organisationen in den Blickpunkt. 

FazitIn diesem Zusammenhang beleuchtet die Autorin kritisch die deutschen Besonderheiten in der Praxis der vernetzten Sicherheit. Sie berücksichtigt dabei beide Sichtweisen – sowohl die zivile als auch die militärische. Hadjers Prognose, der Afghanistaneinsatz würde die Institutionalisierung der zivil-militärischen Zusammenarbeit stärken, hat sich allerdings in der Praxis nicht bewahrheitet. Dr. Tahmina Sadat Hadjer ist eine Politikwissenschaftlerin, die 2013 an der Universität Konstanz zum Thema: Spoiler or#en Stabilizer? Assessing the Role of Private Military and#en Security Companies in Armed Conflicts promoviert hat.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Das Afghanistan-Tagebuch „Hier ist Krieg!“ von Markus Götz</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Markus Götz, "Hier ist Krieg." Afghanistan-Tagebuch 2010, hrsg. von Christian Hartmann vor.Das Werk erschien im Jahr 2021 im Verlag Vandenhoeck &amp; Ruprecht.</strong></p>
<p>Diese Buchreihe des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr befasst sich mit ausgewählten Aspekten zur Einsatzgeschichte der Bundeswehr seit 1991.</p>
<p>Der Herausgeber dieser Quelle, Dr. Christian Hartmann, ehemaliger Leiter der Abteilung Einsatz am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ist in der zeit- und militärgeschichtlichen Forschung kein Unbekannter. Er hat viele Bücher zur Geschichte der Wehrmacht und des Zweiten Weltkriegs publiziert und gilt als Experte für historische Editionen; seine bekannteste ist eine Kritische Edition von Hitlers Schrift „Mein Kampf“.</p>
<p>Markus Götz ist Stabsfeldwebel, Angehöriger der Panzertruppe bei der Bundeswehr und privater Buchautor.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist nicht gut ausgegangen – nicht gut für uns, nicht gut für viele Afghanen und nicht gut für die Afghaninnen. Das wirft viele Fragen auf. Inzwischen richtet sich die öffentliche Wahrnehmung auf den Krieg in der Ukraine, während sich die Bundeswehr wieder auf die Bündnis- und Landesverteidigung fokussiert.&nbsp;</p>
<p>Der Einsatz in Afghanistan scheint dahinter zurückzutreten. Doch kommen wir auch in diesem Fall nicht darum, uns dieser Vergangenheit zu stellen – sie zu beschreiben, darüber nachzudenken und unsere Lehren daraus zu ziehen. Aber wie? Ein erster Schritt ist auch hier eine Sammlung und Sichtung der<br>
historischen Quellen und eine Befragung der Zeitzeugen. Genau das tut das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Im September 2021, unmittelbar nach dem Abzug aus Afghanistan, hat es ein umfangreiches persönliches Tagebuch aus diesem Einsatz veröffentlicht. Diese Aufzeichnungen sind ein Glücksfall. Entstanden sind sie im Frühjahr 2010, im dramatischsten Jahr dieses Einsatzes, während des Karfreitagsgefechts. Der Autor war gewissermaßen „mittendrin“. Als Gruppenführer in einer Kampfkompanie hat Hauptfeldwebel Markus Götz seine Erlebnisse Tag für Tag mitprotokolliert. Dass zudem gerade sein Kontingent, das 22. Kontingent ISAF, wissenschaftlich umfassend erforscht wurde, macht diese Quelle noch interessanter. Hier handelt es sich nicht um nachträgliche Einsichten oder geschönte Erinnerungen, sondern um ein authentisches Zeugnis mitten aus dem Geschehen des Jahres 2010.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 08 Feb 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Markus Götz, "Hier ist Krieg." Afghanistan-Tagebuch 2010, hrsg. von Christian Hartmann vor.Das Werk erschien im Jahr 2021 im Verlag Vandenhoeck &amp; Ruprecht.</strong></p>
<p>Diese Buchreihe des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr befasst sich mit ausgewählten Aspekten zur Einsatzgeschichte der Bundeswehr seit 1991.</p>
<p>Der Herausgeber dieser Quelle, Dr. Christian Hartmann, ehemaliger Leiter der Abteilung Einsatz am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ist in der zeit- und militärgeschichtlichen Forschung kein Unbekannter. Er hat viele Bücher zur Geschichte der Wehrmacht und des Zweiten Weltkriegs publiziert und gilt als Experte für historische Editionen; seine bekannteste ist eine Kritische Edition von Hitlers Schrift „Mein Kampf“.</p>
<p>Markus Götz ist Stabsfeldwebel, Angehöriger der Panzertruppe bei der Bundeswehr und privater Buchautor.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist nicht gut ausgegangen – nicht gut für uns, nicht gut für viele Afghanen und nicht gut für die Afghaninnen. Das wirft viele Fragen auf. Inzwischen richtet sich die öffentliche Wahrnehmung auf den Krieg in der Ukraine, während sich die Bundeswehr wieder auf die Bündnis- und Landesverteidigung fokussiert.&nbsp;</p>
<p>Der Einsatz in Afghanistan scheint dahinter zurückzutreten. Doch kommen wir auch in diesem Fall nicht darum, uns dieser Vergangenheit zu stellen – sie zu beschreiben, darüber nachzudenken und unsere Lehren daraus zu ziehen. Aber wie? Ein erster Schritt ist auch hier eine Sammlung und Sichtung der<br>
historischen Quellen und eine Befragung der Zeitzeugen. Genau das tut das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Im September 2021, unmittelbar nach dem Abzug aus Afghanistan, hat es ein umfangreiches persönliches Tagebuch aus diesem Einsatz veröffentlicht. Diese Aufzeichnungen sind ein Glücksfall. Entstanden sind sie im Frühjahr 2010, im dramatischsten Jahr dieses Einsatzes, während des Karfreitagsgefechts. Der Autor war gewissermaßen „mittendrin“. Als Gruppenführer in einer Kampfkompanie hat Hauptfeldwebel Markus Götz seine Erlebnisse Tag für Tag mitprotokolliert. Dass zudem gerade sein Kontingent, das 22. Kontingent ISAF, wissenschaftlich umfassend erforscht wurde, macht diese Quelle noch interessanter. Hier handelt es sich nicht um nachträgliche Einsichten oder geschönte Erinnerungen, sondern um ein authentisches Zeugnis mitten aus dem Geschehen des Jahres 2010.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:title>Das Afghanistan-Tagebuch „Hier ist Krieg!“ von Markus Götz</itunes:title>
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Diese Buchreihe des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr befasst sich mit ausgewählten Aspekten zur Einsatzgeschichte der Bundeswehr seit 1991.

Der Herausgeber dieser Quelle, Dr. Christian Hartmann, ehemaliger Leiter der Abteilung Einsatz am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ist in der zeit- und militärgeschichtlichen Forschung kein Unbekannter. Er hat viele Bücher zur Geschichte der Wehrmacht und des Zweiten Weltkriegs publiziert und gilt als Experte für historische Editionen; seine bekannteste ist eine Kritische Edition von Hitlers Schrift „Mein Kampf“.

Markus Götz ist Stabsfeldwebel, Angehöriger der Panzertruppe bei der Bundeswehr und privater Buchautor.

FazitDer Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist nicht gut ausgegangen – nicht gut für uns, nicht gut für viele Afghanen und nicht gut für die Afghaninnen. Das wirft viele Fragen auf. Inzwischen richtet sich die öffentliche Wahrnehmung auf den Krieg in der Ukraine, während sich die Bundeswehr wieder auf die Bündnis- und Landesverteidigung fokussiert. 

Der Einsatz in Afghanistan scheint dahinter zurückzutreten. Doch kommen wir auch in diesem Fall nicht darum, uns dieser Vergangenheit zu stellen – sie zu beschreiben, darüber nachzudenken und unsere Lehren daraus zu ziehen. Aber wie? Ein erster Schritt ist auch hier eine Sammlung und Sichtung der

historischen Quellen und eine Befragung der Zeitzeugen. Genau das tut das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Im September 2021, unmittelbar nach dem Abzug aus Afghanistan, hat es ein umfangreiches persönliches Tagebuch aus diesem Einsatz veröffentlicht. Diese Aufzeichnungen sind ein Glücksfall. Entstanden sind sie im Frühjahr 2010, im dramatischsten Jahr dieses Einsatzes, während des Karfreitagsgefechts. Der Autor war gewissermaßen „mittendrin“. Als Gruppenführer in einer Kampfkompanie hat Hauptfeldwebel Markus Götz seine Erlebnisse Tag für Tag mitprotokolliert. Dass zudem gerade sein Kontingent, das 22. Kontingent ISAF, wissenschaftlich umfassend erforscht wurde, macht diese Quelle noch interessanter. Hier handelt es sich nicht um nachträgliche Einsichten oder geschönte Erinnerungen, sondern um ein authentisches Zeugnis mitten aus dem Geschehen des Jahres 2010.

Artikeltext und Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>Einsatz ohne Krieg? Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit“</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch „Einsatz ohne Krieg? Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit“ vor. Es wurde 2021 von Jochen Maurer und Martin Rink herausgegeben.</strong></p>
<p>Das Buch „Einsatz ohne Krieg? Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit“</p>
<p>Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan war in vielerlei Hinsicht paradox. Dessen politische Ziele und die Kommunikation darüber passten einfach nicht zusammen. Aber auch das Handeln der Truppe vor Ort war durchaus widersprüchlich. Der Sammelband arbeitet die wesentlichen Defizite des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan heraus. Deutlich wird: Interventionen produzieren Paradoxien. Das Gute zu wollen kann dazu führen, das Böse zu schaffen. Das passiert umso eher, wenn die politischen Ziele nicht klar und verständlich kommuniziert werden und die grundsätzliche Kontingenz von Krieg ausgeblendet wird.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Autoren des Sammelbandes „Einsatz ohne Krieg? Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit“ kommen zu Ergebnissen, welche die laufende Evaluation des Afghanistaneinsatzes der Enquetekommission des Deutschen Bundestages beeinflussen dürften. Bis dahin bleibt der Sammelband die wohl wichtigste Quelle für dessen kritische Analyse. Zu dieser komplexen Einsatzgeschichte der Bundeswehr eröffnet der vorliegende Band Zugänge aus der Perspektive der Militärgeschichte, der Sozialwissenschaften sowie aus der Sicht von ausgewählten Zeitzeugen.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <pubDate>Thu, 01 Feb 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch „Einsatz ohne Krieg? Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit“ vor. Es wurde 2021 von Jochen Maurer und Martin Rink herausgegeben.</strong></p>
<p>Das Buch „Einsatz ohne Krieg? Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit“</p>
<p>Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan war in vielerlei Hinsicht paradox. Dessen politische Ziele und die Kommunikation darüber passten einfach nicht zusammen. Aber auch das Handeln der Truppe vor Ort war durchaus widersprüchlich. Der Sammelband arbeitet die wesentlichen Defizite des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan heraus. Deutlich wird: Interventionen produzieren Paradoxien. Das Gute zu wollen kann dazu führen, das Böse zu schaffen. Das passiert umso eher, wenn die politischen Ziele nicht klar und verständlich kommuniziert werden und die grundsätzliche Kontingenz von Krieg ausgeblendet wird.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Autoren des Sammelbandes „Einsatz ohne Krieg? Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit“ kommen zu Ergebnissen, welche die laufende Evaluation des Afghanistaneinsatzes der Enquetekommission des Deutschen Bundestages beeinflussen dürften. Bis dahin bleibt der Sammelband die wohl wichtigste Quelle für dessen kritische Analyse. Zu dieser komplexen Einsatzgeschichte der Bundeswehr eröffnet der vorliegende Band Zugänge aus der Perspektive der Militärgeschichte, der Sozialwissenschaften sowie aus der Sicht von ausgewählten Zeitzeugen.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:subtitle>Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit</itunes:subtitle>
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Das Buch „Einsatz ohne Krieg? Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit“

Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan war in vielerlei Hinsicht paradox. Dessen politische Ziele und die Kommunikation darüber passten einfach nicht zusammen. Aber auch das Handeln der Truppe vor Ort war durchaus widersprüchlich. Der Sammelband arbeitet die wesentlichen Defizite des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan heraus. Deutlich wird: Interventionen produzieren Paradoxien. Das Gute zu wollen kann dazu führen, das Böse zu schaffen. Das passiert umso eher, wenn die politischen Ziele nicht klar und verständlich kommuniziert werden und die grundsätzliche Kontingenz von Krieg ausgeblendet wird.

FazitDie Autoren des Sammelbandes „Einsatz ohne Krieg? Die Bundeswehr nach 1990 zwischen politischem Auftrag und militärischer Wirklichkeit“ kommen zu Ergebnissen, welche die laufende Evaluation des Afghanistaneinsatzes der Enquetekommission des Deutschen Bundestages beeinflussen dürften. Bis dahin bleibt der Sammelband die wohl wichtigste Quelle für dessen kritische Analyse. Zu dieser komplexen Einsatzgeschichte der Bundeswehr eröffnet der vorliegende Band Zugänge aus der Perspektive der Militärgeschichte, der Sozialwissenschaften sowie aus der Sicht von ausgewählten Zeitzeugen.

Artikeltext und Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>„Lebensscherben – Hoffnungsspuren&amp;quot; Bernhard R. Kroener</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das von Bernhard R. Kroener geschriebene 2-bändige Buch „Lebensscherben – Hoffnungsspuren. Eine Familie aus Schlesien in den Stürmen des 20. Jahrhunderts. Eine dokumentarische Erzählung“ vor. Das Werk erschien 2023 im Carola Hartmann Miles-Verlag in Berlin.</strong></p>
<p>„Bernhard R. Kroener, vormals Professor für Militärgeschichte – Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam, hat die Geschichte seiner aus Schlesien stammenden Familie niedergeschrieben. Im Mittelpunkt stehen die drei Brüder Werner, Johannes und Bernhard, einer davon der Vater von Kroener, die den krieg miterleben und erleiden mussten. Zwei von ihnen haben den Krieg nicht überlebt. Die Rest-Familie fand schließlich nach dem Krieg in Vallendar am Rhein wieder zusammen. Ihre Heimat in Breslau gab sie auf. Diese Familiengeschichte gibt einen tiefen Einblick in das von den Wirren der Zeit beeinflusste Leben einer bürgerlichen katholischen Familie.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das gut lesbare und hier und da durchaus humorige Buch "Lebensscherben – Hoffnungsspuren. Eine Familie aus Schlesien in den Stürmen des 20. Jahrhunderts. Eine dokumentarische Erzählung" gewinnt angesichts des Leidens ukrainischer Familien im Krieg eine besondere Aktualität. Es ist mehr als nur eine Familiengeschichte. Jetzt, wo der Krieg in Europa wieder angekommen ist und Fernsehbilder die Wohnzimmer fluten, manche der Zuschauer schon wieder abstumpfen und selbst bei der Bild andere Themen wichtiger scheinen, ist es ratsam, sich den Lebensverhältnissen von Menschen in Diktatur und Krieg zuzuwenden.</p>
<p>Produktion: Bundeswehr/Heiner Möllers</p>
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      <pubDate>Thu, 25 Jan 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das von Bernhard R. Kroener geschriebene 2-bändige Buch „Lebensscherben – Hoffnungsspuren. Eine Familie aus Schlesien in den Stürmen des 20. Jahrhunderts. Eine dokumentarische Erzählung“ vor. Das Werk erschien 2023 im Carola Hartmann Miles-Verlag in Berlin.</strong></p>
<p>„Bernhard R. Kroener, vormals Professor für Militärgeschichte – Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam, hat die Geschichte seiner aus Schlesien stammenden Familie niedergeschrieben. Im Mittelpunkt stehen die drei Brüder Werner, Johannes und Bernhard, einer davon der Vater von Kroener, die den krieg miterleben und erleiden mussten. Zwei von ihnen haben den Krieg nicht überlebt. Die Rest-Familie fand schließlich nach dem Krieg in Vallendar am Rhein wieder zusammen. Ihre Heimat in Breslau gab sie auf. Diese Familiengeschichte gibt einen tiefen Einblick in das von den Wirren der Zeit beeinflusste Leben einer bürgerlichen katholischen Familie.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das gut lesbare und hier und da durchaus humorige Buch "Lebensscherben – Hoffnungsspuren. Eine Familie aus Schlesien in den Stürmen des 20. Jahrhunderts. Eine dokumentarische Erzählung" gewinnt angesichts des Leidens ukrainischer Familien im Krieg eine besondere Aktualität. Es ist mehr als nur eine Familiengeschichte. Jetzt, wo der Krieg in Europa wieder angekommen ist und Fernsehbilder die Wohnzimmer fluten, manche der Zuschauer schon wieder abstumpfen und selbst bei der Bild andere Themen wichtiger scheinen, ist es ratsam, sich den Lebensverhältnissen von Menschen in Diktatur und Krieg zuzuwenden.</p>
<p>Produktion: Bundeswehr/Heiner Möllers</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das von Bernhard R. Kroener geschriebene 2-bändige Buch „Lebensscherben – Hoffnungsspuren. Eine Familie aus Schlesien in den Stürmen des 20. Jahrhunderts. Eine dokumentarische Erzählung“ vor. Das Werk erschien 2023 im Carola Hartmann Miles-Verlag in Berlin.

„Bernhard R. Kroener, vormals Professor für Militärgeschichte – Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam, hat die Geschichte seiner aus Schlesien stammenden Familie niedergeschrieben. Im Mittelpunkt stehen die drei Brüder Werner, Johannes und Bernhard, einer davon der Vater von Kroener, die den krieg miterleben und erleiden mussten. Zwei von ihnen haben den Krieg nicht überlebt. Die Rest-Familie fand schließlich nach dem Krieg in Vallendar am Rhein wieder zusammen. Ihre Heimat in Breslau gab sie auf. Diese Familiengeschichte gibt einen tiefen Einblick in das von den Wirren der Zeit beeinflusste Leben einer bürgerlichen katholischen Familie.

FazitDas gut lesbare und hier und da durchaus humorige Buch "Lebensscherben – Hoffnungsspuren. Eine Familie aus Schlesien in den Stürmen des 20. Jahrhunderts. Eine dokumentarische Erzählung" gewinnt angesichts des Leidens ukrainischer Familien im Krieg eine besondere Aktualität. Es ist mehr als nur eine Familiengeschichte. Jetzt, wo der Krieg in Europa wieder angekommen ist und Fernsehbilder die Wohnzimmer fluten, manche der Zuschauer schon wieder abstumpfen und selbst bei der Bild andere Themen wichtiger scheinen, ist es ratsam, sich den Lebensverhältnissen von Menschen in Diktatur und Krieg zuzuwenden.

Produktion: Bundeswehr/Heiner Möllers

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    <item>
      <title>Deutsche Blauhelme in Afrika. Die Bundesrepublik Deutschland und die Missionen der Vereinten Nationen Anfang der 1990er Jahre</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das von Torsten Konopka „Deutsche Blauhelme in Afrika. Die Bundesrepublik Deutschland und die Missionen der Vereinten Nationen Anfang der 1990er Jahre“ vor.</strong></p>
<p>Seit Ende der 1980er Jahre nimmt die Bundesrepublik Deutschland mit Polizisten und Soldaten an Missionen der Vereinten Nationen teil. Der Weg in die ersten Beteiligungen war jedoch weder gradlinig, noch waren die ersten Beteiligungen vorhersehbar und unumgänglich.&nbsp;Die ersten Beteiligungen der Bundesrepublik Deutschland an Missionen der Vereinten Nationen gingen auf einen meist sehr komplexen Aushandlungsprozess zwischen den verschiedenen, am Prozess beteiligten Bundesministerien zurück. Dies waren in erster Linie das Auswärtige Amt, das Bundesministerium der Verteidigung, das Bundesministerium des Innern sowie das Bundeskanzleramt. Durch eine umfangreiche Auswertung von Ministerialakten arbeitet der Autor die unterschiedlichen Standpunkte dieser Ministerien heraus. Dabei wird deutlich, dass es Anfang der 1990er Jahre in der Bundesregierung keine einheitliche Linie in Bezug auf die Entsendung der Bundeswehr oder des Bundesgrenzschutzes in Missionen der Vereinten Nationen gab. Vielmehr verfolgte jedes Ressort eigene Interessen, sodass Beteiligungen letzten Endes immer auf einen Kompromiss zurückgingen, der nicht unbedingt mit dem Bedarf der Vereinten Nationen übereinstimmte.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der Autor, Torsten Konopka, gibt wichtige Informationen zum Verständnis der ersten Auslandsentsendungen des Bundesgrenzschutzes und der Bundeswehr in Missionen der Vereinten Nationen. Diese bieten eine wichtige Grundlage zum Verständnis jüngerer Auslandseinsätze wie im Kosovo, in Afghanistan oder in Mali. Das Buch „Deutsche Blauhelme in Afrika. Die Bundesrepublik Deutschland und die Missionen der Vereinten Nationen Anfang der 1990er Jahre“ wurde 2023 veröffentlicht. Das Buch trägt zur politischen und militärgeschichtlichen Analyse der Ursprünge der frühen Auslandsmissionen der Bundeswehr bei.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: ZMSBw Autorenteam<br>
Sprecher: Andreas Eichner<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 18 Jan 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das von Torsten Konopka „Deutsche Blauhelme in Afrika. Die Bundesrepublik Deutschland und die Missionen der Vereinten Nationen Anfang der 1990er Jahre“ vor.</strong></p>
<p>Seit Ende der 1980er Jahre nimmt die Bundesrepublik Deutschland mit Polizisten und Soldaten an Missionen der Vereinten Nationen teil. Der Weg in die ersten Beteiligungen war jedoch weder gradlinig, noch waren die ersten Beteiligungen vorhersehbar und unumgänglich.&nbsp;Die ersten Beteiligungen der Bundesrepublik Deutschland an Missionen der Vereinten Nationen gingen auf einen meist sehr komplexen Aushandlungsprozess zwischen den verschiedenen, am Prozess beteiligten Bundesministerien zurück. Dies waren in erster Linie das Auswärtige Amt, das Bundesministerium der Verteidigung, das Bundesministerium des Innern sowie das Bundeskanzleramt. Durch eine umfangreiche Auswertung von Ministerialakten arbeitet der Autor die unterschiedlichen Standpunkte dieser Ministerien heraus. Dabei wird deutlich, dass es Anfang der 1990er Jahre in der Bundesregierung keine einheitliche Linie in Bezug auf die Entsendung der Bundeswehr oder des Bundesgrenzschutzes in Missionen der Vereinten Nationen gab. Vielmehr verfolgte jedes Ressort eigene Interessen, sodass Beteiligungen letzten Endes immer auf einen Kompromiss zurückgingen, der nicht unbedingt mit dem Bedarf der Vereinten Nationen übereinstimmte.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der Autor, Torsten Konopka, gibt wichtige Informationen zum Verständnis der ersten Auslandsentsendungen des Bundesgrenzschutzes und der Bundeswehr in Missionen der Vereinten Nationen. Diese bieten eine wichtige Grundlage zum Verständnis jüngerer Auslandseinsätze wie im Kosovo, in Afghanistan oder in Mali. Das Buch „Deutsche Blauhelme in Afrika. Die Bundesrepublik Deutschland und die Missionen der Vereinten Nationen Anfang der 1990er Jahre“ wurde 2023 veröffentlicht. Das Buch trägt zur politischen und militärgeschichtlichen Analyse der Ursprünge der frühen Auslandsmissionen der Bundeswehr bei.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: ZMSBw Autorenteam<br>
Sprecher: Andreas Eichner<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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Seit Ende der 1980er Jahre nimmt die Bundesrepublik Deutschland mit Polizisten und Soldaten an Missionen der Vereinten Nationen teil. Der Weg in die ersten Beteiligungen war jedoch weder gradlinig, noch waren die ersten Beteiligungen vorhersehbar und unumgänglich. Die ersten Beteiligungen der Bundesrepublik Deutschland an Missionen der Vereinten Nationen gingen auf einen meist sehr komplexen Aushandlungsprozess zwischen den verschiedenen, am Prozess beteiligten Bundesministerien zurück. Dies waren in erster Linie das Auswärtige Amt, das Bundesministerium der Verteidigung, das Bundesministerium des Innern sowie das Bundeskanzleramt. Durch eine umfangreiche Auswertung von Ministerialakten arbeitet der Autor die unterschiedlichen Standpunkte dieser Ministerien heraus. Dabei wird deutlich, dass es Anfang der 1990er Jahre in der Bundesregierung keine einheitliche Linie in Bezug auf die Entsendung der Bundeswehr oder des Bundesgrenzschutzes in Missionen der Vereinten Nationen gab. Vielmehr verfolgte jedes Ressort eigene Interessen, sodass Beteiligungen letzten Endes immer auf einen Kompromiss zurückgingen, der nicht unbedingt mit dem Bedarf der Vereinten Nationen übereinstimmte. 

FazitDer Autor, Torsten Konopka, gibt wichtige Informationen zum Verständnis der ersten Auslandsentsendungen des Bundesgrenzschutzes und der Bundeswehr in Missionen der Vereinten Nationen. Diese bieten eine wichtige Grundlage zum Verständnis jüngerer Auslandseinsätze wie im Kosovo, in Afghanistan oder in Mali. Das Buch „Deutsche Blauhelme in Afrika. Die Bundesrepublik Deutschland und die Missionen der Vereinten Nationen Anfang der 1990er Jahre“ wurde 2023 veröffentlicht. Das Buch trägt zur politischen und militärgeschichtlichen Analyse der Ursprünge der frühen Auslandsmissionen der Bundeswehr bei.

Artikeltext und Sprechtext: ZMSBw Autorenteam

Sprecher: Andreas Eichner

Produktion: Andrea Nimpsch

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    <item>
      <title>Handbuch Innere Führung, 2023</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das vom Zentrum Innere Führung im November 2023 neu herausgegebene Handbuch Innere Führung vor.</strong></p>
<p>Das Zentrum Innere Führung setzt sich als national anerkannte und international vernetzte Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr mit Leitfunktion für die Weiterentwicklung, Gestaltung und Vermittlung der Inneren Führung ein. Seine Expertise, seine Kompetenzen und sein Leistungsangebot bilden den Rahmen für Bildung und Zertifizierung aller Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr in allen Fragen und Handlungsfeldern der werteorientierten Führungs- und Organisationskultur. Gleichzeitig ist das Zentrum Innere Führung die zentrale Bildungsinstitution zur Weiterentwicklung individueller Führungskompetenzen.</p>
<p>Im Kern zielen die Grundsätze der Inneren Führung auf die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Der Wille zur Eigeninitiative und zur Übernahme von Verantwortung bleibt trotz der enormen Technologisierung unabdingbar für den Erfolg in Krieg und Einsatz. Zudem wächst mit der Erfahrung die eigene Resilienz und die der Gruppe. Herausfordernde Aufgaben können so selbstbestimmt gemeistert werden. Die Gestaltung des militärischen Dienstes orientiert sich an aus der Kriegswirklichkeit abgeleiteten erzieherischen Zielen, 365 Tage im Jahr. Zur Ungewissheit des Krieges gehört, dass Informationen widersprüchlich oder lückenhaft sind. In solchen Situationen helfen die Werte des Grundgesetzes und die Grundsätze der Inneren Führung. Sie sind ein verlässlicher Kompass, an dem die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr jederzeit ihr Handeln vertrauensvoll ausrichten können.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Innere Führung ist, das zeigen die Themen dieses Handbuchs, eine umfassende Konzeption. Sicherheitspolitische Analysen, Kriegs- und Konfliktbilder, die Beziehungen zwischen Politik, Gesellschaft und Militär und schließlich die Menschenführung in der Bundeswehr wie auch das Selbstverständnis ihrer Angehörigen – all dies bindet die Innere Führung zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Der Gedankenreichtum vieler Generationen in der Bundeswehr, aber auch in Politik und Gesellschaft, spiegelt sich darin wider. Dabei ist die Innere Führung weder Dogma noch unverbindliche geistige Spielerei. Sie ist eine überaus praxisnahe Konzeption, die zur Weiterentwicklung einlädt. In diesem Handbuch finden sich viele individuelle Angebote zur Befassung mit den wirklich wichtigen Fragen für alle Angehörigen der Bundeswehr. Es soll ermutigen, Verantwortung zu übernehmen. Innere Führung bedarf der verständlichen und beispielhaften Darstellung und der Erläuterung aus der Praxis heraus. Zum Verständnis der Grundprinzipien und ihrer Anwendung ist dieses Handbuch hilfreich, eben um die Inhalte der Konzeption der Inneren Führung für alle Angehörigen der Bundeswehr fassbar zu machen und die Einsatzbereitschaft der Führungs- und Organisationskultur der Bundeswehr zu verdeutlichen. Jeder und jede Interessierte findet in diesem Buch neben einer Klärung der Begrifflichkeiten Anregungen und individuelle Beschreibungen der Schlüsselbegriffe der Inneren Führung aus dem Leben für das Leben.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <pubDate>Thu, 11 Jan 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/angelesen</link>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das vom Zentrum Innere Führung im November 2023 neu herausgegebene Handbuch Innere Führung vor.</strong></p>
<p>Das Zentrum Innere Führung setzt sich als national anerkannte und international vernetzte Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr mit Leitfunktion für die Weiterentwicklung, Gestaltung und Vermittlung der Inneren Führung ein. Seine Expertise, seine Kompetenzen und sein Leistungsangebot bilden den Rahmen für Bildung und Zertifizierung aller Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr in allen Fragen und Handlungsfeldern der werteorientierten Führungs- und Organisationskultur. Gleichzeitig ist das Zentrum Innere Führung die zentrale Bildungsinstitution zur Weiterentwicklung individueller Führungskompetenzen.</p>
<p>Im Kern zielen die Grundsätze der Inneren Führung auf die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Der Wille zur Eigeninitiative und zur Übernahme von Verantwortung bleibt trotz der enormen Technologisierung unabdingbar für den Erfolg in Krieg und Einsatz. Zudem wächst mit der Erfahrung die eigene Resilienz und die der Gruppe. Herausfordernde Aufgaben können so selbstbestimmt gemeistert werden. Die Gestaltung des militärischen Dienstes orientiert sich an aus der Kriegswirklichkeit abgeleiteten erzieherischen Zielen, 365 Tage im Jahr. Zur Ungewissheit des Krieges gehört, dass Informationen widersprüchlich oder lückenhaft sind. In solchen Situationen helfen die Werte des Grundgesetzes und die Grundsätze der Inneren Führung. Sie sind ein verlässlicher Kompass, an dem die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr jederzeit ihr Handeln vertrauensvoll ausrichten können.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Innere Führung ist, das zeigen die Themen dieses Handbuchs, eine umfassende Konzeption. Sicherheitspolitische Analysen, Kriegs- und Konfliktbilder, die Beziehungen zwischen Politik, Gesellschaft und Militär und schließlich die Menschenführung in der Bundeswehr wie auch das Selbstverständnis ihrer Angehörigen – all dies bindet die Innere Führung zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Der Gedankenreichtum vieler Generationen in der Bundeswehr, aber auch in Politik und Gesellschaft, spiegelt sich darin wider. Dabei ist die Innere Führung weder Dogma noch unverbindliche geistige Spielerei. Sie ist eine überaus praxisnahe Konzeption, die zur Weiterentwicklung einlädt. In diesem Handbuch finden sich viele individuelle Angebote zur Befassung mit den wirklich wichtigen Fragen für alle Angehörigen der Bundeswehr. Es soll ermutigen, Verantwortung zu übernehmen. Innere Führung bedarf der verständlichen und beispielhaften Darstellung und der Erläuterung aus der Praxis heraus. Zum Verständnis der Grundprinzipien und ihrer Anwendung ist dieses Handbuch hilfreich, eben um die Inhalte der Konzeption der Inneren Führung für alle Angehörigen der Bundeswehr fassbar zu machen und die Einsatzbereitschaft der Führungs- und Organisationskultur der Bundeswehr zu verdeutlichen. Jeder und jede Interessierte findet in diesem Buch neben einer Klärung der Begrifflichkeiten Anregungen und individuelle Beschreibungen der Schlüsselbegriffe der Inneren Führung aus dem Leben für das Leben.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:title>Handbuch Innere Führung, 2023</itunes:title>
      <itunes:summary>In dieser Folge von „Angelesen“, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das vom Zentrum Innere Führung im November 2023 neu herausgegebene Handbuch Innere Führung vor.

Das Zentrum Innere Führung setzt sich als national anerkannte und international vernetzte Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr mit Leitfunktion für die Weiterentwicklung, Gestaltung und Vermittlung der Inneren Führung ein. Seine Expertise, seine Kompetenzen und sein Leistungsangebot bilden den Rahmen für Bildung und Zertifizierung aller Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr in allen Fragen und Handlungsfeldern der werteorientierten Führungs- und Organisationskultur. Gleichzeitig ist das Zentrum Innere Führung die zentrale Bildungsinstitution zur Weiterentwicklung individueller Führungskompetenzen.

Im Kern zielen die Grundsätze der Inneren Führung auf die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Der Wille zur Eigeninitiative und zur Übernahme von Verantwortung bleibt trotz der enormen Technologisierung unabdingbar für den Erfolg in Krieg und Einsatz. Zudem wächst mit der Erfahrung die eigene Resilienz und die der Gruppe. Herausfordernde Aufgaben können so selbstbestimmt gemeistert werden. Die Gestaltung des militärischen Dienstes orientiert sich an aus der Kriegswirklichkeit abgeleiteten erzieherischen Zielen, 365 Tage im Jahr. Zur Ungewissheit des Krieges gehört, dass Informationen widersprüchlich oder lückenhaft sind. In solchen Situationen helfen die Werte des Grundgesetzes und die Grundsätze der Inneren Führung. Sie sind ein verlässlicher Kompass, an dem die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr jederzeit ihr Handeln vertrauensvoll ausrichten können.

FazitDie Innere Führung ist, das zeigen die Themen dieses Handbuchs, eine umfassende Konzeption. Sicherheitspolitische Analysen, Kriegs- und Konfliktbilder, die Beziehungen zwischen Politik, Gesellschaft und Militär und schließlich die Menschenführung in der Bundeswehr wie auch das Selbstverständnis ihrer Angehörigen – all dies bindet die Innere Führung zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Der Gedankenreichtum vieler Generationen in der Bundeswehr, aber auch in Politik und Gesellschaft, spiegelt sich darin wider. Dabei ist die Innere Führung weder Dogma noch unverbindliche geistige Spielerei. Sie ist eine überaus praxisnahe Konzeption, die zur Weiterentwicklung einlädt. In diesem Handbuch finden sich viele individuelle Angebote zur Befassung mit den wirklich wichtigen Fragen für alle Angehörigen der Bundeswehr. Es soll ermutigen, Verantwortung zu übernehmen. Innere Führung bedarf der verständlichen und beispielhaften Darstellung und der Erläuterung aus der Praxis heraus. Zum Verständnis der Grundprinzipien und ihrer Anwendung ist dieses Handbuch hilfreich, eben um die Inhalte der Konzeption der Inneren Führung für alle Angehörigen der Bundeswehr fassbar zu machen und die Einsatzbereitschaft der Führungs- und Organisationskultur der Bundeswehr zu verdeutlichen. Jeder und jede Interessierte findet in diesem Buch neben einer Klärung der Begrifflichkeiten Anregungen und individuelle Beschreibungen der Schlüsselbegriffe der Inneren Führung aus dem Leben für das Leben.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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    </item>
    <item>
      <title>Erziehung in der Bundeswehr. Konzeption und Implementierung militärischer Erziehungsgrundsätze in der Aufbauphase der Bundeswehr 1950 bis 1965</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Kai Uwe Bormann: "Erziehung in der Bundeswehr. Konzeption und Implementierung militärischer Erziehungsgrundsätze in der Aufbauphase der Bundeswehr 1950 bis 1965" vor. Es erschien 2021 im De Gruyter Verlag.</strong></p>
<p>Die Stimmen, die einen Mentalitätswandel deutscher Soldatinnen und Soldaten und Mut zur Erziehung fordern, werden immer lauter. Was ist aber mit Erziehung eigentlich gemeint? Hierüber scheint nur wenig Klarheit zu bestehen. Daher ist Kai Uwe Bormanns Buch über "Erziehung in der Bundeswehr" so wichtig. Der Autor rekonstruiert die Bemühungen der Gründergeneration der Bundeswehr, ein angemessenes Erziehungsverständnis für eine möglichst schlagkräftige Bundeswehr zu finden. Nicht zuletzt durch die Hinzuziehung der bekanntesten Universitätspädagogen der damaligen Zeit war das Ergebnis beeindruckend. Soviel sei an dieser Stelle bereits verraten: Soldatische Erziehung ist Erwachsenenerziehung. Sie erkennt die Persönlichkeit von Soldatinnen und Soldaten an und hilft ihnen dabei, Einstellungen und Tugenden zu entwickeln, die für die Erfüllung ihres Auftrags wichtig sind. Tradierte Vorstellungen einer Entpersönlichung mit einem anschließenden Neuaufbau einer Person haben hier keinen Platz. Ganz im Gegenteil: Erziehung ist begrenzt auf eine "indirekte Erziehung". Vorgesetzte sollen die äußeren Rahmenbedingungen des Dienstes so gestalten und dabei so führen und ausbilden, dass Soldatinnen und Soldaten ihr Verantwortungsbewusstsein schärfen und selbständiges Handeln einüben können.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Dr. Kai Uwe Bormann ist Militärhistoriker am ZMSBw in Potsdam. In seinem Buch "Erziehung in der Bundeswehr, Konzeption und Implementierung militärischer Erziehungsgrundsätze in der Aufbauphase der Bundeswehr 1950-1965" geht er auch auf ministerielle Gedankenspiele über die Aufstellung von Sonderbataillonen für renitente Soldaten sowie die damaligen Erwartungen der westdeutschen Bevölkerung ein. Vielen Deutschen war die Erziehung "missratener Söhne" wichtiger als der Verteidigungsauftrag. Das Buch erschien 2021 im De Gruyter Verlag.</p>
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      <pubDate>Thu, 04 Jan 2024 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Dr. Uwe Hartmann)</author>
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      <dc:creator>Dr. Uwe Hartmann</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Kai Uwe Bormann: "Erziehung in der Bundeswehr. Konzeption und Implementierung militärischer Erziehungsgrundsätze in der Aufbauphase der Bundeswehr 1950 bis 1965" vor. Es erschien 2021 im De Gruyter Verlag.</strong></p>
<p>Die Stimmen, die einen Mentalitätswandel deutscher Soldatinnen und Soldaten und Mut zur Erziehung fordern, werden immer lauter. Was ist aber mit Erziehung eigentlich gemeint? Hierüber scheint nur wenig Klarheit zu bestehen. Daher ist Kai Uwe Bormanns Buch über "Erziehung in der Bundeswehr" so wichtig. Der Autor rekonstruiert die Bemühungen der Gründergeneration der Bundeswehr, ein angemessenes Erziehungsverständnis für eine möglichst schlagkräftige Bundeswehr zu finden. Nicht zuletzt durch die Hinzuziehung der bekanntesten Universitätspädagogen der damaligen Zeit war das Ergebnis beeindruckend. Soviel sei an dieser Stelle bereits verraten: Soldatische Erziehung ist Erwachsenenerziehung. Sie erkennt die Persönlichkeit von Soldatinnen und Soldaten an und hilft ihnen dabei, Einstellungen und Tugenden zu entwickeln, die für die Erfüllung ihres Auftrags wichtig sind. Tradierte Vorstellungen einer Entpersönlichung mit einem anschließenden Neuaufbau einer Person haben hier keinen Platz. Ganz im Gegenteil: Erziehung ist begrenzt auf eine "indirekte Erziehung". Vorgesetzte sollen die äußeren Rahmenbedingungen des Dienstes so gestalten und dabei so führen und ausbilden, dass Soldatinnen und Soldaten ihr Verantwortungsbewusstsein schärfen und selbständiges Handeln einüben können.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Dr. Kai Uwe Bormann ist Militärhistoriker am ZMSBw in Potsdam. In seinem Buch "Erziehung in der Bundeswehr, Konzeption und Implementierung militärischer Erziehungsgrundsätze in der Aufbauphase der Bundeswehr 1950-1965" geht er auch auf ministerielle Gedankenspiele über die Aufstellung von Sonderbataillonen für renitente Soldaten sowie die damaligen Erwartungen der westdeutschen Bevölkerung ein. Vielen Deutschen war die Erziehung "missratener Söhne" wichtiger als der Verteidigungsauftrag. Das Buch erschien 2021 im De Gruyter Verlag.</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Kai Uwe Bormann: "Erziehung in der Bundeswehr. Konzeption und Implementierung militärischer Erziehungsgrundsätze in der Aufbauphase der Bundeswehr 1950 bis 1965" vor. Es erschien 2021 im De Gruyter Verlag.

Die Stimmen, die einen Mentalitätswandel deutscher Soldatinnen und Soldaten und Mut zur Erziehung fordern, werden immer lauter. Was ist aber mit Erziehung eigentlich gemeint? Hierüber scheint nur wenig Klarheit zu bestehen. Daher ist Kai Uwe Bormanns Buch über "Erziehung in der Bundeswehr" so wichtig. Der Autor rekonstruiert die Bemühungen der Gründergeneration der Bundeswehr, ein angemessenes Erziehungsverständnis für eine möglichst schlagkräftige Bundeswehr zu finden. Nicht zuletzt durch die Hinzuziehung der bekanntesten Universitätspädagogen der damaligen Zeit war das Ergebnis beeindruckend. Soviel sei an dieser Stelle bereits verraten: Soldatische Erziehung ist Erwachsenenerziehung. Sie erkennt die Persönlichkeit von Soldatinnen und Soldaten an und hilft ihnen dabei, Einstellungen und Tugenden zu entwickeln, die für die Erfüllung ihres Auftrags wichtig sind. Tradierte Vorstellungen einer Entpersönlichung mit einem anschließenden Neuaufbau einer Person haben hier keinen Platz. Ganz im Gegenteil: Erziehung ist begrenzt auf eine "indirekte Erziehung". Vorgesetzte sollen die äußeren Rahmenbedingungen des Dienstes so gestalten und dabei so führen und ausbilden, dass Soldatinnen und Soldaten ihr Verantwortungsbewusstsein schärfen und selbständiges Handeln einüben können.

FazitDr. Kai Uwe Bormann ist Militärhistoriker am ZMSBw in Potsdam. In seinem Buch "Erziehung in der Bundeswehr, Konzeption und Implementierung militärischer Erziehungsgrundsätze in der Aufbauphase der Bundeswehr 1950-1965" geht er auch auf ministerielle Gedankenspiele über die Aufstellung von Sonderbataillonen für renitente Soldaten sowie die damaligen Erwartungen der westdeutschen Bevölkerung ein. Vielen Deutschen war die Erziehung "missratener Söhne" wichtiger als der Verteidigungsauftrag. Das Buch erschien 2021 im De Gruyter Verlag.

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    <item>
      <title>Das vergessene Gedenken.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Julia Katharina Nordmann: „Das vergessene Gedenken. Die Trauer- und Gedenkkultur der Bundeswehr“ vor. Es erschien 2022 im De Gruyter Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Julia Katharina Nordmann stellt in ihrer Dissertation die Entwicklung der Trauer- und Gedenkkultur in der Bundeswehr von deren Anfängen bis zur Gegenwart dar. Sie untersucht die Gründe dafür, dass das Gedenken an im Dienst ums Leben gekommene Soldaten jahrzehntelang ausschließlich bundeswehrintern und abseits der breiten Öffentlichkeit stattfand und hebt die entscheidende Rolle hervor, die die Auslandseinsätze für den Wandel des Gedenkens und seine Verlagerung in die Öffentlichkeit spielten. In den Auslandseinsätzen starben Bundeswehrsoldaten erstmals nicht bei Unfällen, sondern durch Feindeinwirkung. Seit 2008 wurde dieser Kameraden in öffentlichen Zeremonien gedacht. 2009 wurde das öffentlich zugängliche zentrale Ehrenmal der Bundeswehr eingeweiht, das das Gedenken an alle im Dienst ums Leben gekommenen Bundeswehrangehörigen ebenso wachhält wie der 2014 eröffnete „Wald der Erinnerung“ in Potsdam-Schwielowsee.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Thema des Buches: „Das vergessene Gedenken. Die Trauer- und Gedenkkultur der Bundeswehr“ richtet sich an ein breites an militärischen Fragen interessiertes Publikum. Der Autorin ist es gelungen, mit reichhaltigen Quellen, eine überzeugende Studie darzustellen die souverän die verschiedenen systematischen Linien und Verflechtungen der Trauer- und Gedenkkultur in der Bundeswehr aufzeigt. Außerdem zeigt das Buch den langen und mühsamen Prozess, der Einführung des öffentlichen Gedenkens und wie heute in vielfältiger Weise die Toten der Bundeswehr gewürdigt werden.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher: Andreas Eichner<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <pubDate>Thu, 21 Dec 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Julia Katharina Nordmann: „Das vergessene Gedenken. Die Trauer- und Gedenkkultur der Bundeswehr“ vor. Es erschien 2022 im De Gruyter Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Julia Katharina Nordmann stellt in ihrer Dissertation die Entwicklung der Trauer- und Gedenkkultur in der Bundeswehr von deren Anfängen bis zur Gegenwart dar. Sie untersucht die Gründe dafür, dass das Gedenken an im Dienst ums Leben gekommene Soldaten jahrzehntelang ausschließlich bundeswehrintern und abseits der breiten Öffentlichkeit stattfand und hebt die entscheidende Rolle hervor, die die Auslandseinsätze für den Wandel des Gedenkens und seine Verlagerung in die Öffentlichkeit spielten. In den Auslandseinsätzen starben Bundeswehrsoldaten erstmals nicht bei Unfällen, sondern durch Feindeinwirkung. Seit 2008 wurde dieser Kameraden in öffentlichen Zeremonien gedacht. 2009 wurde das öffentlich zugängliche zentrale Ehrenmal der Bundeswehr eingeweiht, das das Gedenken an alle im Dienst ums Leben gekommenen Bundeswehrangehörigen ebenso wachhält wie der 2014 eröffnete „Wald der Erinnerung“ in Potsdam-Schwielowsee.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Thema des Buches: „Das vergessene Gedenken. Die Trauer- und Gedenkkultur der Bundeswehr“ richtet sich an ein breites an militärischen Fragen interessiertes Publikum. Der Autorin ist es gelungen, mit reichhaltigen Quellen, eine überzeugende Studie darzustellen die souverän die verschiedenen systematischen Linien und Verflechtungen der Trauer- und Gedenkkultur in der Bundeswehr aufzeigt. Außerdem zeigt das Buch den langen und mühsamen Prozess, der Einführung des öffentlichen Gedenkens und wie heute in vielfältiger Weise die Toten der Bundeswehr gewürdigt werden.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher: Andreas Eichner<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Julia Katharina Nordmann: „Das vergessene Gedenken. Die Trauer- und Gedenkkultur der Bundeswehr“ vor. Es erschien 2022 im De Gruyter Oldenbourg Verlag.

Julia Katharina Nordmann stellt in ihrer Dissertation die Entwicklung der Trauer- und Gedenkkultur in der Bundeswehr von deren Anfängen bis zur Gegenwart dar. Sie untersucht die Gründe dafür, dass das Gedenken an im Dienst ums Leben gekommene Soldaten jahrzehntelang ausschließlich bundeswehrintern und abseits der breiten Öffentlichkeit stattfand und hebt die entscheidende Rolle hervor, die die Auslandseinsätze für den Wandel des Gedenkens und seine Verlagerung in die Öffentlichkeit spielten. In den Auslandseinsätzen starben Bundeswehrsoldaten erstmals nicht bei Unfällen, sondern durch Feindeinwirkung. Seit 2008 wurde dieser Kameraden in öffentlichen Zeremonien gedacht. 2009 wurde das öffentlich zugängliche zentrale Ehrenmal der Bundeswehr eingeweiht, das das Gedenken an alle im Dienst ums Leben gekommenen Bundeswehrangehörigen ebenso wachhält wie der 2014 eröffnete „Wald der Erinnerung“ in Potsdam-Schwielowsee.

FazitDas Thema des Buches: „Das vergessene Gedenken. Die Trauer- und Gedenkkultur der Bundeswehr“ richtet sich an ein breites an militärischen Fragen interessiertes Publikum. Der Autorin ist es gelungen, mit reichhaltigen Quellen, eine überzeugende Studie darzustellen die souverän die verschiedenen systematischen Linien und Verflechtungen der Trauer- und Gedenkkultur in der Bundeswehr aufzeigt. Außerdem zeigt das Buch den langen und mühsamen Prozess, der Einführung des öffentlichen Gedenkens und wie heute in vielfältiger Weise die Toten der Bundeswehr gewürdigt werden.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl

Sprecher: Andreas Eichner

Produktion: Andrea Nimpsch

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    <item>
      <title>Innere Führung auf dem Prüfstand</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen" dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Marcel Bohnert: "Innere Führung auf dem Prüfstand. Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr" vor.</strong></p>
<p>Marcel Bohnert, Dipl.-Päd., M.A., Jahrgang 1979, ist Oberstleutnant im Generalstabsdienst der Bundeswehr. Er war als Gruppenführer im Kosovo, als Kompaniechef in Afghanistan und als Militärberater im Irak eingesetzt. Bohnert hat über 100 Aufsätze zu militärischen Themen verfasst, die u.a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem Spiegel, der Österreichischen Militärischen Zeitschrift oder der Europäischen Sicherheit &amp; Technik veröffentlicht wurden. Zu seinen vieldiskutierten Schriften zählen u.a. "Innere Führung auf dem Prüfstand", "Armee im Aufbruch" und "Die unsichtbaren Veteranen".</p>
<p>Ist die Innere Führung, die ursprünglich für die Landes- und Bündnisverteidigungsarmee des Kalten Krieges konzipiert wurde, auch die passende Führungs- und Organisationskultur für die Einsatzarmee, die unter ganz anderen Rahmenbedingungen fernab von Heimat und Bündnisgebiet operiert? Mit dieser Frage befasst sich im vorliegenden Werk Marcel Bohnert, Oberstleutnant i. G., Afghanistanveteran und seit 2021 zweiter stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Marcel Bohnert versucht in seinem Buch die Diskussion über die Innere Führung zu starten: Wo hat sie sich bewährt? Was sind die Probleme? Dabei will Bohnert das Prinzip nicht abschaffen, im Gegenteil. Für ihn ist es elementarer Bestandteil der deutschen Führungskultur. Dementsprechend übt der Autor zwar Kritik an der derzeitigen Umsetzung der Inneren Führung, liefert aber auch neue Denkanstöße, die u.a. nach der Zeitenwende von 2022 hilfreich sein können. Das Buch "Innere Führung auf dem Prüfstand. Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr“ erschien 2017 im GermanVeteransPublishing (GVP).</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 14 Dec 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen" dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Marcel Bohnert: "Innere Führung auf dem Prüfstand. Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr" vor.</strong></p>
<p>Marcel Bohnert, Dipl.-Päd., M.A., Jahrgang 1979, ist Oberstleutnant im Generalstabsdienst der Bundeswehr. Er war als Gruppenführer im Kosovo, als Kompaniechef in Afghanistan und als Militärberater im Irak eingesetzt. Bohnert hat über 100 Aufsätze zu militärischen Themen verfasst, die u.a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem Spiegel, der Österreichischen Militärischen Zeitschrift oder der Europäischen Sicherheit &amp; Technik veröffentlicht wurden. Zu seinen vieldiskutierten Schriften zählen u.a. "Innere Führung auf dem Prüfstand", "Armee im Aufbruch" und "Die unsichtbaren Veteranen".</p>
<p>Ist die Innere Führung, die ursprünglich für die Landes- und Bündnisverteidigungsarmee des Kalten Krieges konzipiert wurde, auch die passende Führungs- und Organisationskultur für die Einsatzarmee, die unter ganz anderen Rahmenbedingungen fernab von Heimat und Bündnisgebiet operiert? Mit dieser Frage befasst sich im vorliegenden Werk Marcel Bohnert, Oberstleutnant i. G., Afghanistanveteran und seit 2021 zweiter stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Marcel Bohnert versucht in seinem Buch die Diskussion über die Innere Führung zu starten: Wo hat sie sich bewährt? Was sind die Probleme? Dabei will Bohnert das Prinzip nicht abschaffen, im Gegenteil. Für ihn ist es elementarer Bestandteil der deutschen Führungskultur. Dementsprechend übt der Autor zwar Kritik an der derzeitigen Umsetzung der Inneren Führung, liefert aber auch neue Denkanstöße, die u.a. nach der Zeitenwende von 2022 hilfreich sein können. Das Buch "Innere Führung auf dem Prüfstand. Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr“ erschien 2017 im GermanVeteransPublishing (GVP).</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen" dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Marcel Bohnert: "Innere Führung auf dem Prüfstand. Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr" vor.

Marcel Bohnert, Dipl.-Päd., M.A., Jahrgang 1979, ist Oberstleutnant im Generalstabsdienst der Bundeswehr. Er war als Gruppenführer im Kosovo, als Kompaniechef in Afghanistan und als Militärberater im Irak eingesetzt. Bohnert hat über 100 Aufsätze zu militärischen Themen verfasst, die u.a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem Spiegel, der Österreichischen Militärischen Zeitschrift oder der Europäischen Sicherheit &amp; Technik veröffentlicht wurden. Zu seinen vieldiskutierten Schriften zählen u.a. "Innere Führung auf dem Prüfstand", "Armee im Aufbruch" und "Die unsichtbaren Veteranen".

Ist die Innere Führung, die ursprünglich für die Landes- und Bündnisverteidigungsarmee des Kalten Krieges konzipiert wurde, auch die passende Führungs- und Organisationskultur für die Einsatzarmee, die unter ganz anderen Rahmenbedingungen fernab von Heimat und Bündnisgebiet operiert? Mit dieser Frage befasst sich im vorliegenden Werk Marcel Bohnert, Oberstleutnant i. G., Afghanistanveteran und seit 2021 zweiter stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes. 

FazitMarcel Bohnert versucht in seinem Buch die Diskussion über die Innere Führung zu starten: Wo hat sie sich bewährt? Was sind die Probleme? Dabei will Bohnert das Prinzip nicht abschaffen, im Gegenteil. Für ihn ist es elementarer Bestandteil der deutschen Führungskultur. Dementsprechend übt der Autor zwar Kritik an der derzeitigen Umsetzung der Inneren Führung, liefert aber auch neue Denkanstöße, die u.a. nach der Zeitenwende von 2022 hilfreich sein können. Das Buch "Innere Führung auf dem Prüfstand. Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr“ erschien 2017 im GermanVeteransPublishing (GVP).

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl

Sprecher und Produktion: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Kritik der Inneren Führung</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Thomas Wanninger: "Kritik der Inneren Führung. Eine Konzeption der Wehrhaftigkeit in der Demokratie" vor. Es erschien 2023 im Miles-Verlag.</strong></p>
<p>In der Aufbauphase der Bundeswehr wurde die Innere Führung als Konzept bezeichnet. Dies deutete darauf hin, dass die Arbeit daran noch längst nicht abgeschlossen war. Zudem gab es scharfe Kontroversen über ihre inhaltliche Ausgestaltung. Erst viele Jahre später war es üblich, von einer Konzeption der Inneren Führung zu sprechen. Thomas Wanninger zeigt in seinem Buch „Kritik der Inneren Führung“ auf, dass die Innere Führung noch längst keine Konzeption ist. Sie sei nur ein Konvolut an Grundsätzen, denen der innere Zusammenhang und eine tiefere Begründung fehle. Hinzu käme: Wie bei einer Bad Bank wurden unangenehme Themen an die Innere Führung ausgelagert. Kein Wunder also, dass ihre Akzeptanz in den Streitkräften unzureichend ist. Thomas Wanninger möchte die Innere Führung auf wenige Axiome begrenzen, die aus sich heraus einsichtig sind und den Soldatinnen und Soldaten eine klare Orientierung ermöglichen.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Dr. phil. Thomas Wanninger (Jahrgang 1971) ist Oberstleutnant d.R. und kommt aus Regensburg. Bei der Bundeswehr diente er unter anderem bei der Gebirgsjägertruppe, als Kompaniechef, am Zentrum Innere Führung sowie als Referent in Höheren Kommandobehörden. Er engagiert sich auch in den sozialen Medien für die Innere Führung.&nbsp;Der Autor entwirft zuerst eine Systematik, aus der heraus fünf Axiome der Inneren Führung benannt werden. Es geht um ein Gesellschaftsprinzip, Demokratieprinzip und Personalitätsprinzip. Hinzu kommen ein Komplementärprinzip und Identitätsprinzip, wo die Einheit des Gegensätzlichen thematisiert wird. Für das Spezifische des Soldatenberufs, in dem mit der Waffe in der Hand die Freiheit verteidigt werden muss, ist das entscheidend. Aus diesen Überlegungen folgen Ansätze zu einer Vereinfachung der Bundeswehr. Man wird nicht umhinkommen, dem in demokratischer Haltung geübten Vorgesetzen Vertrauen und Gestaltungsfreiheit entgegenzubringen.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher: Andreas Eichner<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 07 Dec 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Thomas Wanninger: "Kritik der Inneren Führung. Eine Konzeption der Wehrhaftigkeit in der Demokratie" vor. Es erschien 2023 im Miles-Verlag.</strong></p>
<p>In der Aufbauphase der Bundeswehr wurde die Innere Führung als Konzept bezeichnet. Dies deutete darauf hin, dass die Arbeit daran noch längst nicht abgeschlossen war. Zudem gab es scharfe Kontroversen über ihre inhaltliche Ausgestaltung. Erst viele Jahre später war es üblich, von einer Konzeption der Inneren Führung zu sprechen. Thomas Wanninger zeigt in seinem Buch „Kritik der Inneren Führung“ auf, dass die Innere Führung noch längst keine Konzeption ist. Sie sei nur ein Konvolut an Grundsätzen, denen der innere Zusammenhang und eine tiefere Begründung fehle. Hinzu käme: Wie bei einer Bad Bank wurden unangenehme Themen an die Innere Führung ausgelagert. Kein Wunder also, dass ihre Akzeptanz in den Streitkräften unzureichend ist. Thomas Wanninger möchte die Innere Führung auf wenige Axiome begrenzen, die aus sich heraus einsichtig sind und den Soldatinnen und Soldaten eine klare Orientierung ermöglichen.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Dr. phil. Thomas Wanninger (Jahrgang 1971) ist Oberstleutnant d.R. und kommt aus Regensburg. Bei der Bundeswehr diente er unter anderem bei der Gebirgsjägertruppe, als Kompaniechef, am Zentrum Innere Führung sowie als Referent in Höheren Kommandobehörden. Er engagiert sich auch in den sozialen Medien für die Innere Führung.&nbsp;Der Autor entwirft zuerst eine Systematik, aus der heraus fünf Axiome der Inneren Führung benannt werden. Es geht um ein Gesellschaftsprinzip, Demokratieprinzip und Personalitätsprinzip. Hinzu kommen ein Komplementärprinzip und Identitätsprinzip, wo die Einheit des Gegensätzlichen thematisiert wird. Für das Spezifische des Soldatenberufs, in dem mit der Waffe in der Hand die Freiheit verteidigt werden muss, ist das entscheidend. Aus diesen Überlegungen folgen Ansätze zu einer Vereinfachung der Bundeswehr. Man wird nicht umhinkommen, dem in demokratischer Haltung geübten Vorgesetzen Vertrauen und Gestaltungsfreiheit entgegenzubringen.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher: Andreas Eichner<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:title>Kritik der Inneren Führung</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Eine Konzeption der Wehrhaftigkeit in der Demokratie</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Thomas Wanninger: "Kritik der Inneren Führung. Eine Konzeption der Wehrhaftigkeit in der Demokratie" vor. Es erschien 2023 im Miles-Verlag.

In der Aufbauphase der Bundeswehr wurde die Innere Führung als Konzept bezeichnet. Dies deutete darauf hin, dass die Arbeit daran noch längst nicht abgeschlossen war. Zudem gab es scharfe Kontroversen über ihre inhaltliche Ausgestaltung. Erst viele Jahre später war es üblich, von einer Konzeption der Inneren Führung zu sprechen. Thomas Wanninger zeigt in seinem Buch „Kritik der Inneren Führung“ auf, dass die Innere Führung noch längst keine Konzeption ist. Sie sei nur ein Konvolut an Grundsätzen, denen der innere Zusammenhang und eine tiefere Begründung fehle. Hinzu käme: Wie bei einer Bad Bank wurden unangenehme Themen an die Innere Führung ausgelagert. Kein Wunder also, dass ihre Akzeptanz in den Streitkräften unzureichend ist. Thomas Wanninger möchte die Innere Führung auf wenige Axiome begrenzen, die aus sich heraus einsichtig sind und den Soldatinnen und Soldaten eine klare Orientierung ermöglichen.

FazitDr. phil. Thomas Wanninger (Jahrgang 1971) ist Oberstleutnant d.R. und kommt aus Regensburg. Bei der Bundeswehr diente er unter anderem bei der Gebirgsjägertruppe, als Kompaniechef, am Zentrum Innere Führung sowie als Referent in Höheren Kommandobehörden. Er engagiert sich auch in den sozialen Medien für die Innere Führung. Der Autor entwirft zuerst eine Systematik, aus der heraus fünf Axiome der Inneren Führung benannt werden. Es geht um ein Gesellschaftsprinzip, Demokratieprinzip und Personalitätsprinzip. Hinzu kommen ein Komplementärprinzip und Identitätsprinzip, wo die Einheit des Gegensätzlichen thematisiert wird. Für das Spezifische des Soldatenberufs, in dem mit der Waffe in der Hand die Freiheit verteidigt werden muss, ist das entscheidend. Aus diesen Überlegungen folgen Ansätze zu einer Vereinfachung der Bundeswehr. Man wird nicht umhinkommen, dem in demokratischer Haltung geübten Vorgesetzen Vertrauen und Gestaltungsfreiheit entgegenzubringen.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann

Sprecher: Andreas Eichner

Produktion: Andrea Nimpsch

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      <title>Glücksgarant Bundeswehr? Ethische Schlaglichter auf einige neuere Studien des ZMSBw im Kontext von Sinn und Glück des Soldatenberufs, Innerer Führung und Einsatz-Ethos</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Christian Göbel: "Glücksgarant Bundeswehr? Ethische Schlaglichter auf einige neuere Studien des ZMSBw im Kontext von Sinn und Glück des Soldatenberufs, Innerer Führung und Einsatz-Ethos" vor.</strong></p>
<p>Prof. Dr. Dr. Christian Göbel studierte Philosophie und Theologie in Paderborn, München, Cambridge, Rom und Leiden. Nach Lehr- und Forschungstätigkeiten in Rom, Sonada (Indien) und Boston ist er seit 2008 Professor für Philosophie am Assumption College in Worcester (USA), wo er auch im Studiengang "Peace and#en Conflict Studies" lehrt. Seit 2015 ist Prof. Göbel Direktor des Rom-Campus der Hochschule. Weiterhin ist er Oberstleutnant der Reserve in der Bundeswehr.</p>
<p>Die Bundeswehr hat zuletzt der Zufriedenheit ihrer Angehörigen erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. Die vorliegende Untersuchung begleitet dieses Vorgehen mit philosohischen Reflexionen und beleuchtet Gründe, die in der Personalwerbung, aber auch in der ethischen Verantwortung des Dienstgebers für die Soldatinnen und Soldaten liegen. Zugleich zeigt sich, dass die empirische Bestandsaufnahme von Zufriedenheitsfaktoren in Bildungsanstrengungen überführt werden sollte, die die Sinnhaftigkeit des Soldat seins verdeutlichen. Der Soldatenberuf bietet extrinsische wie intrinsische Motivation; er kann Zufriedenheit und Glück bereiten und darin attraktiv sein.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch "Glücksgarant Bundeswehr? Ethische Schlaglichter auf einige neuere Studien des ZMSBw im Kontext von Sinn und Glück des Soldatenberufs, Innerer Führung und Einsatz-Ethos" erschien im Jahr 2016 im Miles-Verlag. Der Soldatenberuf bietet extrinsische wie intrinsische Motivation; er kann Zufriedenheit und Glück bereiten und darin attraktiv sein. Die Studie liefert Argumente für eine Intensivierung der ethisch-politischen und menschlich-geistigen Bildung in der Bundeswehr. Inhaltlich schöpft diese aus dem Wertekontext der Inneren Führung, deren Relevanz auch für die "Generation Einsatz" unterstrichen wird.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 30 Nov 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Christian Göbel: "Glücksgarant Bundeswehr? Ethische Schlaglichter auf einige neuere Studien des ZMSBw im Kontext von Sinn und Glück des Soldatenberufs, Innerer Führung und Einsatz-Ethos" vor.</strong></p>
<p>Prof. Dr. Dr. Christian Göbel studierte Philosophie und Theologie in Paderborn, München, Cambridge, Rom und Leiden. Nach Lehr- und Forschungstätigkeiten in Rom, Sonada (Indien) und Boston ist er seit 2008 Professor für Philosophie am Assumption College in Worcester (USA), wo er auch im Studiengang "Peace and#en Conflict Studies" lehrt. Seit 2015 ist Prof. Göbel Direktor des Rom-Campus der Hochschule. Weiterhin ist er Oberstleutnant der Reserve in der Bundeswehr.</p>
<p>Die Bundeswehr hat zuletzt der Zufriedenheit ihrer Angehörigen erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. Die vorliegende Untersuchung begleitet dieses Vorgehen mit philosohischen Reflexionen und beleuchtet Gründe, die in der Personalwerbung, aber auch in der ethischen Verantwortung des Dienstgebers für die Soldatinnen und Soldaten liegen. Zugleich zeigt sich, dass die empirische Bestandsaufnahme von Zufriedenheitsfaktoren in Bildungsanstrengungen überführt werden sollte, die die Sinnhaftigkeit des Soldat seins verdeutlichen. Der Soldatenberuf bietet extrinsische wie intrinsische Motivation; er kann Zufriedenheit und Glück bereiten und darin attraktiv sein.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch "Glücksgarant Bundeswehr? Ethische Schlaglichter auf einige neuere Studien des ZMSBw im Kontext von Sinn und Glück des Soldatenberufs, Innerer Führung und Einsatz-Ethos" erschien im Jahr 2016 im Miles-Verlag. Der Soldatenberuf bietet extrinsische wie intrinsische Motivation; er kann Zufriedenheit und Glück bereiten und darin attraktiv sein. Die Studie liefert Argumente für eine Intensivierung der ethisch-politischen und menschlich-geistigen Bildung in der Bundeswehr. Inhaltlich schöpft diese aus dem Wertekontext der Inneren Führung, deren Relevanz auch für die "Generation Einsatz" unterstrichen wird.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Christian Göbel: "Glücksgarant Bundeswehr? Ethische Schlaglichter auf einige neuere Studien des ZMSBw im Kontext von Sinn und Glück des Soldatenberufs, Innerer Führung und Einsatz-Ethos" vor.

Prof. Dr. Dr. Christian Göbel studierte Philosophie und Theologie in Paderborn, München, Cambridge, Rom und Leiden. Nach Lehr- und Forschungstätigkeiten in Rom, Sonada (Indien) und Boston ist er seit 2008 Professor für Philosophie am Assumption College in Worcester (USA), wo er auch im Studiengang "Peace and#en Conflict Studies" lehrt. Seit 2015 ist Prof. Göbel Direktor des Rom-Campus der Hochschule. Weiterhin ist er Oberstleutnant der Reserve in der Bundeswehr.

Die Bundeswehr hat zuletzt der Zufriedenheit ihrer Angehörigen erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. Die vorliegende Untersuchung begleitet dieses Vorgehen mit philosohischen Reflexionen und beleuchtet Gründe, die in der Personalwerbung, aber auch in der ethischen Verantwortung des Dienstgebers für die Soldatinnen und Soldaten liegen. Zugleich zeigt sich, dass die empirische Bestandsaufnahme von Zufriedenheitsfaktoren in Bildungsanstrengungen überführt werden sollte, die die Sinnhaftigkeit des Soldat seins verdeutlichen. Der Soldatenberuf bietet extrinsische wie intrinsische Motivation; er kann Zufriedenheit und Glück bereiten und darin attraktiv sein.

FazitDas Buch "Glücksgarant Bundeswehr? Ethische Schlaglichter auf einige neuere Studien des ZMSBw im Kontext von Sinn und Glück des Soldatenberufs, Innerer Führung und Einsatz-Ethos" erschien im Jahr 2016 im Miles-Verlag. Der Soldatenberuf bietet extrinsische wie intrinsische Motivation; er kann Zufriedenheit und Glück bereiten und darin attraktiv sein. Die Studie liefert Argumente für eine Intensivierung der ethisch-politischen und menschlich-geistigen Bildung in der Bundeswehr. Inhaltlich schöpft diese aus dem Wertekontext der Inneren Führung, deren Relevanz auch für die "Generation Einsatz" unterstrichen wird.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann

Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>Innere Führung in Zahlen: Streitkräftebefragung 2013</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Angela Dörfler-Diercken und Robert Kramer: "Innere Führung in Zahlen: Streitkräftebefragung 2013" vor. Es erschien 2014 im Miles-Verlag.</strong></p>
<p>Angelika Dörfler-Dierken, Ev. Theologin, war Projektbereichsleiterin für Innere Führung, Ethik und Militärseelsorge im Forschungsbereich Sicherheitspolitik und Streitkräfte am ZMSBw in Potsdam und apl. Prof. am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg. Sie befindet sich seit 2021 im Ruhestand.</p>
<p>Dipl.-Kfm. Hauptmann Dr. &nbsp;Robert Kramer war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektbereich „Personalgewinnung und Personalbindung“‘ im Forschungsbereich „Militärsoziologie“ des ZMSBw. Zuvor war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (Institut für Marketing) sowie am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr in Strausberg tätig. Sein Arbeitsschwerpunkt lag auf der Durchführung empirischer Studien, die Fragen der Arbeitgeberattraktivität, der Berufs- und Arbeitgeberwahl sowie der Unternehmenskommunikation untersuchen. Heute ist Kramer Market Insight Manager bei der Berlin-Chemie AG.</p>
<p>In der Bundeswehrumfrage des Jahres 2013 wurden erstmals die Soldatinnen und Soldaten nach ihrer Kenntnis der ZDv 10/1 Innere Führung (2008), nach ihren Einstellungen gegenüber der Inneren Führung und nach ihren Erfahrungen mit der Umsetzung dieser Vorschrift in der Bundeswehr gefragt. Die repräsentativen Ergebnisse lassen die breite Zustimmung zur ZDv 10/1 Innere Führung (2008) ebenso erkennen wie Nachsteuerungsbedarf und Desiderate. Die vorliegende Untersuchung ist die erste empirisch gestützte Studie zur Inneren Führung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Angelika Dörfler-Dierken und Robert Kramer haben Bekanntheit, Akzeptanz und Umsetzung der Inneren Führung in der Bundeswehr untersucht. Auf der Basis der Streitkräftebefragung 2013 haben die Autoren die erste empirisch-quantitative Analyse zur Inneren Führung vorgelegt. Die Untersuchung bietet neue Perspektiven für die Wahrnehmung der in der Zentralen Dienstvorschrift zur Inneren Führung festgeschriebenen Grundsätze und Normen. Sie regt in viel-fältiger Weise zu Austausch und Diskussion über die Umsetzung der Inneren Führung und zu deren Weiterentwicklung an.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher: Esther Geiger<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <pubDate>Thu, 23 Nov 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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<p>Angelika Dörfler-Dierken, Ev. Theologin, war Projektbereichsleiterin für Innere Führung, Ethik und Militärseelsorge im Forschungsbereich Sicherheitspolitik und Streitkräfte am ZMSBw in Potsdam und apl. Prof. am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg. Sie befindet sich seit 2021 im Ruhestand.</p>
<p>Dipl.-Kfm. Hauptmann Dr. &nbsp;Robert Kramer war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektbereich „Personalgewinnung und Personalbindung“‘ im Forschungsbereich „Militärsoziologie“ des ZMSBw. Zuvor war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (Institut für Marketing) sowie am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr in Strausberg tätig. Sein Arbeitsschwerpunkt lag auf der Durchführung empirischer Studien, die Fragen der Arbeitgeberattraktivität, der Berufs- und Arbeitgeberwahl sowie der Unternehmenskommunikation untersuchen. Heute ist Kramer Market Insight Manager bei der Berlin-Chemie AG.</p>
<p>In der Bundeswehrumfrage des Jahres 2013 wurden erstmals die Soldatinnen und Soldaten nach ihrer Kenntnis der ZDv 10/1 Innere Führung (2008), nach ihren Einstellungen gegenüber der Inneren Führung und nach ihren Erfahrungen mit der Umsetzung dieser Vorschrift in der Bundeswehr gefragt. Die repräsentativen Ergebnisse lassen die breite Zustimmung zur ZDv 10/1 Innere Führung (2008) ebenso erkennen wie Nachsteuerungsbedarf und Desiderate. Die vorliegende Untersuchung ist die erste empirisch gestützte Studie zur Inneren Führung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Angelika Dörfler-Dierken und Robert Kramer haben Bekanntheit, Akzeptanz und Umsetzung der Inneren Führung in der Bundeswehr untersucht. Auf der Basis der Streitkräftebefragung 2013 haben die Autoren die erste empirisch-quantitative Analyse zur Inneren Führung vorgelegt. Die Untersuchung bietet neue Perspektiven für die Wahrnehmung der in der Zentralen Dienstvorschrift zur Inneren Führung festgeschriebenen Grundsätze und Normen. Sie regt in viel-fältiger Weise zu Austausch und Diskussion über die Umsetzung der Inneren Führung und zu deren Weiterentwicklung an.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher: Esther Geiger<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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Angelika Dörfler-Dierken, Ev. Theologin, war Projektbereichsleiterin für Innere Führung, Ethik und Militärseelsorge im Forschungsbereich Sicherheitspolitik und Streitkräfte am ZMSBw in Potsdam und apl. Prof. am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg. Sie befindet sich seit 2021 im Ruhestand.

Dipl.-Kfm. Hauptmann Dr.  Robert Kramer war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektbereich „Personalgewinnung und Personalbindung“‘ im Forschungsbereich „Militärsoziologie“ des ZMSBw. Zuvor war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (Institut für Marketing) sowie am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr in Strausberg tätig. Sein Arbeitsschwerpunkt lag auf der Durchführung empirischer Studien, die Fragen der Arbeitgeberattraktivität, der Berufs- und Arbeitgeberwahl sowie der Unternehmenskommunikation untersuchen. Heute ist Kramer Market Insight Manager bei der Berlin-Chemie AG.

In der Bundeswehrumfrage des Jahres 2013 wurden erstmals die Soldatinnen und Soldaten nach ihrer Kenntnis der ZDv 10/1 Innere Führung (2008), nach ihren Einstellungen gegenüber der Inneren Führung und nach ihren Erfahrungen mit der Umsetzung dieser Vorschrift in der Bundeswehr gefragt. Die repräsentativen Ergebnisse lassen die breite Zustimmung zur ZDv 10/1 Innere Führung (2008) ebenso erkennen wie Nachsteuerungsbedarf und Desiderate. Die vorliegende Untersuchung ist die erste empirisch gestützte Studie zur Inneren Führung.

FazitAngelika Dörfler-Dierken und Robert Kramer haben Bekanntheit, Akzeptanz und Umsetzung der Inneren Führung in der Bundeswehr untersucht. Auf der Basis der Streitkräftebefragung 2013 haben die Autoren die erste empirisch-quantitative Analyse zur Inneren Führung vorgelegt. Die Untersuchung bietet neue Perspektiven für die Wahrnehmung der in der Zentralen Dienstvorschrift zur Inneren Führung festgeschriebenen Grundsätze und Normen. Sie regt in viel-fältiger Weise zu Austausch und Diskussion über die Umsetzung der Inneren Führung und zu deren Weiterentwicklung an.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann

Sprecher: Esther Geiger

Produktion: Andrea Nimpsch

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    <item>
      <title>Der gewollte Soldat und sein Wandel</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Frank Nägler: "Der gewollte Soldat und sein Wandel". Personelle Rüstung und Innere Führung in den Aufbaujahren der Bundeswehr 1956 bis 1964/65 vor. Es erschien 2010 im De Gruyter Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Fregattenkapitän a. D. Dr. Frank Nägler ist Marineoffizier, Historikerstabsoffizier im Ruhestand und ehemaliger Wissenschaftler des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Nägler wurde veröffentlichte u. a. zur Geschichte der Bundeswehr, zur Marinegeschichte, zum Liberalismus und zum Thema „Deutsche Jüdische Soldaten“.</p>
<p>Das Projekt untersucht zunächst das bei Aufstellungsbeginn der Bundeswehr konzipierte Bild des Staatsbürgers in Uniform. Frank Nägler stellt hierbei konkurrierende Lesarten dieses Leitbildes vor und betrachtet sodann dessen Ausprägungen, wie sie in den einschlägigen Gesetzen, Vorschriften und Publikationen ihren Niederschlag gefunden haben. Schließlich wendet sich die Studie der bis 1964 vorgenommenen Aufstellung zu. Analysiert werden dabei die Folgen, welche die Rekrutierung und die damit einhergehenden Krisen für das Binnengefüge der Streitkräfte und für das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform gehabt haben.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Reihe Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland schließt nahtlos an das vierbändige Werk Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik an und schreibt die Geschichte der Bundeswehr fort.</p>
<p>Für den interessierten Laien sind die umfangreiche Buch-Einleitung und die jeweiligen Kapiteleinführungen in Verbindung mit der präzisen Zusammenfassung bereits ausreichend, um die Materie weitgehend zu erfassen. Für den forschenden Kenner dagegen ist diese Neuerscheinung eine kaum versiegende Informationsquelle und Fundus eigener Fragestellungen.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext/Sprecher: Dr. Uwe Hartmann<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <pubDate>Thu, 16 Nov 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Frank Nägler: "Der gewollte Soldat und sein Wandel". Personelle Rüstung und Innere Führung in den Aufbaujahren der Bundeswehr 1956 bis 1964/65 vor. Es erschien 2010 im De Gruyter Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Fregattenkapitän a. D. Dr. Frank Nägler ist Marineoffizier, Historikerstabsoffizier im Ruhestand und ehemaliger Wissenschaftler des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Nägler wurde veröffentlichte u. a. zur Geschichte der Bundeswehr, zur Marinegeschichte, zum Liberalismus und zum Thema „Deutsche Jüdische Soldaten“.</p>
<p>Das Projekt untersucht zunächst das bei Aufstellungsbeginn der Bundeswehr konzipierte Bild des Staatsbürgers in Uniform. Frank Nägler stellt hierbei konkurrierende Lesarten dieses Leitbildes vor und betrachtet sodann dessen Ausprägungen, wie sie in den einschlägigen Gesetzen, Vorschriften und Publikationen ihren Niederschlag gefunden haben. Schließlich wendet sich die Studie der bis 1964 vorgenommenen Aufstellung zu. Analysiert werden dabei die Folgen, welche die Rekrutierung und die damit einhergehenden Krisen für das Binnengefüge der Streitkräfte und für das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform gehabt haben.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Reihe Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland schließt nahtlos an das vierbändige Werk Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik an und schreibt die Geschichte der Bundeswehr fort.</p>
<p>Für den interessierten Laien sind die umfangreiche Buch-Einleitung und die jeweiligen Kapiteleinführungen in Verbindung mit der präzisen Zusammenfassung bereits ausreichend, um die Materie weitgehend zu erfassen. Für den forschenden Kenner dagegen ist diese Neuerscheinung eine kaum versiegende Informationsquelle und Fundus eigener Fragestellungen.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext/Sprecher: Dr. Uwe Hartmann<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></content:encoded>
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Fregattenkapitän a. D. Dr. Frank Nägler ist Marineoffizier, Historikerstabsoffizier im Ruhestand und ehemaliger Wissenschaftler des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Nägler wurde veröffentlichte u. a. zur Geschichte der Bundeswehr, zur Marinegeschichte, zum Liberalismus und zum Thema „Deutsche Jüdische Soldaten“.

Das Projekt untersucht zunächst das bei Aufstellungsbeginn der Bundeswehr konzipierte Bild des Staatsbürgers in Uniform. Frank Nägler stellt hierbei konkurrierende Lesarten dieses Leitbildes vor und betrachtet sodann dessen Ausprägungen, wie sie in den einschlägigen Gesetzen, Vorschriften und Publikationen ihren Niederschlag gefunden haben. Schließlich wendet sich die Studie der bis 1964 vorgenommenen Aufstellung zu. Analysiert werden dabei die Folgen, welche die Rekrutierung und die damit einhergehenden Krisen für das Binnengefüge der Streitkräfte und für das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform gehabt haben.

FazitDie Reihe Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland schließt nahtlos an das vierbändige Werk Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik an und schreibt die Geschichte der Bundeswehr fort.

Für den interessierten Laien sind die umfangreiche Buch-Einleitung und die jeweiligen Kapiteleinführungen in Verbindung mit der präzisen Zusammenfassung bereits ausreichend, um die Materie weitgehend zu erfassen. Für den forschenden Kenner dagegen ist diese Neuerscheinung eine kaum versiegende Informationsquelle und Fundus eigener Fragestellungen.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext/Sprecher: Dr. Uwe Hartmann

Produktion: Andrea Nimpsch

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      <title>Handbuch Innere Führung von 1957</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das "Handbuch Innere Führung" in seiner Ursprungsfassung vor. Das Werk erschien im Jahr 1957. Es wurde letztmalig 1972 in fünfter unveränderter Auflage in der Bundeswehr verteilt.</strong></p>
<p>Die Entstehungsbedingungen des „gelben Buchs“ (Koller) waren 1956/57 nicht einfach, die gestellte Aufgabe nicht weniger. Für den Aufbau der Bundeswehr war ein Tempo angesetzt, das die Zeit der Heeresvermehrung in den 30er Jahren noch übertraf. Alles geschah gleichzeitig – Wehrgesetzgebung, Organisationsaufbau und Aufstellung. Was man glaubte entbehren zu können, wurde gekürzt und vertagt. Dazu gehörte, trotz anderslautender Bekenntnisse, die Gründlichkeit der Führerausbildung, die Ausgestaltung der Inneren Ordnung und damit die Über- und Umsetzung der Leitvorstellungen der neuen Konzeption Innere Führung, die im Amt Blank entwickelt worden war. Vorschriften und Ausbildungshilfen waren Mangelware.</p>
<p>Hier sprang das „Handbuch“ ein. Darin waren Texte versammelt, die auf Referate der ersten Offizierlehrgänge zurückgriffen oder noch ausstehende Vorschriften erläuterten. Mit Beiträgen über den Eid, das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform, die soldatische Tradition und den 20. Juli 1944 steuerte Graf Baudissin knapp die Hälfte des Bandes bei. Andere Beiträge befassten sich mit den Leitsätzen für Menschenführer, Gruppenselbstarbeit, Truppen-Information und Truppen-Betreuung. Heraus kam – so der Untertitel – eine „Hilfe zur Klärung der Begriffe“, die sich im Grundsätzlichen bewegte, aber auch handfeste Handlungsanweisungen, Führungshilfen und Erfahrungswissen anbot.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Nicht nur die Form des „Handbuchs“ war anders als gewohnt, auch der Inhalt barg seinerzeit Sprengstoff. Der Denk- und Handlungsanleitung, die die Militärreformer den Soldaten vorlegten, lag eine Kernthese zugrunde: Militärische Schlagkraft, soldatische Professionalität und demokratische Lebensform sind vereinbar: „Verteidigungswert ist, was lebenswert ist.“ Damit war der Rechtsstatus des Soldaten als Staatsbürger gemeint, aber auch die Ausgestaltung des militärischen Erfahrungsraums, die Dienstgestaltung und das Vorgesetztenverhältnis, die Kräftigung von Teamgeist und Mitwirkung. Ziel war ein „freiheitliches Binnengefüge“ der neuen Armee, in der sich Rechte und Pflichten, Hierarchie und Partnerschaft die Waage halten. Beflügelt wurde dieser Ansatz von der Überzeugung, dass parlamentarische Demokratie, industrielle Arbeitsbeziehungen, liberale Gesellschaft und eine moderne Militärverfassung einander nicht ausschließen. Das „Handbuch“ sprach eine deutliche Sprache, wenn es unterstrich, dass „sittliche, geistige und seelische Kräfte mehr noch als fachliches Können den Wert des Soldaten in Frieden und Krieg bestimmen.“ Der Soldat konnte „eingebürgert“ werden, ohne an „abwehrbereiter Kriegstüchtigkeit“ zu verlieren. Es wäre eine lohnende Herausforderung, die heute zwischen Gesellschaft, Politik und Militär bestehenden Synergien mit der gleichen Ernsthaftigkeit zu entfalten!</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher: Michael Gutzeit<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 09 Nov 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das "Handbuch Innere Führung" in seiner Ursprungsfassung vor. Das Werk erschien im Jahr 1957. Es wurde letztmalig 1972 in fünfter unveränderter Auflage in der Bundeswehr verteilt.</strong></p>
<p>Die Entstehungsbedingungen des „gelben Buchs“ (Koller) waren 1956/57 nicht einfach, die gestellte Aufgabe nicht weniger. Für den Aufbau der Bundeswehr war ein Tempo angesetzt, das die Zeit der Heeresvermehrung in den 30er Jahren noch übertraf. Alles geschah gleichzeitig – Wehrgesetzgebung, Organisationsaufbau und Aufstellung. Was man glaubte entbehren zu können, wurde gekürzt und vertagt. Dazu gehörte, trotz anderslautender Bekenntnisse, die Gründlichkeit der Führerausbildung, die Ausgestaltung der Inneren Ordnung und damit die Über- und Umsetzung der Leitvorstellungen der neuen Konzeption Innere Führung, die im Amt Blank entwickelt worden war. Vorschriften und Ausbildungshilfen waren Mangelware.</p>
<p>Hier sprang das „Handbuch“ ein. Darin waren Texte versammelt, die auf Referate der ersten Offizierlehrgänge zurückgriffen oder noch ausstehende Vorschriften erläuterten. Mit Beiträgen über den Eid, das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform, die soldatische Tradition und den 20. Juli 1944 steuerte Graf Baudissin knapp die Hälfte des Bandes bei. Andere Beiträge befassten sich mit den Leitsätzen für Menschenführer, Gruppenselbstarbeit, Truppen-Information und Truppen-Betreuung. Heraus kam – so der Untertitel – eine „Hilfe zur Klärung der Begriffe“, die sich im Grundsätzlichen bewegte, aber auch handfeste Handlungsanweisungen, Führungshilfen und Erfahrungswissen anbot.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Nicht nur die Form des „Handbuchs“ war anders als gewohnt, auch der Inhalt barg seinerzeit Sprengstoff. Der Denk- und Handlungsanleitung, die die Militärreformer den Soldaten vorlegten, lag eine Kernthese zugrunde: Militärische Schlagkraft, soldatische Professionalität und demokratische Lebensform sind vereinbar: „Verteidigungswert ist, was lebenswert ist.“ Damit war der Rechtsstatus des Soldaten als Staatsbürger gemeint, aber auch die Ausgestaltung des militärischen Erfahrungsraums, die Dienstgestaltung und das Vorgesetztenverhältnis, die Kräftigung von Teamgeist und Mitwirkung. Ziel war ein „freiheitliches Binnengefüge“ der neuen Armee, in der sich Rechte und Pflichten, Hierarchie und Partnerschaft die Waage halten. Beflügelt wurde dieser Ansatz von der Überzeugung, dass parlamentarische Demokratie, industrielle Arbeitsbeziehungen, liberale Gesellschaft und eine moderne Militärverfassung einander nicht ausschließen. Das „Handbuch“ sprach eine deutliche Sprache, wenn es unterstrich, dass „sittliche, geistige und seelische Kräfte mehr noch als fachliches Können den Wert des Soldaten in Frieden und Krieg bestimmen.“ Der Soldat konnte „eingebürgert“ werden, ohne an „abwehrbereiter Kriegstüchtigkeit“ zu verlieren. Es wäre eine lohnende Herausforderung, die heute zwischen Gesellschaft, Politik und Militär bestehenden Synergien mit der gleichen Ernsthaftigkeit zu entfalten!</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann<br>
Sprecher: Michael Gutzeit<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das "Handbuch Innere Führung" in seiner Ursprungsfassung vor. Das Werk erschien im Jahr 1957. Es wurde letztmalig 1972 in fünfter unveränderter Auflage in der Bundeswehr verteilt.

Die Entstehungsbedingungen des „gelben Buchs“ (Koller) waren 1956/57 nicht einfach, die gestellte Aufgabe nicht weniger. Für den Aufbau der Bundeswehr war ein Tempo angesetzt, das die Zeit der Heeresvermehrung in den 30er Jahren noch übertraf. Alles geschah gleichzeitig – Wehrgesetzgebung, Organisationsaufbau und Aufstellung. Was man glaubte entbehren zu können, wurde gekürzt und vertagt. Dazu gehörte, trotz anderslautender Bekenntnisse, die Gründlichkeit der Führerausbildung, die Ausgestaltung der Inneren Ordnung und damit die Über- und Umsetzung der Leitvorstellungen der neuen Konzeption Innere Führung, die im Amt Blank entwickelt worden war. Vorschriften und Ausbildungshilfen waren Mangelware.

Hier sprang das „Handbuch“ ein. Darin waren Texte versammelt, die auf Referate der ersten Offizierlehrgänge zurückgriffen oder noch ausstehende Vorschriften erläuterten. Mit Beiträgen über den Eid, das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform, die soldatische Tradition und den 20. Juli 1944 steuerte Graf Baudissin knapp die Hälfte des Bandes bei. Andere Beiträge befassten sich mit den Leitsätzen für Menschenführer, Gruppenselbstarbeit, Truppen-Information und Truppen-Betreuung. Heraus kam – so der Untertitel – eine „Hilfe zur Klärung der Begriffe“, die sich im Grundsätzlichen bewegte, aber auch handfeste Handlungsanweisungen, Führungshilfen und Erfahrungswissen anbot.

FazitNicht nur die Form des „Handbuchs“ war anders als gewohnt, auch der Inhalt barg seinerzeit Sprengstoff. Der Denk- und Handlungsanleitung, die die Militärreformer den Soldaten vorlegten, lag eine Kernthese zugrunde: Militärische Schlagkraft, soldatische Professionalität und demokratische Lebensform sind vereinbar: „Verteidigungswert ist, was lebenswert ist.“ Damit war der Rechtsstatus des Soldaten als Staatsbürger gemeint, aber auch die Ausgestaltung des militärischen Erfahrungsraums, die Dienstgestaltung und das Vorgesetztenverhältnis, die Kräftigung von Teamgeist und Mitwirkung. Ziel war ein „freiheitliches Binnengefüge“ der neuen Armee, in der sich Rechte und Pflichten, Hierarchie und Partnerschaft die Waage halten. Beflügelt wurde dieser Ansatz von der Überzeugung, dass parlamentarische Demokratie, industrielle Arbeitsbeziehungen, liberale Gesellschaft und eine moderne Militärverfassung einander nicht ausschließen. Das „Handbuch“ sprach eine deutliche Sprache, wenn es unterstrich, dass „sittliche, geistige und seelische Kräfte mehr noch als fachliches Können den Wert des Soldaten in Frieden und Krieg bestimmen.“ Der Soldat konnte „eingebürgert“ werden, ohne an „abwehrbereiter Kriegstüchtigkeit“ zu verlieren. Es wäre eine lohnende Herausforderung, die heute zwischen Gesellschaft, Politik und Militär bestehenden Synergien mit der gleichen Ernsthaftigkeit zu entfalten!

Artikeltext und Sprechtext: Dr. Uwe Hartmann

Sprecher: Michael Gutzeit

Produktion: Andrea Nimpsch

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      <title>Der Flakon</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir den historischen Roman von Hans Pleschinski, Der Flakon vor. Das Werk erschien im Jahr 2023 im C.H. Beck-Verlag.</strong></p>
<h3>Deutsche Geschichte und heimliche Heldinnen</h3><p>Im August 1756 überfällt Friedrich der Große ohne Kriegserklärung Sachsen. Vor der hochgerüsteten preußischen Armee flüchtet Friedrich August, Herrscher über Sachsen und Polen, zusammen mit seinem Premierminister Heinrich von Brühl, nach Warschau. Aber die Reichsgräfin von Brühl bleibt in Dresden und kapituliert nicht, während das Land geplündert wird. Sie schmiedet einen Plan...</p>
<p>Getarnt durch ein Pseudonym, macht sie sich mit ihrer Kammerzofe auf den mühevollen Weg nach Leipzig, wo Friedrich der Große seine Audienzen hält. Kann man durch eine beherzte Tat die Geschichte verändern, einen barbarischen Krieg beenden?</p>
<p>In seinem neuen ebenso unterhaltsamen wie kenntnisreichen Roman erzählt Hans Pleschinski von einem wenig bekannten Ereignis der deutschen Geschichte und von heimlichen Heldinnen.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Hans Pleschinski lebt als freier Autor in München. Er veröffentlichte u.a. die Romane "Ludwigshöhe" (2008), "Königsallee" (2013), der ein Bestseller wurde, "Wiesenstein" (2018) und "Am Götterbaum" (2021), den Band "Verbot der Nüchternheit. Kleines Brevier für ein besseres Leben" (2007), gab die Briefe der Madame de Pompadour, den Briefwechsel Voltaire-Friedrich der Große, eine Auswahl aus dem Tagebuch des Herzogs von Croÿ und die Lebenserinnerungen der Else Sohn-Rethel heraus. Er erhielt u.a. den Hannelore-Greve-Preis (2006), denNicolas-Born-Preis (2008), den Literaturpreis der Stadt München (2014) und den Literaturpreis der Konrad Adenauer-Stiftung (2020). Er wurde 2012 zum Chevalier dans L’Ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Harald Potempa<br>
Sprecher: Leo Döring<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 02 Nov 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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<h3>Deutsche Geschichte und heimliche Heldinnen</h3><p>Im August 1756 überfällt Friedrich der Große ohne Kriegserklärung Sachsen. Vor der hochgerüsteten preußischen Armee flüchtet Friedrich August, Herrscher über Sachsen und Polen, zusammen mit seinem Premierminister Heinrich von Brühl, nach Warschau. Aber die Reichsgräfin von Brühl bleibt in Dresden und kapituliert nicht, während das Land geplündert wird. Sie schmiedet einen Plan...</p>
<p>Getarnt durch ein Pseudonym, macht sie sich mit ihrer Kammerzofe auf den mühevollen Weg nach Leipzig, wo Friedrich der Große seine Audienzen hält. Kann man durch eine beherzte Tat die Geschichte verändern, einen barbarischen Krieg beenden?</p>
<p>In seinem neuen ebenso unterhaltsamen wie kenntnisreichen Roman erzählt Hans Pleschinski von einem wenig bekannten Ereignis der deutschen Geschichte und von heimlichen Heldinnen.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Hans Pleschinski lebt als freier Autor in München. Er veröffentlichte u.a. die Romane "Ludwigshöhe" (2008), "Königsallee" (2013), der ein Bestseller wurde, "Wiesenstein" (2018) und "Am Götterbaum" (2021), den Band "Verbot der Nüchternheit. Kleines Brevier für ein besseres Leben" (2007), gab die Briefe der Madame de Pompadour, den Briefwechsel Voltaire-Friedrich der Große, eine Auswahl aus dem Tagebuch des Herzogs von Croÿ und die Lebenserinnerungen der Else Sohn-Rethel heraus. Er erhielt u.a. den Hannelore-Greve-Preis (2006), denNicolas-Born-Preis (2008), den Literaturpreis der Stadt München (2014) und den Literaturpreis der Konrad Adenauer-Stiftung (2020). Er wurde 2012 zum Chevalier dans L’Ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Harald Potempa<br>
Sprecher: Leo Döring<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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Deutsche Geschichte und heimliche HeldinnenIm August 1756 überfällt Friedrich der Große ohne Kriegserklärung Sachsen. Vor der hochgerüsteten preußischen Armee flüchtet Friedrich August, Herrscher über Sachsen und Polen, zusammen mit seinem Premierminister Heinrich von Brühl, nach Warschau. Aber die Reichsgräfin von Brühl bleibt in Dresden und kapituliert nicht, während das Land geplündert wird. Sie schmiedet einen Plan...

Getarnt durch ein Pseudonym, macht sie sich mit ihrer Kammerzofe auf den mühevollen Weg nach Leipzig, wo Friedrich der Große seine Audienzen hält. Kann man durch eine beherzte Tat die Geschichte verändern, einen barbarischen Krieg beenden?

In seinem neuen ebenso unterhaltsamen wie kenntnisreichen Roman erzählt Hans Pleschinski von einem wenig bekannten Ereignis der deutschen Geschichte und von heimlichen Heldinnen.

Der AutorHans Pleschinski lebt als freier Autor in München. Er veröffentlichte u.a. die Romane "Ludwigshöhe" (2008), "Königsallee" (2013), der ein Bestseller wurde, "Wiesenstein" (2018) und "Am Götterbaum" (2021), den Band "Verbot der Nüchternheit. Kleines Brevier für ein besseres Leben" (2007), gab die Briefe der Madame de Pompadour, den Briefwechsel Voltaire-Friedrich der Große, eine Auswahl aus dem Tagebuch des Herzogs von Croÿ und die Lebenserinnerungen der Else Sohn-Rethel heraus. Er erhielt u.a. den Hannelore-Greve-Preis (2006), denNicolas-Born-Preis (2008), den Literaturpreis der Stadt München (2014) und den Literaturpreis der Konrad Adenauer-Stiftung (2020). Er wurde 2012 zum Chevalier dans L’Ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Artikeltext und Sprechtext: Dr. Harald Potempa

Sprecher: Leo Döring

Produktion: Andrea Nimpsch

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      <title>Der Stahlhelm - Bund der Frontsoldaten</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Dennis Werberg: "Der Stahlhelm - Bund der Frontsoldaten. Eine Veteranenorganisation und ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus" aus der Reihe "Zeitalter der Weltkriege" vor.</strong></p>
<p><a href="https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-mitarbeiter-werberg-vita-5408994" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Major Dr. Dennis Werberg</a> ist Historikerstabsoffizier im Forschungsbereich Deutsche Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.<br>
<br>
Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Als eine der großen Veteranenorganisationen und rechte Sammlungsbewegung war der "Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten" ein bedeutender politischer Akteur der Weimarer Republik. Er stand in einem äußerst ambivalenten Verhältnis zum aufstrebenden Nationalsozialismus. Einerseits konkurrierten sie um die Vorherrschaft innerhalb des nationalen Lagers, andererseits erkannten beide Seiten den Nutzen einer Kooperation. Insbesondere den einfachen Stahlhelm-Mitgliedern erschien die NS-Bewegung als attraktive Alternative, die ihre Ziele zu erreichen schien. Die Konkurrenz steigerte sich 1931/32 zur erbitterten Feindschaft. Nach der Eingliederung eines Großteils der Bundesmitglieder in die SA im Jahr 1933 sah sich der Rest-Bund immer heftigeren Repressalien ausgesetzt, bevor er 1935 aufgelöst wurde. 1951 neu gegründet, konnte er nicht an seine früheren Erfolge anknüpfen. Mehrere Spaltungen beschleunigten den Niedergang der Organisation.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Winfried Heinemann<br>
Sprecher: Michael Gutzeit<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 26 Oct 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/angelesen</link>
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<p><a href="https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-mitarbeiter-werberg-vita-5408994" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Major Dr. Dennis Werberg</a> ist Historikerstabsoffizier im Forschungsbereich Deutsche Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.<br>
<br>
Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Als eine der großen Veteranenorganisationen und rechte Sammlungsbewegung war der "Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten" ein bedeutender politischer Akteur der Weimarer Republik. Er stand in einem äußerst ambivalenten Verhältnis zum aufstrebenden Nationalsozialismus. Einerseits konkurrierten sie um die Vorherrschaft innerhalb des nationalen Lagers, andererseits erkannten beide Seiten den Nutzen einer Kooperation. Insbesondere den einfachen Stahlhelm-Mitgliedern erschien die NS-Bewegung als attraktive Alternative, die ihre Ziele zu erreichen schien. Die Konkurrenz steigerte sich 1931/32 zur erbitterten Feindschaft. Nach der Eingliederung eines Großteils der Bundesmitglieder in die SA im Jahr 1933 sah sich der Rest-Bund immer heftigeren Repressalien ausgesetzt, bevor er 1935 aufgelöst wurde. 1951 neu gegründet, konnte er nicht an seine früheren Erfolge anknüpfen. Mehrere Spaltungen beschleunigten den Niedergang der Organisation.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Winfried Heinemann<br>
Sprecher: Michael Gutzeit<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:title>Der Stahlhelm - Bund der Frontsoldaten</itunes:title>
      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Dennis Werberg: "Der Stahlhelm - Bund der Frontsoldaten. Eine Veteranenorganisation und ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus" aus der Reihe "Zeitalter der Weltkriege" vor.

Major Dr. Dennis Werberg ist Historikerstabsoffizier im Forschungsbereich Deutsche Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.



Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.

FazitAls eine der großen Veteranenorganisationen und rechte Sammlungsbewegung war der "Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten" ein bedeutender politischer Akteur der Weimarer Republik. Er stand in einem äußerst ambivalenten Verhältnis zum aufstrebenden Nationalsozialismus. Einerseits konkurrierten sie um die Vorherrschaft innerhalb des nationalen Lagers, andererseits erkannten beide Seiten den Nutzen einer Kooperation. Insbesondere den einfachen Stahlhelm-Mitgliedern erschien die NS-Bewegung als attraktive Alternative, die ihre Ziele zu erreichen schien. Die Konkurrenz steigerte sich 1931/32 zur erbitterten Feindschaft. Nach der Eingliederung eines Großteils der Bundesmitglieder in die SA im Jahr 1933 sah sich der Rest-Bund immer heftigeren Repressalien ausgesetzt, bevor er 1935 aufgelöst wurde. 1951 neu gegründet, konnte er nicht an seine früheren Erfolge anknüpfen. Mehrere Spaltungen beschleunigten den Niedergang der Organisation.

Artikeltext und Sprechtext: Dr. Winfried Heinemann

Sprecher: Michael Gutzeit

Produktion: Andrea Nimpsch

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    </item>
    <item>
      <title>Der Sport des Militärs</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Martin Elbe und Frank Reichherzer: "Der Sport des Militärs. Perspektiven aus Forschung, Lehre und Praxis" vor. Es erschien 2023 im De Gruyter Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p></p>
<p>Prof. <a href="https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-mitarbeiter-elbe-5409030" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Dr. Martin Elbe</a> ist Projektleiter im Forschungsbereich Militärsoziologie am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und Vorsitzender des Arbeitskreises Militär und Sozialwissenschaften e. V..</p>
<p>Wissenschaftlicher Oberrat <a href="https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-mitarbeiter-reichherzer-5409312" rel="noopener noreferrer nofollow">Dr. Frank Reichherzer</a> ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und Projektleiter des Leitthemas „Militär und Gewalt“ im Rahmen der Agenda 2028 des ZMSBw.</p>
<p>Dieses Buch ist das erste umfassende Werk, das sich dem Zusammenhang von Sport und Militär aus verschiedenen Blickwinkeln nähert: sozialwissenschaftlich, historisch, sportwissenschaftlich und psychologisch. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf dem 20. Jahrhundert.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Sport hatte im Militär seit je einen hohen Stellenwert. Seine Bedeutung geht über körperliche Ertüchtigung weit hinaus. Dieser Sammelband, in dem neben Sozialwissenschaftlern und Historikern auch Sportmediziner und -Psychologen zu Wort kommen, geht sowohl den aktuellen Bezügen als auch der historischen Dimension des Themas nach. Bei der Darstellung des aktuellen Beziehungsgeflechts zwischen Sport und Militär steht die Bundeswehr im Vordergrund. Die historische Relevanz des Themas wird anhand von Beiträgen deutlich, die sich schwerpunktmäßig mit dem 20. Jahrhundert beschäftigen.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. ChristophKuhl<br>
Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 19 Oct 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw/Christoph Kuhl)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw/Christoph Kuhl</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Martin Elbe und Frank Reichherzer: "Der Sport des Militärs. Perspektiven aus Forschung, Lehre und Praxis" vor. Es erschien 2023 im De Gruyter Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p></p>
<p>Prof. <a href="https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-mitarbeiter-elbe-5409030" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Dr. Martin Elbe</a> ist Projektleiter im Forschungsbereich Militärsoziologie am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und Vorsitzender des Arbeitskreises Militär und Sozialwissenschaften e. V..</p>
<p>Wissenschaftlicher Oberrat <a href="https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-mitarbeiter-reichherzer-5409312" rel="noopener noreferrer nofollow">Dr. Frank Reichherzer</a> ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und Projektleiter des Leitthemas „Militär und Gewalt“ im Rahmen der Agenda 2028 des ZMSBw.</p>
<p>Dieses Buch ist das erste umfassende Werk, das sich dem Zusammenhang von Sport und Militär aus verschiedenen Blickwinkeln nähert: sozialwissenschaftlich, historisch, sportwissenschaftlich und psychologisch. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf dem 20. Jahrhundert.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Sport hatte im Militär seit je einen hohen Stellenwert. Seine Bedeutung geht über körperliche Ertüchtigung weit hinaus. Dieser Sammelband, in dem neben Sozialwissenschaftlern und Historikern auch Sportmediziner und -Psychologen zu Wort kommen, geht sowohl den aktuellen Bezügen als auch der historischen Dimension des Themas nach. Bei der Darstellung des aktuellen Beziehungsgeflechts zwischen Sport und Militär steht die Bundeswehr im Vordergrund. Die historische Relevanz des Themas wird anhand von Beiträgen deutlich, die sich schwerpunktmäßig mit dem 20. Jahrhundert beschäftigen.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. ChristophKuhl<br>
Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:title>Der Sport des Militärs</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Perspektiven aus Forschung, Lehre und Praxis</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Martin Elbe und Frank Reichherzer: "Der Sport des Militärs. Perspektiven aus Forschung, Lehre und Praxis" vor. Es erschien 2023 im De Gruyter Oldenbourg Verlag.



Prof. Dr. Martin Elbe ist Projektleiter im Forschungsbereich Militärsoziologie am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und Vorsitzender des Arbeitskreises Militär und Sozialwissenschaften e. V..

Wissenschaftlicher Oberrat Dr. Frank Reichherzer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und Projektleiter des Leitthemas „Militär und Gewalt“ im Rahmen der Agenda 2028 des ZMSBw.

Dieses Buch ist das erste umfassende Werk, das sich dem Zusammenhang von Sport und Militär aus verschiedenen Blickwinkeln nähert: sozialwissenschaftlich, historisch, sportwissenschaftlich und psychologisch. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf dem 20. Jahrhundert.

FazitSport hatte im Militär seit je einen hohen Stellenwert. Seine Bedeutung geht über körperliche Ertüchtigung weit hinaus. Dieser Sammelband, in dem neben Sozialwissenschaftlern und Historikern auch Sportmediziner und -Psychologen zu Wort kommen, geht sowohl den aktuellen Bezügen als auch der historischen Dimension des Themas nach. Bei der Darstellung des aktuellen Beziehungsgeflechts zwischen Sport und Militär steht die Bundeswehr im Vordergrund. Die historische Relevanz des Themas wird anhand von Beiträgen deutlich, die sich schwerpunktmäßig mit dem 20. Jahrhundert beschäftigen.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. ChristophKuhl

Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Das Große Hauptquartier im Ersten Weltkrieg</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Gerhard P. Groß, "Das Große Hauptquartier im Ersten Weltkrieg" aus der Reihe "Zeitalter der Weltkriege" vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im De Gruyter-Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Gerhard P. Groß ist Historiker und Oberst a. D. der Bundeswehr. Er war langjährig in leitenden Funktionen im Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr und am ZMSBw wissenschaftlich tätig. Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>1914 trat Deutschland mit dem Großen Hauptquartier als zentralem Führungsinstrument in den Krieg ein. In ihm versammelten sich neben Kaiser Wilhelm II. die wichtigsten politischen und militärischen Entscheidungsträger des Kaiserreichs. Diese Studie fragt nicht nur danach, was das Große Hauptquartier war, sondern wie man dort Führung organisierte, wie Entscheidungsprozesse abliefen und wie zeitgemäß es war. Die Studie von Gerhard P. Groß geht weit über eine Organisationsgeschichte hinaus. Sie ist zugleich ein institutionelles Psychogramm, das die Lebensrealität im Großen Hauptquartier abbildet und untersucht, welche Einflüsse der Alltag auf Führungsentscheidungen hatte – kurz: wie dieser militärische Stab funktionierte.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher: Dr. Heiner Möllers<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 12 Oct 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw/Christoph Kuhl)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw/Christoph Kuhl</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Gerhard P. Groß, "Das Große Hauptquartier im Ersten Weltkrieg" aus der Reihe "Zeitalter der Weltkriege" vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im De Gruyter-Oldenbourg Verlag.</strong></p>
<p>Gerhard P. Groß ist Historiker und Oberst a. D. der Bundeswehr. Er war langjährig in leitenden Funktionen im Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr und am ZMSBw wissenschaftlich tätig. Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>1914 trat Deutschland mit dem Großen Hauptquartier als zentralem Führungsinstrument in den Krieg ein. In ihm versammelten sich neben Kaiser Wilhelm II. die wichtigsten politischen und militärischen Entscheidungsträger des Kaiserreichs. Diese Studie fragt nicht nur danach, was das Große Hauptquartier war, sondern wie man dort Führung organisierte, wie Entscheidungsprozesse abliefen und wie zeitgemäß es war. Die Studie von Gerhard P. Groß geht weit über eine Organisationsgeschichte hinaus. Sie ist zugleich ein institutionelles Psychogramm, das die Lebensrealität im Großen Hauptquartier abbildet und untersucht, welche Einflüsse der Alltag auf Führungsentscheidungen hatte – kurz: wie dieser militärische Stab funktionierte.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher: Dr. Heiner Möllers<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Gerhard P. Groß, "Das Große Hauptquartier im Ersten Weltkrieg" aus der Reihe "Zeitalter der Weltkriege" vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im De Gruyter-Oldenbourg Verlag.

Gerhard P. Groß ist Historiker und Oberst a. D. der Bundeswehr. Er war langjährig in leitenden Funktionen im Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr und am ZMSBw wissenschaftlich tätig. Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.

Fazit1914 trat Deutschland mit dem Großen Hauptquartier als zentralem Führungsinstrument in den Krieg ein. In ihm versammelten sich neben Kaiser Wilhelm II. die wichtigsten politischen und militärischen Entscheidungsträger des Kaiserreichs. Diese Studie fragt nicht nur danach, was das Große Hauptquartier war, sondern wie man dort Führung organisierte, wie Entscheidungsprozesse abliefen und wie zeitgemäß es war. Die Studie von Gerhard P. Groß geht weit über eine Organisationsgeschichte hinaus. Sie ist zugleich ein institutionelles Psychogramm, das die Lebensrealität im Großen Hauptquartier abbildet und untersucht, welche Einflüsse der Alltag auf Führungsentscheidungen hatte – kurz: wie dieser militärische Stab funktionierte.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl

Sprecher: Dr. Heiner Möllers

Produktion: Andrea Nimpsch

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    <item>
      <title>Vom Kadetten bis zum Admiral</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Christian Jentzsch "Vom Kadetten bis zum Admiral. Das britische und deutsche Seeoffizierkorps 1871-1914" vor. Das Werk erschien im Jahr 2018 im De Gruyter-Oldenborg Verlag.</strong></p>
<p>Fregattenkapitän Christian Jentzsch ist Historikeroffizier und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Forschung im Bereich Einsatzgeschichte am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Royal Navy und die Kaiserliche Marine erlebten seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einen grundlegenden Wandel. Prägten anfangs Segelschiffhybride als Hauptkampfmittel die beiden Flotten, dominierten sie Großkampfschiffe vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Aber auch U-Boote und Seeflugzeuge spielten eine zunehmende Rolle. Vor allem die drastischen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wirkten sich auf die Aufgaben, Rekrutierung und Ausbildung der Offiziere aus. Christian Jentzsch untersucht, wie das Seeoffizierkorps der Kaiserlichen Marine und das Executive Officer Corps der Royal Navy auf die Herausforderungen reagierten.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Leonie Hieck<br>
Sprecher: Michael Gutzeit<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 05 Oct 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Bundeswehr/Leonie Hieck)</author>
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      <dc:creator>Bundeswehr/Leonie Hieck</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Christian Jentzsch "Vom Kadetten bis zum Admiral. Das britische und deutsche Seeoffizierkorps 1871-1914" vor. Das Werk erschien im Jahr 2018 im De Gruyter-Oldenborg Verlag.</strong></p>
<p>Fregattenkapitän Christian Jentzsch ist Historikeroffizier und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Forschung im Bereich Einsatzgeschichte am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Royal Navy und die Kaiserliche Marine erlebten seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einen grundlegenden Wandel. Prägten anfangs Segelschiffhybride als Hauptkampfmittel die beiden Flotten, dominierten sie Großkampfschiffe vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Aber auch U-Boote und Seeflugzeuge spielten eine zunehmende Rolle. Vor allem die drastischen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wirkten sich auf die Aufgaben, Rekrutierung und Ausbildung der Offiziere aus. Christian Jentzsch untersucht, wie das Seeoffizierkorps der Kaiserlichen Marine und das Executive Officer Corps der Royal Navy auf die Herausforderungen reagierten.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Leonie Hieck<br>
Sprecher: Michael Gutzeit<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:subtitle>Das britische und deutsche Seeoffizierkorps 1871-1914</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Christian Jentzsch "Vom Kadetten bis zum Admiral. Das britische und deutsche Seeoffizierkorps 1871-1914" vor. Das Werk erschien im Jahr 2018 im De Gruyter-Oldenborg Verlag.

Fregattenkapitän Christian Jentzsch ist Historikeroffizier und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Forschung im Bereich Einsatzgeschichte am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Das 20. Jahrhundert ist entscheidend durch die beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 geprägt worden. Sie veränderten die politische Landkarte der Welt, forderten Millionen und Abermillionen Opfer und prägten sich tief in das kollektive Gedächtnis ein. Die Reihe "Zeitalter der Weltkriege" des ZMSBw widmet sich diesen grundstürzenden Ereignissen. Sie versteht den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie die Zwischenkriegszeit als Einheit und operiert mit den Methoden der modernen Militärgeschichtsschreibung.

FazitDie Royal Navy und die Kaiserliche Marine erlebten seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einen grundlegenden Wandel. Prägten anfangs Segelschiffhybride als Hauptkampfmittel die beiden Flotten, dominierten sie Großkampfschiffe vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Aber auch U-Boote und Seeflugzeuge spielten eine zunehmende Rolle. Vor allem die drastischen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wirkten sich auf die Aufgaben, Rekrutierung und Ausbildung der Offiziere aus. Christian Jentzsch untersucht, wie das Seeoffizierkorps der Kaiserlichen Marine und das Executive Officer Corps der Royal Navy auf die Herausforderungen reagierten.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Leonie Hieck

Sprecher: Michael Gutzeit

Produktion: Andrea Nimpsch

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    <item>
      <title>Genosse General! Die Militärelite der DDR in biographischen Skizzen</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>19 Biographien von Generalen der anderen deutschen Armee stellen Hans Ehlert und Armin Wagner in ihrem Buch "Genosse General! Die Militärelite der DDR in biographischen Skizzen" vor. Der Sammelband erschien im Jahr 2002 im Christoph Links-Verlag Berlin.</strong></p>
<p>Am Aufbau der NVA wirkten rund 220 frühere Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands oder der SPD vor 1933 nun in Uniform mit, aber nicht alle als Offizier oder gar General. Mit ihnen dienten knapp 500 frühere Wehrmachoffiziere, darunter neun Generale. So sehr die ehemaligen Wehrmachtoffiziere mit ihrem Fachwissen in der NVA gebraucht wurden, so sehr begegneten der Staat und sein Überwachungsapparat ihnen mit Misstrauen. Exemplarisch werden hier die militärischen Lebenswege zweier NVA-Generale vorgestellt, die zuvor schon in der Wehrmacht Generale waren.<br>
<br>
Vincenz Müller, 1944 als Generalleutnant und Kommandierender General des XII. Armeekorps in sowjetische Kriegsgefangenschaft gegangen, erhielt 1952 seinen alten Dienstgrad und wurde später Chef des Hauptstabs der NVA.<br>
<br>
Arno von Lenski, 1943 in Stalingrad als Generalleutnant und Divisionskommandeur in sowjetische Kriegsgefangenschaft gegangen, baute ab 1952 als Generalmajor der Kasernierten Volkspolizei die Panzertruppe der späteren NVA auf.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch Genosse General! Die Militärelite der DDR in biographischen Skizzen erschien 2002 im Christoph Links-Verlag Berlin. Dr. Hans Ehlert (Oberst und später Amtschef des damaligen MGFA) und Dr. Armin Wagner (heute ebenfalls Oberst und ehemaliger Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden) stellen darin 19 weithin unbekannte Biographien von Generalen und Admiralen der DDR-Streitkräfte vor. Auch für nicht übermäßig an der NVA-Geschichte, sondern mehr an der der Reichswehr und Wehrmacht Interessierte, bietet der Sammelband spannende Lektüre.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Klaus Storkmann<br>
Sprecher: Andreas Eichner<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 28 Sep 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Dr. Klaus Storkmann)</author>
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      <dc:creator>Dr. Klaus Storkmann</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>19 Biographien von Generalen der anderen deutschen Armee stellen Hans Ehlert und Armin Wagner in ihrem Buch "Genosse General! Die Militärelite der DDR in biographischen Skizzen" vor. Der Sammelband erschien im Jahr 2002 im Christoph Links-Verlag Berlin.</strong></p>
<p>Am Aufbau der NVA wirkten rund 220 frühere Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands oder der SPD vor 1933 nun in Uniform mit, aber nicht alle als Offizier oder gar General. Mit ihnen dienten knapp 500 frühere Wehrmachoffiziere, darunter neun Generale. So sehr die ehemaligen Wehrmachtoffiziere mit ihrem Fachwissen in der NVA gebraucht wurden, so sehr begegneten der Staat und sein Überwachungsapparat ihnen mit Misstrauen. Exemplarisch werden hier die militärischen Lebenswege zweier NVA-Generale vorgestellt, die zuvor schon in der Wehrmacht Generale waren.<br>
<br>
Vincenz Müller, 1944 als Generalleutnant und Kommandierender General des XII. Armeekorps in sowjetische Kriegsgefangenschaft gegangen, erhielt 1952 seinen alten Dienstgrad und wurde später Chef des Hauptstabs der NVA.<br>
<br>
Arno von Lenski, 1943 in Stalingrad als Generalleutnant und Divisionskommandeur in sowjetische Kriegsgefangenschaft gegangen, baute ab 1952 als Generalmajor der Kasernierten Volkspolizei die Panzertruppe der späteren NVA auf.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch Genosse General! Die Militärelite der DDR in biographischen Skizzen erschien 2002 im Christoph Links-Verlag Berlin. Dr. Hans Ehlert (Oberst und später Amtschef des damaligen MGFA) und Dr. Armin Wagner (heute ebenfalls Oberst und ehemaliger Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden) stellen darin 19 weithin unbekannte Biographien von Generalen und Admiralen der DDR-Streitkräfte vor. Auch für nicht übermäßig an der NVA-Geschichte, sondern mehr an der der Reichswehr und Wehrmacht Interessierte, bietet der Sammelband spannende Lektüre.</p>
<p>Artikeltext und Sprechtext: Dr. Klaus Storkmann<br>
Sprecher: Andreas Eichner<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:author>Dr. Klaus Storkmann</itunes:author>
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      <itunes:summary>19 Biographien von Generalen der anderen deutschen Armee stellen Hans Ehlert und Armin Wagner in ihrem Buch "Genosse General! Die Militärelite der DDR in biographischen Skizzen" vor. Der Sammelband erschien im Jahr 2002 im Christoph Links-Verlag Berlin.

Am Aufbau der NVA wirkten rund 220 frühere Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands oder der SPD vor 1933 nun in Uniform mit, aber nicht alle als Offizier oder gar General. Mit ihnen dienten knapp 500 frühere Wehrmachoffiziere, darunter neun Generale. So sehr die ehemaligen Wehrmachtoffiziere mit ihrem Fachwissen in der NVA gebraucht wurden, so sehr begegneten der Staat und sein Überwachungsapparat ihnen mit Misstrauen. Exemplarisch werden hier die militärischen Lebenswege zweier NVA-Generale vorgestellt, die zuvor schon in der Wehrmacht Generale waren.



Vincenz Müller, 1944 als Generalleutnant und Kommandierender General des XII. Armeekorps in sowjetische Kriegsgefangenschaft gegangen, erhielt 1952 seinen alten Dienstgrad und wurde später Chef des Hauptstabs der NVA.



Arno von Lenski, 1943 in Stalingrad als Generalleutnant und Divisionskommandeur in sowjetische Kriegsgefangenschaft gegangen, baute ab 1952 als Generalmajor der Kasernierten Volkspolizei die Panzertruppe der späteren NVA auf.

FazitDas Buch Genosse General! Die Militärelite der DDR in biographischen Skizzen erschien 2002 im Christoph Links-Verlag Berlin. Dr. Hans Ehlert (Oberst und später Amtschef des damaligen MGFA) und Dr. Armin Wagner (heute ebenfalls Oberst und ehemaliger Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden) stellen darin 19 weithin unbekannte Biographien von Generalen und Admiralen der DDR-Streitkräfte vor. Auch für nicht übermäßig an der NVA-Geschichte, sondern mehr an der der Reichswehr und Wehrmacht Interessierte, bietet der Sammelband spannende Lektüre.

Artikeltext und Sprechtext: Dr. Klaus Storkmann

Sprecher: Andreas Eichner

Produktion: Andrea Nimpsch

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    <item>
      <title>Spielball der Politik. Eine kurze Geschichte der Bundeswehr</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Hauke Friederichs: "Spielball der Politik. Eine kurze Geschichte der Bundeswehr" vor. Das Werk erschien im Jahr 2023 im dtv Verlag.</strong></p>
<p>Dr. Hauke Friederichs ist Journalist und Bestseller-Autor. Der promovierte Historiker schreibt u.a. für ZEIT, SPIEGEL Geschichte und P.M. History. &nbsp;Er bereitet mit Leidenschaft Zeitgeschichte für ein breites Publikum auf. Er gilt als Bestsellerautor. Dieses Prädikat hat er sich mit seinem Buch „Funkenflug“ erworben, welches die Atmosphäre kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges im heißen August 1939 zusammenfasst. In der „Welt am Sonntag“ hieß es dazu: „Hauke Friederichs hat aus allerlei Quellen ein faszinierendes und instruktives Panorama zusammengetragen.“ Hauke Friederichs beschreibt in einer sehr anschaulichen Weise die Geschichte der Bundeswehr von ihren Anfängen bis zur Zeitenwende. Es gelingt ihm, den Lesern wichtige Ereignisse der Bundeswehrgeschichte miterleben zu lassen, indem er Einblicke in die Motive der handelnden Personen gibt und ein stimmiges Abbild der damaligen Zeit entwirft. Im Mittelpunkt stehen dabei der Kampf um die Innere Führung, der Umgang der Politik mit der Bundeswehr sowie deren Auslandseinsätze nach Ende des Kalten Krieges. Deutlich wird dabei, dass die Bundeswehr von Voraussetzungen lebt, die sie selbst nicht schaffen kann. Sie ist auf den politischen Willen und das gesellschaftliche Umfeld angewiesen.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Hauke Friederichs‘ Spielball der Politik ist ein guter und fundierter Grundkurs Bundeswehr. Ein kurzweiliges Geschichtsbuch und Geschenk an alle Staatsbürger in und vor allem ohne Uniform, die einen Blick in die Kaserne und in das Wesen der Bundeswehr riskieren wollen. Und dies gut erzählt, exemplarisch passend herausgearbeitet und auf Augenhöhe vom Autor dargeboten bekommen. Das Panorama der Bundeswehr ist das aktuelle Projekt des Autors, denn seine historischen Miniaturen über annähernd 70 Jahre Bundeswehr sind ebenfalls ein Panorama geworden. So lässt sich die Intension des Autors und zugleich die Stärke des Buches beschreiben. Ein solches Projekt ist nicht einfach zu stemmen, das griechische Wort „Pan-horama“ bringt es auf den Punkt: Es geht um die Zusammenschau von allem in einem Bild. Friederichs lädt uns also in eine Galerie der Bundeswehr ein, Bild folgt auf Bild. Es geht in den meisten Teilen um die konkreten und mit Namen zugeordneten Personen, deren Handeln und Denken, um daraus das historisch Essenzielle zu gewinnen. Die Stärke des Buches liegt dementsprechend nicht darin, bahnbrechende neue Forschungsergebnisse zu publizieren, sondern Bilder zu entwerfen, die Einblick in die Zeit und die handelnden Personen gewähren. Die wahre Kunst eines Historikers ist es, den Leser in eine Zeit mitzunehmen und darüber ein stimmiges Abbild zu entwerfen. Damit ist das Buch im besten Sinne populärwissenschaftlich.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Thomas Wanninger<br>
Sprecher: Michael Gutzeit<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <pubDate>Thu, 21 Sep 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Thomas Wanninger)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Hauke Friederichs: "Spielball der Politik. Eine kurze Geschichte der Bundeswehr" vor. Das Werk erschien im Jahr 2023 im dtv Verlag.</strong></p>
<p>Dr. Hauke Friederichs ist Journalist und Bestseller-Autor. Der promovierte Historiker schreibt u.a. für ZEIT, SPIEGEL Geschichte und P.M. History. &nbsp;Er bereitet mit Leidenschaft Zeitgeschichte für ein breites Publikum auf. Er gilt als Bestsellerautor. Dieses Prädikat hat er sich mit seinem Buch „Funkenflug“ erworben, welches die Atmosphäre kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges im heißen August 1939 zusammenfasst. In der „Welt am Sonntag“ hieß es dazu: „Hauke Friederichs hat aus allerlei Quellen ein faszinierendes und instruktives Panorama zusammengetragen.“ Hauke Friederichs beschreibt in einer sehr anschaulichen Weise die Geschichte der Bundeswehr von ihren Anfängen bis zur Zeitenwende. Es gelingt ihm, den Lesern wichtige Ereignisse der Bundeswehrgeschichte miterleben zu lassen, indem er Einblicke in die Motive der handelnden Personen gibt und ein stimmiges Abbild der damaligen Zeit entwirft. Im Mittelpunkt stehen dabei der Kampf um die Innere Führung, der Umgang der Politik mit der Bundeswehr sowie deren Auslandseinsätze nach Ende des Kalten Krieges. Deutlich wird dabei, dass die Bundeswehr von Voraussetzungen lebt, die sie selbst nicht schaffen kann. Sie ist auf den politischen Willen und das gesellschaftliche Umfeld angewiesen.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Hauke Friederichs‘ Spielball der Politik ist ein guter und fundierter Grundkurs Bundeswehr. Ein kurzweiliges Geschichtsbuch und Geschenk an alle Staatsbürger in und vor allem ohne Uniform, die einen Blick in die Kaserne und in das Wesen der Bundeswehr riskieren wollen. Und dies gut erzählt, exemplarisch passend herausgearbeitet und auf Augenhöhe vom Autor dargeboten bekommen. Das Panorama der Bundeswehr ist das aktuelle Projekt des Autors, denn seine historischen Miniaturen über annähernd 70 Jahre Bundeswehr sind ebenfalls ein Panorama geworden. So lässt sich die Intension des Autors und zugleich die Stärke des Buches beschreiben. Ein solches Projekt ist nicht einfach zu stemmen, das griechische Wort „Pan-horama“ bringt es auf den Punkt: Es geht um die Zusammenschau von allem in einem Bild. Friederichs lädt uns also in eine Galerie der Bundeswehr ein, Bild folgt auf Bild. Es geht in den meisten Teilen um die konkreten und mit Namen zugeordneten Personen, deren Handeln und Denken, um daraus das historisch Essenzielle zu gewinnen. Die Stärke des Buches liegt dementsprechend nicht darin, bahnbrechende neue Forschungsergebnisse zu publizieren, sondern Bilder zu entwerfen, die Einblick in die Zeit und die handelnden Personen gewähren. Die wahre Kunst eines Historikers ist es, den Leser in eine Zeit mitzunehmen und darüber ein stimmiges Abbild zu entwerfen. Damit ist das Buch im besten Sinne populärwissenschaftlich.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Thomas Wanninger<br>
Sprecher: Michael Gutzeit<br>
Produktion: Andrea Nimpsch</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Hauke Friederichs: "Spielball der Politik. Eine kurze Geschichte der Bundeswehr" vor. Das Werk erschien im Jahr 2023 im dtv Verlag.

Dr. Hauke Friederichs ist Journalist und Bestseller-Autor. Der promovierte Historiker schreibt u.a. für ZEIT, SPIEGEL Geschichte und P.M. History.  Er bereitet mit Leidenschaft Zeitgeschichte für ein breites Publikum auf. Er gilt als Bestsellerautor. Dieses Prädikat hat er sich mit seinem Buch „Funkenflug“ erworben, welches die Atmosphäre kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges im heißen August 1939 zusammenfasst. In der „Welt am Sonntag“ hieß es dazu: „Hauke Friederichs hat aus allerlei Quellen ein faszinierendes und instruktives Panorama zusammengetragen.“ Hauke Friederichs beschreibt in einer sehr anschaulichen Weise die Geschichte der Bundeswehr von ihren Anfängen bis zur Zeitenwende. Es gelingt ihm, den Lesern wichtige Ereignisse der Bundeswehrgeschichte miterleben zu lassen, indem er Einblicke in die Motive der handelnden Personen gibt und ein stimmiges Abbild der damaligen Zeit entwirft. Im Mittelpunkt stehen dabei der Kampf um die Innere Führung, der Umgang der Politik mit der Bundeswehr sowie deren Auslandseinsätze nach Ende des Kalten Krieges. Deutlich wird dabei, dass die Bundeswehr von Voraussetzungen lebt, die sie selbst nicht schaffen kann. Sie ist auf den politischen Willen und das gesellschaftliche Umfeld angewiesen. 

FazitHauke Friederichs‘ Spielball der Politik ist ein guter und fundierter Grundkurs Bundeswehr. Ein kurzweiliges Geschichtsbuch und Geschenk an alle Staatsbürger in und vor allem ohne Uniform, die einen Blick in die Kaserne und in das Wesen der Bundeswehr riskieren wollen. Und dies gut erzählt, exemplarisch passend herausgearbeitet und auf Augenhöhe vom Autor dargeboten bekommen. Das Panorama der Bundeswehr ist das aktuelle Projekt des Autors, denn seine historischen Miniaturen über annähernd 70 Jahre Bundeswehr sind ebenfalls ein Panorama geworden. So lässt sich die Intension des Autors und zugleich die Stärke des Buches beschreiben. Ein solches Projekt ist nicht einfach zu stemmen, das griechische Wort „Pan-horama“ bringt es auf den Punkt: Es geht um die Zusammenschau von allem in einem Bild. Friederichs lädt uns also in eine Galerie der Bundeswehr ein, Bild folgt auf Bild. Es geht in den meisten Teilen um die konkreten und mit Namen zugeordneten Personen, deren Handeln und Denken, um daraus das historisch Essenzielle zu gewinnen. Die Stärke des Buches liegt dementsprechend nicht darin, bahnbrechende neue Forschungsergebnisse zu publizieren, sondern Bilder zu entwerfen, die Einblick in die Zeit und die handelnden Personen gewähren. Die wahre Kunst eines Historikers ist es, den Leser in eine Zeit mitzunehmen und darüber ein stimmiges Abbild zu entwerfen. Damit ist das Buch im besten Sinne populärwissenschaftlich.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Thomas Wanninger

Sprecher: Michael Gutzeit

Produktion: Andrea Nimpsch

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      <title>Deutsche Militärgeschichte in Europa</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Jörg Echternkamp und Christoph Nübel: "Deutsche Militärgeschichte 1945-1990. Repräsentation, Organisation und Tradition von Streitkräften in Demokratie und Diktatur" vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im C.H. Links-Verlag.</strong></p>
<p>Wissenschaftlicher Direktor Professor Dr. Jörg Echternkamp ist Historiker und leitet den Projektbereich Militärgeschichte den Projektbereich Internationale Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Wissenschaftlicher Oberrat Dr. Christoph Nübel ist Historiker im Forschungsbereich Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Mit der Buchreihe "Deutsch-deutsche Militärgeschichte" betreibt das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ein weiteres Großprojekt, dessen bisherige Erträge unser Wissen über die Geschichte der beiden deutschen Staaten in ihrem Wechselverhältnis zwischen 1949 und 1990 auf vielerlei Weise bereichern. Keiner näheren Begründung bedarf, dass in Zeiten der Staaten‑ und Blockkonfrontation dem Militär ein besonderer Stellenwert zukommt. Jörg Echternkamps und Christoph Nübels Band betrachtet - wie auch der 2021 erschienene Band zu Militär und Gesellschaft - erstmals die Militärgeschichte beider deutscher Staaten in der Nachkriegszeit gemeinsam und liefert zudem einen wichtigen methodischen Beitrag zur Militärgeschichte als Zeitgeschichte.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Streitkräfte spielten im Kalten Krieg eine Schlüsselrolle. Doch selbst neuere Veröffentlichungen zur deutschen Geschichte zwischen 1945 und 1990 blenden sie weitgehend aus. In diesem Band nehmen renommierte Fachleute aus Europa und den USA erstmals die DDR und die Bundesrepublik gemeinsam in den Blick. Wie waren Nationale Volksarmee und Bundeswehr organisiert? Auf welche Weise nutzten sie die "geteilte" Vergangenheit zur Traditionsstiftung? Wie stellten sich die beiden Seiten dar, und wie wurden sie wahrgenommen? Vergleich und Verflechtung einerseits, internationale Einordnung andererseits - dieses Vorgehen eint die 20 Beiträge. Thema und Methode sorgen für einen innovativen Beitrag zur deutschen Zeitgeschichte im Ost-West-Konflikt.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <pubDate>Thu, 14 Sep 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Christoph Kuhl)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Jörg Echternkamp und Christoph Nübel: "Deutsche Militärgeschichte 1945-1990. Repräsentation, Organisation und Tradition von Streitkräften in Demokratie und Diktatur" vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im C.H. Links-Verlag.</strong></p>
<p>Wissenschaftlicher Direktor Professor Dr. Jörg Echternkamp ist Historiker und leitet den Projektbereich Militärgeschichte den Projektbereich Internationale Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Wissenschaftlicher Oberrat Dr. Christoph Nübel ist Historiker im Forschungsbereich Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Mit der Buchreihe "Deutsch-deutsche Militärgeschichte" betreibt das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ein weiteres Großprojekt, dessen bisherige Erträge unser Wissen über die Geschichte der beiden deutschen Staaten in ihrem Wechselverhältnis zwischen 1949 und 1990 auf vielerlei Weise bereichern. Keiner näheren Begründung bedarf, dass in Zeiten der Staaten‑ und Blockkonfrontation dem Militär ein besonderer Stellenwert zukommt. Jörg Echternkamps und Christoph Nübels Band betrachtet - wie auch der 2021 erschienene Band zu Militär und Gesellschaft - erstmals die Militärgeschichte beider deutscher Staaten in der Nachkriegszeit gemeinsam und liefert zudem einen wichtigen methodischen Beitrag zur Militärgeschichte als Zeitgeschichte.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Streitkräfte spielten im Kalten Krieg eine Schlüsselrolle. Doch selbst neuere Veröffentlichungen zur deutschen Geschichte zwischen 1945 und 1990 blenden sie weitgehend aus. In diesem Band nehmen renommierte Fachleute aus Europa und den USA erstmals die DDR und die Bundesrepublik gemeinsam in den Blick. Wie waren Nationale Volksarmee und Bundeswehr organisiert? Auf welche Weise nutzten sie die "geteilte" Vergangenheit zur Traditionsstiftung? Wie stellten sich die beiden Seiten dar, und wie wurden sie wahrgenommen? Vergleich und Verflechtung einerseits, internationale Einordnung andererseits - dieses Vorgehen eint die 20 Beiträge. Thema und Methode sorgen für einen innovativen Beitrag zur deutschen Zeitgeschichte im Ost-West-Konflikt.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellen wir das Buch von Jörg Echternkamp und Christoph Nübel: "Deutsche Militärgeschichte 1945-1990. Repräsentation, Organisation und Tradition von Streitkräften in Demokratie und Diktatur" vor. Das Werk erschien im Jahr 2022 im C.H. Links-Verlag.

Wissenschaftlicher Direktor Professor Dr. Jörg Echternkamp ist Historiker und leitet den Projektbereich Militärgeschichte den Projektbereich Internationale Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Wissenschaftlicher Oberrat Dr. Christoph Nübel ist Historiker im Forschungsbereich Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Mit der Buchreihe "Deutsch-deutsche Militärgeschichte" betreibt das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ein weiteres Großprojekt, dessen bisherige Erträge unser Wissen über die Geschichte der beiden deutschen Staaten in ihrem Wechselverhältnis zwischen 1949 und 1990 auf vielerlei Weise bereichern. Keiner näheren Begründung bedarf, dass in Zeiten der Staaten‑ und Blockkonfrontation dem Militär ein besonderer Stellenwert zukommt. Jörg Echternkamps und Christoph Nübels Band betrachtet - wie auch der 2021 erschienene Band zu Militär und Gesellschaft - erstmals die Militärgeschichte beider deutscher Staaten in der Nachkriegszeit gemeinsam und liefert zudem einen wichtigen methodischen Beitrag zur Militärgeschichte als Zeitgeschichte. 

FazitDie Streitkräfte spielten im Kalten Krieg eine Schlüsselrolle. Doch selbst neuere Veröffentlichungen zur deutschen Geschichte zwischen 1945 und 1990 blenden sie weitgehend aus. In diesem Band nehmen renommierte Fachleute aus Europa und den USA erstmals die DDR und die Bundesrepublik gemeinsam in den Blick. Wie waren Nationale Volksarmee und Bundeswehr organisiert? Auf welche Weise nutzten sie die "geteilte" Vergangenheit zur Traditionsstiftung? Wie stellten sich die beiden Seiten dar, und wie wurden sie wahrgenommen? Vergleich und Verflechtung einerseits, internationale Einordnung andererseits - dieses Vorgehen eint die 20 Beiträge. Thema und Methode sorgen für einen innovativen Beitrag zur deutschen Zeitgeschichte im Ost-West-Konflikt.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl

Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen

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      <title>Militär und Gesellschaft in Ost- und Westdeutschland 1970-1990</title>
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<p>Wissenschaftlicher Direktor Professor Dr. Jörg Echternkamp ist Historiker und leitet den Projektbereich Militärgeschichte den Projektbereich Internationale Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Mit der Buchreihe "Deutsch-deutsche Militärgeschichte" betreibt das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) ein weiteres Großprojekt, dessen bisherige Erträge unser Wissen über die Geschichte der beiden deutschen Staaten in ihrem Wechselverhältnis zwischen 1949 und 1990 auf vielerlei Weise bereichern. Keiner näheren Begründung bedarf, dass in Zeiten der Staaten‑ und Blockkonfrontation dem Militär ein besonderer Stellenwert zukommt. Jörg Echternkamps Band betrachtet erstmals die Militärgeschichte beider deutscher Staaten in der Nachkriegszeit gemeinsam und liefert zudem einen wichtigen methodischen Beitrag zur Militärgeschichte als Zeitgeschichte.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Streitkräfte spielten im Kalten Krieg eine Schlüsselrolle. Doch selbst neuere Veröffentlichungen zur deutschen Geschichte zwischen 1945 und 1990 blenden sie weitgehend aus. In diesem Band nehmen renommierte Fachleute aus Europa und den USA erstmals die DDR und die Bundesrepublik gemeinsam in den Blick. Wie waren Nationale Volksarmee und Bundeswehr organisiert? Auf welche Weise nutzten sie die "geteilte" Vergangenheit zur Traditionsstiftung? Wie stellten sich die beiden Seiten dar, und wie wurden sie wahrgenommen? Vergleich und Verflechtung einerseits, internationale Einordnung andererseits - dieses Vorgehen eint die 20 Beiträge. Thema und Methode sorgen für einen innovativen Beitrag zur deutschen Zeitgeschichte im Ost-West-Konflikt.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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      <pubDate>Thu, 07 Sep 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Christoph Kuhl)</author>
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<p>Wissenschaftlicher Direktor Professor Dr. Jörg Echternkamp ist Historiker und leitet den Projektbereich Militärgeschichte den Projektbereich Internationale Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Mit der Buchreihe "Deutsch-deutsche Militärgeschichte" betreibt das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) ein weiteres Großprojekt, dessen bisherige Erträge unser Wissen über die Geschichte der beiden deutschen Staaten in ihrem Wechselverhältnis zwischen 1949 und 1990 auf vielerlei Weise bereichern. Keiner näheren Begründung bedarf, dass in Zeiten der Staaten‑ und Blockkonfrontation dem Militär ein besonderer Stellenwert zukommt. Jörg Echternkamps Band betrachtet erstmals die Militärgeschichte beider deutscher Staaten in der Nachkriegszeit gemeinsam und liefert zudem einen wichtigen methodischen Beitrag zur Militärgeschichte als Zeitgeschichte.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Die Streitkräfte spielten im Kalten Krieg eine Schlüsselrolle. Doch selbst neuere Veröffentlichungen zur deutschen Geschichte zwischen 1945 und 1990 blenden sie weitgehend aus. In diesem Band nehmen renommierte Fachleute aus Europa und den USA erstmals die DDR und die Bundesrepublik gemeinsam in den Blick. Wie waren Nationale Volksarmee und Bundeswehr organisiert? Auf welche Weise nutzten sie die "geteilte" Vergangenheit zur Traditionsstiftung? Wie stellten sich die beiden Seiten dar, und wie wurden sie wahrgenommen? Vergleich und Verflechtung einerseits, internationale Einordnung andererseits - dieses Vorgehen eint die 20 Beiträge. Thema und Methode sorgen für einen innovativen Beitrag zur deutschen Zeitgeschichte im Ost-West-Konflikt.</p>
<p>Artikeltext: Dr. Stefan Brenner<br>
Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl<br>
Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen</p>
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Wissenschaftlicher Direktor Professor Dr. Jörg Echternkamp ist Historiker und leitet den Projektbereich Militärgeschichte den Projektbereich Internationale Militärgeschichte nach 1945 am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Mit der Buchreihe "Deutsch-deutsche Militärgeschichte" betreibt das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) ein weiteres Großprojekt, dessen bisherige Erträge unser Wissen über die Geschichte der beiden deutschen Staaten in ihrem Wechselverhältnis zwischen 1949 und 1990 auf vielerlei Weise bereichern. Keiner näheren Begründung bedarf, dass in Zeiten der Staaten‑ und Blockkonfrontation dem Militär ein besonderer Stellenwert zukommt. Jörg Echternkamps Band betrachtet erstmals die Militärgeschichte beider deutscher Staaten in der Nachkriegszeit gemeinsam und liefert zudem einen wichtigen methodischen Beitrag zur Militärgeschichte als Zeitgeschichte. 

FazitDie Streitkräfte spielten im Kalten Krieg eine Schlüsselrolle. Doch selbst neuere Veröffentlichungen zur deutschen Geschichte zwischen 1945 und 1990 blenden sie weitgehend aus. In diesem Band nehmen renommierte Fachleute aus Europa und den USA erstmals die DDR und die Bundesrepublik gemeinsam in den Blick. Wie waren Nationale Volksarmee und Bundeswehr organisiert? Auf welche Weise nutzten sie die "geteilte" Vergangenheit zur Traditionsstiftung? Wie stellten sich die beiden Seiten dar, und wie wurden sie wahrgenommen? Vergleich und Verflechtung einerseits, internationale Einordnung andererseits - dieses Vorgehen eint die 20 Beiträge. Thema und Methode sorgen für einen innovativen Beitrag zur deutschen Zeitgeschichte im Ost-West-Konflikt.

Artikeltext: Dr. Stefan Brenner

Sprechtext: Dr. Christoph Kuhl

Sprecher/Produktion: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Die Rudel-Affäre 1976</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Daniel Schilling, "Die Rudel-Affäre 1976. Genese, Wirkung und Folgen eines politischen Skandals" vor. Das Werk erschien im Jahr 2020 im Miles#de-Verlag.</strong></p>
<p>Die Frage nach dem richtigen Traditionsverständnis für die Bundeswehr wurde nicht selten im Nachgang von Skandalen beantwortet. Dazu gehört beispielsweise die sogenannte „Rudel-Affäre“. Im Herbst 1976 wurde Oberst a.D. Hans-Ulrich Rudel zu einem Traditionstreffen auf einen Fliegerhorst der Luftwaffe eingeladen. Dieser hatte in der jungen Bundesrepublik Deutschland mehrfach seine rechtsextremistische Gesinnung geäußert. Wie es zu der Einladung kam, wie Generale der Bundeswehr diese rechtfertigten, welche Konflikte dadurch mit der politischen Leitung des BMVg entstanden und wie dieser Skandal parteipolitisch genutzt wurde, schildert der Autor Daniel Schilling in seinem Buch.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Regierungsinspektor Daniel Schilling M.A. ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Referat Museums- und Sammlungswesen der Bundeswehr am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.<br>
Er beschreibt in seinem Buch eine der Zäsuren der Bundeswehrgeschichte auf dem Weg hin zu einem in der Demokratie verankerten Traditionsverständnis. War es bis zur „Rudel-Affäre“ des Jahres 1976 noch möglich, ungeniert Altnazis in die Kasernen der Bundeswehr einzuladen, so hat sich das danach völlig geändert. Die Beschwörung unpolitischer soldatischer Tugenden hat mit dieser Affäre ihren ersten spürbaren Endpunkt erreicht. Sie führte dazu, dass künftig die Bande zu sich unpolitisch gebenden Wehrmachtveteranen schärfer beobachtet und damit schrittweise abgeschafft wurden.&nbsp;</p>
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      <pubDate>Thu, 31 Aug 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/angelesen</link>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Christoph Kuhl)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Daniel Schilling, "Die Rudel-Affäre 1976. Genese, Wirkung und Folgen eines politischen Skandals" vor. Das Werk erschien im Jahr 2020 im Miles#de-Verlag.</strong></p>
<p>Die Frage nach dem richtigen Traditionsverständnis für die Bundeswehr wurde nicht selten im Nachgang von Skandalen beantwortet. Dazu gehört beispielsweise die sogenannte „Rudel-Affäre“. Im Herbst 1976 wurde Oberst a.D. Hans-Ulrich Rudel zu einem Traditionstreffen auf einen Fliegerhorst der Luftwaffe eingeladen. Dieser hatte in der jungen Bundesrepublik Deutschland mehrfach seine rechtsextremistische Gesinnung geäußert. Wie es zu der Einladung kam, wie Generale der Bundeswehr diese rechtfertigten, welche Konflikte dadurch mit der politischen Leitung des BMVg entstanden und wie dieser Skandal parteipolitisch genutzt wurde, schildert der Autor Daniel Schilling in seinem Buch.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Regierungsinspektor Daniel Schilling M.A. ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Referat Museums- und Sammlungswesen der Bundeswehr am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.<br>
Er beschreibt in seinem Buch eine der Zäsuren der Bundeswehrgeschichte auf dem Weg hin zu einem in der Demokratie verankerten Traditionsverständnis. War es bis zur „Rudel-Affäre“ des Jahres 1976 noch möglich, ungeniert Altnazis in die Kasernen der Bundeswehr einzuladen, so hat sich das danach völlig geändert. Die Beschwörung unpolitischer soldatischer Tugenden hat mit dieser Affäre ihren ersten spürbaren Endpunkt erreicht. Sie führte dazu, dass künftig die Bande zu sich unpolitisch gebenden Wehrmachtveteranen schärfer beobachtet und damit schrittweise abgeschafft wurden.&nbsp;</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von Angelesen, dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Daniel Schilling, "Die Rudel-Affäre 1976. Genese, Wirkung und Folgen eines politischen Skandals" vor. Das Werk erschien im Jahr 2020 im Miles#de-Verlag.

Die Frage nach dem richtigen Traditionsverständnis für die Bundeswehr wurde nicht selten im Nachgang von Skandalen beantwortet. Dazu gehört beispielsweise die sogenannte „Rudel-Affäre“. Im Herbst 1976 wurde Oberst a.D. Hans-Ulrich Rudel zu einem Traditionstreffen auf einen Fliegerhorst der Luftwaffe eingeladen. Dieser hatte in der jungen Bundesrepublik Deutschland mehrfach seine rechtsextremistische Gesinnung geäußert. Wie es zu der Einladung kam, wie Generale der Bundeswehr diese rechtfertigten, welche Konflikte dadurch mit der politischen Leitung des BMVg entstanden und wie dieser Skandal parteipolitisch genutzt wurde, schildert der Autor Daniel Schilling in seinem Buch.

FazitRegierungsinspektor Daniel Schilling M.A. ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Referat Museums- und Sammlungswesen der Bundeswehr am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.

Er beschreibt in seinem Buch eine der Zäsuren der Bundeswehrgeschichte auf dem Weg hin zu einem in der Demokratie verankerten Traditionsverständnis. War es bis zur „Rudel-Affäre“ des Jahres 1976 noch möglich, ungeniert Altnazis in die Kasernen der Bundeswehr einzuladen, so hat sich das danach völlig geändert. Die Beschwörung unpolitischer soldatischer Tugenden hat mit dieser Affäre ihren ersten spürbaren Endpunkt erreicht. Sie führte dazu, dass künftig die Bande zu sich unpolitisch gebenden Wehrmachtveteranen schärfer beobachtet und damit schrittweise abgeschafft wurden. 

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      <title>„Die Bundeswehr – von der Gründung bis zur Zeitenwende“.</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Der Politikwissenschaftler Wilfried von Bredow liefert eine kompakte Geschichte der Bundeswehr. Der Titel seines 2023 erschienenen Buches lautet „Die Bundeswehr – von der Gründung bis zur Zeitenwende“. Prof. Dr. Wilfried von Bredow lehrte an der Universität Marburg. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zu sicherheits- und militärpolitischen Fragen sowie zur Bundeswehr veröffentlicht.</strong></p>
<p>Wilfried von Bredow, ein exzellenter Kenner der Bundeswehr und kritischer Beobachter der Sicherheitspolitik Deutschland, beschreibt die Geschichte der Bundeswehr von ihren historischen Wurzeln in ihren Vorgängerarmeen bis hin zu den Herausforderungen, vor denen sie heute im Zuge der Zeitenwende steht. Er beschreibt sie als eine Armee, die in Bündnisstrukturen eingebettet und stark von gesellschaftspolitischen Entwicklungen beeinflusst ist. Kritisch weist er auf Phänomene wie überambitionierte Ziele bereits in ihrer Aufbauphase und unterfinanzierten Reformen vor allem der „Armee im Einsatz“ hin. Trotz aller Ungewissheit über die Zukunft sei klar, dass es&nbsp;keinen „Abschied vom Soldaten“ geben werde. Streitkräfte werden gebraucht und zwar mehr denn je.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch „Die Bundeswehr – von der Gründung bis zur Zeitenwende“ von Wilfried von Bredow ist 2023 im BeBra Verlag erschienen und bietet eine spannend geschriebene und auf 240 Seiten kompakte Darstellung der Geschichte der Bundeswehr von ihren historischen Wurzeln bis hin zu den Herausforderungen, vor denen sie heute als weltweit agierende Truppe steht. Wilfried von Bredow bettet die Entwicklungen in den gesellschaftlichen Kontext der jeweiligen Zeit ein und spart dabei auch Kritisches nicht aus. Für aktive und ehemalige Soldaten, für den militärpolitisch interessierten Leser, aber auch für Träger von Erziehung und Bildung ist dieses Buch besonders zu empfehlen.</p>
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      <pubDate>Thu, 24 Aug 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Alexander Barti)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Politikwissenschaftler Wilfried von Bredow liefert eine kompakte Geschichte der Bundeswehr. Der Titel seines 2023 erschienenen Buches lautet „Die Bundeswehr – von der Gründung bis zur Zeitenwende“. Prof. Dr. Wilfried von Bredow lehrte an der Universität Marburg. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zu sicherheits- und militärpolitischen Fragen sowie zur Bundeswehr veröffentlicht.</strong></p>
<p>Wilfried von Bredow, ein exzellenter Kenner der Bundeswehr und kritischer Beobachter der Sicherheitspolitik Deutschland, beschreibt die Geschichte der Bundeswehr von ihren historischen Wurzeln in ihren Vorgängerarmeen bis hin zu den Herausforderungen, vor denen sie heute im Zuge der Zeitenwende steht. Er beschreibt sie als eine Armee, die in Bündnisstrukturen eingebettet und stark von gesellschaftspolitischen Entwicklungen beeinflusst ist. Kritisch weist er auf Phänomene wie überambitionierte Ziele bereits in ihrer Aufbauphase und unterfinanzierten Reformen vor allem der „Armee im Einsatz“ hin. Trotz aller Ungewissheit über die Zukunft sei klar, dass es&nbsp;keinen „Abschied vom Soldaten“ geben werde. Streitkräfte werden gebraucht und zwar mehr denn je.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch „Die Bundeswehr – von der Gründung bis zur Zeitenwende“ von Wilfried von Bredow ist 2023 im BeBra Verlag erschienen und bietet eine spannend geschriebene und auf 240 Seiten kompakte Darstellung der Geschichte der Bundeswehr von ihren historischen Wurzeln bis hin zu den Herausforderungen, vor denen sie heute als weltweit agierende Truppe steht. Wilfried von Bredow bettet die Entwicklungen in den gesellschaftlichen Kontext der jeweiligen Zeit ein und spart dabei auch Kritisches nicht aus. Für aktive und ehemalige Soldaten, für den militärpolitisch interessierten Leser, aber auch für Träger von Erziehung und Bildung ist dieses Buch besonders zu empfehlen.</p>
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Wilfried von Bredow, ein exzellenter Kenner der Bundeswehr und kritischer Beobachter der Sicherheitspolitik Deutschland, beschreibt die Geschichte der Bundeswehr von ihren historischen Wurzeln in ihren Vorgängerarmeen bis hin zu den Herausforderungen, vor denen sie heute im Zuge der Zeitenwende steht. Er beschreibt sie als eine Armee, die in Bündnisstrukturen eingebettet und stark von gesellschaftspolitischen Entwicklungen beeinflusst ist. Kritisch weist er auf Phänomene wie überambitionierte Ziele bereits in ihrer Aufbauphase und unterfinanzierten Reformen vor allem der „Armee im Einsatz“ hin. Trotz aller Ungewissheit über die Zukunft sei klar, dass es keinen „Abschied vom Soldaten“ geben werde. Streitkräfte werden gebraucht und zwar mehr denn je.

FazitDas Buch „Die Bundeswehr – von der Gründung bis zur Zeitenwende“ von Wilfried von Bredow ist 2023 im BeBra Verlag erschienen und bietet eine spannend geschriebene und auf 240 Seiten kompakte Darstellung der Geschichte der Bundeswehr von ihren historischen Wurzeln bis hin zu den Herausforderungen, vor denen sie heute als weltweit agierende Truppe steht. Wilfried von Bredow bettet die Entwicklungen in den gesellschaftlichen Kontext der jeweiligen Zeit ein und spart dabei auch Kritisches nicht aus. Für aktive und ehemalige Soldaten, für den militärpolitisch interessierten Leser, aber auch für Träger von Erziehung und Bildung ist dieses Buch besonders zu empfehlen.

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    <item>
      <title>Besuch im Soldatenhimmel. Ein wissenschaftlicher Reisebericht aus einer anderen Welt</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>"Besuch im Soldatenhimmel. Ein wissenschaftlicher Reisebericht aus einer anderen Welt" – so lautet der Titel des von Martin Kutz verfassten und 2022 im Miles#en-Verlag erschienenen Buches. Es ist eine amüsante Allegorie auf das Traditionsverständnis der Bundeswehr.</strong></p>
<p>Tradition in der Bundeswehr ist ein Auswahlprozess. Nur Personen aus der Militärgeschichte, die bestimmte, für uns heute wichtige Kriterien erfüllen, haben eine Chance, als Namensgeber beispielsweise von Kasernen ausgewählt oder jungen Soldatinnen und Soldaten als Vorbild empfohlen zu werden. In seinem Reisebericht in den Soldatenhimmel schildert Martin Kutz anschaulich, warum Soldaten in der Hölle schmoren und wie sie unter dem ständigen Nacherleben ihrer Missetaten leiden müssen. Es gibt allerdings einen Ausweg aus der Hölle; er führt über das Fegefeuer in den Himmel. Detailliert beschreibt der Autor die Mitglieder und Aufgaben der Prüfungskommission, die über die Neuaufnahme in den Soldatenhimmel entscheidet.<strong>&nbsp;</strong></p>
<h3>Fazit</h3><p>Wer sich mit dem Traditionsverständnis der Bundeswehr beschäftigen will, hat mit dem „Besuch im Soldatenhimmel“ eine vergnügliche Ergänzung zum Traditionserlass von 2018. Martin Kutz gelingt damit eine unterhaltsame Antwort auf die wichtige Frage, welche Persönlichkeiten aus der deutschen Militärgeschichte traditionsstiftend für uns sind. Er selbst ist 1939 geboren und war bis zu seiner Pensionierung wissenschaftlicher Direktor im Fachbereich Sozialwissenschaften der Führungsakademie der Bundeswehr. 2022 erschien das von Martin Kutz verfasste Buch im <a href="https://miles-verlag.jimdofree.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Miles#de-Verlag</a></p>
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      <pubDate>Thu, 17 Aug 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Uwe Hartmann)</author>
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      <dc:creator>Uwe Hartmann</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>"Besuch im Soldatenhimmel. Ein wissenschaftlicher Reisebericht aus einer anderen Welt" – so lautet der Titel des von Martin Kutz verfassten und 2022 im Miles#en-Verlag erschienenen Buches. Es ist eine amüsante Allegorie auf das Traditionsverständnis der Bundeswehr.</strong></p>
<p>Tradition in der Bundeswehr ist ein Auswahlprozess. Nur Personen aus der Militärgeschichte, die bestimmte, für uns heute wichtige Kriterien erfüllen, haben eine Chance, als Namensgeber beispielsweise von Kasernen ausgewählt oder jungen Soldatinnen und Soldaten als Vorbild empfohlen zu werden. In seinem Reisebericht in den Soldatenhimmel schildert Martin Kutz anschaulich, warum Soldaten in der Hölle schmoren und wie sie unter dem ständigen Nacherleben ihrer Missetaten leiden müssen. Es gibt allerdings einen Ausweg aus der Hölle; er führt über das Fegefeuer in den Himmel. Detailliert beschreibt der Autor die Mitglieder und Aufgaben der Prüfungskommission, die über die Neuaufnahme in den Soldatenhimmel entscheidet.<strong>&nbsp;</strong></p>
<h3>Fazit</h3><p>Wer sich mit dem Traditionsverständnis der Bundeswehr beschäftigen will, hat mit dem „Besuch im Soldatenhimmel“ eine vergnügliche Ergänzung zum Traditionserlass von 2018. Martin Kutz gelingt damit eine unterhaltsame Antwort auf die wichtige Frage, welche Persönlichkeiten aus der deutschen Militärgeschichte traditionsstiftend für uns sind. Er selbst ist 1939 geboren und war bis zu seiner Pensionierung wissenschaftlicher Direktor im Fachbereich Sozialwissenschaften der Führungsakademie der Bundeswehr. 2022 erschien das von Martin Kutz verfasste Buch im <a href="https://miles-verlag.jimdofree.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Miles#de-Verlag</a></p>
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Tradition in der Bundeswehr ist ein Auswahlprozess. Nur Personen aus der Militärgeschichte, die bestimmte, für uns heute wichtige Kriterien erfüllen, haben eine Chance, als Namensgeber beispielsweise von Kasernen ausgewählt oder jungen Soldatinnen und Soldaten als Vorbild empfohlen zu werden. In seinem Reisebericht in den Soldatenhimmel schildert Martin Kutz anschaulich, warum Soldaten in der Hölle schmoren und wie sie unter dem ständigen Nacherleben ihrer Missetaten leiden müssen. Es gibt allerdings einen Ausweg aus der Hölle; er führt über das Fegefeuer in den Himmel. Detailliert beschreibt der Autor die Mitglieder und Aufgaben der Prüfungskommission, die über die Neuaufnahme in den Soldatenhimmel entscheidet. 

FazitWer sich mit dem Traditionsverständnis der Bundeswehr beschäftigen will, hat mit dem „Besuch im Soldatenhimmel“ eine vergnügliche Ergänzung zum Traditionserlass von 2018. Martin Kutz gelingt damit eine unterhaltsame Antwort auf die wichtige Frage, welche Persönlichkeiten aus der deutschen Militärgeschichte traditionsstiftend für uns sind. Er selbst ist 1939 geboren und war bis zu seiner Pensionierung wissenschaftlicher Direktor im Fachbereich Sozialwissenschaften der Führungsakademie der Bundeswehr. 2022 erschien das von Martin Kutz verfasste Buch im Miles#de-Verlag

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      <title>„Oberst Reinhard Hauschild 1921 – 2005. Traditionsstifter für die Bundeswehr? Gedenkschrift zum 100. Geburtstag“</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Die Reihe zur Gründergeneration der Bundeswehr wird fortgesetzt mit Oberst Reinhard Hauschild. In dieser Folge von Angelesen dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir den Sammelband „Oberst Reinhard Hauschild 1921 – 2005. Traditionsstifter für die Bundeswehr? Gedenkschrift zum 100. Geburtstag“ vor.</strong></p>
<p>Anlässlich des 100. Geburtstages von Oberst Reinhard Hauschild (1921-2005) gedenkt die Truppe für Operative Kommunikation der Bundeswehr (OpKomBw) einem ihrer Gründerväter und Kommandeur des PSK-Senderbataillons 701. Die Herausgeber des Buches fragen im Untertitel, ob Oberst Hauschild als Traditionsstifter der Bundeswehr gelten könne. Dieser hatte sich zwar große Verdienste beim Aufbau der neuen deutschen Streitkräfte und ihrer Integration in die Gesellschaft erworben; im II. Weltkrieg diente er allerdings loyal bis zum Schluss. Er war, wie der Militärhistoriker Sönke Neitzel in seinem Großwort schreibt, von der Richtigkeit des Krieges überzeugt und zeigte wenig Verständnis für die Widerstandskämpfer um Stauffenberg. Die offene und mutige Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit nahm Hauschild ab 1945 vor, auch in Form von Veröffentlichungen. Die Verschwörer des 20. Juli wurden nun sein Vorbild. &nbsp;In der Betrachtung seiner Gesamtpersönlichkeit zeigt sich, dass er als Vorbild für die gesamte Bundeswehr dienen kann.&nbsp;</p>
<h3>FAZIT</h3><p>Der Sammelband "Oberst Reinhard Hauschild 1921 – 2005. Traditionsstifter für die Bundeswehr? Gedenkschrift zum 100. Geburtstag" ist ein Beispiel dafür, wie sich Truppenteile und Verbände auf hohem Niveau mit ihren Vorbildern aus der Geschichte der Bundeswehr auseinandersetzen können. Die einzelnen Beiträge bieten darüber hinaus Anknüpfungspunkte für die militärhistorische Forschung zur Bundeswehr im Kalten Krieg. Der Sammelband erschien im Jahr 2021 im Berliner <a href="https://miles-verlag.jimdofree.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Miles#en-Verlag</a>. Die Herausgeber des Bandes sind Dirk Drews und Stefan Gruhl.</p>
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      <pubDate>Thu, 10 Aug 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Reihe zur Gründergeneration der Bundeswehr wird fortgesetzt mit Oberst Reinhard Hauschild. In dieser Folge von Angelesen dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir den Sammelband „Oberst Reinhard Hauschild 1921 – 2005. Traditionsstifter für die Bundeswehr? Gedenkschrift zum 100. Geburtstag“ vor.</strong></p>
<p>Anlässlich des 100. Geburtstages von Oberst Reinhard Hauschild (1921-2005) gedenkt die Truppe für Operative Kommunikation der Bundeswehr (OpKomBw) einem ihrer Gründerväter und Kommandeur des PSK-Senderbataillons 701. Die Herausgeber des Buches fragen im Untertitel, ob Oberst Hauschild als Traditionsstifter der Bundeswehr gelten könne. Dieser hatte sich zwar große Verdienste beim Aufbau der neuen deutschen Streitkräfte und ihrer Integration in die Gesellschaft erworben; im II. Weltkrieg diente er allerdings loyal bis zum Schluss. Er war, wie der Militärhistoriker Sönke Neitzel in seinem Großwort schreibt, von der Richtigkeit des Krieges überzeugt und zeigte wenig Verständnis für die Widerstandskämpfer um Stauffenberg. Die offene und mutige Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit nahm Hauschild ab 1945 vor, auch in Form von Veröffentlichungen. Die Verschwörer des 20. Juli wurden nun sein Vorbild. &nbsp;In der Betrachtung seiner Gesamtpersönlichkeit zeigt sich, dass er als Vorbild für die gesamte Bundeswehr dienen kann.&nbsp;</p>
<h3>FAZIT</h3><p>Der Sammelband "Oberst Reinhard Hauschild 1921 – 2005. Traditionsstifter für die Bundeswehr? Gedenkschrift zum 100. Geburtstag" ist ein Beispiel dafür, wie sich Truppenteile und Verbände auf hohem Niveau mit ihren Vorbildern aus der Geschichte der Bundeswehr auseinandersetzen können. Die einzelnen Beiträge bieten darüber hinaus Anknüpfungspunkte für die militärhistorische Forschung zur Bundeswehr im Kalten Krieg. Der Sammelband erschien im Jahr 2021 im Berliner <a href="https://miles-verlag.jimdofree.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Miles#en-Verlag</a>. Die Herausgeber des Bandes sind Dirk Drews und Stefan Gruhl.</p>
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      <itunes:summary>Die Reihe zur Gründergeneration der Bundeswehr wird fortgesetzt mit Oberst Reinhard Hauschild. In dieser Folge von Angelesen dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir den Sammelband „Oberst Reinhard Hauschild 1921 – 2005. Traditionsstifter für die Bundeswehr? Gedenkschrift zum 100. Geburtstag“ vor.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Oberst Reinhard Hauschild (1921-2005) gedenkt die Truppe für Operative Kommunikation der Bundeswehr (OpKomBw) einem ihrer Gründerväter und Kommandeur des PSK-Senderbataillons 701. Die Herausgeber des Buches fragen im Untertitel, ob Oberst Hauschild als Traditionsstifter der Bundeswehr gelten könne. Dieser hatte sich zwar große Verdienste beim Aufbau der neuen deutschen Streitkräfte und ihrer Integration in die Gesellschaft erworben; im II. Weltkrieg diente er allerdings loyal bis zum Schluss. Er war, wie der Militärhistoriker Sönke Neitzel in seinem Großwort schreibt, von der Richtigkeit des Krieges überzeugt und zeigte wenig Verständnis für die Widerstandskämpfer um Stauffenberg. Die offene und mutige Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit nahm Hauschild ab 1945 vor, auch in Form von Veröffentlichungen. Die Verschwörer des 20. Juli wurden nun sein Vorbild.  In der Betrachtung seiner Gesamtpersönlichkeit zeigt sich, dass er als Vorbild für die gesamte Bundeswehr dienen kann. 

FAZITDer Sammelband "Oberst Reinhard Hauschild 1921 – 2005. Traditionsstifter für die Bundeswehr? Gedenkschrift zum 100. Geburtstag" ist ein Beispiel dafür, wie sich Truppenteile und Verbände auf hohem Niveau mit ihren Vorbildern aus der Geschichte der Bundeswehr auseinandersetzen können. Die einzelnen Beiträge bieten darüber hinaus Anknüpfungspunkte für die militärhistorische Forschung zur Bundeswehr im Kalten Krieg. Der Sammelband erschien im Jahr 2021 im Berliner Miles#en-Verlag. Die Herausgeber des Bandes sind Dirk Drews und Stefan Gruhl.

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    <item>
      <title>Johannes Steinhoff: Wohin treibt die NATO?</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir&nbsp;das Buch von Johannes Steinhoff: Wohin treibt die NATO? Probleme der Verteidigung Westeuropas“ vor. Es erschien 1976 im Verlag Hoffmann und Campe in Hamburg sowie 1978 im Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv).</strong></p>
<p>Zwei Jahre nach seinem Abschied vom Militär veröffentlichte General Johannes Steinhoff 1976 sein Buch „Wohin treibt die NATO?“ Der deutsche General, der zuletzt Vorsitzender des Militärausschusses der NATO, und damit höchster Soldat der Nordatlantischen Allianz war, setzt sich darin überaus kritisch mit dem damaligen Zustand des Bündnisses auseinander. Wenngleich es unter dem Eindruck der damaligen Blockkonfrontation mit dem Warschauer Pakt entstanden ist, beschreibt es immer noch vielfältige Probleme, die das einzige Militärbündnis der Welt auch heute noch hat.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Johannes Steinhoff (1913-1994) selbst war eine bemerkenswerte Persönlichkeit: Im Zweiten Weltkrieg ausschließlich in „Frontverwendungen“ als Jagdflieger eingesetzt, ist er vielen durch seine Brandverletzungen infolge eines Flugzeugabsturzes kurz vor Kriegsende in Erinnerung. Seit 1952 als Referent im Amt Blank stieg er ab 1956 in wenigen Jahren in Spitzenverwendungen in der Luftwaffe und in der NATO auf. Früh gewann er hohe Anerkennung bei den neuen Alliierten. Dass er dabei Konflikte nicht scheute zeigt sein Verhalten in der Starfighter-Krise 1966, als er gegen den Widerstand im Bundesverteidigungsministerium Kompetenzgewinne für sich als Inspekteur der Luftwaffe errang. Nach seiner aktiven Militärdienstzeit war er auch schriftstellerisch tätig und veröffentlichte zwei Bücher zu seinen Jahren in der Wehrmacht sowie einen Sammelband zu den Erfahrungen, die Deutsche im Zweiten Weltkrieg machten.&nbsp;</p>
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      <pubDate>Thu, 03 Aug 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir&nbsp;das Buch von Johannes Steinhoff: Wohin treibt die NATO? Probleme der Verteidigung Westeuropas“ vor. Es erschien 1976 im Verlag Hoffmann und Campe in Hamburg sowie 1978 im Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv).</strong></p>
<p>Zwei Jahre nach seinem Abschied vom Militär veröffentlichte General Johannes Steinhoff 1976 sein Buch „Wohin treibt die NATO?“ Der deutsche General, der zuletzt Vorsitzender des Militärausschusses der NATO, und damit höchster Soldat der Nordatlantischen Allianz war, setzt sich darin überaus kritisch mit dem damaligen Zustand des Bündnisses auseinander. Wenngleich es unter dem Eindruck der damaligen Blockkonfrontation mit dem Warschauer Pakt entstanden ist, beschreibt es immer noch vielfältige Probleme, die das einzige Militärbündnis der Welt auch heute noch hat.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Johannes Steinhoff (1913-1994) selbst war eine bemerkenswerte Persönlichkeit: Im Zweiten Weltkrieg ausschließlich in „Frontverwendungen“ als Jagdflieger eingesetzt, ist er vielen durch seine Brandverletzungen infolge eines Flugzeugabsturzes kurz vor Kriegsende in Erinnerung. Seit 1952 als Referent im Amt Blank stieg er ab 1956 in wenigen Jahren in Spitzenverwendungen in der Luftwaffe und in der NATO auf. Früh gewann er hohe Anerkennung bei den neuen Alliierten. Dass er dabei Konflikte nicht scheute zeigt sein Verhalten in der Starfighter-Krise 1966, als er gegen den Widerstand im Bundesverteidigungsministerium Kompetenzgewinne für sich als Inspekteur der Luftwaffe errang. Nach seiner aktiven Militärdienstzeit war er auch schriftstellerisch tätig und veröffentlichte zwei Bücher zu seinen Jahren in der Wehrmacht sowie einen Sammelband zu den Erfahrungen, die Deutsche im Zweiten Weltkrieg machten.&nbsp;</p>
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      <itunes:title>Johannes Steinhoff: Wohin treibt die NATO?</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Probleme der Verteidigung Westeuropas</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Johannes Steinhoff: Wohin treibt die NATO? Probleme der Verteidigung Westeuropas“ vor. Es erschien 1976 im Verlag Hoffmann und Campe in Hamburg sowie 1978 im Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv).

Zwei Jahre nach seinem Abschied vom Militär veröffentlichte General Johannes Steinhoff 1976 sein Buch „Wohin treibt die NATO?“ Der deutsche General, der zuletzt Vorsitzender des Militärausschusses der NATO, und damit höchster Soldat der Nordatlantischen Allianz war, setzt sich darin überaus kritisch mit dem damaligen Zustand des Bündnisses auseinander. Wenngleich es unter dem Eindruck der damaligen Blockkonfrontation mit dem Warschauer Pakt entstanden ist, beschreibt es immer noch vielfältige Probleme, die das einzige Militärbündnis der Welt auch heute noch hat.

Der AutorJohannes Steinhoff (1913-1994) selbst war eine bemerkenswerte Persönlichkeit: Im Zweiten Weltkrieg ausschließlich in „Frontverwendungen“ als Jagdflieger eingesetzt, ist er vielen durch seine Brandverletzungen infolge eines Flugzeugabsturzes kurz vor Kriegsende in Erinnerung. Seit 1952 als Referent im Amt Blank stieg er ab 1956 in wenigen Jahren in Spitzenverwendungen in der Luftwaffe und in der NATO auf. Früh gewann er hohe Anerkennung bei den neuen Alliierten. Dass er dabei Konflikte nicht scheute zeigt sein Verhalten in der Starfighter-Krise 1966, als er gegen den Widerstand im Bundesverteidigungsministerium Kompetenzgewinne für sich als Inspekteur der Luftwaffe errang. Nach seiner aktiven Militärdienstzeit war er auch schriftstellerisch tätig und veröffentlichte zwei Bücher zu seinen Jahren in der Wehrmacht sowie einen Sammelband zu den Erfahrungen, die Deutsche im Zweiten Weltkrieg machten. 

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    </item>
    <item>
      <title>Karl-Adolf Zenker</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>„Aus Liebe zur Seefahrt! Vizeadmiral Karl-Adolf Zenker“ - so lautet der Titel eines weiteren Beitrages aus dem Buch „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“, den wir in „Angelesen“, dem Buchjournal des ZMSBw, vorstellen. Herausgeber des 2011 erschienenen Sammelbandes sind die Militärhistoriker H. R. Hammerich und R. J. Schlaffer. Geschrieben hat den Beitrag der Militärhistoriker Burkhard Köster.</strong></p>
<p>Burkhard Kösters Beitrag über den zweiten Inspekteur der Marine, Karl-Adolf Zenker, ist ein lesenswertes Porträt eines Angehörigen der Gründungsgeneration der Bundeswehr. Deutlich wird, dass Admiral Zenker sich während seiner Dienstzeit und auch danach nicht selbstkritisch mit seiner Rolle im Zweiten Weltkrieg und mit seinem Selbstverständnis als apolitischen maritimen Fachmann auseinandergesetzt hat. Er sorgte sogar unbedacht für einen politischen Skandal, als er behauptete, die beiden Großadmirale Erich Raeder und Karl Dönitz hätten „sauber, anständig und ehrenhaft“ Krieg geführt. An beiden Personen, so Zenker weiter, „hafte kein Makel“; sie hätten nur ihre Pflicht getan. Zenkers Leistung für den Aufbau der Bundesmarine kann dagegen nicht hoch genug geschätzt werden. Insgesamt steht Zenker für den tüchtigen und marinekonservativ geprägten „Jawohl“-Offizier und nicht für den Typus eines kritisch denkenden und handelnden Offiziers, der auch Mut zum Abweichen beweist. Seine Verdienste um den Bundeswehr-Aufbau sollten gewürdigt werden, eine Tradition kann Zenker jedoch nicht begründen.&nbsp;</p>
<p>Der hier thematisierte Beitrag „Aus Liebe zur Seefahrt! Vizeadmiral Karl-Adolf Zenker“ stammt aus der Feder des Historikers Burkhard Köster, der 2011 als Oberst im damaligen Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr in Potsdam arbeitete und zur Geschichte der Bundeswehr und Nato forschte. Die biographische Skizze porträtiert den zweiten Inspekteur der Marine als einen apolitisch denkenden Experten, der sich große Verdienste beim Aufbau der Bundesmarine erworben hat, seine apolitischen Einstellungen jedoch weiterhin pflegte.&nbsp;</p>
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      <pubDate>Thu, 27 Jul 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Aus Liebe zur Seefahrt! Vizeadmiral Karl-Adolf Zenker“ - so lautet der Titel eines weiteren Beitrages aus dem Buch „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“, den wir in „Angelesen“, dem Buchjournal des ZMSBw, vorstellen. Herausgeber des 2011 erschienenen Sammelbandes sind die Militärhistoriker H. R. Hammerich und R. J. Schlaffer. Geschrieben hat den Beitrag der Militärhistoriker Burkhard Köster.</strong></p>
<p>Burkhard Kösters Beitrag über den zweiten Inspekteur der Marine, Karl-Adolf Zenker, ist ein lesenswertes Porträt eines Angehörigen der Gründungsgeneration der Bundeswehr. Deutlich wird, dass Admiral Zenker sich während seiner Dienstzeit und auch danach nicht selbstkritisch mit seiner Rolle im Zweiten Weltkrieg und mit seinem Selbstverständnis als apolitischen maritimen Fachmann auseinandergesetzt hat. Er sorgte sogar unbedacht für einen politischen Skandal, als er behauptete, die beiden Großadmirale Erich Raeder und Karl Dönitz hätten „sauber, anständig und ehrenhaft“ Krieg geführt. An beiden Personen, so Zenker weiter, „hafte kein Makel“; sie hätten nur ihre Pflicht getan. Zenkers Leistung für den Aufbau der Bundesmarine kann dagegen nicht hoch genug geschätzt werden. Insgesamt steht Zenker für den tüchtigen und marinekonservativ geprägten „Jawohl“-Offizier und nicht für den Typus eines kritisch denkenden und handelnden Offiziers, der auch Mut zum Abweichen beweist. Seine Verdienste um den Bundeswehr-Aufbau sollten gewürdigt werden, eine Tradition kann Zenker jedoch nicht begründen.&nbsp;</p>
<p>Der hier thematisierte Beitrag „Aus Liebe zur Seefahrt! Vizeadmiral Karl-Adolf Zenker“ stammt aus der Feder des Historikers Burkhard Köster, der 2011 als Oberst im damaligen Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr in Potsdam arbeitete und zur Geschichte der Bundeswehr und Nato forschte. Die biographische Skizze porträtiert den zweiten Inspekteur der Marine als einen apolitisch denkenden Experten, der sich große Verdienste beim Aufbau der Bundesmarine erworben hat, seine apolitischen Einstellungen jedoch weiterhin pflegte.&nbsp;</p>
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Burkhard Kösters Beitrag über den zweiten Inspekteur der Marine, Karl-Adolf Zenker, ist ein lesenswertes Porträt eines Angehörigen der Gründungsgeneration der Bundeswehr. Deutlich wird, dass Admiral Zenker sich während seiner Dienstzeit und auch danach nicht selbstkritisch mit seiner Rolle im Zweiten Weltkrieg und mit seinem Selbstverständnis als apolitischen maritimen Fachmann auseinandergesetzt hat. Er sorgte sogar unbedacht für einen politischen Skandal, als er behauptete, die beiden Großadmirale Erich Raeder und Karl Dönitz hätten „sauber, anständig und ehrenhaft“ Krieg geführt. An beiden Personen, so Zenker weiter, „hafte kein Makel“; sie hätten nur ihre Pflicht getan. Zenkers Leistung für den Aufbau der Bundesmarine kann dagegen nicht hoch genug geschätzt werden. Insgesamt steht Zenker für den tüchtigen und marinekonservativ geprägten „Jawohl“-Offizier und nicht für den Typus eines kritisch denkenden und handelnden Offiziers, der auch Mut zum Abweichen beweist. Seine Verdienste um den Bundeswehr-Aufbau sollten gewürdigt werden, eine Tradition kann Zenker jedoch nicht begründen. 

Der hier thematisierte Beitrag „Aus Liebe zur Seefahrt! Vizeadmiral Karl-Adolf Zenker“ stammt aus der Feder des Historikers Burkhard Köster, der 2011 als Oberst im damaligen Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr in Potsdam arbeitete und zur Geschichte der Bundeswehr und Nato forschte. Die biographische Skizze porträtiert den zweiten Inspekteur der Marine als einen apolitisch denkenden Experten, der sich große Verdienste beim Aufbau der Bundesmarine erworben hat, seine apolitischen Einstellungen jedoch weiterhin pflegte. 

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    </item>
    <item>
      <title>General Josef Kammhuber</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>„Seines Wertes bewusst! General Josef Kammhuber“ &nbsp;so lautet der Titel eines Beitrages von Wolfgang Schmidt aus dem Buch „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“, den wir in „Angelesen“, dem Buchjournal des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr vorstellen. Herausgeber des 2011 erschienenen Sammelbandes sind die Militärhistoriker Helmut R. Hammerich und Rudolf J. Schlaffer.</strong></p>
<p>General Josef Kammhuber´s in der Wehrmacht erworbene umfassende fachliche Qualifikation sprach für seine Wiedereinstellung. Er erkannte die Bedeutung der Technik für den Aufbau der neuen Luftwaffe sowie die Rolle der Atomwaffen für die Verteidigung des NATO-Bündnisgebietes. Bei der Suche nach geeigneten Waffensystemen setzte er sich für die Beschaffung der F-104 G Starfigher ein. Damit lag er ganz auf der Linie des Bundesministers der Verteidigung Franz Josef Strauß, der die Beförderung Kammhubers zum (Vier-Sterne-) General durchsetzte. Kammhuber gehörte zu denjenigen ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, denen der Eintritt in die Bundeswehr als Armee in der Demokratie wenige Probleme bereitete. Seine technische Versiertheit und sein strategisches Denken machten ihn zu einem modernen General. Kammhuber war der erste Inspekteur der Luftwaffe und der einzige Inspekteur, der den Dienstgrad (Vier-Sterne-)General bekleidete. Die Idealvorstellungen des politisch mitdenkenden Offiziers einer Armee in der Demokratie erfüllte Josef Kammhuber nur bedingt.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der hier thematisierte Beitrag „Seines Wertes bewusst! General Josef Kammhuber“ stammt von Wolfgang Schmidt und ist 2011 als Sammelband „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“ im „Oldenbourg Wissenschaftsverlag“ erschienen. Dr. Wolfgang Schmidt, Oberst, lehrt an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. In seinem Beitrag beschreibt er die herausragende Persönlichkeit von General Josef Kammhuber und würdigt seine Verdienste als Pionier der modernen Flugabwehr. Es ist eine lesenswerte biographische Skizze die den ersten Inspekteuer der Luftwaffe gut porträtiert.</p>
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      <pubDate>Thu, 20 Jul 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Seines Wertes bewusst! General Josef Kammhuber“ &nbsp;so lautet der Titel eines Beitrages von Wolfgang Schmidt aus dem Buch „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“, den wir in „Angelesen“, dem Buchjournal des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr vorstellen. Herausgeber des 2011 erschienenen Sammelbandes sind die Militärhistoriker Helmut R. Hammerich und Rudolf J. Schlaffer.</strong></p>
<p>General Josef Kammhuber´s in der Wehrmacht erworbene umfassende fachliche Qualifikation sprach für seine Wiedereinstellung. Er erkannte die Bedeutung der Technik für den Aufbau der neuen Luftwaffe sowie die Rolle der Atomwaffen für die Verteidigung des NATO-Bündnisgebietes. Bei der Suche nach geeigneten Waffensystemen setzte er sich für die Beschaffung der F-104 G Starfigher ein. Damit lag er ganz auf der Linie des Bundesministers der Verteidigung Franz Josef Strauß, der die Beförderung Kammhubers zum (Vier-Sterne-) General durchsetzte. Kammhuber gehörte zu denjenigen ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, denen der Eintritt in die Bundeswehr als Armee in der Demokratie wenige Probleme bereitete. Seine technische Versiertheit und sein strategisches Denken machten ihn zu einem modernen General. Kammhuber war der erste Inspekteur der Luftwaffe und der einzige Inspekteur, der den Dienstgrad (Vier-Sterne-)General bekleidete. Die Idealvorstellungen des politisch mitdenkenden Offiziers einer Armee in der Demokratie erfüllte Josef Kammhuber nur bedingt.&nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der hier thematisierte Beitrag „Seines Wertes bewusst! General Josef Kammhuber“ stammt von Wolfgang Schmidt und ist 2011 als Sammelband „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“ im „Oldenbourg Wissenschaftsverlag“ erschienen. Dr. Wolfgang Schmidt, Oberst, lehrt an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. In seinem Beitrag beschreibt er die herausragende Persönlichkeit von General Josef Kammhuber und würdigt seine Verdienste als Pionier der modernen Flugabwehr. Es ist eine lesenswerte biographische Skizze die den ersten Inspekteuer der Luftwaffe gut porträtiert.</p>
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General Josef Kammhuber´s in der Wehrmacht erworbene umfassende fachliche Qualifikation sprach für seine Wiedereinstellung. Er erkannte die Bedeutung der Technik für den Aufbau der neuen Luftwaffe sowie die Rolle der Atomwaffen für die Verteidigung des NATO-Bündnisgebietes. Bei der Suche nach geeigneten Waffensystemen setzte er sich für die Beschaffung der F-104 G Starfigher ein. Damit lag er ganz auf der Linie des Bundesministers der Verteidigung Franz Josef Strauß, der die Beförderung Kammhubers zum (Vier-Sterne-) General durchsetzte. Kammhuber gehörte zu denjenigen ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, denen der Eintritt in die Bundeswehr als Armee in der Demokratie wenige Probleme bereitete. Seine technische Versiertheit und sein strategisches Denken machten ihn zu einem modernen General. Kammhuber war der erste Inspekteur der Luftwaffe und der einzige Inspekteur, der den Dienstgrad (Vier-Sterne-)General bekleidete. Die Idealvorstellungen des politisch mitdenkenden Offiziers einer Armee in der Demokratie erfüllte Josef Kammhuber nur bedingt. 

FazitDer hier thematisierte Beitrag „Seines Wertes bewusst! General Josef Kammhuber“ stammt von Wolfgang Schmidt und ist 2011 als Sammelband „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“ im „Oldenbourg Wissenschaftsverlag“ erschienen. Dr. Wolfgang Schmidt, Oberst, lehrt an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. In seinem Beitrag beschreibt er die herausragende Persönlichkeit von General Josef Kammhuber und würdigt seine Verdienste als Pionier der modernen Flugabwehr. Es ist eine lesenswerte biographische Skizze die den ersten Inspekteuer der Luftwaffe gut porträtiert.

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    <item>
      <title>Generalleutnant Hans Röttiger</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>"Von der Freiheit der Gewissensentscheidung: Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger" - so lautet der Titel eines Beitrages aus dem Buch "Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970", den wir in "Angelesen", dem Buchjournal des ZMSBw vorstellen. Herausgeber des 2011 erschienenen Sammelbandes sind die Militärhistoriker Helmut R. Hammerich und Rudolf J. Schlaffer.</strong></p>
<p>Generalleutnant Hans Röttiger bewährte sich als Frontoffizier im Ersten Weltkrieg und wurde in die Reichswehr übernommen. Danach rückte er in die Eliteränge der Wehrmacht auf. Seine besondere Expertise war die Organisation und der Einsatz der Panzertruppen. Als die Aufstellung einer westdeutschen Armee näher rückte, war Hans Röttiger bereit, seine bisherige Tätigkeit als Geschäftsführer in der Privatwirtschaft aufzugeben. Für seine Auswahl in die Bundeswehr sprach seine große Fachkompetenz in allen die Panzertruppe betreffenden Fragen. Wichtig waren auch seine moralischen Grundüberzeugungen, die er vor allem in der Endphase des Krieges in Italien gezeigt hatte. In der Bundeswehr wurde er schließlich der erste Inspekteur des Heeres, obwohl er in der Wehrmacht keine einzige Verwendung als Kommandeur oder Truppenführer durchlaufen hatte. In der Aufstellungsphase des Heeres setzte Röttiger die Brigade als Kernelement des Heeres durch und verwirklichte damit europaweit einen Standard in der beweglichen Gefechtsführung mit Panzern und Panzergrenadieren. Bereits 1959 empfahl die NATO seinen Mitgliedstaaten die Übernahme des deutschen Modells der Brigadegliederung, die bis in die Gegenwart hinein zum Muster der meisten NATO-Verbände geworden ist. Die Einnahme des Heeres in die Gliederung mit 12 Divisionen konnte Hans Röttiger jedoch nicht mehr miterleben. Er verstarb am 15. April 1960 im Amt.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der hier thematisierte Beitrag „Von der Freiheit der Gewissensentscheidung: Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger“ stammt von der Historikerin Prof. Kerstin von Lingen und ist 2011 als Sammelband im "Oldenbourg Wissenschaftsverlag" erschienen. Sie lehrte 2010 an der Universität Heidelberg. Seit dem 1. März 2019 ist Kerstin von Lingen Inhaberin der Professur für Zeitgeschichte (Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung) an der Universität Wien. &nbsp;Die biographische Skizze porträtiert Generalleutnant Hans Röttiger als einen typischen Vertreter der Gründungsgeneration der Bundeswehr und gibt vielfältige Einblicke in sein Leben.</p>
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      <pubDate>Thu, 13 Jul 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Generalleutnant Hans Röttiger bewährte sich als Frontoffizier im Ersten Weltkrieg und wurde in die Reichswehr übernommen. Danach rückte er in die Eliteränge der Wehrmacht auf. Seine besondere Expertise war die Organisation und der Einsatz der Panzertruppen. Als die Aufstellung einer westdeutschen Armee näher rückte, war Hans Röttiger bereit, seine bisherige Tätigkeit als Geschäftsführer in der Privatwirtschaft aufzugeben. Für seine Auswahl in die Bundeswehr sprach seine große Fachkompetenz in allen die Panzertruppe betreffenden Fragen. Wichtig waren auch seine moralischen Grundüberzeugungen, die er vor allem in der Endphase des Krieges in Italien gezeigt hatte. In der Bundeswehr wurde er schließlich der erste Inspekteur des Heeres, obwohl er in der Wehrmacht keine einzige Verwendung als Kommandeur oder Truppenführer durchlaufen hatte. In der Aufstellungsphase des Heeres setzte Röttiger die Brigade als Kernelement des Heeres durch und verwirklichte damit europaweit einen Standard in der beweglichen Gefechtsführung mit Panzern und Panzergrenadieren. Bereits 1959 empfahl die NATO seinen Mitgliedstaaten die Übernahme des deutschen Modells der Brigadegliederung, die bis in die Gegenwart hinein zum Muster der meisten NATO-Verbände geworden ist. Die Einnahme des Heeres in die Gliederung mit 12 Divisionen konnte Hans Röttiger jedoch nicht mehr miterleben. Er verstarb am 15. April 1960 im Amt.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Der hier thematisierte Beitrag „Von der Freiheit der Gewissensentscheidung: Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger“ stammt von der Historikerin Prof. Kerstin von Lingen und ist 2011 als Sammelband im "Oldenbourg Wissenschaftsverlag" erschienen. Sie lehrte 2010 an der Universität Heidelberg. Seit dem 1. März 2019 ist Kerstin von Lingen Inhaberin der Professur für Zeitgeschichte (Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung) an der Universität Wien. &nbsp;Die biographische Skizze porträtiert Generalleutnant Hans Röttiger als einen typischen Vertreter der Gründungsgeneration der Bundeswehr und gibt vielfältige Einblicke in sein Leben.</p>
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      <itunes:summary>"Von der Freiheit der Gewissensentscheidung: Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger" - so lautet der Titel eines Beitrages aus dem Buch "Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970", den wir in "Angelesen", dem Buchjournal des ZMSBw vorstellen. Herausgeber des 2011 erschienenen Sammelbandes sind die Militärhistoriker Helmut R. Hammerich und Rudolf J. Schlaffer.

Generalleutnant Hans Röttiger bewährte sich als Frontoffizier im Ersten Weltkrieg und wurde in die Reichswehr übernommen. Danach rückte er in die Eliteränge der Wehrmacht auf. Seine besondere Expertise war die Organisation und der Einsatz der Panzertruppen. Als die Aufstellung einer westdeutschen Armee näher rückte, war Hans Röttiger bereit, seine bisherige Tätigkeit als Geschäftsführer in der Privatwirtschaft aufzugeben. Für seine Auswahl in die Bundeswehr sprach seine große Fachkompetenz in allen die Panzertruppe betreffenden Fragen. Wichtig waren auch seine moralischen Grundüberzeugungen, die er vor allem in der Endphase des Krieges in Italien gezeigt hatte. In der Bundeswehr wurde er schließlich der erste Inspekteur des Heeres, obwohl er in der Wehrmacht keine einzige Verwendung als Kommandeur oder Truppenführer durchlaufen hatte. In der Aufstellungsphase des Heeres setzte Röttiger die Brigade als Kernelement des Heeres durch und verwirklichte damit europaweit einen Standard in der beweglichen Gefechtsführung mit Panzern und Panzergrenadieren. Bereits 1959 empfahl die NATO seinen Mitgliedstaaten die Übernahme des deutschen Modells der Brigadegliederung, die bis in die Gegenwart hinein zum Muster der meisten NATO-Verbände geworden ist. Die Einnahme des Heeres in die Gliederung mit 12 Divisionen konnte Hans Röttiger jedoch nicht mehr miterleben. Er verstarb am 15. April 1960 im Amt.

FazitDer hier thematisierte Beitrag „Von der Freiheit der Gewissensentscheidung: Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger“ stammt von der Historikerin Prof. Kerstin von Lingen und ist 2011 als Sammelband im "Oldenbourg Wissenschaftsverlag" erschienen. Sie lehrte 2010 an der Universität Heidelberg. Seit dem 1. März 2019 ist Kerstin von Lingen Inhaberin der Professur für Zeitgeschichte (Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung) an der Universität Wien.  Die biographische Skizze porträtiert Generalleutnant Hans Röttiger als einen typischen Vertreter der Gründungsgeneration der Bundeswehr und gibt vielfältige Einblicke in sein Leben.

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    <item>
      <title>Ulrich de Maizière</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>"Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912 bis 2006" - so lautet der Titel des Buches von John Zimmermann, das wir in "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, vorstellen. Es ist 2012 im "De Gruyter Oldenbourg Verlag" erschienen.</strong></p>
<p>Die Biographie bietet einen tiefen Einblick in die militärische Karriere des Generals Ulrich de Maiziére. Dieser trat 1930 in die Reichswehr ein. Im Zweiten Weltkrieg hatte er sowohl frontnahe Führungsverwendungen als auch Dienstposten im Oberkommando des Heeres inne. In der Bundeswehr setzte er sich früh für die Verwirklichung des Konzepts der Inneren Führung ein. Seine Amtszeit als Generalinspekteur ist eng verbunden mit dem Blankeneser Erlass sowie den öffentlich ausgetragenen Kontroversen um die "Leutnante 70", die "Hauptleute von Unna" und die "Schnez-Studie". In den zahlreichen Auseinandersetzungen über Fragen von Selbstverständnis und Tradition wirkte General de Maiziére ausgleichend, ohne von seiner Absicht abzuweichen, die Innere Führung fest in der Bundeswehr zu verankern. Sein stark ausgeprägtes soldatisches Pflichtgefühl &nbsp;ließ ihn nicht am Widerstand gegen Hitler teilnehmen. Gleichwohl hatte er aus dieser Erfahrung gelernt und sich bis zu seinem Tod 2006 für die Bundeswehr als Armee in der Demokratie engagiert.&nbsp;</p>
<p><strong>Blankeneser Erlass</strong>, Bezeichnung für den Erlass des Bundesministeriums der Verteidigung vom 21.03.1970, der die Zuständigkeiten des Generalinspekteurs der Bundeswehr sowie der Inspekteure in der jeweiligen Teilstreitkraft festlegt.&nbsp;<br>
<br>
Als <strong>„Leutnante 70“</strong> ging eine Gruppe von acht Offizieren der Heeresoffizierschule II in die Geschichte der Bundeswehr ein, die am 10. März 1970 in Hamburg neun Thesen veröffentlichte, in denen sie einen von traditionalistischen Fesseln befreiten Offizierstyp forderten.&nbsp;<br>
<br>
Als <strong>„Hauptleute von Unna“</strong>, auch „Hauptleute 71“, wurden 30 Hauptleute und Kompaniechefs aus dem Bereich der 7. Panzergrenadierdivision der Bundeswehr bezeichnet, die sich im März 1971 kritisch zur Inneren Führung geäußert hatten.<br>
<br>
Im Dezember 1969 wurde eine geheime,vom damaligen General Albert Schnez in Auftrag gegebene, Studie mit dem Titel „Gedanken zur Verbesserung der inneren Ordnung des Heeres“ bekannt. Sie wurde hiernach als <strong>„Schnez-Studie“</strong> bekannt.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch „Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912 bis 2006“ von Dr. John Zimmermann (Leiter des Forschungsbereichs Deutsche Militärgeschichte bis 1945 am ZMSBw), ist 2012 im De Gruyter Oldenbourg Verlag erschienen und ist ein beeindruckendes Werk, das nicht nur für militärhistorisch Interessierte von Bedeutung ist, sondern auch für diejenigen, die sich für die deutsche Geschichte und politische Entwicklung der Bundesrepublik interessieren.</p>
<p></p>
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      <pubDate>Thu, 06 Jul 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>"Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912 bis 2006" - so lautet der Titel des Buches von John Zimmermann, das wir in "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, vorstellen. Es ist 2012 im "De Gruyter Oldenbourg Verlag" erschienen.</strong></p>
<p>Die Biographie bietet einen tiefen Einblick in die militärische Karriere des Generals Ulrich de Maiziére. Dieser trat 1930 in die Reichswehr ein. Im Zweiten Weltkrieg hatte er sowohl frontnahe Führungsverwendungen als auch Dienstposten im Oberkommando des Heeres inne. In der Bundeswehr setzte er sich früh für die Verwirklichung des Konzepts der Inneren Führung ein. Seine Amtszeit als Generalinspekteur ist eng verbunden mit dem Blankeneser Erlass sowie den öffentlich ausgetragenen Kontroversen um die "Leutnante 70", die "Hauptleute von Unna" und die "Schnez-Studie". In den zahlreichen Auseinandersetzungen über Fragen von Selbstverständnis und Tradition wirkte General de Maiziére ausgleichend, ohne von seiner Absicht abzuweichen, die Innere Führung fest in der Bundeswehr zu verankern. Sein stark ausgeprägtes soldatisches Pflichtgefühl &nbsp;ließ ihn nicht am Widerstand gegen Hitler teilnehmen. Gleichwohl hatte er aus dieser Erfahrung gelernt und sich bis zu seinem Tod 2006 für die Bundeswehr als Armee in der Demokratie engagiert.&nbsp;</p>
<p><strong>Blankeneser Erlass</strong>, Bezeichnung für den Erlass des Bundesministeriums der Verteidigung vom 21.03.1970, der die Zuständigkeiten des Generalinspekteurs der Bundeswehr sowie der Inspekteure in der jeweiligen Teilstreitkraft festlegt.&nbsp;<br>
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Als <strong>„Leutnante 70“</strong> ging eine Gruppe von acht Offizieren der Heeresoffizierschule II in die Geschichte der Bundeswehr ein, die am 10. März 1970 in Hamburg neun Thesen veröffentlichte, in denen sie einen von traditionalistischen Fesseln befreiten Offizierstyp forderten.&nbsp;<br>
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Als <strong>„Hauptleute von Unna“</strong>, auch „Hauptleute 71“, wurden 30 Hauptleute und Kompaniechefs aus dem Bereich der 7. Panzergrenadierdivision der Bundeswehr bezeichnet, die sich im März 1971 kritisch zur Inneren Führung geäußert hatten.<br>
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Im Dezember 1969 wurde eine geheime,vom damaligen General Albert Schnez in Auftrag gegebene, Studie mit dem Titel „Gedanken zur Verbesserung der inneren Ordnung des Heeres“ bekannt. Sie wurde hiernach als <strong>„Schnez-Studie“</strong> bekannt.</p>
<h3>Fazit</h3><p>Das Buch „Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912 bis 2006“ von Dr. John Zimmermann (Leiter des Forschungsbereichs Deutsche Militärgeschichte bis 1945 am ZMSBw), ist 2012 im De Gruyter Oldenbourg Verlag erschienen und ist ein beeindruckendes Werk, das nicht nur für militärhistorisch Interessierte von Bedeutung ist, sondern auch für diejenigen, die sich für die deutsche Geschichte und politische Entwicklung der Bundesrepublik interessieren.</p>
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Die Biographie bietet einen tiefen Einblick in die militärische Karriere des Generals Ulrich de Maiziére. Dieser trat 1930 in die Reichswehr ein. Im Zweiten Weltkrieg hatte er sowohl frontnahe Führungsverwendungen als auch Dienstposten im Oberkommando des Heeres inne. In der Bundeswehr setzte er sich früh für die Verwirklichung des Konzepts der Inneren Führung ein. Seine Amtszeit als Generalinspekteur ist eng verbunden mit dem Blankeneser Erlass sowie den öffentlich ausgetragenen Kontroversen um die "Leutnante 70", die "Hauptleute von Unna" und die "Schnez-Studie". In den zahlreichen Auseinandersetzungen über Fragen von Selbstverständnis und Tradition wirkte General de Maiziére ausgleichend, ohne von seiner Absicht abzuweichen, die Innere Führung fest in der Bundeswehr zu verankern. Sein stark ausgeprägtes soldatisches Pflichtgefühl  ließ ihn nicht am Widerstand gegen Hitler teilnehmen. Gleichwohl hatte er aus dieser Erfahrung gelernt und sich bis zu seinem Tod 2006 für die Bundeswehr als Armee in der Demokratie engagiert. 

Blankeneser Erlass, Bezeichnung für den Erlass des Bundesministeriums der Verteidigung vom 21.03.1970, der die Zuständigkeiten des Generalinspekteurs der Bundeswehr sowie der Inspekteure in der jeweiligen Teilstreitkraft festlegt. 



Als „Leutnante 70“ ging eine Gruppe von acht Offizieren der Heeresoffizierschule II in die Geschichte der Bundeswehr ein, die am 10. März 1970 in Hamburg neun Thesen veröffentlichte, in denen sie einen von traditionalistischen Fesseln befreiten Offizierstyp forderten. 



Als „Hauptleute von Unna“, auch „Hauptleute 71“, wurden 30 Hauptleute und Kompaniechefs aus dem Bereich der 7. Panzergrenadierdivision der Bundeswehr bezeichnet, die sich im März 1971 kritisch zur Inneren Führung geäußert hatten.



Im Dezember 1969 wurde eine geheime,vom damaligen General Albert Schnez in Auftrag gegebene, Studie mit dem Titel „Gedanken zur Verbesserung der inneren Ordnung des Heeres“ bekannt. Sie wurde hiernach als „Schnez-Studie“ bekannt.

FazitDas Buch „Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912 bis 2006“ von Dr. John Zimmermann (Leiter des Forschungsbereichs Deutsche Militärgeschichte bis 1945 am ZMSBw), ist 2012 im De Gruyter Oldenbourg Verlag erschienen und ist ein beeindruckendes Werk, das nicht nur für militärhistorisch Interessierte von Bedeutung ist, sondern auch für diejenigen, die sich für die deutsche Geschichte und politische Entwicklung der Bundesrepublik interessieren.



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      <title>Johann Adolf Graf von Kielmansegg</title>
      <description><![CDATA[<p>Das Buch "Graf von Kielmansegg" ist ein faszinierendes Werk, das sich mit dem Leben und Wirken des gleichnamigen Grafen auseinandersetzt. Es erschien im Jahr 2007 im <a href="https://www.mittler-books.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Mittler-Verlag</a> und ist eine umfassende und detaillierte Darstellung einer bedeutenden Persönlichkeit der deutschen Geschichte. Graf von Kielmansegg war eine bemerkenswerte Figur, die von 1906 bis 2006 lebte und eine wichtige Rolle in der Politik und Diplomatie spielte. Kielmansegg, Freund des Hitler-Attentäters Stauffenberg, war einer der Gründerväter der Bundeswehr. Bei der Erarbeitung der "Himmeroder Denkschrift" oder bei der Umwandlung des "Amtes Blank" spielte er eine entscheidende Rolle Das Buch zeichnet sein Leben von den frühen Jahren bis zu seinem Aufstieg zu einem der einflussreichsten Männer seiner Zeit nach. Es bietet einen tiefen Einblick in seine familiären Hintergründe, seine Ausbildung, seine politischen Ambitionen und seine Errungenschaften.<br>
Die Autoren Karl Feldmeyer und Georg Meyer haben umfangreiche Recherchen durchgeführt, um ein genaues Bild von Graf von Kielmansegg zu zeichnen. Sie werfen Licht auf seine politischen Beziehungen, seine Rolle in der preußischen und deutschen Politik sowie seine Beiträge zur europäischen Diplomatie. Das Buch enthält auch zahlreiche Abbildungen, die das Leben des Grafen und seine Zeit illustrieren. Die Leser werden in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts eingeführt und können die historischen Ereignisse aus der Perspektive von Graf von Kielmansegg kennenlernen.&nbsp;</p>
<h3>Die Autoren</h3><p>Karl Feldmeyer war ein deutscher Journalist. Er beschäftigte sich insbesondere mit deutschlandpolitischen und sicherheitspolitischen Fragen. Feldmeyer war aufgrund seiner langjährige Korrespondententätigkeit ein ausgewiesener Experte der Politik und inneren Strukturen von CDU und CSU. 1978 erhielt er den Theodor Wolff-Preis des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger.</p>
<p>Georg Meyer war Wissenschaftlicher Direktor des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Freiburg. Bekannt wurde er vor allem durch seine beiden Großbeiträge in den Bänden 1 und 3 der Reihe „Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik“.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 29 Jun 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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Die Autoren Karl Feldmeyer und Georg Meyer haben umfangreiche Recherchen durchgeführt, um ein genaues Bild von Graf von Kielmansegg zu zeichnen. Sie werfen Licht auf seine politischen Beziehungen, seine Rolle in der preußischen und deutschen Politik sowie seine Beiträge zur europäischen Diplomatie. Das Buch enthält auch zahlreiche Abbildungen, die das Leben des Grafen und seine Zeit illustrieren. Die Leser werden in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts eingeführt und können die historischen Ereignisse aus der Perspektive von Graf von Kielmansegg kennenlernen.&nbsp;</p>
<h3>Die Autoren</h3><p>Karl Feldmeyer war ein deutscher Journalist. Er beschäftigte sich insbesondere mit deutschlandpolitischen und sicherheitspolitischen Fragen. Feldmeyer war aufgrund seiner langjährige Korrespondententätigkeit ein ausgewiesener Experte der Politik und inneren Strukturen von CDU und CSU. 1978 erhielt er den Theodor Wolff-Preis des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger.</p>
<p>Georg Meyer war Wissenschaftlicher Direktor des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Freiburg. Bekannt wurde er vor allem durch seine beiden Großbeiträge in den Bänden 1 und 3 der Reihe „Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik“.&nbsp;</p>
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      <itunes:title>Johann Adolf Graf von Kielmansegg</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Deutscher Patriot, Europäer, Atlantiker</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Das Buch "Graf von Kielmansegg" ist ein faszinierendes Werk, das sich mit dem Leben und Wirken des gleichnamigen Grafen auseinandersetzt. Es erschien im Jahr 2007 im Mittler-Verlag und ist eine umfassende und detaillierte Darstellung einer bedeutenden Persönlichkeit der deutschen Geschichte. Graf von Kielmansegg war eine bemerkenswerte Figur, die von 1906 bis 2006 lebte und eine wichtige Rolle in der Politik und Diplomatie spielte. Kielmansegg, Freund des Hitler-Attentäters Stauffenberg, war einer der Gründerväter der Bundeswehr. Bei der Erarbeitung der "Himmeroder Denkschrift" oder bei der Umwandlung des "Amtes Blank" spielte er eine entscheidende Rolle Das Buch zeichnet sein Leben von den frühen Jahren bis zu seinem Aufstieg zu einem der einflussreichsten Männer seiner Zeit nach. Es bietet einen tiefen Einblick in seine familiären Hintergründe, seine Ausbildung, seine politischen Ambitionen und seine Errungenschaften.

Die Autoren Karl Feldmeyer und Georg Meyer haben umfangreiche Recherchen durchgeführt, um ein genaues Bild von Graf von Kielmansegg zu zeichnen. Sie werfen Licht auf seine politischen Beziehungen, seine Rolle in der preußischen und deutschen Politik sowie seine Beiträge zur europäischen Diplomatie. Das Buch enthält auch zahlreiche Abbildungen, die das Leben des Grafen und seine Zeit illustrieren. Die Leser werden in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts eingeführt und können die historischen Ereignisse aus der Perspektive von Graf von Kielmansegg kennenlernen. 

Die AutorenKarl Feldmeyer war ein deutscher Journalist. Er beschäftigte sich insbesondere mit deutschlandpolitischen und sicherheitspolitischen Fragen. Feldmeyer war aufgrund seiner langjährige Korrespondententätigkeit ein ausgewiesener Experte der Politik und inneren Strukturen von CDU und CSU. 1978 erhielt er den Theodor Wolff-Preis des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger.

Georg Meyer war Wissenschaftlicher Direktor des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Freiburg. Bekannt wurde er vor allem durch seine beiden Großbeiträge in den Bänden 1 und 3 der Reihe „Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik“. 

 

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      <title>Dem Frieden verpflichtet. Wolf Graf von Baudissin-Die Biografie</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von&nbsp;Dagmar Bussiek, "Dem Frieden verpflichtet.&nbsp;Wolf Graf von Baudissin (1907-1993). Die Biografie"&nbsp;vor. Es erschien im Jahr 2021 im Nomos-Verlag.&nbsp;</strong></p>
<p>Wolf Graf von Baudissin war Offizier, Militärtheoretiker und Friedensforscher. Er begann seine militärische Karriere in der Reichswehr, machte im Zweiten Weltkrieg in Hitlers Wehrmacht den Westfeldzug mit und geriet 1941 in Afrika in britische Gefangenschaft. In der Aufbauphase der Bundeswehr wurde er zu einem der wichtigsten Vordenker der Inneren Führung, die sich am Leitbild des Staatsbürgers in Uniform orientiert. Von 1971 bis 1984 wirkte er als Gründungsdirektor des Instituts für Sicherheitspolitik und Friedensforschung (IFSH) an der Universität Hamburg. Die Historikerin und Hochschuldozentin Prof. apl. Dr. Dagmar Bussiek zeichnet Baudissins erstaunliche Lebensgeschichte auf breiter Quellenbasis nach.&nbsp;</p>
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      <pubDate>Thu, 22 Jun 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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<p>Wolf Graf von Baudissin war Offizier, Militärtheoretiker und Friedensforscher. Er begann seine militärische Karriere in der Reichswehr, machte im Zweiten Weltkrieg in Hitlers Wehrmacht den Westfeldzug mit und geriet 1941 in Afrika in britische Gefangenschaft. In der Aufbauphase der Bundeswehr wurde er zu einem der wichtigsten Vordenker der Inneren Führung, die sich am Leitbild des Staatsbürgers in Uniform orientiert. Von 1971 bis 1984 wirkte er als Gründungsdirektor des Instituts für Sicherheitspolitik und Friedensforschung (IFSH) an der Universität Hamburg. Die Historikerin und Hochschuldozentin Prof. apl. Dr. Dagmar Bussiek zeichnet Baudissins erstaunliche Lebensgeschichte auf breiter Quellenbasis nach.&nbsp;</p>
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      <itunes:subtitle>Die Biografie</itunes:subtitle>
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Wolf Graf von Baudissin war Offizier, Militärtheoretiker und Friedensforscher. Er begann seine militärische Karriere in der Reichswehr, machte im Zweiten Weltkrieg in Hitlers Wehrmacht den Westfeldzug mit und geriet 1941 in Afrika in britische Gefangenschaft. In der Aufbauphase der Bundeswehr wurde er zu einem der wichtigsten Vordenker der Inneren Führung, die sich am Leitbild des Staatsbürgers in Uniform orientiert. Von 1971 bis 1984 wirkte er als Gründungsdirektor des Instituts für Sicherheitspolitik und Friedensforschung (IFSH) an der Universität Hamburg. Die Historikerin und Hochschuldozentin Prof. apl. Dr. Dagmar Bussiek zeichnet Baudissins erstaunliche Lebensgeschichte auf breiter Quellenbasis nach. 

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      <title>Wolf Graf von Baudissin. 1907 – 1993. Modernisierer zwischen totalitärer Herrschaft und freiheitlicher Ordnung</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Rudolf Schlaffer und Wolfgang Schmidt „Wolf Graf v. Baudissin. 1907 – 1993. Modernisierer zwischen totalitärer Herrschaft und freiheitlicher Ordnung“ vor. Es erschien im Jahr 2007 im Oldenbourg-Verlag.</strong></p>
<h3>Die Autoren</h3><p><strong>Dr. Rudolf Schlaffer</strong> ist ein deutscher Offizier (Oberstleutnant), Militärhistoriker und Museumsdirektor. Er kam 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA). Zu seinen Forschungsgebieten gehört die „Militärgeschichte der Bundesrepublik Deutschland im Bündnis“. Von 2004 bis 2008 war er Redakteur der Militärgeschichtlichen Zeitschrift. 2006 wurde er bei Bernd Wegner an der Helmut-Schmidt-Universität mit der Dissertation Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages: Konzeption, Formierung und Entwicklung des Amtes von Helmuth von Grolman zu Karl Wilhelm Berkhan zum Dr. phil. promoviert. Seit 2009 ist er Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Potsdam. 2013 übernahm er die Projektleitung „Strategie und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland“ am ZMSBw. Im Oktober 2021 hat Schlaffer in der Nachfolge von Armin Wagner die Direktion des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden (MHM) übernommen.</p>
<p><strong>Oberst Dr. Wolfgang Schmidt</strong> ist Historiker und Leitdozent an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Von 2008 bis 2010 war er Leitdozent Militärgeschichte im Fachbereich Sicherheitspolitik und Strategie an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) in Hamburg. Seit 2010 ist er Leiter des dortigen Fachgebiets Gesellschaftsanalyse und Geschichte im Fachbereich Human- und Sozialwissenschaften. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Militärgeschichte, Geschichte der Zivil-Militärischen Beziehungen und Kulturgeschichte der Streitkräfte.</p>
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      <pubDate>Thu, 15 Jun 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <dc:creator>ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Rudolf Schlaffer und Wolfgang Schmidt „Wolf Graf v. Baudissin. 1907 – 1993. Modernisierer zwischen totalitärer Herrschaft und freiheitlicher Ordnung“ vor. Es erschien im Jahr 2007 im Oldenbourg-Verlag.</strong></p>
<h3>Die Autoren</h3><p><strong>Dr. Rudolf Schlaffer</strong> ist ein deutscher Offizier (Oberstleutnant), Militärhistoriker und Museumsdirektor. Er kam 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA). Zu seinen Forschungsgebieten gehört die „Militärgeschichte der Bundesrepublik Deutschland im Bündnis“. Von 2004 bis 2008 war er Redakteur der Militärgeschichtlichen Zeitschrift. 2006 wurde er bei Bernd Wegner an der Helmut-Schmidt-Universität mit der Dissertation Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages: Konzeption, Formierung und Entwicklung des Amtes von Helmuth von Grolman zu Karl Wilhelm Berkhan zum Dr. phil. promoviert. Seit 2009 ist er Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Potsdam. 2013 übernahm er die Projektleitung „Strategie und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland“ am ZMSBw. Im Oktober 2021 hat Schlaffer in der Nachfolge von Armin Wagner die Direktion des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden (MHM) übernommen.</p>
<p><strong>Oberst Dr. Wolfgang Schmidt</strong> ist Historiker und Leitdozent an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Von 2008 bis 2010 war er Leitdozent Militärgeschichte im Fachbereich Sicherheitspolitik und Strategie an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) in Hamburg. Seit 2010 ist er Leiter des dortigen Fachgebiets Gesellschaftsanalyse und Geschichte im Fachbereich Human- und Sozialwissenschaften. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Militärgeschichte, Geschichte der Zivil-Militärischen Beziehungen und Kulturgeschichte der Streitkräfte.</p>
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      <itunes:title>Wolf Graf von Baudissin. 1907 – 1993.</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Modernisierer zwischen totalitärer Herrschaft und freiheitlicher Ordnung</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von "Angelesen", dem Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Rudolf Schlaffer und Wolfgang Schmidt „Wolf Graf v. Baudissin. 1907 – 1993. Modernisierer zwischen totalitärer Herrschaft und freiheitlicher Ordnung“ vor. Es erschien im Jahr 2007 im Oldenbourg-Verlag.

Die AutorenDr. Rudolf Schlaffer ist ein deutscher Offizier (Oberstleutnant), Militärhistoriker und Museumsdirektor. Er kam 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA). Zu seinen Forschungsgebieten gehört die „Militärgeschichte der Bundesrepublik Deutschland im Bündnis“. Von 2004 bis 2008 war er Redakteur der Militärgeschichtlichen Zeitschrift. 2006 wurde er bei Bernd Wegner an der Helmut-Schmidt-Universität mit der Dissertation Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages: Konzeption, Formierung und Entwicklung des Amtes von Helmuth von Grolman zu Karl Wilhelm Berkhan zum Dr. phil. promoviert. Seit 2009 ist er Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Potsdam. 2013 übernahm er die Projektleitung „Strategie und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland“ am ZMSBw. Im Oktober 2021 hat Schlaffer in der Nachfolge von Armin Wagner die Direktion des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden (MHM) übernommen.

Oberst Dr. Wolfgang Schmidt ist Historiker und Leitdozent an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Von 2008 bis 2010 war er Leitdozent Militärgeschichte im Fachbereich Sicherheitspolitik und Strategie an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) in Hamburg. Seit 2010 ist er Leiter des dortigen Fachgebiets Gesellschaftsanalyse und Geschichte im Fachbereich Human- und Sozialwissenschaften. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Militärgeschichte, Geschichte der Zivil-Militärischen Beziehungen und Kulturgeschichte der Streitkräfte.

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    </item>
    <item>
      <title>Adolf Heusinger: Dienst eines Deutschen Soldaten 1915 bis 1964</title>
      <description><![CDATA[<p>Der Autor Dr. Georg Meyer (1939-2022) war ein deutscher Historiker und ehemaliger Wissenschaftlicher Direktor im Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg i.Br. In seinem Buch beschreibt er den Lebensweg von Adolf Heusinger, der 1897 geboren, beide Weltkriege als Offizier erlebte und ab 1949/50 zu den Personen zählte, die den Aufbau der Bundeswehr gestalteten. Er war von 1956 bis 1961 erster Generalinspekteur der Bundeswehr und danach bis 1964 Chairman des NATO Militärausschuss. Heusinger starb 1982 an seinem Wohnsitz in Köln. Er war jedoch auch langjährig verantwortlich für die Operationsplanung und -führung der Wehrmacht im von Hitler vom Zaun gebrochenen eroberungs- und Vernichtungskrieg. Die Zeit spiegelt einen wechselvollen Lebensweg: Einst opportunistischer Karrierist der Wehrmacht, danach Gestalter der Streitkräfte in der Demokratie?&nbsp;</p>
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      <pubDate>Thu, 08 Jun 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <itunes:subtitle>Dienst eines Deutschen Soldaten 1915 bis 1964</itunes:subtitle>
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      <title>Verständigung mit Frankreich. Das vergebliche Plädoyer des Oberst Dr. Hans Speidel. Paris 1940 – 1942</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Dieter Krüger, Verständigung mit Frankreich. Das vergebliche Plädoyer des Oberst Dr. Hans Speidel. Paris 1940 – 1942 vor. Es erschien im Jahr 2021 im <a href="https://miles-verlag.jimdofree.com/" rel="noopener noreferrer nofollow">Miles#en-Verlag</a>.</strong></p>
<p></p>
<p>Warum ist Hans Speidel (1897-1984), Gründergeneral und erste deutsche NATO-Befehlshaber für die Bundeswehr traditionswürdig, obwohl er vormals als Offizier der Wehrmacht seine Tätigkeit in den Dienst des NS-Regimes stellte? Dieter Krüger geht drei spannenden Fragen nach: Welche politische Konzeption vertrat Speidel während seiner Funktion als Stabschef des Militärbefehlshabers in Frankreich 1940 bis 1942? Welche Verantwortung trug die Militärverwaltung für die Erschießung von Geiseln sowie für die Anfänge der Judenverfolgung im besetzten Frankreich? Und welche Rolle spielte Speidel dabei?</p>
<p>Der Autor Prof. Dr. habil. Dieter Krüger ist Historiker, apl. Professor für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam und Leitender Wissenschaftlicher Direktor a.D. des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 01 Jun 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Dieter Krüger, Verständigung mit Frankreich. Das vergebliche Plädoyer des Oberst Dr. Hans Speidel. Paris 1940 – 1942 vor. Es erschien im Jahr 2021 im <a href="https://miles-verlag.jimdofree.com/" rel="noopener noreferrer nofollow">Miles#en-Verlag</a>.</strong></p>
<p></p>
<p>Warum ist Hans Speidel (1897-1984), Gründergeneral und erste deutsche NATO-Befehlshaber für die Bundeswehr traditionswürdig, obwohl er vormals als Offizier der Wehrmacht seine Tätigkeit in den Dienst des NS-Regimes stellte? Dieter Krüger geht drei spannenden Fragen nach: Welche politische Konzeption vertrat Speidel während seiner Funktion als Stabschef des Militärbefehlshabers in Frankreich 1940 bis 1942? Welche Verantwortung trug die Militärverwaltung für die Erschießung von Geiseln sowie für die Anfänge der Judenverfolgung im besetzten Frankreich? Und welche Rolle spielte Speidel dabei?</p>
<p>Der Autor Prof. Dr. habil. Dieter Krüger ist Historiker, apl. Professor für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam und Leitender Wissenschaftlicher Direktor a.D. des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.</p>
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      <itunes:title>Verständigung mit Frankreich. Das vergebliche Plädoyer des Oberst Dr. Hans Speidel.</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Paris 1940 – 1942</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Dieter Krüger, Verständigung mit Frankreich. Das vergebliche Plädoyer des Oberst Dr. Hans Speidel. Paris 1940 – 1942 vor. Es erschien im Jahr 2021 im Miles#en-Verlag.



Warum ist Hans Speidel (1897-1984), Gründergeneral und erste deutsche NATO-Befehlshaber für die Bundeswehr traditionswürdig, obwohl er vormals als Offizier der Wehrmacht seine Tätigkeit in den Dienst des NS-Regimes stellte? Dieter Krüger geht drei spannenden Fragen nach: Welche politische Konzeption vertrat Speidel während seiner Funktion als Stabschef des Militärbefehlshabers in Frankreich 1940 bis 1942? Welche Verantwortung trug die Militärverwaltung für die Erschießung von Geiseln sowie für die Anfänge der Judenverfolgung im besetzten Frankreich? Und welche Rolle spielte Speidel dabei?

Der Autor Prof. Dr. habil. Dieter Krüger ist Historiker, apl. Professor für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam und Leitender Wissenschaftlicher Direktor a.D. des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.

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    <item>
      <title>Deutsche Generale 1945-1990. Profession – Karriere – Herkunft</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Thorsten Loch, Deutsche Generale 1945-1990. Profession – Karriere – Herkunft vor. Es erschien im Jahr 2021 im <a href="https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Ch. Links-Verlag</a></strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Die Geschichte der deutsch-deutschen Generalität ist mehr als eine Aneinanderreihung einzelner Biografien. Die Analyse des Personalkörpers der jeweiligen militärischen Elite bietet vielmehr Einblicke in die Grundstrukturen des deutschen Militärs. Dadurch wird ein wesentlicher Teil militärischen Denkens offengelegt und die Frage nach Amerikanisierung, Sowjetisierung oder der Modernisierung deutscher militärischer Traditionen beantwortet.<br>
Thorsten Loch vergleicht Profession, Karriere und Herkunft von Generalen in Ost- und Westdeutschland. Er fragt nach den Prozessen und Entscheidungen zur Besetzung gesellschaftlicher und militärischer Schlüsselpositionen. Den Ausgangspunkt bildet die Überlegung, Militär als Profession und somit vom Krieg her zu begreifen. Dabei entsteht auf breiter Quellenbasis ein Bild deutscher Generale, das die grundlegenden Unterschiede im militärischen Denken in Ost und West herausstellt und überraschende Einsichten in die militärische Elitebildung ermöglicht.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Oberstleutnant PDPrivatdozent Dr. Thorsten Loch ist Leiter des Projektbereichs „2. Weltkrieg“ im Forschungsbereich „Militärgeschichte bis 1945“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Redakteur der „Militärgeschichtlichen Zeitschrift“.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 25 May 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/angelesen</link>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Winfried Heinemann/ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>Winfried Heinemann/ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Thorsten Loch, Deutsche Generale 1945-1990. Profession – Karriere – Herkunft vor. Es erschien im Jahr 2021 im <a href="https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Ch. Links-Verlag</a></strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Die Geschichte der deutsch-deutschen Generalität ist mehr als eine Aneinanderreihung einzelner Biografien. Die Analyse des Personalkörpers der jeweiligen militärischen Elite bietet vielmehr Einblicke in die Grundstrukturen des deutschen Militärs. Dadurch wird ein wesentlicher Teil militärischen Denkens offengelegt und die Frage nach Amerikanisierung, Sowjetisierung oder der Modernisierung deutscher militärischer Traditionen beantwortet.<br>
Thorsten Loch vergleicht Profession, Karriere und Herkunft von Generalen in Ost- und Westdeutschland. Er fragt nach den Prozessen und Entscheidungen zur Besetzung gesellschaftlicher und militärischer Schlüsselpositionen. Den Ausgangspunkt bildet die Überlegung, Militär als Profession und somit vom Krieg her zu begreifen. Dabei entsteht auf breiter Quellenbasis ein Bild deutscher Generale, das die grundlegenden Unterschiede im militärischen Denken in Ost und West herausstellt und überraschende Einsichten in die militärische Elitebildung ermöglicht.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Oberstleutnant PDPrivatdozent Dr. Thorsten Loch ist Leiter des Projektbereichs „2. Weltkrieg“ im Forschungsbereich „Militärgeschichte bis 1945“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Redakteur der „Militärgeschichtlichen Zeitschrift“.</p>
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      <itunes:title>Deutsche Generale 1945-1990</itunes:title>
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Das BuchDie Geschichte der deutsch-deutschen Generalität ist mehr als eine Aneinanderreihung einzelner Biografien. Die Analyse des Personalkörpers der jeweiligen militärischen Elite bietet vielmehr Einblicke in die Grundstrukturen des deutschen Militärs. Dadurch wird ein wesentlicher Teil militärischen Denkens offengelegt und die Frage nach Amerikanisierung, Sowjetisierung oder der Modernisierung deutscher militärischer Traditionen beantwortet.

Thorsten Loch vergleicht Profession, Karriere und Herkunft von Generalen in Ost- und Westdeutschland. Er fragt nach den Prozessen und Entscheidungen zur Besetzung gesellschaftlicher und militärischer Schlüsselpositionen. Den Ausgangspunkt bildet die Überlegung, Militär als Profession und somit vom Krieg her zu begreifen. Dabei entsteht auf breiter Quellenbasis ein Bild deutscher Generale, das die grundlegenden Unterschiede im militärischen Denken in Ost und West herausstellt und überraschende Einsichten in die militärische Elitebildung ermöglicht.

Der AutorOberstleutnant PDPrivatdozent Dr. Thorsten Loch ist Leiter des Projektbereichs „2. Weltkrieg“ im Forschungsbereich „Militärgeschichte bis 1945“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Redakteur der „Militärgeschichtlichen Zeitschrift“.

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      <title>Der Unterführer als Feldherr im Taschenformat</title>
      <description><![CDATA[<p><strong><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Marco Sigg „Der Unterführer als Feldherr im Taschenformat. Theorie und Praxis der Auftragstaktik im deutschen Heer 1869 bis 1945“</a> vor.</strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Das Buch erschien 2014 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag Ferdinand Schöningh</a>.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Dr. phil. Marco Sigg, Jahrgang 1975, studierte an der Universität Bern Neueste und Alte Geschichte sowie Allgemeines Staatsrecht. 2011 Promotion im Fach Geschichte. Er arbeitete 2005 bis 2014 als Militärhistoriker an der Militärakademie der ETH Zürich. 2012-2014 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Fachreferent im Schweizerischen Nationalmuseum tätig. Daneben begleitete er als freiberuflicher Historiker verschiedene Projekte. 2015-2022 war er Direktor des historischen Museums von Zug (Museum Burg Zug).</p>
<h3>Zum Inhalt</h3><p>Die Auftragstaktik wird in der Literatur als wesentlicher Grund für die deutschen taktisch-operativen Erfolge in den Kriegen von 1866 bis 1945 bezeichnet. Die vorliegende Studie untersucht dieses Führungsprinzip für das deutsche Heer von 1935 bis 1945 aus ganzheitlicher Sicht, indem sie Theorie und Praxis, d.h. normative Handlungsvorgaben und die konkrete Umsetzung im Feld vergleicht. Dabei kommen auch Unterschiede zum heutigen „Führen mit Auftrag“ der Bundeswehr zum Tragen. Laut Sigg lag der damalige deutsche Mehrwert des militärischen Führens nicht in der Selbstständigkeit von Unterführern, sondern (nur) im ständigen engen Austausch zwischen über- und untergeordneten Führungsebenen.</p>
<p></p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Heiner Möllers</p>
<p></p>
<p><br>
</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 18 May 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/angelesen</link>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Christoph Kuhl / ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>Christoph Kuhl / ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Marco Sigg „Der Unterführer als Feldherr im Taschenformat. Theorie und Praxis der Auftragstaktik im deutschen Heer 1869 bis 1945“</a> vor.</strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Das Buch erschien 2014 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag Ferdinand Schöningh</a>.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Dr. phil. Marco Sigg, Jahrgang 1975, studierte an der Universität Bern Neueste und Alte Geschichte sowie Allgemeines Staatsrecht. 2011 Promotion im Fach Geschichte. Er arbeitete 2005 bis 2014 als Militärhistoriker an der Militärakademie der ETH Zürich. 2012-2014 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Fachreferent im Schweizerischen Nationalmuseum tätig. Daneben begleitete er als freiberuflicher Historiker verschiedene Projekte. 2015-2022 war er Direktor des historischen Museums von Zug (Museum Burg Zug).</p>
<h3>Zum Inhalt</h3><p>Die Auftragstaktik wird in der Literatur als wesentlicher Grund für die deutschen taktisch-operativen Erfolge in den Kriegen von 1866 bis 1945 bezeichnet. Die vorliegende Studie untersucht dieses Führungsprinzip für das deutsche Heer von 1935 bis 1945 aus ganzheitlicher Sicht, indem sie Theorie und Praxis, d.h. normative Handlungsvorgaben und die konkrete Umsetzung im Feld vergleicht. Dabei kommen auch Unterschiede zum heutigen „Führen mit Auftrag“ der Bundeswehr zum Tragen. Laut Sigg lag der damalige deutsche Mehrwert des militärischen Führens nicht in der Selbstständigkeit von Unterführern, sondern (nur) im ständigen engen Austausch zwischen über- und untergeordneten Führungsebenen.</p>
<p></p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Heiner Möllers</p>
<p></p>
<p><br>
</p>
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      <itunes:author>Christoph Kuhl / ZMSBw</itunes:author>
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      <itunes:title>Der Unterführer als Feldherr im Taschenformat</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Theorie und Praxis der Auftragstaktik im deutschen Heer 1869 bis 1946</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Marco Sigg „Der Unterführer als Feldherr im Taschenformat. Theorie und Praxis der Auftragstaktik im deutschen Heer 1869 bis 1945“ vor.

Das BuchDas Buch erschien 2014 im Verlag Ferdinand Schöningh.

Der AutorDr. phil. Marco Sigg, Jahrgang 1975, studierte an der Universität Bern Neueste und Alte Geschichte sowie Allgemeines Staatsrecht. 2011 Promotion im Fach Geschichte. Er arbeitete 2005 bis 2014 als Militärhistoriker an der Militärakademie der ETH Zürich. 2012-2014 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Fachreferent im Schweizerischen Nationalmuseum tätig. Daneben begleitete er als freiberuflicher Historiker verschiedene Projekte. 2015-2022 war er Direktor des historischen Museums von Zug (Museum Burg Zug).

Zum InhaltDie Auftragstaktik wird in der Literatur als wesentlicher Grund für die deutschen taktisch-operativen Erfolge in den Kriegen von 1866 bis 1945 bezeichnet. Die vorliegende Studie untersucht dieses Führungsprinzip für das deutsche Heer von 1935 bis 1945 aus ganzheitlicher Sicht, indem sie Theorie und Praxis, d.h. normative Handlungsvorgaben und die konkrete Umsetzung im Feld vergleicht. Dabei kommen auch Unterschiede zum heutigen „Führen mit Auftrag“ der Bundeswehr zum Tragen. Laut Sigg lag der damalige deutsche Mehrwert des militärischen Führens nicht in der Selbstständigkeit von Unterführern, sondern (nur) im ständigen engen Austausch zwischen über- und untergeordneten Führungsebenen.



Text: Christoph Kuhl

Gelesen von: Heiner Möllers







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    <item>
      <title>Militärische Effektivität im Ersten Weltkrieg</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Christian Stachelbeck „Militärische Effektivität im Ersten Weltkrieg. Die 11. Bayerische Infanteriedivision 1915 bis 1918“ vor. Es erschien 2010 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag Ferdinand Schöningh</a>.</strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Eine repräsentative Fallstudie über die Herausforderungen des industrialisierten Krieges und das Musterbeispiel einer modernen integrativen Operationsgeschichte.<br>
Im Mittelpunkt steht das Bindeglied zwischen den höheren Entscheidungsinstanzen des Heeres und der Ebene des »kleinen Mannes«, die bislang zu wenig beachtete mittlere Führung. Der Autor fragt nach ihrer Lernfähigkeit, nach ihrer Bedeutung für taktische Innovationsprozesse wie auch für die Aufrechterhaltung und Mobilisierung der Kampfmotivation der Soldaten. Seine Ergebnisse relativieren die in vielen angloamerikanischen Studien gerühmte außergewöhnliche Leistungsfähigkeit des deutschen Heeres ebenso wie die in Deutschland oft noch verbreitete Auffassung von der Innovationsunfähigkeit der Armee.</p>
<p></p>
<h3>Der Autor</h3><p>Oberstleutnant <strong><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Dr. Christian Stachelbeck</a></strong> ist als Historiker am ZMSBw in Potsdam tätig. Er ist Projektleiter 19. Jahrhundert im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 11 May 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/angelesen</link>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Christoph Kuhl / ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>Christoph Kuhl / ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Christian Stachelbeck „Militärische Effektivität im Ersten Weltkrieg. Die 11. Bayerische Infanteriedivision 1915 bis 1918“ vor. Es erschien 2010 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag Ferdinand Schöningh</a>.</strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Eine repräsentative Fallstudie über die Herausforderungen des industrialisierten Krieges und das Musterbeispiel einer modernen integrativen Operationsgeschichte.<br>
Im Mittelpunkt steht das Bindeglied zwischen den höheren Entscheidungsinstanzen des Heeres und der Ebene des »kleinen Mannes«, die bislang zu wenig beachtete mittlere Führung. Der Autor fragt nach ihrer Lernfähigkeit, nach ihrer Bedeutung für taktische Innovationsprozesse wie auch für die Aufrechterhaltung und Mobilisierung der Kampfmotivation der Soldaten. Seine Ergebnisse relativieren die in vielen angloamerikanischen Studien gerühmte außergewöhnliche Leistungsfähigkeit des deutschen Heeres ebenso wie die in Deutschland oft noch verbreitete Auffassung von der Innovationsunfähigkeit der Armee.</p>
<p></p>
<h3>Der Autor</h3><p>Oberstleutnant <strong><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Dr. Christian Stachelbeck</a></strong> ist als Historiker am ZMSBw in Potsdam tätig. Er ist Projektleiter 19. Jahrhundert im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945.</p>
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Das BuchEine repräsentative Fallstudie über die Herausforderungen des industrialisierten Krieges und das Musterbeispiel einer modernen integrativen Operationsgeschichte.

Im Mittelpunkt steht das Bindeglied zwischen den höheren Entscheidungsinstanzen des Heeres und der Ebene des »kleinen Mannes«, die bislang zu wenig beachtete mittlere Führung. Der Autor fragt nach ihrer Lernfähigkeit, nach ihrer Bedeutung für taktische Innovationsprozesse wie auch für die Aufrechterhaltung und Mobilisierung der Kampfmotivation der Soldaten. Seine Ergebnisse relativieren die in vielen angloamerikanischen Studien gerühmte außergewöhnliche Leistungsfähigkeit des deutschen Heeres ebenso wie die in Deutschland oft noch verbreitete Auffassung von der Innovationsunfähigkeit der Armee.



Der AutorOberstleutnant Dr. Christian Stachelbeck ist als Historiker am ZMSBw in Potsdam tätig. Er ist Projektleiter 19. Jahrhundert im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945.

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      <title>Der Russische Bürgerkrieg 1917-1922</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen" Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Hannes Leidinger, Der Russische Bürgerkrieg vor. Es erschien im Jahr 2020 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Reclam Verlag</a>.</strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Das jahrhundertealte russische Zarenreich ging 1917 mit dem Sturz des letzten Zaren Nikolaus II. unter. In den folgenden Machtkämpfen entfaltete sich erschreckende Gewalt, die alle Regionen und Gesellschaftsgruppen des Imperiums betraf. In der opferreichen Zeit der »Übergangswirren«, aus denen die kommunistische Sowjetunion hervorgehen sollte, standen sich unterschiedliche Parteien, Ideologien, nationale Kräfte, soziale Schichten und ausländische Interventionsmächte gegenüber. Neben den politischen und militärischen Entwicklungen zeichnet das Buch auch das Alltagsleben der Menschen in der Katastrophe nach.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Hannes Leidinger ist ein österreichischer Historiker, Leiter der Wiener Außenstelle des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung und u.a. Mitglied der österreichischen Militärhistorischen Denkmalkommission des Bundesministeriums für Landesverteidigung.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 04 May 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Christopher Oestereich/ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von "Angelesen" Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Hannes Leidinger, Der Russische Bürgerkrieg vor. Es erschien im Jahr 2020 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Reclam Verlag</a>.</strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Das jahrhundertealte russische Zarenreich ging 1917 mit dem Sturz des letzten Zaren Nikolaus II. unter. In den folgenden Machtkämpfen entfaltete sich erschreckende Gewalt, die alle Regionen und Gesellschaftsgruppen des Imperiums betraf. In der opferreichen Zeit der »Übergangswirren«, aus denen die kommunistische Sowjetunion hervorgehen sollte, standen sich unterschiedliche Parteien, Ideologien, nationale Kräfte, soziale Schichten und ausländische Interventionsmächte gegenüber. Neben den politischen und militärischen Entwicklungen zeichnet das Buch auch das Alltagsleben der Menschen in der Katastrophe nach.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Hannes Leidinger ist ein österreichischer Historiker, Leiter der Wiener Außenstelle des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung und u.a. Mitglied der österreichischen Militärhistorischen Denkmalkommission des Bundesministeriums für Landesverteidigung.</p>
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Das BuchDas jahrhundertealte russische Zarenreich ging 1917 mit dem Sturz des letzten Zaren Nikolaus II. unter. In den folgenden Machtkämpfen entfaltete sich erschreckende Gewalt, die alle Regionen und Gesellschaftsgruppen des Imperiums betraf. In der opferreichen Zeit der »Übergangswirren«, aus denen die kommunistische Sowjetunion hervorgehen sollte, standen sich unterschiedliche Parteien, Ideologien, nationale Kräfte, soziale Schichten und ausländische Interventionsmächte gegenüber. Neben den politischen und militärischen Entwicklungen zeichnet das Buch auch das Alltagsleben der Menschen in der Katastrophe nach.

Der AutorHannes Leidinger ist ein österreichischer Historiker, Leiter der Wiener Außenstelle des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung und u.a. Mitglied der österreichischen Militärhistorischen Denkmalkommission des Bundesministeriums für Landesverteidigung.

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      <title>Blitzkrieglegende. Der Westfeldzug 1940</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Karl-Heinz-Frieser, „Blitzkrieg-Legende. Der Westfeldzug 1940“ vor. Das Buch erschien im Jahr 2021 in der 5. Auflage im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">De Gruyter Oldenbourg-Verlag</a>.</strong></p>
<h3>Der Autor</h3><p>Oberst a.D. Karl-Heinz Frieser ist pensionierter Offizier der Bundeswehr und Militärhistoriker.</p>
<h3>Das Buch</h3><p>Will man die wichtigsten und einflussreichsten Bücher der letzten 30 Jahre zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs benennen, so darf in dieser Liste eines keinesfalls fehlen: „Blitzkrieg-Legende. Der Westfeldzug 1940“. Erstmals 1995 veröffentlich, ist das Buch mittlerweile in der 5. Auflage erschienen und wurde zudem in zahlreiche Sprachen übersetzt: Englisch, französisch, spanisch, polnisch, rumänisch, koreanisch und japanisch. Weltweit gilt Friesers Studie an zahlreichen Militärakademien als essentielle Lektüre für das Verständnis des im Englischen so bezeichneten „manoeuvre warfare“.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Text: Heiner Bröckermann<br>
Gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 27 Apr 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw Onlineteam)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw Onlineteam</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Karl-Heinz-Frieser, „Blitzkrieg-Legende. Der Westfeldzug 1940“ vor. Das Buch erschien im Jahr 2021 in der 5. Auflage im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">De Gruyter Oldenbourg-Verlag</a>.</strong></p>
<h3>Der Autor</h3><p>Oberst a.D. Karl-Heinz Frieser ist pensionierter Offizier der Bundeswehr und Militärhistoriker.</p>
<h3>Das Buch</h3><p>Will man die wichtigsten und einflussreichsten Bücher der letzten 30 Jahre zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs benennen, so darf in dieser Liste eines keinesfalls fehlen: „Blitzkrieg-Legende. Der Westfeldzug 1940“. Erstmals 1995 veröffentlich, ist das Buch mittlerweile in der 5. Auflage erschienen und wurde zudem in zahlreiche Sprachen übersetzt: Englisch, französisch, spanisch, polnisch, rumänisch, koreanisch und japanisch. Weltweit gilt Friesers Studie an zahlreichen Militärakademien als essentielle Lektüre für das Verständnis des im Englischen so bezeichneten „manoeuvre warfare“.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Text: Heiner Bröckermann<br>
Gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
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Der AutorOberst a.D. Karl-Heinz Frieser ist pensionierter Offizier der Bundeswehr und Militärhistoriker.

Das BuchWill man die wichtigsten und einflussreichsten Bücher der letzten 30 Jahre zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs benennen, so darf in dieser Liste eines keinesfalls fehlen: „Blitzkrieg-Legende. Der Westfeldzug 1940“. Erstmals 1995 veröffentlich, ist das Buch mittlerweile in der 5. Auflage erschienen und wurde zudem in zahlreiche Sprachen übersetzt: Englisch, französisch, spanisch, polnisch, rumänisch, koreanisch und japanisch. Weltweit gilt Friesers Studie an zahlreichen Militärakademien als essentielle Lektüre für das Verständnis des im Englischen so bezeichneten „manoeuvre warfare“.





Text: Heiner Bröckermann

Gelesen von: Christoph Jan Longen

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      <title>Die militärische Elite des Kaiserreichs</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch „Die militärische Elite des Kaiserreichs. 24 Lebensläufe“ vor. Lukas Grawe ist der Herausgeber des Sammelbandes, an dem zahlreiche renommierte Historiker mitwirken.</strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Es erschien 2020 im <a href="https://www.wbg-wissenverbindet.de/shop/30146/die-militaerische-elite-des-kaiserreichs" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag wbg Theiss</a>.</p>
<h3>Der Herausgeber</h3><p><a href="https://www.socium.uni-bremen.de/ueber-das-socium/mitglieder/lukas-grawe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Lukas Grawe</a> ist Historiker und am SOCIUM-Forschungszentrum der Universität Bremen tätig. &nbsp;</p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Heiner Möllers</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 20 Apr 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Christoph Kuhl / ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>Christoph Kuhl / ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch „Die militärische Elite des Kaiserreichs. 24 Lebensläufe“ vor. Lukas Grawe ist der Herausgeber des Sammelbandes, an dem zahlreiche renommierte Historiker mitwirken.</strong></p>
<h3>Das Buch</h3><p>Es erschien 2020 im <a href="https://www.wbg-wissenverbindet.de/shop/30146/die-militaerische-elite-des-kaiserreichs" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag wbg Theiss</a>.</p>
<h3>Der Herausgeber</h3><p><a href="https://www.socium.uni-bremen.de/ueber-das-socium/mitglieder/lukas-grawe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Lukas Grawe</a> ist Historiker und am SOCIUM-Forschungszentrum der Universität Bremen tätig. &nbsp;</p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Heiner Möllers</p>
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Das BuchEs erschien 2020 im Verlag wbg Theiss.

Der HerausgeberLukas Grawe ist Historiker und am SOCIUM-Forschungszentrum der Universität Bremen tätig.  

Text: Christoph Kuhl

Gelesen von: Heiner Möllers

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      <title>Mit Hitler reden</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Tim Bouverie „Mit Hitler reden. Der Weg vom Appeasement zum Zweiten Weltkrieg“ vor.</strong></p>
<p><strong>Der Autor hinterfragt in diesem Buch die britische Außenpolitik des Premierministers Neville Chamberlain gegenüber Hitler und Deutschland in den bis 1939.</strong> </p>
<p>Chamberlains Appeasement-Politik (Beschwichtigungspolitik) wird vorgeworfen, Deutschlands aggressive Außenpolitik missverstanden zu haben und damit dem Weg in den von Hitler gewollten Zweiten Weltkrieg Vorschub geleistet zu haben.</p>
<h3>Das Buch</h3><p>Es erschien 2019 in englischer Sprache und in der deutschen Übersetzung 2021 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Rowohlt Verlag, Hamburg</a>.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Tim Bouverie ist ein britischer Historiker und Journalist. Er arbeitet für den Sender Channel 4 und schreibt regelmäßig für britische Tageszeitungen.</p>
<p></p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 13 Apr 2023 11:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/angelesen</link>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Christoph Kuhl / ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>Christoph Kuhl / ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Tim Bouverie „Mit Hitler reden. Der Weg vom Appeasement zum Zweiten Weltkrieg“ vor.</strong></p>
<p><strong>Der Autor hinterfragt in diesem Buch die britische Außenpolitik des Premierministers Neville Chamberlain gegenüber Hitler und Deutschland in den bis 1939.</strong> </p>
<p>Chamberlains Appeasement-Politik (Beschwichtigungspolitik) wird vorgeworfen, Deutschlands aggressive Außenpolitik missverstanden zu haben und damit dem Weg in den von Hitler gewollten Zweiten Weltkrieg Vorschub geleistet zu haben.</p>
<h3>Das Buch</h3><p>Es erschien 2019 in englischer Sprache und in der deutschen Übersetzung 2021 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Rowohlt Verlag, Hamburg</a>.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Tim Bouverie ist ein britischer Historiker und Journalist. Er arbeitet für den Sender Channel 4 und schreibt regelmäßig für britische Tageszeitungen.</p>
<p></p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
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Der Autor hinterfragt in diesem Buch die britische Außenpolitik des Premierministers Neville Chamberlain gegenüber Hitler und Deutschland in den bis 1939. 

Chamberlains Appeasement-Politik (Beschwichtigungspolitik) wird vorgeworfen, Deutschlands aggressive Außenpolitik missverstanden zu haben und damit dem Weg in den von Hitler gewollten Zweiten Weltkrieg Vorschub geleistet zu haben.

Das BuchEs erschien 2019 in englischer Sprache und in der deutschen Übersetzung 2021 im Rowohlt Verlag, Hamburg.

Der AutorTim Bouverie ist ein britischer Historiker und Journalist. Er arbeitet für den Sender Channel 4 und schreibt regelmäßig für britische Tageszeitungen.



Text: Christoph Kuhl

Gelesen von: Christoph Jan Longen

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    <item>
      <title>Weimar 1918-1933</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>Das Buch „Weimar 1918-1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie“ erschien erstmals 1993 im Verlag C.H. Beck und hat seither mehrere Ausgaben erlebt. Aktuell ist es in einer <a href="https://www.chbeck.de/winkler-august-weimar-1918-1933/product/24376691" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Taschenbuchausgabe von 2018</a> erhältlich.</strong></p>
<p>Es widmet sich der Geschichte der ersten deutschen Demokratie und schildert Deutschlands Weg von der gescheiterten parlamentarischen Demokratie hin zur Nationalsozialistischen Diktatur.</p>
<h3>Der Autor</h3><p><a href="https://www.geschichte.hu-berlin.de/de/bereiche-und-lehrstuehle/emeriti-ehemalige-professor_innen/winkler" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Heinrich August Winkler</a> ist Historiker. Von 1991 bis zu seiner Emeritierung 2007 hatte er einen Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. &nbsp;</p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Heiner Möllers</p>
]]></description>
      <pubDate>Wed, 05 Apr 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-angelesen-45-winkler-weimar-5608050</link>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw Onlineteam)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw Onlineteam</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Buch „Weimar 1918-1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie“ erschien erstmals 1993 im Verlag C.H. Beck und hat seither mehrere Ausgaben erlebt. Aktuell ist es in einer <a href="https://www.chbeck.de/winkler-august-weimar-1918-1933/product/24376691" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Taschenbuchausgabe von 2018</a> erhältlich.</strong></p>
<p>Es widmet sich der Geschichte der ersten deutschen Demokratie und schildert Deutschlands Weg von der gescheiterten parlamentarischen Demokratie hin zur Nationalsozialistischen Diktatur.</p>
<h3>Der Autor</h3><p><a href="https://www.geschichte.hu-berlin.de/de/bereiche-und-lehrstuehle/emeriti-ehemalige-professor_innen/winkler" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Heinrich August Winkler</a> ist Historiker. Von 1991 bis zu seiner Emeritierung 2007 hatte er einen Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. &nbsp;</p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Heiner Möllers</p>
]]></content:encoded>
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      <itunes:author>Christoph Kuhl / ZMSBw</itunes:author>
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      <itunes:title>Weimar 1918-1933</itunes:title>
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      <itunes:summary>Das Buch „Weimar 1918-1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie“ erschien erstmals 1993 im Verlag C.H. Beck und hat seither mehrere Ausgaben erlebt. Aktuell ist es in einer Taschenbuchausgabe von 2018 erhältlich.

Es widmet sich der Geschichte der ersten deutschen Demokratie und schildert Deutschlands Weg von der gescheiterten parlamentarischen Demokratie hin zur Nationalsozialistischen Diktatur.

Der AutorHeinrich August Winkler ist Historiker. Von 1991 bis zu seiner Emeritierung 2007 hatte er einen Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin inne.  

Text: Christoph Kuhl

Gelesen von: Heiner Möllers

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    </item>
    <item>
      <title>Geschichte des Irak</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Henner Fürtig, "Geschichte des Irak. Von der Gründung 1921 bis heute" vor. Es erschien im Jahr 2016 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">C. H. Beck Verlag</a>.</strong></p>
<h3>Der Autor</h3><p><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Henner Fürtig</a> ist ein deutscher Historiker und Orientalist und war bis zu seiner Emeritierung 2018 Professor für Nahost-Studien bzw. Außereuropäische Geschichte (Schwerpunkt Vorderer Orient) an der Universität Hamburg.</p>
<h3>Das Buch</h3><p>Ist der Irak ein gescheiterter Staat? Im Norden kontrollieren Kurden und Islamisten riesige Gebiete und führen Krieg gegeneinander. Im Süden rivalisieren Schiiten und Sunniten um die Macht, und zwischen diesen Fronten werden Minderheiten wie Christen oder Jesiden aufgerieben. Henner Fürtig zeigt, dass die Ursachen für die gegenwärtigen Konflikte historisch weit zurückliegen. Die koloniale Staatsgründung von 1921 hat ein ethnisch und religiös heterogenes Gebilde hervorgebracht, das mit verschiedenen Ideologien und Staatsformen experimentierte, bis 1979 Saddam Hussein seine brutale Diktatur aufbaute. Das Buch erläutert, warum die amerikanische Invasion von 2003 die Probleme der Region noch vervielfacht hat, und fragt nach den Chancen für eine Rückkehr zum Frieden.&nbsp;</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 30 Mar 2023 10:00:00 +0200</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Christian Jentzsch / ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Henner Fürtig, "Geschichte des Irak. Von der Gründung 1921 bis heute" vor. Es erschien im Jahr 2016 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">C. H. Beck Verlag</a>.</strong></p>
<h3>Der Autor</h3><p><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Henner Fürtig</a> ist ein deutscher Historiker und Orientalist und war bis zu seiner Emeritierung 2018 Professor für Nahost-Studien bzw. Außereuropäische Geschichte (Schwerpunkt Vorderer Orient) an der Universität Hamburg.</p>
<h3>Das Buch</h3><p>Ist der Irak ein gescheiterter Staat? Im Norden kontrollieren Kurden und Islamisten riesige Gebiete und führen Krieg gegeneinander. Im Süden rivalisieren Schiiten und Sunniten um die Macht, und zwischen diesen Fronten werden Minderheiten wie Christen oder Jesiden aufgerieben. Henner Fürtig zeigt, dass die Ursachen für die gegenwärtigen Konflikte historisch weit zurückliegen. Die koloniale Staatsgründung von 1921 hat ein ethnisch und religiös heterogenes Gebilde hervorgebracht, das mit verschiedenen Ideologien und Staatsformen experimentierte, bis 1979 Saddam Hussein seine brutale Diktatur aufbaute. Das Buch erläutert, warum die amerikanische Invasion von 2003 die Probleme der Region noch vervielfacht hat, und fragt nach den Chancen für eine Rückkehr zum Frieden.&nbsp;</p>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Henner Fürtig, "Geschichte des Irak. Von der Gründung 1921 bis heute" vor. Es erschien im Jahr 2016 im C. H. Beck Verlag.

Der AutorHenner Fürtig ist ein deutscher Historiker und Orientalist und war bis zu seiner Emeritierung 2018 Professor für Nahost-Studien bzw. Außereuropäische Geschichte (Schwerpunkt Vorderer Orient) an der Universität Hamburg.

Das BuchIst der Irak ein gescheiterter Staat? Im Norden kontrollieren Kurden und Islamisten riesige Gebiete und führen Krieg gegeneinander. Im Süden rivalisieren Schiiten und Sunniten um die Macht, und zwischen diesen Fronten werden Minderheiten wie Christen oder Jesiden aufgerieben. Henner Fürtig zeigt, dass die Ursachen für die gegenwärtigen Konflikte historisch weit zurückliegen. Die koloniale Staatsgründung von 1921 hat ein ethnisch und religiös heterogenes Gebilde hervorgebracht, das mit verschiedenen Ideologien und Staatsformen experimentierte, bis 1979 Saddam Hussein seine brutale Diktatur aufbaute. Das Buch erläutert, warum die amerikanische Invasion von 2003 die Probleme der Region noch vervielfacht hat, und fragt nach den Chancen für eine Rückkehr zum Frieden. 

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    </item>
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      <title>Command</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir ein Kapitel zum Irakkrieg im Jahr 2006/2007 aus dem Buch von Lawrence Freedman „Command. The Politics of Military Operations from Korea to Ukraine” vor. Das Buch erschien im Jahr 2022 im britischen Allen Lane Verlag.</strong></p>
<h3>Der Autor</h3><p><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Sir Lawrence David Freedman</a> (geboren 1948) ist Politikwissenschaftler und Militärhistoriker aus Großbritannien. Er ist Professor emeritus des renommierten Kings´s College in London.</p>
<h3>Das Buch</h3><p>Lawrence Freedmans „Command. The Politics of Military Operations from Korea to Ukraine” erschien im Jahr 2022 im britischen <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Allen Lane Verlag</a>.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 23 Mar 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Heiner Bröckermann / ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>Heiner Bröckermann / ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir ein Kapitel zum Irakkrieg im Jahr 2006/2007 aus dem Buch von Lawrence Freedman „Command. The Politics of Military Operations from Korea to Ukraine” vor. Das Buch erschien im Jahr 2022 im britischen Allen Lane Verlag.</strong></p>
<h3>Der Autor</h3><p><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Sir Lawrence David Freedman</a> (geboren 1948) ist Politikwissenschaftler und Militärhistoriker aus Großbritannien. Er ist Professor emeritus des renommierten Kings´s College in London.</p>
<h3>Das Buch</h3><p>Lawrence Freedmans „Command. The Politics of Military Operations from Korea to Ukraine” erschien im Jahr 2022 im britischen <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Allen Lane Verlag</a>.</p>
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Der AutorSir Lawrence David Freedman (geboren 1948) ist Politikwissenschaftler und Militärhistoriker aus Großbritannien. Er ist Professor emeritus des renommierten Kings´s College in London.

Das BuchLawrence Freedmans „Command. The Politics of Military Operations from Korea to Ukraine” erschien im Jahr 2022 im britischen Allen Lane Verlag.

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    </item>
    <item>
      <title>High Command</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Christopher L. Elliott, „High Command.&nbsp; British Military Leadership in the Iraq and Afghanistan Wars” vor.</strong></p>
<p><strong>Es erschien erstmals im Jahr 2015 bei <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Oxford University Press</a>.</strong></p>
<p><em><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Christopher Leslie Elliott</a></em> ist ein Offizier der Pioniertruppe und Generalmajor a.D. des britischen Heeres. Er war u.a. militärischer Berater des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Bosnien und Herzegowina und bei den Friedensverhandlungen von Dayton 1995 eingebunden. 2002 wurde er verabschiedet.</p>
<p>Danach war er zeitweilig in der Rüstungsindustrie tätig sowie „Commissioner“ (Bevollmächtigter) des Royal#en Hospital Chelsea in London.</p>
<p>Elliott war zeitweise auch Gastprofessor an der Universität Cranfield in Großbritannien sowie Research Fellow im “Changing Character of Warfare Programme” der Fakultät für Geschichte der University of Oxford. Seine eigenen Forschungen zur Rolle des britischen Oberkommandos während der Kriege im Irak und in Afghanistan mündeten im hier besprochenen Buch <em>„High Command“.</em></p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 16 Mar 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (ZMSBw / Armin Wagner)</author>
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      <dc:creator>ZMSBw / Armin Wagner</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Christopher L. Elliott, „High Command.&nbsp; British Military Leadership in the Iraq and Afghanistan Wars” vor.</strong></p>
<p><strong>Es erschien erstmals im Jahr 2015 bei <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Oxford University Press</a>.</strong></p>
<p><em><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Christopher Leslie Elliott</a></em> ist ein Offizier der Pioniertruppe und Generalmajor a.D. des britischen Heeres. Er war u.a. militärischer Berater des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Bosnien und Herzegowina und bei den Friedensverhandlungen von Dayton 1995 eingebunden. 2002 wurde er verabschiedet.</p>
<p>Danach war er zeitweilig in der Rüstungsindustrie tätig sowie „Commissioner“ (Bevollmächtigter) des Royal#en Hospital Chelsea in London.</p>
<p>Elliott war zeitweise auch Gastprofessor an der Universität Cranfield in Großbritannien sowie Research Fellow im “Changing Character of Warfare Programme” der Fakultät für Geschichte der University of Oxford. Seine eigenen Forschungen zur Rolle des britischen Oberkommandos während der Kriege im Irak und in Afghanistan mündeten im hier besprochenen Buch <em>„High Command“.</em></p>
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      <itunes:author>Armin Wagner / ZMSBw</itunes:author>
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      <itunes:subtitle>British Military Leadership in the Iraq and Afghanistan Wars”</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Christopher L. Elliott, „High Command.  British Military Leadership in the Iraq and Afghanistan Wars” vor.

Es erschien erstmals im Jahr 2015 bei Oxford University Press.

Christopher Leslie Elliott ist ein Offizier der Pioniertruppe und Generalmajor a.D. des britischen Heeres. Er war u.a. militärischer Berater des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Bosnien und Herzegowina und bei den Friedensverhandlungen von Dayton 1995 eingebunden. 2002 wurde er verabschiedet.

Danach war er zeitweilig in der Rüstungsindustrie tätig sowie „Commissioner“ (Bevollmächtigter) des Royal#en Hospital Chelsea in London.

Elliott war zeitweise auch Gastprofessor an der Universität Cranfield in Großbritannien sowie Research Fellow im “Changing Character of Warfare Programme” der Fakultät für Geschichte der University of Oxford. Seine eigenen Forschungen zur Rolle des britischen Oberkommandos während der Kriege im Irak und in Afghanistan mündeten im hier besprochenen Buch „High Command“.

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    </item>
    <item>
      <title>Man muss kein Held sein</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das autobiografische Buch von H. Norman Schwarzkopf, „Man muss kein Held sein“ („It doesn’t take a hero“) vor.<br>
Es erschien in der deutschen Übersetzung im Jahr 1992 im Bertelsmann-Verlag.</strong></p>
<p>H. Norman Schwarzkopf war ein General der US-Streitkräfte. Er war u.a. von 1988 bis 1991 Kommandeur des United States Central Command und Befehlshaber der Koalitionstruppen im Zweiten Golfkrieg um Kuwait.</p>
<p>General H. Norman Schwarzkopf war im 2. Golfkrieg (1991) der Oberkommandierende des US Central Command (CENTCOM). Dies ist eines von mehreren die gesamte Welt abdeckenden regionalen Militärkommandos der USA. Es ist unter anderem für den Nahen Osten und die Arabische Halbinsel zuständig. Schwarzkopf führte dieses Kommando von 1988 bis 1991 im Rang eines 4-Sterne-Generals und zugleich als letzte Station einer abwechslungsreichen, 35 Jahre währenden Karriere in der US-Army. Die Lebensstationen des 1934 geborenen und 2012 im Alter von 78 Jahren verstorbenen Generals spiegeln die militärische Geschichte der Vereinigten Staaten über den gesamten Zeitraum des Kalten Krieges.</p>
<p></p>
<p><br>
</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 09 Mar 2023 15:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Onlineteam ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das autobiografische Buch von H. Norman Schwarzkopf, „Man muss kein Held sein“ („It doesn’t take a hero“) vor.<br>
Es erschien in der deutschen Übersetzung im Jahr 1992 im Bertelsmann-Verlag.</strong></p>
<p>H. Norman Schwarzkopf war ein General der US-Streitkräfte. Er war u.a. von 1988 bis 1991 Kommandeur des United States Central Command und Befehlshaber der Koalitionstruppen im Zweiten Golfkrieg um Kuwait.</p>
<p>General H. Norman Schwarzkopf war im 2. Golfkrieg (1991) der Oberkommandierende des US Central Command (CENTCOM). Dies ist eines von mehreren die gesamte Welt abdeckenden regionalen Militärkommandos der USA. Es ist unter anderem für den Nahen Osten und die Arabische Halbinsel zuständig. Schwarzkopf führte dieses Kommando von 1988 bis 1991 im Rang eines 4-Sterne-Generals und zugleich als letzte Station einer abwechslungsreichen, 35 Jahre währenden Karriere in der US-Army. Die Lebensstationen des 1934 geborenen und 2012 im Alter von 78 Jahren verstorbenen Generals spiegeln die militärische Geschichte der Vereinigten Staaten über den gesamten Zeitraum des Kalten Krieges.</p>
<p></p>
<p><br>
</p>
]]></content:encoded>
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      <itunes:author>Robert Riemer / ZMSBw</itunes:author>
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      <itunes:summary>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das autobiografische Buch von H. Norman Schwarzkopf, „Man muss kein Held sein“ („It doesn’t take a hero“) vor.

Es erschien in der deutschen Übersetzung im Jahr 1992 im Bertelsmann-Verlag.

H. Norman Schwarzkopf war ein General der US-Streitkräfte. Er war u.a. von 1988 bis 1991 Kommandeur des United States Central Command und Befehlshaber der Koalitionstruppen im Zweiten Golfkrieg um Kuwait.

General H. Norman Schwarzkopf war im 2. Golfkrieg (1991) der Oberkommandierende des US Central Command (CENTCOM). Dies ist eines von mehreren die gesamte Welt abdeckenden regionalen Militärkommandos der USA. Es ist unter anderem für den Nahen Osten und die Arabische Halbinsel zuständig. Schwarzkopf führte dieses Kommando von 1988 bis 1991 im Rang eines 4-Sterne-Generals und zugleich als letzte Station einer abwechslungsreichen, 35 Jahre währenden Karriere in der US-Army. Die Lebensstationen des 1934 geborenen und 2012 im Alter von 78 Jahren verstorbenen Generals spiegeln die militärische Geschichte der Vereinigten Staaten über den gesamten Zeitraum des Kalten Krieges.







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    <item>
      <title>Der Erste Weltkrieg im Nahen Osten</title>
      <description><![CDATA[<p><strong><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Martin Kröger „Der Erste Weltkrieg im Nahen Osten“</a> vor.</strong></p>
<p>Es erschien 2022 in der vom ZMSBw herausgegebenen Reihe <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">„Kriege der Moderne“</a> im Reclam Verlag.</p>
<p>Der Historiker <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Martin Kröger</a> ist als Referent im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes</a> tätig und hat schwerpunktmäßig zur Geschichte des Auswärtigen Dienstes und zur deutschen Außenpolitik seit 1871 geforscht.</p>
<p><strong>Zum Buch</strong></p>
<p>Der Nahe Osten gehört zu den weniger bekannten Schauplätzen des Ersten Weltkriegs. Das Osmanische Reich, Bündnispartner Deutschlands und Österreichs, führte ab 1914 Krieg gegen Russland und brachte die Briten an den Rand einer Niederlage.</p>
<p>Weil nur wenige Deutsche an der Seite der Türken kämpften, sind die nahöstlichen Fronten nicht so in Erinnerung geblieben wie der Krieg im Westen. Doch auch dort waren die Kämpfe außerordentlich gewaltsam.</p>
<p>Martin Kröger stellt die Ereignisse an jenen fernen Orten, die sonst nur am Rande behandelt werden, in den Mittelpunkt und zeigt, wie die türkische Niederlage das politische Gefüge des Nahen Ostens bis heute prägt.</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 02 Mar 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
      <link>https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/angelesen</link>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Onlineteam ZMSBw)</author>
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      <dc:creator>Onlineteam ZMSBw</dc:creator>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Martin Kröger „Der Erste Weltkrieg im Nahen Osten“</a> vor.</strong></p>
<p>Es erschien 2022 in der vom ZMSBw herausgegebenen Reihe <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">„Kriege der Moderne“</a> im Reclam Verlag.</p>
<p>Der Historiker <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Martin Kröger</a> ist als Referent im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes</a> tätig und hat schwerpunktmäßig zur Geschichte des Auswärtigen Dienstes und zur deutschen Außenpolitik seit 1871 geforscht.</p>
<p><strong>Zum Buch</strong></p>
<p>Der Nahe Osten gehört zu den weniger bekannten Schauplätzen des Ersten Weltkriegs. Das Osmanische Reich, Bündnispartner Deutschlands und Österreichs, führte ab 1914 Krieg gegen Russland und brachte die Briten an den Rand einer Niederlage.</p>
<p>Weil nur wenige Deutsche an der Seite der Türken kämpften, sind die nahöstlichen Fronten nicht so in Erinnerung geblieben wie der Krieg im Westen. Doch auch dort waren die Kämpfe außerordentlich gewaltsam.</p>
<p>Martin Kröger stellt die Ereignisse an jenen fernen Orten, die sonst nur am Rande behandelt werden, in den Mittelpunkt und zeigt, wie die türkische Niederlage das politische Gefüge des Nahen Ostens bis heute prägt.</p>
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      <itunes:title>Der Erste Weltkrieg im Nahen Osten</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Kriege der Moderne</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Martin Kröger „Der Erste Weltkrieg im Nahen Osten“ vor.

Es erschien 2022 in der vom ZMSBw herausgegebenen Reihe „Kriege der Moderne“ im Reclam Verlag.

Der Historiker Martin Kröger ist als Referent im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes tätig und hat schwerpunktmäßig zur Geschichte des Auswärtigen Dienstes und zur deutschen Außenpolitik seit 1871 geforscht.

Zum Buch

Der Nahe Osten gehört zu den weniger bekannten Schauplätzen des Ersten Weltkriegs. Das Osmanische Reich, Bündnispartner Deutschlands und Österreichs, führte ab 1914 Krieg gegen Russland und brachte die Briten an den Rand einer Niederlage.

Weil nur wenige Deutsche an der Seite der Türken kämpften, sind die nahöstlichen Fronten nicht so in Erinnerung geblieben wie der Krieg im Westen. Doch auch dort waren die Kämpfe außerordentlich gewaltsam.

Martin Kröger stellt die Ereignisse an jenen fernen Orten, die sonst nur am Rande behandelt werden, in den Mittelpunkt und zeigt, wie die türkische Niederlage das politische Gefüge des Nahen Ostens bis heute prägt.

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      <title>Deutschland 1923</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Volker Ullrich „Deutschland 1923. Das Jahr am Abgrund“ vor.</strong></p>
<p><strong>Es erschien 2022 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag C. H. Beck</a>.</strong></p>
<h3>Zum Buch</h3><p>Das Krisenjahr 1923 erschütterte die Weimarer Republik. Nach der Besetzung des Ruhrgebietes durch französische und belgische Streitkräfte verkündete die Reichsregierung des „passiven Widerstand“. Dieser staatlich verordnete Generalstreit führte zur wirtschaftlichen Katastrophe, der Inflation, die die Währung in Deutschland zusammenbrechen ließ. Als dieser Widerstand aufgegeben und die Währung stabilisiert wurde, entwickelten sich in Bayern sowie in Sachsen und Thüringen teils gewaltbereite Protestbewegungen, der „Hitler-Putsch“ vom 8./9. November 1923 dürfte die bekannteste sein.</p>
<p>Volker Ullrich beschreibt in seinem Buch dieses Krisenjahr, ordnet es in einen größeren Zusammenhang ein und schildert Entwicklungen, die heute nur noch wenigen so bekannt sein dürften.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Der Historiker und Journalist <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Volker Ullrich</a> war lange für die Wochenzeitung <em>Die Zeit</em> tätig und hat eine Reihe von Büchern zur deutschen Geschichte zwischen 1871 und 1945 veröffentlicht.</p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Heiner Möllers</p>
<p></p>
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<p><br>
</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 23 Feb 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Volker Ullrich „Deutschland 1923. Das Jahr am Abgrund“ vor.</strong></p>
<p><strong>Es erschien 2022 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag C. H. Beck</a>.</strong></p>
<h3>Zum Buch</h3><p>Das Krisenjahr 1923 erschütterte die Weimarer Republik. Nach der Besetzung des Ruhrgebietes durch französische und belgische Streitkräfte verkündete die Reichsregierung des „passiven Widerstand“. Dieser staatlich verordnete Generalstreit führte zur wirtschaftlichen Katastrophe, der Inflation, die die Währung in Deutschland zusammenbrechen ließ. Als dieser Widerstand aufgegeben und die Währung stabilisiert wurde, entwickelten sich in Bayern sowie in Sachsen und Thüringen teils gewaltbereite Protestbewegungen, der „Hitler-Putsch“ vom 8./9. November 1923 dürfte die bekannteste sein.</p>
<p>Volker Ullrich beschreibt in seinem Buch dieses Krisenjahr, ordnet es in einen größeren Zusammenhang ein und schildert Entwicklungen, die heute nur noch wenigen so bekannt sein dürften.</p>
<h3>Der Autor</h3><p>Der Historiker und Journalist <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Volker Ullrich</a> war lange für die Wochenzeitung <em>Die Zeit</em> tätig und hat eine Reihe von Büchern zur deutschen Geschichte zwischen 1871 und 1945 veröffentlicht.</p>
<p>Text: Christoph Kuhl<br>
Gelesen von: Heiner Möllers</p>
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      <itunes:subtitle>Das Jahr am Abgrund</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Volker Ullrich „Deutschland 1923. Das Jahr am Abgrund“ vor.

Es erschien 2022 im Verlag C. H. Beck.

Zum BuchDas Krisenjahr 1923 erschütterte die Weimarer Republik. Nach der Besetzung des Ruhrgebietes durch französische und belgische Streitkräfte verkündete die Reichsregierung des „passiven Widerstand“. Dieser staatlich verordnete Generalstreit führte zur wirtschaftlichen Katastrophe, der Inflation, die die Währung in Deutschland zusammenbrechen ließ. Als dieser Widerstand aufgegeben und die Währung stabilisiert wurde, entwickelten sich in Bayern sowie in Sachsen und Thüringen teils gewaltbereite Protestbewegungen, der „Hitler-Putsch“ vom 8./9. November 1923 dürfte die bekannteste sein.

Volker Ullrich beschreibt in seinem Buch dieses Krisenjahr, ordnet es in einen größeren Zusammenhang ein und schildert Entwicklungen, die heute nur noch wenigen so bekannt sein dürften.

Der AutorDer Historiker und Journalist Volker Ullrich war lange für die Wochenzeitung Die Zeit tätig und hat eine Reihe von Büchern zur deutschen Geschichte zwischen 1871 und 1945 veröffentlicht.

Text: Christoph Kuhl

Gelesen von: Heiner Möllers









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      <title>Die rückständige Großmacht</title>
      <description><![CDATA[<p><strong><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">In dieser Folge von „ANGELESEN! Das Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Manfred Hildermeier „Die rückständige Großmacht. Russland und der Westen“ vor</a>.</strong></p>
<p>Es erschien im Jahr 2022 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag C.H Beck</a>.</p>
<p><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Manfred Hildermeier</a> ist Professor für Russische und Sowjetische Geschichte an der Universität Göttingen.</p>
<p>Text: Heiko Biehl<br>
Gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 16 Feb 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">In dieser Folge von „ANGELESEN! Das Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Manfred Hildermeier „Die rückständige Großmacht. Russland und der Westen“ vor</a>.</strong></p>
<p>Es erschien im Jahr 2022 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Verlag C.H Beck</a>.</p>
<p><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Manfred Hildermeier</a> ist Professor für Russische und Sowjetische Geschichte an der Universität Göttingen.</p>
<p>Text: Heiko Biehl<br>
Gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
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      <itunes:subtitle>Russland und der Westen.</itunes:subtitle>
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Es erschien im Jahr 2022 im Verlag C.H Beck.

Manfred Hildermeier ist Professor für Russische und Sowjetische Geschichte an der Universität Göttingen.

Text: Heiko Biehl

Gelesen von: Christoph Jan Longen

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      <title>Armee ohne Auftrag</title>
      <description><![CDATA[<p><strong>„ANGELESEN! Das Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellt in dieser Folge das Buch von Wilfried von Bredow „Armee ohne Auftrag. Die Bundeswehr und die deutsche Sicherheitspolitik“ vor.</strong></p>
<p>Das Buch erschien im Jahr 2020 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Orell Füssli Verlag</a>.</p>
<p><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Wilfried Freiherr von Bredow</a> (*1944) ist ein Politikwissenschaftler und war von 1972 bis 2009 Professor für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Er zählt zu den besten Kennern der Bundeswehr und der deutschen Sicherheitspolitik im 20. Jahrhundert.</p>
<p>Text: Uwe Hartmann<br>
Gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
]]></description>
      <pubDate>Thu, 09 Feb 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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      <author>zmsbwonlineredaktion@bundeswehr.org (Onlineteam ZMSBw)</author>
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      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>„ANGELESEN! Das Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellt in dieser Folge das Buch von Wilfried von Bredow „Armee ohne Auftrag. Die Bundeswehr und die deutsche Sicherheitspolitik“ vor.</strong></p>
<p>Das Buch erschien im Jahr 2020 im <a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Orell Füssli Verlag</a>.</p>
<p><a href="#" rel="noopener noreferrer nofollow">Wilfried Freiherr von Bredow</a> (*1944) ist ein Politikwissenschaftler und war von 1972 bis 2009 Professor für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Er zählt zu den besten Kennern der Bundeswehr und der deutschen Sicherheitspolitik im 20. Jahrhundert.</p>
<p>Text: Uwe Hartmann<br>
Gelesen von: Christoph Jan Longen</p>
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Das Buch erschien im Jahr 2020 im Orell Füssli Verlag.

Wilfried Freiherr von Bredow (*1944) ist ein Politikwissenschaftler und war von 1972 bis 2009 Professor für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Er zählt zu den besten Kennern der Bundeswehr und der deutschen Sicherheitspolitik im 20. Jahrhundert.

Text: Uwe Hartmann

Gelesen von: Christoph Jan Longen

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